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St. Martini Gemeinde zu Bremen

Martinikirchhof 3 28195 Bremen

Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Die vier Waffen des Feindes

Aus der Predigt „Gottesdienst am 25.10.2026 - Der geistliche Kampf - eine Zurüstung“ vom 25. Oktober

Der Teufel arbeitet mit vier Hauptwaffen gegen uns. Erstens kämpft er gegen das Wort Gottes – schon im Paradies begann es mit 'Sollte Gott gesagt haben?' Er kann das Wort nicht zerstören, aber er verführt Menschen, es nicht zu glauben. Wenn wir das Wort in Frage stellen oder gegen das Wort handeln, spielen wir sein Spiel. Zweitens arbeitet er mit Angst. 'Fürchte dich nicht' ist der häufigste Satz der Bibel. Dinge, die wir aus Angst machen, sind vom Widersacher bedingt. Drittens versucht er uns mit Reichtum – Judas verriet Jesus um des Geldes willen. Egal ob du viel oder wenig besitzt, guck auf dein Leben: Was hat der Widersacher mit Geld in deinem Leben schon für Angst gemacht? Viertens arbeitet er mit menschlichem Leiden – Krankheiten, psychische Belastungen. Alles, was Leben zerstört oder behindert, kommt vom Teufel. Gegen diese Angriffe sind wir alleine schutzlos, doch Gott sei Dank hat uns der Herr eine Waffenrüstung gegeben.

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Der Teufel arbeitet mit vier Hauptwaffen gegen uns. Erstens kämpft er gegen das Wort Gottes – schon im Paradies begann es mit 'Sollte Gott gesagt haben?' Er kann das Wort nicht zerstören, aber er verführt Menschen, es nicht zu glauben. Wenn wir das Wort in Frage stellen oder gegen das Wort handeln, spielen wir sein Spiel. Zweitens arbeitet er mit Angst. 'Fürchte dich nicht' ist der häufigste Satz der Bibel. Dinge, die wir aus Angst machen, sind vom Widersacher bedingt. Drittens versucht er uns mit Reichtum – Judas verriet Jesus um des Geldes willen. Egal ob du viel oder wenig besitzt, guck auf dein Leben: Was hat der Widersacher mit Geld in deinem Leben schon für Angst gemacht? Viertens arbeitet er mit menschlichem Leiden – Krankheiten, psychische Belastungen. Alles, was Leben zerstört oder behindert, kommt vom Teufel. Gegen diese Angriffe sind wir alleine schutzlos, doch Gott sei Dank hat uns der Herr eine Waffenrüstung gegeben.

Johannes 8,44
Gebet

Bitte Gott um Weisheit, die Angriffe des Widersachers zu erkennen und ihnen in der Kraft Jesu zu widerstehen.

Zum Nachdenken

Mit welcher dieser vier Waffen des Feindes – Lüge, Angst, Reichtum oder Leiden – werde ich gerade am meisten angegriffen?

Aufnahme vom 4. Oktober 2026

Predigt

Gottesdienst am 04.10.2026 - Fünf Warnungen

Sonntag, 4. Oktober 2026
Lukas 12,15-21
Kernaussage

Die Predigt warnt eindringlich vor einem Leben, das sich auf materielle Güter und eigene Leistung stützt, statt auf Gott zu vertrauen. Am Beispiel des reichen Kornbauers zeigt Jesus, dass wahres Leben und Reichtum nur in der Beziehung zu Gott und der Anerkennung der eigenen Abhängigkeit von ihm zu finden sind. Erntedank bedeutet, Gott für seine Versorgung zu danken und das Leben auf ihn auszurichten, nicht auf irdische Schätze.

