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ICF Wien

Lerchenfelder Straße 35/1a, 1070 Wien, Österreich

ICF Wien ist eine Freikirche auf biblischer Grundlage, Authentisch, relevant und begeistert vom Leben mit Jesus.

Täglicher Impuls
Tag 5 von 7

Alles Große beginnt klein

Aus der Predigt „Die gute Kirche - gibt es sie? | René Schubert | ICF Wien“ vom 23. Oktober

Alles, was groß wird, fängt irgendwann mal klein an. Das ICF Wien hat klein angefangen. Die Kirchengründung in Valencia, Spanien, hat mit nur zwölf Menschen begonnen - und drei davon haben an diesem Abend Jesus kennengelernt. Heute sind sie bereits gewachsen, und vier neue Gläubige sind dabei. Ein Haus wird gebaut, indem man einen Stein nach dem anderen setzt. Die erste Kirche in Jerusalem hat auch klein angefangen und ist täglich gewachsen, weil Gott selbst die Menschen hinzugefügt hat. Eine gesunde Kirche wächst, weil Gott möchte, dass der Himmel voll ist und niemand in die Hölle geht. Vielleicht hast auch du einen Traum in deinem Herzen. Vielleicht möchte Gott durch dich etwas Neues beginnen - in deiner Stadt, deinem Umfeld, deiner Familie. Der Traum Gottes für dein Leben ist größer als dein eigener Traum. Fang einfach an - mit einem kleinen Schritt.

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Alles, was groß wird, fängt irgendwann mal klein an. Das ICF Wien hat klein angefangen. Die Kirchengründung in Valencia, Spanien, hat mit nur zwölf Menschen begonnen - und drei davon haben an diesem Abend Jesus kennengelernt. Heute sind sie bereits gewachsen, und vier neue Gläubige sind dabei. Ein Haus wird gebaut, indem man einen Stein nach dem anderen setzt. Die erste Kirche in Jerusalem hat auch klein angefangen und ist täglich gewachsen, weil Gott selbst die Menschen hinzugefügt hat. Eine gesunde Kirche wächst, weil Gott möchte, dass der Himmel voll ist und niemand in die Hölle geht. Vielleicht hast auch du einen Traum in deinem Herzen. Vielleicht möchte Gott durch dich etwas Neues beginnen - in deiner Stadt, deinem Umfeld, deiner Familie. Der Traum Gottes für dein Leben ist größer als dein eigener Traum. Fang einfach an - mit einem kleinen Schritt.

Apostelgeschichte 2,46-47
Gebet

Gott, zeige mir deinen Traum für mein Leben und gib mir Mut, den ersten Schritt zu gehen.

Zum Nachdenken

Welchen kleinen Schritt möchte Gott, dass ich heute gehe, um Teil seines großen Plans zu sein?

Aufnahme vom 6. September 2026

Predigt

Entdecke die Kraft des Vater Unser | Robert Bauer | ICF Wien

Sonntag, 6. September 2026
Matthäusevangelium (Vaterunser)
Kernaussage

Das Vaterunser lehrt uns, dass beim Beten Gottes Prioritäten zu unseren Prioritäten werden sollen, nicht umgekehrt. Durch Gebet werden wir transformiert und lernen, dass Gott selbst - nicht die Dinge dieser Welt - die wahre Substanz und Erfüllung unseres Lebens ist.

