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Kirche für Düsseldorf e.V.

Duderstädter Straße 17, 40595 Düsseldorf

Wir sind eine evangelische Freikirche voller Menschen, die ihren Glauben aktiv leben. Gemeinsam wollen wir Gott erleben und unsere Stadt positiv verändern.

Täglicher Impuls
Tag 4 von 7

Dreimal gebetet - das Klagegebet

Aus der Predigt „Gottesdienst 25.10.26 - Mentale Gesundheit Teil 3“ vom 25. Oktober

Paulus schreibt: 'Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.' Wie sahen diese Gebete wohl aus? Wahrscheinlich nicht nur proklamativ und siegesgewiss, sondern ehrlich, klagend, ringend. Die Bibel enthält 150 Psalmen - davon sind nur 14 reine Jubelpsalmen, aber 78 Klagepsalmen. Gott schenkt uns ein ganzes Gebetsbuch, das zeigt: Leben in Integrität mit Jesus bedeutet, nichts verstecken zu müssen. Ein Klagegebet hat drei Teile: Anklage ('Warum, Gott, tust du nichts?'), Flehen ('Bitte greif ein!') und manchmal ein Vertrauensbekenntnis. Nicht das 'Wozu' ist die biblische Frage, sondern 'Wo bist du, Gott?' Wenn wir nicht bei Gott klagen können, werden wir verbittert und zu Anklägern - anderer, uns selbst, des Lebens. Aber wer bei Gott klagt, kann aus ehrlichem Herzen danken. Der Geist Gottes kann nur verwandeln, was wir ihm hinhalten.

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Paulus schreibt: 'Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.' Wie sahen diese Gebete wohl aus? Wahrscheinlich nicht nur proklamativ und siegesgewiss, sondern ehrlich, klagend, ringend. Die Bibel enthält 150 Psalmen - davon sind nur 14 reine Jubelpsalmen, aber 78 Klagepsalmen. Gott schenkt uns ein ganzes Gebetsbuch, das zeigt: Leben in Integrität mit Jesus bedeutet, nichts verstecken zu müssen. Ein Klagegebet hat drei Teile: Anklage ('Warum, Gott, tust du nichts?'), Flehen ('Bitte greif ein!') und manchmal ein Vertrauensbekenntnis. Nicht das 'Wozu' ist die biblische Frage, sondern 'Wo bist du, Gott?' Wenn wir nicht bei Gott klagen können, werden wir verbittert und zu Anklägern - anderer, uns selbst, des Lebens. Aber wer bei Gott klagt, kann aus ehrlichem Herzen danken. Der Geist Gottes kann nur verwandeln, was wir ihm hinhalten.

2. Korinther 12,8
Gebet

Jesus, hilf mir, dir meine Anklage, mein Flehen, meine Enttäuschung ehrlich zu bringen - und dich darin zu finden.

Zum Nachdenken

Welche Klage trägst du in dir, die du Gott noch nicht ehrlich vorgebracht hast?

Aufnahme vom 24. Mai 2026

Predigt

Gottesdienst 24.05.26

Sonntag, 24. Mai 2026
Lukas 12,24-31
Kernaussage

Der Heilige Geist ist der Atem Gottes, der uns lebendig macht und uns befähigt, Leben in andere Menschen zu sprechen. An Pfingsten wurde der Heilige Geist ausgegossen, damit wir nicht nur selbst erfüllt werden, sondern durch Ermutigung, Segen und Prophetie Leben in unserer Umgebung schaffen können.

