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Kirche für Düsseldorf e.V.

Duderstädter Straße 17, 40595 Düsseldorf

Wir sind eine evangelische Freikirche voller Menschen, die ihren Glauben aktiv leben. Gemeinsam wollen wir Gott erleben und unsere Stadt positiv verändern.

Täglicher Impuls
Tag 2 von 7

Eine Theologie der Schwachheit

Aus der Predigt „Gottesdienst 25.10.26 - Mentale Gesundheit Teil 3“ vom 25. Oktober

Wir brauchen nicht nur eine Theologie der Auferstehungskraft, sondern auch eine Theologie der Schwachheit. Jesus sagt zu Paulus: 'Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.' Unsere Welt - und oft auch unsere Gemeinden - propagieren Stärke, Erfolg und makelloses Auftreten. Wir leben in einer Kultur von Selbstoptimierung und Filtern. Doch Jesus wurde Mensch, erlitt alles an Schwachheit, ging nackt ans Kreuz - damit wir zu unserer Schwachheit stehen können. Wir brauchen das 'Und': Gott heilt UND trägt durch Schwachheit. Er tut Wunder UND begegnet uns im Leiden. Wir dürfen weiterhin für Heilung beten UND gleichzeitig lernen, dass Jesus uns in der Schwachheit nicht verlässt, sondern gerade dort seine Gnade mächtig werden lässt. Du bist kein Sonderling aufgrund deiner Schwäche - du bist einfach besonders, weil Jesus da ist.

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Wir brauchen nicht nur eine Theologie der Auferstehungskraft, sondern auch eine Theologie der Schwachheit. Jesus sagt zu Paulus: 'Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.' Unsere Welt - und oft auch unsere Gemeinden - propagieren Stärke, Erfolg und makelloses Auftreten. Wir leben in einer Kultur von Selbstoptimierung und Filtern. Doch Jesus wurde Mensch, erlitt alles an Schwachheit, ging nackt ans Kreuz - damit wir zu unserer Schwachheit stehen können. Wir brauchen das 'Und': Gott heilt UND trägt durch Schwachheit. Er tut Wunder UND begegnet uns im Leiden. Wir dürfen weiterhin für Heilung beten UND gleichzeitig lernen, dass Jesus uns in der Schwachheit nicht verlässt, sondern gerade dort seine Gnade mächtig werden lässt. Du bist kein Sonderling aufgrund deiner Schwäche - du bist einfach besonders, weil Jesus da ist.

2. Korinther 12,9
Gebet

Herr, hilf mir, deine Gnade in meiner Schwachheit zu entdecken und nicht nur auf vollständige Heilung oder Veränderung zu warten, bevor ich deine Gegenwart erlebe.

Zum Nachdenken

Wo lebst du in einem 'Entweder-Oder' zwischen Glauben an Gottes Kraft und dem Annehmen von Schwachheit, anstatt beides zusammen zu halten?

Aufnahme vom 25. Oktober 2026

Letzte Predigt

Gottesdienst 25.10.26 - Mentale Gesundheit Teil 3

Sonntag, 25. Oktober 2026
2. Korinther 4,7
Kernaussage

Ein winziger Buchstabe verändert unsere Perspektive auf Schwachheit: Wir sind nicht irgendein zerbrechliches Gefäß, sondern sein zerbrechliches Gefäß. Gott benutzt gerade unsere Schwachheit und Fragilität, um seine Herrlichkeit und Gnade durchscheinen zu lassen. Wenn wir unsere Schwachheit umarmen und ehrlich vor Gott bringen, wird sie zum Zeichen seiner Kraft.