Pastor Olaf Latzel predigt am Erntedankfest 2026 über das Gleichnis vom reichen Kornbauer aus Lukas 12,15-21. Er dankt Gott für seine Versorgung - für Nahrung, Frieden, Gesundheit und vor allem für die Erlösung durch Jesus Christus. Die Predigt konzentriert sich auf fünf zentrale Warnungen aus diesem Text: vor Habgier, Ich-Zentriertheit, Ewigkeitsaufschub, Machbarkeitsillusion und Urteilsvergessenheit. Der Gottesdienst betont, dass wahre Schätze nicht im materiellen Reichtum liegen, sondern in der Armut vor Gott - dem Erkennen unserer vollständigen Abhängigkeit von Jesus Christus. Latzel warnt davor, wie der reiche Kornbauer zu leben, der sein Leben nur auf irdische Güter aufbaute und vergaß, dass Gott allein über Leben und Tod entscheidet. Der Pastor ermutigt die Gemeinde, Christus-zentriert statt ich-zentriert zu leben und Reich bei Gott zu werden durch das Kreuz Christi.
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Pastor Olaf Latzel predigt am Erntedankfest 2026 über das Gleichnis vom reichen Kornbauer aus Lukas 12,15-21. Er dankt Gott für seine Versorgung - für Nahrung, Frieden, Gesundheit und vor allem für die Erlösung durch Jesus Christus. Die Predigt konzentriert sich auf fünf zentrale Warnungen aus diesem Text: vor Habgier, Ich-Zentriertheit, Ewigkeitsaufschub, Machbarkeitsillusion und Urteilsvergessenheit. Der Gottesdienst betont, dass wahre Schätze nicht im materiellen Reichtum liegen, sondern in der Armut vor Gott - dem Erkennen unserer vollständigen Abhängigkeit von Jesus Christus. Latzel warnt davor, wie der reiche Kornbauer zu leben, der sein Leben nur auf irdische Güter aufbaute und vergaß, dass Gott allein über Leben und Tod entscheidet. Der Pastor ermutigt die Gemeinde, Christus-zentriert statt ich-zentriert zu leben und Reich bei Gott zu werden durch das Kreuz Christi.

Hauptthemen (5)

1. Warnung vor Habgier

  • • Habgier ist eine der sieben Hauptsünden und wird in der Bibel wiederholt verurteilt
  • • Die Bibel warnt nicht vor Reichtum an sich, sondern vor der Einstellung des Haben-Wollens
  • • Das Problem ist das Trachten nach mehr und der Glaube, durch materiellen Besitz das Leben erhalten zu können
  • • Jeder Mensch kennt diese Versuchung in unterschiedlichem Maße
  • • Habgier zerstört zwischenmenschliche Beziehungen und führt zu Unzufriedenheit

2. Warnung vor Ich-Zentriertheit

  • • Der reiche Kornbauer verwendet zehnmal 'ich', 'mir', 'mein' in kurzen Versen
  • • Christsein bedeutet den Weg vom Ich zum Du - von Ich-Zentriertheit zu Christus-Zentriertheit
  • • Das Gebet 'Vater unser' ist bewusst in der ersten Person Plural formuliert
  • • Der Mensch ist gefangen in der Illusion, Mittelpunkt aller Dinge zu sein
  • • Wahres Leben liegt im Lieben Gottes und des Nächsten, nicht im Egoismus

3. Warnung vor Ewigkeitsaufschub

  • • Der Kornbauer plant für 'viele Jahre', ohne seine eigene Sterblichkeit zu berücksichtigen
  • • Menschen verdrängen ihre Endlichkeit und planen, als hätten sie unbegrenzt Zeit
  • • Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt etwa 29.200 Tage (80 Jahre)
  • • Niemand weiß, wann sein biologisches Ende kommt oder Jesus wiederkommt
  • • Die Bibel mahnt: 'Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden'

4. Warnung vor Machbarkeitsillusion

  • • Der Kornbauer glaubt, alles selbst machen und kontrollieren zu können
  • • Es gibt zwei Stränge im Leben: unseren Willen und Gottes Willen
  • • Gesegnetes Leben entsteht, wenn beide Wege kongruent sind
  • • Das Vaterunser bittet: 'Dein Wille geschehe' - Anerkennung von Gottes Souveränität
  • • Die alte Formel 'Sub conditione Jacobi' drückt aus: Wenn der Herr will und wir leben, werden wir dies tun
  • • Auch politisch und gesellschaftlich führt die Machbarkeitsillusion ohne Gott zum Scheitern

