Kirche für Düsseldorf e.V.
Wir sind eine evangelische Freikirche voller Menschen, die ihren Glauben aktiv leben. Gemeinsam wollen wir Gott erleben und unsere Stadt positiv verändern.
Täglicher Impuls Tag 4 von 7 Dreimal gebetet - das Klagegebet
Aus der Predigt „Gottesdienst 25.10.26 - Mentale Gesundheit Teil 3“ vom 25. Oktober
Paulus schreibt: 'Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.' Wie sahen diese Gebete wohl aus? Wahrscheinlich nicht nur proklamativ und siegesgewiss, sondern ehrlich, klagend, ringend.
Die Bibel enthält 150 Psalmen - davon sind nur 14 reine Jubelpsalmen, aber 78 Klagepsalmen. Gott schenkt uns ein ganzes Gebetsbuch, das zeigt: Leben in Integrität mit Jesus bedeutet, nichts verstecken zu müssen.
Ein Klagegebet hat drei Teile: Anklage ('Warum, Gott, tust du nichts?'), Flehen ('Bitte greif ein!') und manchmal ein Vertrauensbekenntnis. Nicht das 'Wozu' ist die biblische Frage, sondern 'Wo bist du, Gott?'
Wenn wir nicht bei Gott klagen können, werden wir verbittert und zu Anklägern - anderer, uns selbst, des Lebens. Aber wer bei Gott klagt, kann aus ehrlichem Herzen danken. Der Geist Gottes kann nur verwandeln, was wir ihm hinhalten.
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Paulus schreibt: 'Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.' Wie sahen diese Gebete wohl aus? Wahrscheinlich nicht nur proklamativ und siegesgewiss, sondern ehrlich, klagend, ringend. Die Bibel enthält 150 Psalmen - davon sind nur 14 reine Jubelpsalmen, aber 78 Klagepsalmen. Gott schenkt uns ein ganzes Gebetsbuch, das zeigt: Leben in Integrität mit Jesus bedeutet, nichts verstecken zu müssen. Ein Klagegebet hat drei Teile: Anklage ('Warum, Gott, tust du nichts?'), Flehen ('Bitte greif ein!') und manchmal ein Vertrauensbekenntnis. Nicht das 'Wozu' ist die biblische Frage, sondern 'Wo bist du, Gott?' Wenn wir nicht bei Gott klagen können, werden wir verbittert und zu Anklägern - anderer, uns selbst, des Lebens. Aber wer bei Gott klagt, kann aus ehrlichem Herzen danken. Der Geist Gottes kann nur verwandeln, was wir ihm hinhalten.
Paulus schreibt: 'Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.' Wie sahen diese Gebete wohl aus? Wahrscheinlich nicht nur proklamativ und siegesgewiss, sondern ehrlich, klagend, ringend. Die Bibel enthält 150 Psalmen - davon sind nur 14 reine Jubelpsalmen, aber 78 Klagepsalmen. Gott schenkt uns ein ganzes Gebetsbuch, das zeigt: Leben in Integrität mit Jesus bedeutet, nichts verstecken zu müssen. Ein Klagegebet hat drei Teile: Anklage ('Warum, Gott, tust du nichts?'), Flehen ('Bitte greif ein!') und manchmal ein Vertrauensbekenntnis. Nicht das 'Wozu' ist die biblische Frage, sondern 'Wo bist du, Gott?' Wenn wir nicht bei Gott klagen können, werden wir verbittert und zu Anklägern - anderer, uns selbst, des Lebens. Aber wer bei Gott klagt, kann aus ehrlichem Herzen danken. Der Geist Gottes kann nur verwandeln, was wir ihm hinhalten.
Jesus, hilf mir, dir meine Anklage, mein Flehen, meine Enttäuschung ehrlich zu bringen - und dich darin zu finden.
Welche Klage trägst du in dir, die du Gott noch nicht ehrlich vorgebracht hast?