Dieser Gottesdienst am Pfingstsonntag behandelt die Person und Wirkung des Heiligen Geistes. Stefan Dams nimmt die Gemeinde mit auf eine biblische Reise vom Schöpfungsbericht bis Pfingsten und zeigt, wie der Heilige Geist - beschrieben als Atem Gottes (Ruach) - Leben schafft und Menschen verändert. Er beginnt mit einer Kritik an unserer smartphone-dominierten Gesellschaft und der damit verbundenen Zunahme von Angststörungen und innerer Unruhe, besonders bei jungen Menschen. Die zentrale Frage lautet: Wer bekommt den ersten Zugriff auf unser Inneres - der Bildschirm oder der Geist Gottes? Die Predigt folgt vier Bewegungen: Der Heilige Geist beim Vater (Schöpfung), der Heilige Geist in Jesus Christus (seine Vollmacht), der Heilige Geist in uns (Pfingsten) und der Heilige Geist durch uns (unser Wirken). Stefan betont, dass der Heilige Geist nicht abstrakt ist, sondern eine Person, die uns die Liebe Gottes erfahrbar macht. Er ermutigt die Gemeinde, durch Ermutigung, Segen und prophetisches Reden Leben in anderen Menschen zu schaffen. Die Predigt endet mit dem praktischen Aufruf, den Tag nicht mit dem Smartphone, sondern mit Gebet zu beginnen und sich vom Heiligen Geist erfüllen zu lassen.
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Dieser Gottesdienst am Pfingstsonntag behandelt die Person und Wirkung des Heiligen Geistes. Stefan Dams nimmt die Gemeinde mit auf eine biblische Reise vom Schöpfungsbericht bis Pfingsten und zeigt, wie der Heilige Geist - beschrieben als Atem Gottes (Ruach) - Leben schafft und Menschen verändert. Er beginnt mit einer Kritik an unserer smartphone-dominierten Gesellschaft und der damit verbundenen Zunahme von Angststörungen und innerer Unruhe, besonders bei jungen Menschen. Die zentrale Frage lautet: Wer bekommt den ersten Zugriff auf unser Inneres - der Bildschirm oder der Geist Gottes? Die Predigt folgt vier Bewegungen: Der Heilige Geist beim Vater (Schöpfung), der Heilige Geist in Jesus Christus (seine Vollmacht), der Heilige Geist in uns (Pfingsten) und der Heilige Geist durch uns (unser Wirken). Stefan betont, dass der Heilige Geist nicht abstrakt ist, sondern eine Person, die uns die Liebe Gottes erfahrbar macht. Er ermutigt die Gemeinde, durch Ermutigung, Segen und prophetisches Reden Leben in anderen Menschen zu schaffen. Die Predigt endet mit dem praktischen Aufruf, den Tag nicht mit dem Smartphone, sondern mit Gebet zu beginnen und sich vom Heiligen Geist erfüllen zu lassen.

Hauptthemen (5)

1. Die Ablenkung durch Smartphones und die Sehnsucht nach dem Atem Gottes

  • • Smartphones haben den ungestörten, untätigen Kopf aus der westlichen Welt verschwinden lassen
  • • Seit 2012 massiver Anstieg von Angststörungen, besonders bei der Generation nach 1995
  • • Die erste Bewegung des Tages prägt uns - die Frage ist: Wer bekommt den ersten Zugriff auf unser Inneres?
  • • Der Mensch lebt vom Atem Gottes, nicht nur von Reizen und Nachrichten

2. Der Heilige Geist beim Vater - Schöpfung durch Gottes Atem

  • • Am Anfang schwebte der Ruach (Geist/Atem) Gottes über dem Wasser
  • • Ruach bedeutet Geist, Wind und Atem zugleich
  • • Gott schuf durch seinen Atem - wenn Gott spricht, geht sein Atem aus und Schöpfung entsteht
  • • Gott blies dem Menschen den Lebensatem ein und machte ihn zum Ebenbild Gottes
  • • Nach dem Sündenfall versprach Gott durch Hesekiel, seinen Atem wieder zu senden und Tote lebendig zu machen

3. Der Heilige Geist in Jesus Christus

  • • Jesus lehrte mit Vollmacht (Exousia) - seine Worte lösten Reaktionen aus
  • • Jesu Worte brachten Heilung, Befreiung und Leben
  • • Die Vision Hesekiels von den Totengebeinen wurde in Jesus Wirklichkeit
  • • Jesus hauchte seine Jünger an und sagte: Empfangt den Heiligen Geist