Ein Gottesdienst der Kirche für Düsseldorf zum Thema mentale Gesundheit, Teil 3 einer Serie. Gastsprecher Kevin Herler teilt aus seinem Leben über chronische Krankheit, Schwachheit und wie Gottes Gnade in Zerbruch wirkt. Er erzählt von seinen Erfahrungen mit Rheuma, Krankenhausaufenthalten und dem Ringen mit Gott. Anhand von 2. Korinther 4 und 12 entwickelt er eine "Theologie der Schwachheit": Wie wir lernen können, unsere Schwachheit nicht zu verstecken, sondern als zerbrechliche Gefäße Gottes Herrlichkeit durchscheinen zu lassen. Ein zentraler Punkt ist die Bedeutung des Klagepsalms - ehrlich mit Gott über Schmerz, Krankheit und Enttäuschung zu reden. Kevin betont, dass ein einziger Buchstabe den Unterschied macht: nicht "ein zerbrechliches Gefäß" zu sein, sondern "sein zerbrechliches Gefäß" - eines, das Gott gehört und durch das seine Gnade sichtbar wird. Der Gottesdienst beinhaltet Lobpreis, Gebet für Kranke und Arbeitssuchende, sowie einen selbstgeschriebenen Klagepsalm als Lied.
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Ein Gottesdienst der Kirche für Düsseldorf zum Thema mentale Gesundheit, Teil 3 einer Serie. Gastsprecher Kevin Herler teilt aus seinem Leben über chronische Krankheit, Schwachheit und wie Gottes Gnade in Zerbruch wirkt. Er erzählt von seinen Erfahrungen mit Rheuma, Krankenhausaufenthalten und dem Ringen mit Gott. Anhand von 2. Korinther 4 und 12 entwickelt er eine "Theologie der Schwachheit": Wie wir lernen können, unsere Schwachheit nicht zu verstecken, sondern als zerbrechliche Gefäße Gottes Herrlichkeit durchscheinen zu lassen. Ein zentraler Punkt ist die Bedeutung des Klagepsalms - ehrlich mit Gott über Schmerz, Krankheit und Enttäuschung zu reden. Kevin betont, dass ein einziger Buchstabe den Unterschied macht: nicht "ein zerbrechliches Gefäß" zu sein, sondern "sein zerbrechliches Gefäß" - eines, das Gott gehört und durch das seine Gnade sichtbar wird. Der Gottesdienst beinhaltet Lobpreis, Gebet für Kranke und Arbeitssuchende, sowie einen selbstgeschriebenen Klagepsalm als Lied.

Hauptthemen (3)

1. Mein Leben - ein zerbrechliches Gefäß

  • • Wie stehe ich zu meiner eigenen Schwachheit und Fragilität?
  • • Der Unterschied zwischen 'irgendein zerbrechliches Gefäß' und 'sein zerbrechliches Gefäß'
  • • Wir neigen dazu, unsere Schwachheiten zu verstecken statt sie anzunehmen
  • • Jesus wurde Mensch und nahm alle Schwachheit auf sich, damit wir zu unserer Schwachheit stehen können

2. Mein Leben - sein zerbrechliches Gefäß

  • • Schwachheit umarmen beginnt mit ehrlichem Gebet
  • • Die Bibel enthält 78 Klagepsalmen - Gott lädt uns zur Klage ein
  • • Klagegebete folgen einem Dreiklang: Anklage, Flehen, Vertrauensbekenntnis
  • • Wer nicht bei Gott klagt, wird zum Ankläger anderer, sich selbst und des Lebens
  • • Nur wer bei Gott klagen kann, kann auch aus ehrlichem Herzen danken

3. Theologie der Schwachheit

  • • Wir brauchen sowohl Theologie der Auferstehungskraft (Wunder und Heilung) als auch Theologie der Schwachheit
  • • Das 'Und' leben - Balance zwischen verschiedenen geistlichen Dimensionen
  • • Durchgeklagte Schwachheit wird zum Zeichen seiner Herrlichkeit
  • • Gott macht uns fragil, damit seine Liebe und Gnade durchscheinen kann
  • • Es gibt zwei Arten von Wundern: Dynamis (offensichtliche Kraft) und Zeichen (wie Jesu Wundmale)

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

2. Korinther 4,7

Doch diesen kostbaren Schatz des Evangeliums, die Liebe Gottes, tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen, nämlich in unseren schwachen Körpern. So kann jeder sehen, dass unsere Kraft ganz von Gott kommt und nicht unsere eigene ist.

2. Korinther 12,8-10

Um dessen Willen habe ich dreimal den Herrn angerufen, dass er von mir ablasse. Und er hat nur zu mir gesagt, meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gern will ich mich nun viel mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohnt. Deshalb habe ich wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen. Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

2. Korinther 9,8

Er kann euch so reich beschenken, ja mit Gutem geradezu überschütten, dass ihr jederzeit alles habt, was ihr braucht und mehr als das. So könnt ihr auch nach anderen auf verschiedenste Art und Weise Gutes tun.