Aufnahme vom 25. Mai 2026
Predigt Komm, Heiliger Geist! - Atem | Stephan Dahms
Montag, 25. Mai 2026 Johannes 14,25-27 Kernaussage Der Heilige Geist ist der Atem Gottes, der uns lebendig macht und uns befähigt, Leben in andere Menschen zu sprechen. An Pfingsten wurde der Heilige Geist ausgegossen, damit wir nicht nur Information im Kopf haben, sondern eine lebendige Herzensbeziehung mit Gott erleben und diese Liebe und Kraft weitergeben können.
Stefan Dams predigt am Pfingstsonntag über den Heiligen Geist als Atem Gottes. Er beginnt mit einer Reflexion über die moderne Smartphone-Abhängigkeit und wie diese unsere innere Ruhe und psychische Gesundheit beeinträchtigt. Die zentrale Frage lautet: Wer bekommt den ersten Zugriff auf unser Inneres – der Bildschirm oder der Geist Gottes? Die Predigt verfolgt eine vierteilige Bewegung: Der Heilige Geist beim Vater (Schöpfung), der Heilige Geist in Jesus Christus (Vollmacht und Leben), der Heilige Geist in uns (Pfingsten und persönliche Erfüllung) und der Heilige Geist durch uns (Leben schaffen durch Ermutigung, Segen und Prophetie).
Dams erklärt das hebräische Wort 'Ruach' (Geist/Atem/Wind) und zeigt, wie Gott durch seinen Atem Leben schafft – von der Schöpfung über die Vision Hesekiels mit den Totengebeinen bis zu Jesus und Pfingsten. Er betont, dass der Heilige Geist die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgießt und biblische Wahrheiten vom Kopf ins Herz bewegt. Die praktische Anwendung fordert Gläubige auf, ihre Morgenroutine zu ändern: statt zum Handy zu greifen, zuerst auf Gottes Stimme zu hören und dann durch Ermutigung, Segen und prophetische Worte Leben in andere Menschen zu sprechen. Der Gottesdienst endet mit einer Einladung, sich neu vom Heiligen Geist erfüllen zu lassen. Weiterlesen
Komm, Heiliger Geist! - Atem | Stephan Dahms
Der Heilige Geist ist der Atem Gottes, der uns lebendig macht und uns befähigt, Leben in andere Menschen zu sprechen. An Pfingsten wurde der Heilige Geist ausgegossen, damit wir nicht nur Information im Kopf haben, sondern eine lebendige Herzensbeziehung mit Gott erleben und diese Liebe und Kraft weitergeben können.
Hauptthemen (5)
1. Die Ablenkung durch Smartphones und die Sehnsucht nach dem Atem Gottes
- • Smartphones haben den ungestörten Kopf aus der westlichen Welt verschwinden lassen
- • Seit 2012 gibt es einen massiven Anstieg von Angststörungen, besonders bei der jungen Generation
- • Die Generation, die 4 Stunden am Tag am Smartphone verbringt, kämpft mit Angst, Einsamkeit und Erschöpfung
- • Die entscheidende Frage ist: Wer bekommt den ersten Zugriff auf dein Inneres - der Bildschirm oder der Geist Gottes?