4. Der Heilige Geist in uns - Pfingsten

  • • An Pfingsten wurden die Jünger mit dem Heiligen Geist erfüllt
  • • Ein Brausen vom Himmel erfüllte das Haus, Feuerzungen erschienen
  • • Sie begannen in anderen Sprachen zu reden und zu predigen
  • • Der Heilige Geist ist der Beistand, der uns alles lehrt und an Jesu Worte erinnert
  • • Der Heilige Geist macht biblische Wahrheiten vom Kopf zum Herzen real
  • • Die Liebe Gottes ist durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen

5. Der Heilige Geist durch uns - Leben schaffen durch unsere Worte

  • • Gott möchte uns gebrauchen, um mit unserem Atem Leben in anderen zu schaffen
  • • Drei praktische Wege: Ermutigung, Segen aussprechen, Prophetie
  • • Ermutigung bedeutet, Gutes wahrzunehmen und zu benennen
  • • Segen bedeutet, Menschen mit Gottes Augen zu sehen und auszusprechen, was Gott in sie gelegt hat
  • • Prophetie ist die Stimme Gottes, die stärkt, ermutigt und tröstet
  • • Kraft dient im Reich Gottes immer der Liebe

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Lukas 12,24-31

Seht euch die Raben an. Sie säen nichts und ernten nichts. Sie haben keine Vorratskammer und keine Scheunen. Gott versorgt sie. Und ihr seid ihm doch viel wichtiger als diese Vögel. Wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern. Wenn ihr aber nicht einmal das könnt, was sorgt ihr euch um all die anderen Dinge? Seht euch an, wie die Lilien blühen. Sie mühen sich nicht ab und können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott sogar die Blumen so schön wachsen lässt, die heute auf der Wiese stehen, morgen aber schon verbrannt werden, wird er sich nicht erst recht um euch kümmern. Vertraut ihr Gott so wenig? Zerbrecht euch also nicht mehr den Kopf darüber, was ihr essen und trinken sollt. Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch ganz genau, dass ihr dies alles braucht. Setzt euch viel mehr für Gottes Reich ein, dann wird er euch mit allem anderen versorgen.

Johannes 14,25-27

Das alles habe ich zu euch gesagt, solange ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch. Meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe euch nicht, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

1. Mose 1,1-2

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde und die Erde war wüst und leer und finsteres lag auf der Tiefe und der Heilige Geist, der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.

1. Mose 2,7

Da formte Gott der Herr aus der Erde den Menschen und blies ihm den Atem des Lebens in die Nase, sowohl der Mensch lebendig.

Hesekiel 37,1-10

Einmal wurde ich vom Herrn ergriffen und hatte eine Vision. Darin hob mich Gottes Geist empor und brachte mich in ein weites Tal das mit toten Gebeinen war. Er führte mich an ihnen vorbei. Sehr viele Knochen bedeckten dort den Boden des Tals und sie waren völlig vertrocknet. Dann fragte er mich, Menschenkind, können diese Gebeine wieder lebendig werden? O Herr, mein Gott, antwortete ich, das weißt nur du. Da sagte er zu mir, weiß sage über diese Gebeine und sage zu ihnen, ihr gebleichten Knochen hört das Wort des Herrn. So spricht Gott, der Herr zu diesen Knochen. Seht, ich werde euch Atem einhauchen und euch wieder lebendig machen. Ich gebe euch Sehnen, lasse Fleisch an euch wachsen und überziehe euch mit Haut. Ich hauche euch Atem ein und mache euch wieder lebendig. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Ich weiß, sagte, wie er mir befohlen hatte. Und noch während ich redete, hörte ich plötzlich ein lautes Geräusch. Und die Knochen rückten zusammen und verbanden sich miteinander. Aber sie hatten noch keinen Atem in sich. Da sagte er zu mir, weiß sage über den Atem, weiß sage Menschenkind und sage zu dem Atem, So spricht Gott, der Herr, komm, o Atem aus den vier Winden, hauche diese Erschlagenen an, damit sie wieder lebendig werden. Ich weiß, sagte, wie er es mir befohlen hatte und der Atem fuhr in sie hinein und sie wurden lebendig. Sie standen auf und es war eine riesige Menschenmenge.