Psalm 62

Nur bei Gott komme ich zur Ruhe. Er allein gibt mir Hoffnung. Nur er ist ein schützender Fels und eine sichere Burg. Er steht mir bei. Niemand kann mich zu Fall bringen.

Weitere Referenzen

  • → Johannes-Evangelium (Jesus weinte)
  • → Psalm 88
  • → Psalter (150 Gebete: 14 Jubelpsalmen, 78 Klagepsalmen)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Schwachheit nicht verstecken: Stehe zu deiner Schwachheit und versuche nicht, einen 'anderen Namen' aufzusetzen. Erkenne, dass du nicht irgendein zerbrechliches Gefäß bist, sondern sein zerbrechliches Gefäß.
  • 2 Klagegebete in das Gebetsleben integrieren: Bete ehrlich und ungefiltert vor Gott. Nutze die biblischen Klagepsalmen als Schablonen für eigene Klagegebete. Bringe alles, was dich belastet, komplett und ehrlich vor Jesus.
  • 3 Reflektiere über drei Fragen: Wo wurde ich im letzten Jahr beschädigt? Wo will Gott etwas Fragiles in mir heilen? Wo will er mich durchlässig werden lassen für seine Liebe, Gnade und Herrlichkeit?
  • 4 Balance zwischen Wunder-Glaube und Schwachheit-Theologie: Höre nicht auf, für Heilung und Wunder zu beten, aber lerne gleichzeitig, Schwachheit anzunehmen, wo Gott sie nicht wegnimmt. Lebe im 'Und' statt in Extremen.
  • 5 Verweile bei Gott als Freund: Entwickle eine Gebetspraxis, die Gebet als 'Verweilen bei einem Freund, von dem wir wissen, dass er uns bedingungslos liebt' versteht. Sei einfach bei ihm, auch wenn du keine Worte hast.

Impulse dieser Woche

  1. Tag 1 von 7 · 26. Oktober Ein zerbrechliches Gefäß - oder SEIN zerbrechliches Gefäß?

    Paulus schreibt: 'Doch diesen kostbaren Schatz des Evangeliums tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen, nämlich in unseren schwachen Körpern. So kann jeder sehen, dass unsere Kraft ganz von Gott kommt und nicht unsere eigene ist.' Ein einziger Buchstabe macht den Unterschied: Bin ich EIN zerbrechliches Gefäß - oder SEIN zerbrechliches Gefäß? Die Korinther wollten nur starke, eloquente, gesunde Prediger hören. Sie haben Paulus abgelehnt wegen seiner Schwachheit, seiner Krankheit, seiner unscheinbaren Erscheinung. Doch Paulus antwortet: Gerade durch meine Schwachheit habt ihr Jesus kennengelernt! Das Evangelium ist größer als alle äußerlichen Erscheinungen. Wenn Jesus in das Leben von schwachen und gebrochenen Menschen kommt und seine Liebe alles ausfüllt, dann bist du nicht einfach irgendein zerbrechliches Gefäß. Du bist SEIN zerbrechliches Gefäß - eines, das ihm gehört und durch das seine Gnade sichtbar wird.

    2. Korinther 4,7

    Gebet

    Danke Jesus, dass ich nicht trotz meiner Schwachheit wertvoll bin, sondern dass du gerade durch meine Zerbrechlichkeit deine Kraft zeigen möchtest.

    Zum Nachdenken

    Welche Schwachheiten in deinem Leben versuchst du zu verstecken, anstatt sie als Teil deiner Geschichte mit Gott anzunehmen?

  2. Tag 2 von 7 · 27. Oktober Heute Eine Theologie der Schwachheit

    Wir brauchen nicht nur eine Theologie der Auferstehungskraft, sondern auch eine Theologie der Schwachheit. Jesus sagt zu Paulus: 'Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.' Unsere Welt - und oft auch unsere Gemeinden - propagieren Stärke, Erfolg und makelloses Auftreten. Wir leben in einer Kultur von Selbstoptimierung und Filtern. Doch Jesus wurde Mensch, erlitt alles an Schwachheit, ging nackt ans Kreuz - damit wir zu unserer Schwachheit stehen können. Wir brauchen das 'Und': Gott heilt UND trägt durch Schwachheit. Er tut Wunder UND begegnet uns im Leiden. Wir dürfen weiterhin für Heilung beten UND gleichzeitig lernen, dass Jesus uns in der Schwachheit nicht verlässt, sondern gerade dort seine Gnade mächtig werden lässt. Du bist kein Sonderling aufgrund deiner Schwäche - du bist einfach besonders, weil Jesus da ist.