- • Der Mensch lebt nicht nur von Informationen, sondern vom Atem Gottes
2. Der Heilige Geist beim Vater - Schöpfung durch Gottes Atem
- • Am Anfang schwebte der Geist Gottes (Ruach) über dem Wasser
- • Ruach bedeutet Geist, Wind und Atem zugleich
- • Gott schuf durch seinen Atem - wo der Atem Gottes auf ungeformte Materie trifft, entsteht Schöpfung
- • Gott hauchte dem Menschen den Atem des Lebens in die Nase und der Mensch wurde zum Ebenbild Gottes
- • Nach dem Sündenfall versprach Gott durch Hesekiel, seinen Atem wieder zu seinem Volk zu schicken
3. Der Heilige Geist in Jesus Christus
- • Jesus lehrte mit Vollmacht (Exousia) - seine Worte lösten Reaktionen aus
- • Wenn Jesus sprach, geschahen Wunder: Vergebung, Heilung, Befreiung, Auferweckung
- • Die Vision von Hesekiel (trockene Gebeine werden lebendig) wurde in Jesus Christus Wirklichkeit
- • Jesus ist der Atem Gottes, der Leben schafft
4. Der Heilige Geist erfüllt uns - Pfingsten
- • Nach der Auferstehung hauchte Jesus die Jünger an und sagte: 'Empfangt den Heiligen Geist'
- • An Pfingsten wurden sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen an zu predigen
- • Der Heilige Geist ist ein besonderer Lehrer, der Information vom Kopf ins Herz bringt
- • Der Heilige Geist macht biblische Wahrheiten real und erfahrbar
- • Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist
- • Im Reich Gottes dient Kraft immer der Liebe - Geist, Liebe und Kraft gehören zusammen
5. Der Heilige Geist durch uns - Leben schaffen durch unsere Worte
- • Der Heilige Geist soll nicht bei uns bleiben, sondern durch uns fließen
- • Wir können mit unserem Atem und unseren Worten Leben schaffen
- • Drei praktische Wege: Ermutigung, Segen aussprechen, Prophetie
- • Ermutigung bedeutet, etwas Gutes wahrzunehmen und zu benennen
- • Segen bedeutet, einen Menschen mit Gottes Augen zu sehen und auszusprechen, was Gott in ihn hineingelegt hat
- • Prophetie ist ein Ohr, das auf Gott eingestimmt ist - stärkend, ermutigend, tröstend
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe euch nicht, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde und die Erde war wüst und leer und Finsternis lag auf der Tiefe und der Heilige Geist, der Geist Gottes, schwebte über dem Wasser.
Da formte Gott der Herr aus der Erde den Menschen und blies ihm den Atem des Lebens in die Nase, so wurde der Mensch lebendig.
Da wurde ich vom Herrn ergriffen und hatte eine Vision. Darin hob mich Gottes Geist empor und brachte mich in ein weites Tal, das mit toten Gebeinen übersät war. Er führte mich an ihnen vorbei. Sehr viele Knochen bedeckten dort den Boden des Tals und sie waren völlig vertrocknet. Dann fragte er mich: Menschenkind, können diese Gebeine wieder lebendig werden? Oh Herr, mein Gott, antwortete ich. Das weißt nur du. Da sagte er zu mir: Weissage über diese Gebeine und sage zu ihnen: Ihr gebleichten Knochen hört das Wort des Herrn. So spricht Gott der Herr zu diesen Knochen: Seht, ich werde euch Atem einhauchen und euch wieder lebendig machen. Ich gebe euch Sehnen, lasse Fleisch an euch wachsen und überziehe euch mit Haut. Ich hauche euch Atem ein und mache euch wieder lebendig. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Ich weissagte, wie er mir befohlen hatte und noch während ich redete, hörte ich plötzlich ein lautes Geräusch und die Knochen rückten zusammen und verbanden sich miteinander. Und dann bildete sich vor meinen Augen Sehnen und Fleisch auf den Knochen. Schließlich wurden sie von Haut überzogen. Aber sie hatten noch keinen Atem in sich. Da sagte er zu mir: Weissage über den Atem, weissage Menschenkind und sage zu dem Atem. So spricht Gott der Herr: Komm, oh Atem, aus den vier Winden. Hauche diese Erschlagenen an, damit sie wieder lebendig werden. Ich weissagte, wie es mir befohlen hatte und der Atem fuhr in sie hinein und sie wurden lebendig. Sie standen auf und es war eine riesige Menschenmenge.
Die Zuhörer waren von seiner Lehre tief beeindruckt, denn er lehrte sie nicht wie die Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist.
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt wie von Feuer und setzten sich auf einen jeden von ihnen. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen und in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen zu reden eingab.
Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.
Strebt nach der Liebe. Bemüht euch um die Gaben des Geistes. Am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet.
Lasst uns aufeinander acht haben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.