Johannes 20,22

Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen, empfangt den Heiligen Geist.

Apostelgeschichte 2,1-4

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen von Himmel, wie von einem gewaltigen Sturm, erfüllte das Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt und wie von Feuer und setzten sich auf einen jeden von ihnen. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen und in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

Weitere Referenzen

  • → Markus 1
  • → 4. Mose 11
  • → Römer 5,5
  • → 1. Korinther 14,12
  • → Hebräer 10

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Verändere deine Morgenroutine - erst Gott, dann das Handy: Lass dein Handy am Ladegerät statt am Bett. Beginne den Tag mit zwei Minuten Gebet: 'Komm, Heiliger Geist' und höre auf Gott, bevor du dich den Nachrichten und Benachrichtigungen zuwendest. Dies schafft ein Fundament des Friedens für den Tag.
  • 2 Werde ein Ermutiger - benenne das Gute, das du siehst: Nimm bewusst wahr, was Menschen gut machen, und sprich es aus. Sei es bei der Arbeit, im Restaurant, in der Familie oder im Gottesdienst. Schreibe auch positive Google-Bewertungen, wenn du guten Service erlebst.
  • 3 Sprich Segen über Menschen aus: Gehe tiefer als Ermutigung und sage Menschen, was Gott in ihre Persönlichkeit hineingelegt hat. Sieh sie mit Gottes Augen und sprich aus, wie Gott sie geschaffen hat - besonders wichtig für Ehepartner und Kinder.
  • 4 Sei aufmerksam für prophetische Impulse im Alltag: Wenn du in der Schlange im Supermarkt, im Café oder beim Friseur wartest, leg das Handy weg und sei im Moment präsent. Frage Gott: 'Wen darf ich ermutigen? Wen soll ich ansprechen?' Folge inneren Impulsen, jemanden anzurufen oder einzuladen.
  • 5 Bete täglich um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist: Bitte Gott konkret: 'Komm, Heiliger Geist, erfülle mich neu. Schenk mir offene Augen und Ohren. Gieße deine Liebe in mein Herz aus - für meine Kinder, meinen Ehepartner, meine Arbeitskollegen. Verändere zuerst mich.'

Impulse aus der Woche ab 25. Mai

  1. Tag 1 von 7 · 25. Mai Wer bekommt den ersten Zugriff auf dein Inneres?

    In unserer smartphone-dominierten Welt beginnen viele Menschen ihren Tag, indem sie sofort zum Handy greifen. Psychologen beobachten einen besorgniserregenden Anstieg von Angststörungen, besonders bei jungen Menschen. Die zentrale Frage lautet: Wer bekommt den ersten Zugriff auf dein Inneres – der Bildschirm oder der Geist Gottes? Die Bibel sagt, dass der Mensch nicht nur von Reizen, Nachrichten und Likes lebt, sondern vom Atem Gottes. Dieser Atem ist nicht nur ein schönes Bild, sondern eine Person – der Heilige Geist. Jesus verspricht: 'Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.' Die erste Bewegung deines Tages kann dich innerlich abstumpfen oder lebendig machen. Der Heilige Geist möchte deine Seele mit Leben erfüllen, bevor der Lärm der Welt dich erreicht.

    Johannes 14,26

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu helfen, deinen Tag mit seinem Geist zu beginnen statt mit dem Bildschirm. Lade den Heiligen Geist ein, der erste Einfluss auf dein Herz und deine Gedanken zu sein.

    Zum Nachdenken

    Was ist das Erste, wonach du morgens greifst – dein Smartphone oder die Gegenwart Gottes im Gebet?