    2. Korinther 12,9

    Gebet

    Herr, hilf mir, deine Gnade in meiner Schwachheit zu entdecken und nicht nur auf vollständige Heilung oder Veränderung zu warten, bevor ich deine Gegenwart erlebe.

    Zum Nachdenken

    Wo lebst du in einem 'Entweder-Oder' zwischen Glauben an Gottes Kraft und dem Annehmen von Schwachheit, anstatt beides zusammen zu halten?

  3. Tag 3 von 7 · 28. Oktober Der versteckte Name: Umgang mit Schwachheit

    In einem Seelsorgegespräch stellte sich heraus: Ein junger Mann mit schwerer Krankheit nutzte nicht seinen echten Vornamen Paul (was 'schwach, schwächlich' bedeutet), sondern seinen Zweitnamen Gustav. Er versteckte seinen Namen - wie er seine Schwachheit versteckte. Wie oft tun wir das Gleiche? Wir würden Dinge lieber schnell wegbeten, damit keiner sie mitbekommt, als zu unserer Schwachheit zu stehen. Wir setzen einen anderen Namen auf, präsentieren eine Fassade. Doch Gott macht uns nicht durchlässig für seine Liebe, indem er uns stark macht, sondern indem er uns fragil werden lässt - ohne uns zu zerbrechen. Der dreieinige Gott bewahrt seinen Schatz in zerbrechlichen Gefäßen. Nicht um uns zu schaden, sondern weil er uns kennt und weil es anderen hilft, ihm zu begegnen. Deine Schwachheit ist kein Makel, den du verstecken musst. Sie ist Teil deiner Geschichte, durch die Gottes Herrlichkeit durchscheinen kann.

    Gebet

    Vater, gib mir den Mut, zu meinem echten Namen zu stehen - zu meiner ganzen Geschichte mit allen Brüchen und Schwachheiten.

    Zum Nachdenken

    Welchen 'Namen' trägst du nach außen, um deine wahre Schwachheit zu verbergen? Was würde passieren, wenn du ehrlich zu dem stehst, was wirklich in dir ist?

  4. Tag 4 von 7 · 29. Oktober Dreimal gebetet - das Klagegebet

    Paulus schreibt: 'Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.' Wie sahen diese Gebete wohl aus? Wahrscheinlich nicht nur proklamativ und siegesgewiss, sondern ehrlich, klagend, ringend. Die Bibel enthält 150 Psalmen - davon sind nur 14 reine Jubelpsalmen, aber 78 Klagepsalmen. Gott schenkt uns ein ganzes Gebetsbuch, das zeigt: Leben in Integrität mit Jesus bedeutet, nichts verstecken zu müssen. Ein Klagegebet hat drei Teile: Anklage ('Warum, Gott, tust du nichts?'), Flehen ('Bitte greif ein!') und manchmal ein Vertrauensbekenntnis. Nicht das 'Wozu' ist die biblische Frage, sondern 'Wo bist du, Gott?' Wenn wir nicht bei Gott klagen können, werden wir verbittert und zu Anklägern - anderer, uns selbst, des Lebens. Aber wer bei Gott klagt, kann aus ehrlichem Herzen danken. Der Geist Gottes kann nur verwandeln, was wir ihm hinhalten.

    2. Korinther 12,8

    Gebet

    Jesus, hilf mir, dir meine Anklage, mein Flehen, meine Enttäuschung ehrlich zu bringen - und dich darin zu finden.

    Zum Nachdenken

    Welche Klage trägst du in dir, die du Gott noch nicht ehrlich vorgebracht hast?