Weitere Referenzen
- → 4. Mose 11
- → 1. Korinther 14
Praktische Anwendung (5)
- 1 Verändere deine Morgenroutine: Greife nicht als erstes zum Handy, sondern verbringe die ersten zwei Minuten des Tages damit, auf den Heiligen Geist zu hören. Lade das Handy nicht am Bett, sondern am Ladegerät. Mache dir eine Tasse Kaffee, setze dich hin, öffne deine Hände und sage: 'Komm, Heiliger Geist. Erfülle mich und diesen Tag.'
- 2 Praktiziere Ermutigung: Nimm bewusst etwas Gutes in anderen Menschen wahr und benenne es. Gehe durch den Tag mit der Perspektive: Wen kann ich heute ermutigen? Sei es am Arbeitsplatz, im Restaurant oder in der Familie - sprich Worte der Ermutigung aus, die Leben schaffen.
- 3 Spreche Segen über Menschen aus: Sehe Menschen mit Gottes Augen und spreche über ihrem Leben aus, was Gott in sie hineingelegt hat. Segen geht tiefer als Ermutigung - er sagt nicht nur 'gut gemacht', sondern 'so wie du bist, bist du von Gott gewollt'.
- 4 Sei präsent im Moment: Wenn du in der Schlange im Supermarkt stehst, auf einen Freund im Café wartest oder beim Friseur sitzt, hole nicht das Handy raus, sondern nimm deine Umgebung wahr. Frage Gott: 'Wen darf ich ermutigen? Wen darf ich ansprechen?'
- 5 Öffne dich für prophetische Impulse: Achte auf innere Impulse des Heiligen Geistes: Rufe jemanden an, gehe zum Gebet nach vorne, sprich jemanden an, lade jemanden zum Essen ein. Prophetie ist ein Ohr, das auf Gott eingestimmt ist, um andere zu stärken, zu ermutigen und zu trösten.
Impulse aus der Woche ab 26. Mai
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Tag 1 von 7 · 26. Mai Wer bekommt den ersten Zugriff?
Die erste Bewegung deines Tages prägt alles Weitere. Wenn du morgens aufwachst, wohin geht dein erster Griff – zum Smartphone oder zu Gott? Psychologen beobachten einen alarmierenden Anstieg von Angststörungen, besonders seit 2012, bei der Generation, die fast vier Stunden täglich am Smartphone verbringt. Die ständige Flut von Informationen, Bildern und Nachrichten überflutet unser Bewusstsein, bevor wir überhaupt richtig wach sind. Jesus verspricht uns etwas anderes: 'Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe euch nicht, wie die Welt gibt.' Der Heilige Geist möchte der Erste sein, der dein Inneres berührt – nicht der Bildschirm. Die Bibel sagt, der Mensch lebt nicht nur von Informationen und Reizen, sondern vom Atem Gottes. Die entscheidende Frage lautet: Wer formt deine Gefühle am Morgen – unzählige anonyme Stimmen oder die liebevolle Stimme Gottes?
Johannes 14,26-27
GebetBitte Gott, dir zu zeigen, wie du deine Morgenroutine so gestalten kannst, dass sein Geist den ersten Zugriff auf dein Herz bekommt.
Zum NachdenkenWas war heute morgen deine erste bewusste Handlung nach dem Aufwachen, und wie hat sie deinen inneren Zustand beeinflusst?
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Tag 2 von 7 · 27. Mai Ruach - Der Atem des Schöpfers
Am Anfang schwebte der Geist Gottes über dem Wasser. Das hebräische Wort 'Ruach' bedeutet gleichzeitig Geist, Wind und Atem – drei Dimensionen einer Wirklichkeit. Gott atmete auf das ungeformte Chaos, und Schöpfung entstand. Der Atem Gottes ist seine schöpferische Kraft. Besonders eindrücklich wird dies bei der Erschaffung des Menschen: 'Da formte Gott der Herr den Menschen aus Erde und blies ihm den Atem des Lebens in die Nase, sodass der Mensch lebendig wurde.' Gottes Atem in uns macht uns zum Ebenbild Gottes. Wir wurden erschaffen, um selbst schöpferisch zu sein – fruchtbar zu sein, zu gestalten, Leben zu schaffen. Doch nach dem Sündenfall distanzierte sich der Mensch von Gott. Der Atem Gottes wurde unterbrochen. Aber Gott ist dickköpfig in seiner Liebe – er läuft uns hinterher und möchte uns neu mit seinem Lebensatem erfüllen.