  2. Tag 2 von 7 · 26. Mai Der Atem Gottes erschafft Leben

    Ganz am Anfang der Bibel begegnen wir dem Heiligen Geist. 'Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde... und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.' Das hebräische Wort für Geist ist 'Ruach' – es bedeutet Geist, Wind und Atem zugleich. Gott atmete auf das ungeformte Chaos, und Schöpfung entstand. Als Gott den Menschen erschuf, geschah etwas Einzigartiges: 'Da formte Gott der Herr aus der Erde den Menschen und blies ihm den Atem des Lebens in die Nase, sodass der Mensch lebendig wurde.' Gott legte seinen eigenen Atem in uns hinein. Dadurch wurden wir zum Ebenbild Gottes erschaffen – geschaffen, um selbst durch unsere Worte und Taten Leben zu schaffen. Der Heilige Geist ist also keine abstrakte Kraft, sondern der Lebensatem Gottes, der von Anfang an Leben schafft, wo Leere war.

    1. Mose 1,1-2; 2,7

    Gebet

    Danke Gott, dass er dich nach seinem Bild geschaffen hat. Bitte ihn, seinen Lebensatem in die leeren oder chaotischen Bereiche deines Lebens zu hauchen.

    Zum Nachdenken

    Wo in deinem Leben herrscht gerade Leere oder Chaos, wo du den lebenschaffenden Atem Gottes brauchst?

  3. Tag 3 von 7 · 27. Mai Die Vision der trockenen Knochen

    Der Prophet Hesekiel sah in einer Vision ein Tal voller trockener Knochen – ein Bild für Menschen ohne Leben, ohne Hoffnung. Gott fragte ihn: 'Menschenkind, können diese Gebeine wieder lebendig werden?' Hesekiel antwortete weise: 'O Herr, mein Gott, das weißt nur du.' Dann befahl Gott dem Propheten, über die Knochen zu sprechen. Als Hesekiel gehorchte, geschah ein Wunder: Die Knochen kamen zusammen, Fleisch wuchs, Haut überzog sie – aber sie hatten noch keinen Atem. Erst als Hesekiel zum Atem sprach, fuhr der Geist in sie hinein, und sie wurden lebendig. Diese Vision ist Gottes Versprechen: Er läuft uns nach, auch wenn wir uns von ihm distanziert haben. Er will den lebenschaffenden Atem wieder in uns hineinlegen. Was tot erscheint, kann durch den Heiligen Geist neu lebendig werden.

    Hesekiel 37,1-10

    Gebet

    Sprich wie Hesekiel zum Atem Gottes. Bitte den Heiligen Geist, in die toten Bereiche deines Lebens zu kommen und sie neu lebendig zu machen.

    Zum Nachdenken

    Welche Bereiche deines Lebens fühlen sich an wie trockene Knochen – leblos, hoffnungslos, tot?

  4. Tag 4 von 7 · 28. Mai Jesus lehrte mit Vollmacht

    Als Jesus auftrat und lehrte, war die Reaktion der Menschen überall gleich: 'Er lehrte sie nicht wie die Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht.' Das griechische Wort 'Exousia' bedeutet die Macht oder Fähigkeit zu handeln. Jesu Worte waren nicht nur Information – sie lösten eine Reaktion aus, sie bewirkten etwas. Wenn Jesus Vergebung aussprach, empfingen Menschen Vergebung. Wenn er sagte 'Steh auf', standen Gelähmte auf. Wenn er 'Komm heraus' zu einem Toten sagte, kam sogar Lazarus aus dem Grab. Die Vision von Hesekiel wurde in Jesus Christus lebendig. Nach seiner Auferstehung kam Jesus zu seinen Jüngern und 'hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist.' Jesus gab seinen eigenen Atem weiter – damit auch wir mit Vollmacht leben und sprechen können.

    Markus 1,22; Johannes 20,22

    Gebet

    Bitte Jesus, dir neu seinen Atem zu schenken. Empfange bewusst den Heiligen Geist und seine Vollmacht für dein Leben.

    Zum Nachdenken

    Lebst du deinen Glauben nur auf Kopfebene, oder erfährst du die lebensverändernde Kraft des Heiligen Geistes in deinem Herzen?