In diesem Gottesdienst von ICF Wien hält Robert Bauer eine Predigt über das Vaterunser und dessen geistliche Kraft. Er erklärt, dass beim Beten nicht unsere Prioritäten zu Gottes Prioritäten werden, sondern Gottes Prioritäten zu unseren. Das Vaterunser lehrt uns, Gottes Willen über unseren eigenen zu stellen. Robert geht Zeile für Zeile durch das Gebet und erklärt jede Bitte: Gott als Vater anzusprechen bedeutet familiäre Nähe; sein Name soll geheiligt werden durch Ehrfurcht; sein Reich soll in uns kommen und uns transformieren; sein Wille soll in unserem Alltag geschehen; das tägliche Brot meint sowohl physische als auch geistliche Nahrung; wir brauchen ständig Vergebung; und wir sollen Versuchung durchstehen. Die Predigt endet mit der Erinnerung, dass Gott alle Macht, Kraft und Herrlichkeit hat, und dass wir in unserer Schwäche auf seine Stärke vertrauen können. Der Gottesdienst beinhaltet auch Worship-Lieder, Ankündigungen für die Men's Night, und das Abendmahl.
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In diesem Gottesdienst von ICF Wien hält Robert Bauer eine Predigt über das Vaterunser und dessen geistliche Kraft. Er erklärt, dass beim Beten nicht unsere Prioritäten zu Gottes Prioritäten werden, sondern Gottes Prioritäten zu unseren. Das Vaterunser lehrt uns, Gottes Willen über unseren eigenen zu stellen. Robert geht Zeile für Zeile durch das Gebet und erklärt jede Bitte: Gott als Vater anzusprechen bedeutet familiäre Nähe; sein Name soll geheiligt werden durch Ehrfurcht; sein Reich soll in uns kommen und uns transformieren; sein Wille soll in unserem Alltag geschehen; das tägliche Brot meint sowohl physische als auch geistliche Nahrung; wir brauchen ständig Vergebung; und wir sollen Versuchung durchstehen. Die Predigt endet mit der Erinnerung, dass Gott alle Macht, Kraft und Herrlichkeit hat, und dass wir in unserer Schwäche auf seine Stärke vertrauen können. Der Gottesdienst beinhaltet auch Worship-Lieder, Ankündigungen für die Men's Night, und das Abendmahl.

Hauptthemen (9)

1. Das Wesen des Betens

  • • Beten ist ein interaktiver Prozess der Herzensveränderung zwischen Gott und uns
  • • Durch Beten werden nicht meine Prioritäten zu Gottes Prioritäten, sondern Gottes Prioritäten zu meinen Prioritäten
  • • Die Beziehung zu Gott kann so elementar und selbstverständlich sein wie die des Babys zur Mutterbrust
  • • Beten bedeutet, bereit zu sein zu hören, was Gott wichtig ist, nicht nur ihm zu sagen, was uns wichtig ist

2. Unser Vater im Himmel

  • • Gott lässt sich als Vater ansprechen - eine Beziehung voller Wärme und Herzlichkeit
  • • Wir beten als Familie, gemeinsam mit Jesus als unserem großen Bruder
  • • Himmel ist keine Ortsangabe, sondern eine Qualitätsbezeichnung - Gott lebt in Vollkommenheit, Frieden und Perfektion
  • • Gott ist kein zorniger oder unzufriedener Gott, sondern ein glücklicher Gott, der uns aus seiner Fülle beschenken kann
  • • Die Frage ist: Ist Gott nur Zuckerguss auf unserem Lebenskuchen oder ist er der Kuchen selbst - die Substanz unseres Lebens?

3. Dein Name werde geheiligt

  • • Gottes Namen (Yahweh, Jesus, Heiliger Geist) sollen in Ehren gehalten werden
  • • Heiligen bedeutet ernst nehmen - Gottes Willen auch wirklich tun
  • • Ehrfurcht vor Gott heißt, ihn nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Leben ernst zu nehmen
  • • Gott soll in unserem Leben einen Platz haben wie die Oma, über die niemand einen schmutzigen Witz machen darf

4. Dein Reich komme

  • • Gottes Reich ist dort, wo sein Wille unmittelbar geschieht
  • • Diese Bitte ist eine Bitte um Charaktertransformation
  • • Wir bieten Gott an, unseren kleinen Machtbereich seinem Reich anzugliedern
  • • Zu Gottes Reich kommen können wir nichts beitragen - wir müssen es erbitten

5. Dein Wille geschehe

  • • Dass Gottes Wille geschieht, dazu können wir viel beitragen durch unser Handeln
  • • Gott will unser Bundeskanzler, Finanzminister und Verteidigungsminister sein
  • • Es geht nicht primär um Weltpolitik, sondern um unsere kleine Alltagspolitik
  • • Wir müssen uns entscheiden: entweder Gottes Wille oder unser Wille - beides zusammen geht nicht

6. Unser tägliches Brot

  • • Es geht nicht nur um physisches Essen, sondern vor allem um Nahrung für unsere Seele
  • • Die Lieblingsspeise unserer Seele ist Jesus
  • • Wir sind dafür gemacht, etwas Überwältigendes anzubeten - und das soll Gott sein
  • • Gott ist 'utterly and completely delightful' - zutiefst ein Genuss
  • • Die schönsten Dinge dieser Welt vergehen wie Laub im Herbst, aber Gott bleibt