1. Mose 1,1-2; 1. Mose 2,7
GebetDanke Gott, dass er dich als sein Ebenbild geschaffen hat und bitte ihn, dir neu seinen Lebensatem zu schenken.
Zum NachdenkenWo in deinem Leben fühlst du dich gerade wie 'ungeformtes Chaos', das den schöpferischen Atem Gottes braucht?
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Tag 3 von 7 · 28. Mai Das Tal der Totengebeine
Gott führt den Propheten Hesekiel in ein weites Tal voller vertrockneter Knochen – ein Bild absoluter Hoffnungslosigkeit. Dann fragt Gott: 'Können diese Gebeine wieder lebendig werden?' Hesekiels Antwort ist weise: 'Das weißt nur du.' Gott befiehlt ihm zu prophezeien: 'Seht, ich werde euch Atem einhauchen und euch wieder lebendig machen.' Was folgt, klingt wie ein Horrorfilm: Knochen rücken zusammen, Sehnen bilden sich, Fleisch wächst, Haut überzieht alles – aber noch fehlt der Atem. Erst als Hesekiel über den Atem weissagt, werden sie lebendig. Diese Vision ist Gottes Versprechen: Der Schöpfer, der am Anfang Leben in Staub einhauchte, ist auch der Neuschöpfer. Er kann das Toteneste in deinem Leben wieder lebendig machen. Wo du nur noch trockene Knochen siehst – Beziehungen, Träume, Hoffnungen – da möchte Gottes Atem neu Leben schaffen.
Hesekiel 37,1-10
GebetNenne Gott die 'toten Orte' in deinem Leben und bitte ihn, seinen Lebensatem dort hineinzusprechen.
Zum NachdenkenWelcher Bereich deines Lebens fühlt sich an wie ein Tal voller Totengebeine, und glaubst du, dass Gott dort neu Leben schaffen kann?
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Tag 4 von 7 · 29. Mai Jesus - Worte mit Vollmacht
Als Jesus lehrte, reagierten die Menschen erstaunt: 'Er lehrte nicht wie die Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht.' Das griechische Wort 'Exousia' bedeutet die Macht zu handeln. Jesu Worte waren nicht nur Information – sie lösten Veränderung aus. Wenn Jesus Vergebung zusprach, empfingen Menschen Vergebung. Wenn er sagte 'steh auf', standen Gelähmte auf. Selbst vor dem Grab seines toten Freundes Lazarus rief er: 'Lazarus, komm heraus!' – und der Tote wurde lebendig. Die Vision Hesekiels wurde in Jesus Christus Wirklichkeit. Nach seiner Auferstehung ging Jesus zu seinen Jüngern und 'hauchte er sie an und sprach: Empfangt den Heiligen Geist.' Der gleiche schöpferische Atem, der am Anfang Leben schuf, wird nun den Jüngern geschenkt. Jesus gibt seinen eigenen Lebensatem weiter. Was mit ihm begann, hört nicht bei ihm auf – es soll durch uns weitergehen.
Markus 1,22; Johannes 20,22
GebetBitte Jesus, dass seine Worte mit Vollmacht in dein Leben sprechen und Bereiche verändern, die festgefahren sind.
Zum NachdenkenHast du schon einmal erlebt, dass ein Wort Gottes nicht nur Information war, sondern tatsächlich Veränderung in deinem Leben bewirkte?