5. Warnung vor Urteilsvergessenheit

  • • Gott wird am Ende ein Urteil über unser Leben fällen
  • • Nicht weltliche Maßstäbe zählen, sondern Gottes Bewertung
  • • Die Seele gehört nicht uns selbst, sondern Gott, der Rechenschaft fordert
  • • Schätze im Himmel sammelt man nicht durch materielle Leistung
  • • Reich bei Gott wird man durch geistliche Armut und Abhängigkeit von Jesus Christus
  • • Selig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Himmelreich

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Lukas 12,15-21

Jesus sprach zu ihnen, seht zu und hütet euch vor aller Habgier. Denn auch wenn jemand Überfluss hat, besteht sein Leben nicht durch seine Habe. Und Jesus sagte ihnen ein Gleichnis und er sprach, es war ein reicher Mensch, dessen Feld hat er gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach, was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach, das will ich tun. Ich will meine Scheunen abbrechen und Größe bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte und will sagen zu meiner Seele liebe Seele du hast einen großen Vorrat für viele Jahre Habe nun Ruhe iss trink und hab guten Mut Aber Gott sprach zu ihm, du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und nicht reich ist bei Gott.

Markus 8,1-9

Zu der Zeit, als wieder eine große Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die Jünger zu sich und er sprach zu ihnen. Mich jammert das Volk, denn sie haben nun drei Tage bei mir ausgeharrt und sie haben nichts zu essen. Und wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten, denn einige sind von Ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm, wie kann sie jemand hier in der Wüste mit Brot sättigen? Und er fragte sie, wie viel Brote habt ihr hier? Sie sprachen sieben. Und er gebot dem Volk, sich auf der Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten. Und sie teilten sie unter das Volk aus. Und sie hatten auch einige Fische und er dankte und ließ auch diese austeilen. Sie aßen aber und wurden satt und sammelten die übrigen Brocken auf sieben Körbe voll. Und es waren etwa viertausend und Jesus ließ sie gehen.

Psalm 104

Lobe den Herrn meine Seele Herr mein Gott du bist sehr herrlich Du bist schön und prächtig geschmückt Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest den Himmel aus wie einen Teppich...Du lässt Wasser in den Tälern quellen, dass sie zwischen den Bergen dahin fließen. dass alle Tiere des Feldes trinken und das Wild seinen Durst lösche...Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Saat zum Nutzen den Menschen...Herr, wie sind deine Werke so groß und so viel? Du hast sie alle weise geordnet und die Erde ist voll deiner Güte.

Weitere Referenzen

  • → Psalm 119 - Neige mein Herz nicht zur Habgier
  • → Kolosser 3 - Habgier ist Götzendienst
  • → Die zehn Gebote - Du sollst nicht begehren
  • → Matthäus 16 - Wer sein Leben retten will wird es verlieren
  • → Psalm 90 - Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen
  • → Matthäus 6 - Feldrede, Schätze im Himmel sammeln
  • → Lukas 12,31 - Trachtet nach dem Reich Gottes
  • → Jakobus 4 - Wenn der Herr will und wir leben
  • → Sprüche 16 - Das Menschenherz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr lenkt seinen Schritt
  • → Psalm 37,5 - Befiehl dem Herrn deine Wege
  • → Psalm 31 - Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum
  • → Genesis 11 - Turmbau zu Babel
  • → Lukas 10 - Der barmherzige Samariter
  • → Lukas 18 - Pharisäer und Zöllner
  • → Matthäus 5 - Selig sind die geistlich Armen