7. Vergib uns unsere Schuld

  • • Wir brauchen ständig Vergebung, aber die gute Nachricht ist: wir bekommen sie auch
  • • Es ist skandalös leicht, Vergebung von Gott zu bekommen seit Jesus am Kreuz starb
  • • Sünde ist wie Rauchen - wir lassen etwas Giftiges in das feine Gewebe unseres Herzens eindringen
  • • Salomo sagt: Behüte dein Herz, denn daraus fließt dein Leben

8. Führe uns nicht in Versuchung

  • • Versuchung ist nicht Sünde, sondern Prüfung unseres Glaubens
  • • Die böse Macht kann uns zu nichts zwingen, sie kann uns nur locken
  • • Der richtige Umgang mit Versuchung: durchfahren wie der Railjet - nicht stehen bleiben
  • • Unser Beitrag: in enger Verbindung mit Jesus bleiben

9. Dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit

  • • Diese Begründung zeigt, warum Beten sinnvoll ist
  • • Wenn wir schwach sind, können wir sagen: 'Ja, aber mein Papi nicht - mein Papi hat alle Möglichkeiten'
  • • Gott hat alle Ressourcen, alle Möglichkeiten, alles in seiner Hand
  • • Mit Jesus sind wir stark, auch wenn wir uns selbst schwach fühlen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Matthäusevangelium (Vaterunser)

Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe, unser tägliches Brot gib uns heute, vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, führe uns nicht in Versuchung sondern erlöse uns von dem Bösen, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit

Lukasevangelium (Vaterunser)

Weitere Referenzen

  • → Psalm 139 (man kann Gott nicht davonlaufen, er ist überall nah)
  • → Sprüche/Salomo (Behüte dein Herz)
  • → Paulus (Ich lebe nicht mehr, sondern Christus lebt in mir)
  • → Bibel allgemein (Für euch streitet Gott der Herr, und ihr werdet stille sein)
  • → Bibel allgemein (Wir sollen für die Regierung beten)
  • → Bibel allgemein (Lasst euch versöhnen mit Gott)
  • → Bibel allgemein (Woher wollt ihr wissen, was morgen ist? Heute ist der Tag des Heils)
  • → Apostelgeschichte (Sie trafen sich im Tempel und in den Häusern)

Praktische Anwendung (6)

  • 1 Prioritäten neu ausrichten: Beim Beten bewusst nicht nur eigene Wünsche vortragen, sondern fragen: Was ist dir wichtig, Gott? Bereit sein, dass Gottes Prioritäten zu meinen Prioritäten werden und nicht umgekehrt.
  • 2 Gott zur Substanz des Lebens machen: Sich die Frage stellen: Ist Gott nur Zuckerguss auf meinem Lebenskuchen oder ist er der Kuchen selbst? Gott nicht nur als Ergänzung, sondern als Zentrum und Substanz des Lebens annehmen.
  • 3 Das Herz behüten: Bewusst darauf achten, was wir in unser Innenleben hineinlassen - welche Gedanken, Medien, Beziehungen. Sünde ist wie Rauchen: sie bringt Schädliches in das feine Gewebe unseres Herzens.
  • 4 Mit Versuchung richtig umgehen: Bei Versuchungen nicht stehen bleiben und nachdenken, sondern wie der Railjet durchfahren. In enger Verbindung mit Jesus bleiben durch Gebet, Bibellesen und Gemeinschaft.
  • 5 In einer Small Group verbindlich leben: Nicht nur im Großen (Gottesdienst) Christ sein, sondern auch im Kleinen (Small Group). Dort wird Glaube praktisch, persönlich und vertieft. Wenn keine Group vorhanden: selbst eine gründen.
  • 6 Gottes Willen im Alltag konkret tun: In der persönlichen 'Regierung' des Lebens Gott zum Bundeskanzler, Finanzminister und Verteidigungsminister machen. Konkret bedeutet das: Freundlichkeit zur Familie auch an schlechten Tagen, nicht auf die Regierung schimpfen sondern für sie beten, Gott die Finanzen anvertrauen.