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Tag 5 von 7 · 30. Mai Pfingsten - Vom Kopf ins Herz
An Pfingsten wurden die Jünger mit dem Heiligen Geist erfüllt. Ein Brausen wie von gewaltigem Sturm erfüllte das Haus – genau wie im Tal der Totengebeine. Instinktiv begannen sie zu sprechen, in verschiedenen Sprachen, und 5000 Menschen reagierten auf Petrus' Predigt. Die Worte hatten Leben in sich. Der Heilige Geist ist ein besonderer Lehrer: Er bewegt biblische Wahrheiten vom Kopf ins Herz. 'Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.' Du kannst nicht auf reiner Verstandesebene Christ sein. Deine Frau will nicht nur hören, dass du sie liebst – sie will es spüren! Genauso möchte Gott nicht nur, dass wir über seine Liebe Bescheid wissen, sondern sie erfahren. Der Geist nimmt biblische Versprechen und macht sie real: Gott ist Vater – der Geist macht es für dich erfahrbar. Gott liebt dich – der Geist lässt es dich spüren.
Apostelgeschichte 2,1-4; Römer 5,5
GebetBitte den Heiligen Geist, eine bestimmte Wahrheit über Gott von deinem Kopf in dein Herz zu bewegen.
Zum NachdenkenGibt es biblische Wahrheiten, die du zwar im Kopf weißt, aber noch nicht im Herzen erlebt hast?
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Tag 6 von 7 · 31. Mai Leben schaffen durch deine Worte
Der Heilige Geist soll nicht bei dir bleiben – er möchte durch dich wirken. Wenn Gott dir seinen Atem geschenkt hat, möchte er dich bewegen, mit deinen Worten Leben in andere zu sprechen. Drei praktische Wege: Erstens, Ermutigung – nimm etwas Gutes wahr und benenne es. Nicht nur Fehler sehen, sondern das Gelungene hervorheben. Zweitens, Segen aussprechen – tiefer als Ermutigung, denn Segen sagt: 'Ich sehe etwas Gutes in dem, wer du bist', nicht nur in dem, was du tust. Drittens, Prophetie – ein Ohr, das auf Gott eingestimmt ist für andere Menschen. Prophetie muss nicht mystisch sein. Vielleicht ist es der Impuls: 'Ruf diese Person an' oder 'Geh zum Gebet' oder 'Ermutige deinen Nachbarn'. Paulus schreibt: 'Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet.' Denn Prophetie soll stärken, ermutigen und trösten – sie schafft Leben.
1. Korinther 14,1.12; Hebräer 10,24
GebetBitte Gott, dir heute mindestens eine Person zu zeigen, in deren Leben du seine Liebe und Ermutigung sprechen darfst.
Zum NachdenkenWen könntest du heute konkret ermutigen, segnen oder durch ein prophetisches Wort stärken?
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Tag 7 von 7 · 1. Juni Eine neue Morgenroutine
Was wäre, wenn du die ersten zwei Minuten jeden Tages damit verbringen würdest, auf den zu hören, der die Liebe Gottes direkt in dein Herz ausgießt? Was wäre, wenn deine erste instinktive Bewegung nicht zum Handy geht, sondern dein Ohr sich auf Gott ausrichtet? Wie würde das deine Gefühlswelt verändern, deine Motivation, deinen inneren Frieden? Der Heilige Geist ist eine Person, die du kennenlernen kannst – nicht nur eine Kraft. Lass dein Handy am Ladegerät, mach dir eine gute Tasse Kaffee, setz dich in deinen Lieblingssessel und sage: 'Komm, Heiliger Geist. Erfülle mich und diesen Tag. Schenk mir offene Augen und Ohren. Schenk mir Liebe für meine Kinder, meinen Ehepartner, meine Kollegen. Verändere du mich.' Wenn du im Supermarkt wartest oder beim Friseur sitzt, sei präsent – nicht am Handy, sondern aufmerksam für Menschen um dich herum, die Ermutigung brauchen. Lass dich vom Geist Gottes leiten.
Johannes 14,27
GebetTriff heute die Entscheidung, morgen früh zuerst auf Gottes Stimme zu hören, und bitte ihn, dir dabei zu helfen.
Zum NachdenkenWie würde dein Tag morgen anders aussehen, wenn der Heilige Geist den ersten Zugriff auf dein Herz bekäme statt dein Smartphone?