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Dankbarkeit statt Habgier pflegen: Sich bewusst machen, wie reich wir im Vergleich zu früheren Generationen beschenkt sind. Regelmäßig Gott für seine Versorgung danken und die Einstellung des 'Immer-mehr-haben-Wollens' überprüfen und ablegen.
  • 2 Christus-Zentriertheit statt Ich-Zentriertheit leben: Das eigene Leben daraufhin überprüfen, ob es nur um 'mich' geht oder ob Gott und der Nächste im Mittelpunkt stehen. In Ehe, Familie und sozialem Umfeld bewusst vom Ich zum Du gehen und lieben statt nur konsumieren.
  • 3 Mit der Ewigkeit rechnen: Sich die eigene Endlichkeit bewusst machen und nicht so planen, als hätte man unbegrenzt Zeit. Heute schon nach dem Reich Gottes trachten und nicht wichtige Entscheidungen auf 'später' verschieben.
  • 4 Gott in alle Planungen einbeziehen: Bei allen Entscheidungen und Plänen bewusst beten: 'Wenn der Herr will und wir leben' und erkennen, dass nicht alles machbar ist. Vertrauen auf Gottes Führung statt auf eigene Stärke und Kontrolle.
  • 5 Arm vor Gott werden und Schätze im Himmel sammeln: Die eigene geistliche Armut erkennen und nur auf Jesus Christus und sein Kreuz vertrauen. Nicht auf irdische Leistungen oder Besitz bauen, sondern auf Gottes Gnade und dadurch reich bei Gott werden.

Impulse aus der Woche ab 5. Oktober

  1. Tag 1 von 7 · 5. Oktober Wahre Schätze am Erntedankfest

    Erntedank erinnert uns daran, wem wir alles verdanken. Nicht unserer eigenen Leistung, sondern Gott, der uns mit allem versorgt – Nahrung, Gesundheit, Frieden und vor allem die Erlösung durch Jesus Christus. Jesus warnt uns eindringlich: 'Seht zu und hütet euch vor aller Habgier. Denn auch wenn jemand Überfluss hat, besteht sein Leben nicht durch seine Habe.' Wir leben in einer Zeit des Überflusses. Im Vergleich zu unseren Großeltern vor 50 Jahren sind wir unglaublich reich beschenkt. Doch die Gefahr ist groß, dass wir im Tagesgeschäft mit unseren eigenen Problemen beschäftigt sind und vergessen, dass wir getragen sind von dem, der alles ermöglicht und schenkt. Erntedank ist ein 'Reset' für unsere Seele – eine Gelegenheit, uns neu auszurichten auf Jesus Christus und zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Wahre Schätze liegen nicht im materiellen Reichtum, sondern in der Beziehung zu unserem Schöpfer.

    Lukas 12,15

    Gebet

    Danke Jesus für deine Versorgung in allen Bereichen meines Lebens. Hilf mir, dich als Quelle allen Segens zu erkennen und nicht in Habgier zu verfallen.

    Zum Nachdenken

    Wofür bin ich Gott heute konkret dankbar, und wie zeigt sich das in meinem täglichen Leben?

  2. Tag 2 von 7 · 6. Oktober Die Gefahr der Habgier

    Habgier gehört zu den sieben Hauptsünden und wird in der Bibel immer wieder scharf verurteilt. 'Habgier ist Götzendienst. Tötet sie', heißt es im Kolosserbrief. Es geht nicht darum, ob jemand viel oder wenig besitzt, sondern um die innere Einstellung – das Trachten nach immer mehr, das Denken, durch Besitz das Leben sichern zu können. Der reiche Kornbauer im Gleichnis Jesu hat betriebswirtschaftlich alles richtig gemacht. Er war fleißig, klug und erfolgreich. Doch Gott nennt ihn einen Narren, weil sein ganzes Denken um Gewinnmaximierung und Besitzanhäufung kreiste. Diese Warnung gilt uns allen. Selbst mit wenig Geld kann man habgierig sein, und selbst mit großem Vermögen kann man frei von Habgier leben. Die Frage ist: Was treibt mich an? Wo liegt mein Herz? Habgier zerstört Beziehungen, zerreißt Familien und führt uns weg von Gott. Sie ist eine Bindung ans Materielle, die uns gefangen hält.