  5. Tag 5 von 7 · 30. Oktober Gebet als Verweilen bei einem Freund

    Teresa von Avila schreibt: 'Gebet ist nichts anderes als ein Verweilen bei einem Freund, von dem wir wissen, dass er uns bedingungslos liebt.' Durch 14 Monate Krankheit, vier Operationen, immer wieder Rückschläge - entwickelte sich in täglichen Spaziergängen und Gebetszeiten eine tiefe Freundschaft mit Gott. Gebet wird leicht, wenn es seine Schwere verliert. Wenn wir alles sagen oder auch nichts sagen dürfen. Wenn selbst Tränen manchmal ein Wort sein können bei unserem Gott. Der kürzeste Vers im Neuen Testament - 'Jesus weinte' - zeigt uns einen Gott, der nicht über Schwachheit wegguckt, sondern mit uns weint. Einen Jesus, der seinen besten Freund von den Toten auferwecken wird, aber vorher mit den Geschwistern zusammen trauert. In der Klage, im ehrlichen Gespräch mit Gott über Schmerz und Enttäuschung, finden wir nicht immer Antworten - aber wir finden seine Gegenwart.

    Gebet

    Herr, danke, dass ich bei dir verweilen darf, mit allem was ist - und dass deine Gegenwart oft wichtiger ist als schnelle Antworten.

    Zum Nachdenken

    Wie würde dein Gebetsleben aussehen, wenn du es weniger als Pflichtübung und mehr als Verweilen bei einem Freund verstehen würdest?

  6. Tag 6 von 7 · 31. Oktober Rühmen in der Schwachheit

    Paulus schreibt etwas Radikales: 'Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohnt. Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten... denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.' Wie kommt man dahin? Nicht durch Verleugnung der Realität, nicht durch religiöse Durchhalteparolen. Sondern durch ehrliches Gebet, durch Klage, durch Ringen mit Gott - und durch das Erleben, dass er begegnet. Paulus' zwei Empfehlungsschreiben an die Korinther waren: erstens seine Schwachheit (durch die Menschen dennoch Jesus kennenlernten), und zweitens die Gläubigen selbst (die trotz seiner Unscheinbarkeit zum Glauben kamen). Schwachheit umarmen bedeutet nicht, sie zu feiern oder zu romantisieren. Es bedeutet, sie mit Jesus ehrlich durchzuleben - und dabei zu entdecken, dass seine Gnade tatsächlich genügt und dass seine Kraft in unserer Schwachheit zur Vollendung kommt.

    2. Korinther 12,9-10

    Gebet

    Jesus, lehre mich, nicht trotz meiner Schwachheit, sondern gerade in ihr deine verwandelnde Gegenwart zu entdecken.

    Zum Nachdenken

    Wo hast du vielleicht schon erlebt, dass Gottes Kraft gerade in deiner Schwachheit sichtbar wurde?

  7. Tag 7 von 7 · 1. November Durchlässig für seine Liebe

    Ein Wort im Einkehrtag: 'Dein Erleben erzählt von mir. Ich bewahre diesen Schatz in einem zerbrechlichen Gefäß. Nicht um dir zu schaden, mein Sohn, sondern weil ich dich kenne. Es wird anderen helfen, mir zu begegnen. Meine Liebe zu dir ist die Kraft, um es auszuhalten.' Gott macht uns durchlässig für seine Liebe, indem er uns fragil werden lässt - aber ohne uns zu zerbrechen. Das ist die Hoffnung: Du bist zerbrechlich, aber nicht zerbrochen, weil du SEIN Gefäß bist. Der dreieinige Gott interessiert sich für deine Schwachheit und kommt dir darin nahe mit seinen Tröstungen. Es ist nicht für ewig - auch wenn es sich lang anfühlt. Höre nicht auf zu vertrauen. Durch deine Zerbrechlichkeit, durch das, was du durchlebst und durchleidest, kann Gottes Herrlichkeit durchscheinen. Nicht weil du perfekt bist, sondern weil er treu ist. Das ist keine Bestrafung - es ist ein Weg, auf dem andere ihm in dir begegnen können.

    Johannes 11,35

    Gebet

    Danke, Herr, dass ich fragil sein darf, ohne zu zerbrechen - weil ich dein Gefäß bin und deine Liebe die Kraft ist, die mich trägt.

    Zum Nachdenken

    Wie könnte Gott gerade durch deine größte Schwachheit anderen helfen, ihm zu begegnen?