  5. Tag 5 von 7 · 29. Mai Pfingsten: Der Heilige Geist erfüllt uns

    An Pfingsten geschah das, was Jesus versprochen hatte. 'Es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel, wie von einem gewaltigen Sturm, erfüllte das Haus, in dem sie saßen... Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen und in anderen Sprachen zu reden.' Der Heilige Geist ist nicht abstrakt – er ist eine Person, die uns die Liebe Gottes erfahrbar macht. Römer 5,5 sagt: 'Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.' Der Geist nimmt biblische Wahrheiten und macht sie für uns real: dass Gott unser Vater ist, dass er uns liebt, dass er uns mit Gnade bekleidet. Der Heilige Geist wurde gegeben, damit du nicht nur über Gott weißt, sondern ihn erfährst. Er will deine Erkenntnis vom Kopf ins Herz bringen, damit dein Glaube nicht nur Theorie ist, sondern gelebte Beziehung.

    Apostelgeschichte 2,1-4

    Gebet

    Bitte den Heiligen Geist, die Wahrheiten über Gott von deinem Kopf in dein Herz zu bringen. Öffne dich für eine neue, tiefe Erfahrung seiner Liebe.

    Zum Nachdenken

    Kennst du Gott nur mit dem Kopf, oder hast du seine Liebe durch den Heiligen Geist in deinem Herzen erfahren?

  6. Tag 6 von 7 · 30. Mai Der Heilige Geist durch uns: Leben schaffen

    Der Heilige Geist soll nicht bei uns bleiben – er will durch uns wirken. 'Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen aufgab.' Wenn Gott Leben in dir geschaffen hat, möchte er dich gebrauchen, um mit deinen Worten Leben in anderen zu schaffen. Praktisch bedeutet das: Ermutigung – nimm etwas Gutes wahr und benenne es. Segen aussprechen – sehe Menschen mit Gottes Augen und sage ihnen, was Gott in sie hineingelegt hat. Prophetisches Reden – höre auf die inneren Impulse des Heiligen Geistes und handle danach. Paulus schreibt: 'Strebt nach der Liebe, bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet.' Im Reich Gottes dient Kraft immer der Liebe. Wenn du vom Heiligen Geist erfüllt bist, wird es eine neue Normalität, dass du anderen Menschen Ermutigung, Segen und Leben zusprichst.

    1. Korinther 14,1.12

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu zeigen, durch wen er heute Leben schaffen möchte. Sei offen für seine Impulse und mutig, sie umzusetzen.

    Zum Nachdenken

    Wen hat Gott auf dein Herz gelegt, dem du heute Ermutigung, Segen oder ein prophetisches Wort zusprechen kannst?

  7. Tag 7 von 7 · 31. Mai Ein neuer Anfang für jeden Tag

    Die erste Bewegung deines Tages prägt, wie du den Rest des Tages erlebst. Nach dem Smartphone zu greifen und deine Gedanken mit ungefilterten Nachrichten zu fluten, schafft ein wackeliges Fundament. Aber es gibt eine bessere Praxis: den Tag mit dem Ruach Gottes, dem Atem Gottes, zu beginnen. David betete: 'Lass mich am Morgen hören deine Gnade, denn ich hoffe auf dich. Tue mir kund den Weg, den ich gehen soll, denn mich verlangt nach dir.' Bevor der Lärm der Welt dich erreicht, kannst du bewusst den Heiligen Geist einladen, dein Herz und deine Gedanken zu erfüllen. Stell dir vor, wie anders dein Tag verlaufen könnte, wenn nicht Angst, FOMO oder Stress das erste Gefühl sind, sondern Frieden, Liebe und die Gegenwart Gottes. Der Heilige Geist möchte jeden Morgen neu deine Seele mit Leben erfüllen – lass ihn den ersten Zugriff haben.

    Psalm 143,8

    Gebet

    Triff heute die Entscheidung, morgen früh zuerst zu beten, bevor du zum Smartphone greifst. Bitte den Heiligen Geist, dich zu erfüllen und deinen Tag zu leiten.

    Zum Nachdenken

    Bist du bereit, deine Morgenroutine zu ändern und dem Heiligen Geist den ersten Zugriff auf dein Inneres zu geben?