    Kolosser 3,5

    Gebet

    Herr, befreie mich von Habgier und lehre mich Zufriedenheit. Hilf mir, mein Herz nicht an vergängliche Dinge zu hängen.

    Zum Nachdenken

    In welchen Bereichen meines Lebens bin ich versucht, immer mehr haben zu wollen, statt zufrieden zu sein mit dem, was Gott mir geschenkt hat?

  3. Tag 3 von 7 · 7. Oktober Vom Ich zum Du

    Der reiche Kornbauer verwendet in nur zweieinhalb Versen zehnmal 'ich', 'mir' oder 'mein'. Er ist der Prototyp des ich-zentrierten Menschen, der nur sich selbst sieht. Doch Jesus ruft uns zu einem anderen Weg: 'Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.' Christsein bedeutet einen Weg vom Ich zum Du – von der Selbstzentriertheit zur Christuszentriertheit. Wir sind nicht der Mittelpunkt des Universums. Bei 8,5 Milliarden Menschen auf dieser Welt sollte uns das intellektuell klar sein. Doch der Teufel verführt uns zur dämonischen Selbsttäuschung, wir seien das Wichtigste. Sogar im Vaterunser beten wir bewusst in der ersten Person Plural: 'Unser tägliches Brot gib uns heute' – nicht nur mir, sondern uns allen. Gott hat uns zum Lieben geschaffen, nicht zum Egoismus. Wo in deiner Ehe, Familie oder Gemeinde könnten Probleme darin begründet sein, dass du ich-zentriert statt Christus-zentriert lebst?

    Matthäus 16,24-25

    Gebet

    Herr Jesus, befreie mich aus meiner Ich-Zentriertheit. Richte meinen Blick auf dich und auf die Menschen um mich herum.

    Zum Nachdenken

    Wo kreist mein Denken und Handeln hauptsächlich um mich selbst, statt um Christus und meine Mitmenschen?

  4. Tag 4 von 7 · 8. Oktober Die Illusion vieler Jahre

    Der reiche Kornbauer dachte: 'Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre. Habe nun Ruhe, iss, trink und hab guten Mut.' Doch Gott sprach: 'Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern.' Der Mann schob die Ewigkeit auf – ein typisch menschliches Verhalten. Wir alle wissen intellektuell, dass wir sterben müssen. Doch der Weltmensch verdrängt diese Tatsache, plant sein Leben, als hätte er noch Jahrzehnte vor sich. Die Bibel lehrt uns anders: 'Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.' Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 29.200 Tagen – aber niemand hat eine Garantie, diese zu erreichen. Wir sterben auch mit 20.000 Tagen. Niemand weiß, ob er das nächste Jahr erlebt oder ob Jesus morgen wiederkommt. Deshalb gilt: nicht morgen, sondern heute. Nicht irgendwann, sondern hier und jetzt müssen wir unser Leben mit Gott in Ordnung bringen.

    Psalm 90,12

    Gebet

    Herr, hilf mir, meine Lebenszeit bewusst wahrzunehmen und heute schon so zu leben, wie es vor deinem Angesicht Bestand hat.

    Zum Nachdenken

    Lebe ich so, als könnte mein Leben heute Nacht zu Ende sein? Was würde ich ändern, wenn ich wüsste, dass dies mein letzter Monat wäre?

  5. Tag 5 von 7 · 9. Oktober Nicht Macher, sondern Empfänger

    Der reiche Kornbauer war ein 'Macher' – jemand, der anpackt und sein Leben in die Hand nimmt. 'Das will ich tun!', sagt er mehrfach. Fleiß und Initiative sind gut und richtig. Doch die Bibel warnt vor der Machbarkeitsillusion: dem Glauben, wir könnten unser Leben vollständig selbst bestimmen und kontrollieren. Die Wahrheit ist: Es gibt zwei Stränge, die unser Leben bedingen – das, was wir wollen und tun, und das, was Gott will und lenkt. 'Des Menschenherz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.' Im Vaterunser bitten wir: 'Dein Wille geschehe' – ein Gebet, dass Gottes Plan mit unserem Leben übereinstimmen möge. Die alten Christen schrieben in ihre Verträge 'Sub conditione Jacobi' – unter der Vorbedingung aus Jakobus: 'Wenn der Herr will und wir leben, werden wir dies oder jenes tun.' Wir dürfen planen und arbeiten, aber niemals vergessen: Wir sind nicht Herren, sondern Verwalter unseres Lebens.

    Sprüche 16,9

    Gebet

    Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen. Herr, ich lege meine Pläne in deine Hände.

    Zum Nachdenken

    In welchen Bereichen meines Lebens handle ich so, als wäre ich der alleinige Herr, statt Gottes Führung zu suchen?

  6. Tag 6 von 7 · 10. Oktober Reich bei Gott werden

    Am Ende des Gleichnisses steht die entscheidende Frage: 'So geht es dem, der sich Schätze sammelt und nicht reich ist bei Gott.' Wie wird man aber reich bei Gott? Nicht durch religiöse Leistungen oder materielle Spenden, sondern durch das Gegenteil: durch geistliche Armut. Jesus sagt: 'Selig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Himmelreich.' Ins Reich Gottes kommen wir, wenn wir unsere völlige Abhängigkeit von Jesus Christus erkennen. Wenn wir aufhören, uns auf unsere Leistungen etwas einzubilden, und stattdessen wie der Zöllner beten: 'Gott, sei mir Sünder gnädig!' Wahre Schätze im Himmel sammeln wir, indem wir arm vor Gott werden – unsere Schuld am Kreuz ablegen, unser Leben Jesus übergeben und erkennen: Ich bin nichts, du bist alles. Das ist das Paradoxon des Glaubens. Erst wenn wir unsere geistliche Bankrotterklärung gemacht haben, sind wir wirklich reich.

    Lukas 12,21

    Gebet

    Herr, ich bekenne: Ich bin geistlich arm und habe nichts vorzuweisen. Du allein bist mein Reichtum durch das Kreuz Christi.

    Zum Nachdenken

    Bin ich bereit, vor Gott meine völlige Armut und Abhängigkeit einzugestehen, oder verlasse ich mich noch auf meine eigenen Leistungen?

  7. Tag 7 von 7 · 11. Oktober Leben vor dem Richterstuhl

    Die Geschichte endet mit einem Urteil: 'Du Narr!' Gott selbst spricht dieses vernichtende Urteil über ein Leben, das betriebswirtschaftlich perfekt, aber geistlich bankrott war. Diese Warnung vor Urteilsvergessenheit sollte uns wachrütteln. Es kommt der Moment, wo unser Leben von Gott beurteilt wird. Nicht weltliche Maßstäbe zählen dann – nicht Erfolg, Reichtum oder Ansehen –, sondern allein die Frage: Warst du reich bei Gott? Hast du nach dem Reich Gottes getrachtet? Hast du dein Leben Jesus Christus übergeben? Wenn nicht, lautet das Urteil: Verdammnis. Wenn ja, durch Gnade und Glauben ans Kreuz: ewiges Leben. Erntedank ist mehr als Dankbarkeit für materielle Gaben. Es ist die Anerkennung, dass wir nichts sind und Jesus alles ist. Wenn du das verstanden hast, hörst du auf, dich selbst zu loben, und gibst ihm allein die Ehre – nicht nur am Erntedanktag, sondern jeden Tag deines Lebens.

    Lukas 12,20

    Gebet

    Herr Jesus, bereite mich vor auf den Tag, an dem ich vor dir stehe. Lass mein Leben dir zur Ehre sein, solange ich noch Zeit habe.

    Zum Nachdenken

    Wenn Gott heute über mein Leben urteilen würde – würde er es als reich bei ihm bezeichnen oder als Leben, das sich nur irdische Schätze gesammelt hat?