Impulse aus der Woche ab 7. September

  1. Tag 1 von 7 · 7. September Unser Vater im Himmel

    Jesus lehrt uns, Gott als 'Vater' anzusprechen – nicht als fernen Herrscher oder Diktator, sondern als liebenden Vater. Das ist revolutionär. Andere Religionen kennen keinen Vater, der die Menschen liebt. Aber Jesus zeigt uns einen Gott, der uns so nahe ist wie die Mutterbrust dem Baby – elementar, lebensnotwendig, befriedigend. Wenn wir 'unser Vater' beten, erinnern wir uns: Wir sind Familie mit Gott. Wir beten nie allein, sondern Hand in Hand mit Jesus, unserem großen Bruder. Der Himmel ist keine Ortsangabe, sondern eine Qualitätsbezeichnung – Gott lebt in Vollkommenheit, Frieden und Perfektion. Und genau dieser vollkommene, glückliche Gott ist uns nahe, greifbar, erreichbar. Die Frage ist: Ist Gott nur der Zuckerguss auf deinem Lebenskuchen, oder ist er der Kuchen selbst – die Substanz deines Lebens?

    Matthäus 6,9

    Gebet

    Danke Gott dafür, dass du dich als liebender Vater offenbarst und mir so nahe sein willst. Hilf mir, dich nicht nur als Beilage, sondern als Zentrum meines Lebens zu erkennen.

    Zum Nachdenken

    Ist Gott für mich nur eine schöne Ergänzung zu meinem Leben, oder ist er die Substanz, von der ich wirklich lebe?

  2. Tag 2 von 7 · 8. September Geheiligt werde dein Name

    Die erste Bitte im Vaterunser überrascht: 'Dein Name werde geheiligt.' Das ist nicht unser erstes Anliegen am Morgen, oder? Uns sind oft andere Dinge näher. Aber Jesus zeigt uns: Gottes Prioritäten sollen zu unseren Prioritäten werden. Gottes Namen heiligen heißt, ihn in Ehren halten, ernst nehmen, ihm Ehrfurcht entgegenbringen. Es geht nicht um gesetzliche Sprachregeln, sondern um die Herzenshaltung. Was ist wirklich heilig in deinem Herzen? Wovor hast du Ehrfurcht? Was darf niemand antasten? Dort will Gott sein. Gott heiligen bedeutet auch, das zu tun, was er sagt. Ehrfurcht vor Gott heißt, ihn ernst zu nehmen – nicht zu spielen und zu scherzen, sondern sein Wort wirklich in unserem Alltag umzusetzen. Wenn wir seinen Namen heiligen, stellen wir ihn unter den Glassturz unseres Herzens und behandeln ihn mit höchster Vorsicht und Wertschätzung.

    Matthäus 6,9

    Gebet

    Herr, hilf mir, deinen Namen in meinem Alltag zu ehren und dich mit der Ehrfurcht zu behandeln, die dir gebührt. Verändere meine Herzenshaltung dir gegenüber.

    Zum Nachdenken

    Was steht in meinem Leben wirklich unter dem 'Glassturz' – was ist mir so heilig, dass ich es von niemandem antasten lasse?

  3. Tag 3 von 7 · 9. September Dein Reich komme

    Gottes Reich ist dort, wo sein Wille unmittelbar geschieht. Es ist wie bei unserem Körper: Wenn du Durst hast und ein Wasserglas siehst, musst du nicht überlegen, welchen Muskel du bewegen sollst – du nimmst einfach und trinkst. Das ist dein Reich. Im Reich Gottes geschieht unmittelbar, was er will. Wenn wir beten 'Dein Reich komme', bitten wir um eine Charaktertransformation. Wir bitten Gott, unser kleines Leben an sein Reich anzugliedern. Das ist ein Reich des Shalom, des Friedens, der Freundlichkeit und des Wohlwollens – wie ein Sturmwind, der über uns kommt. Achtung: Wenn du darum bittest, dass Gottes Reich in dein Leben kommt, könnte Gott es wirklich tun! Und dann wird sich viel verändern. Aber natürlich zum Guten. Zu dieser Veränderung können wir nichts beitragen – wir müssen sie erbitten und zulassen.

    Matthäus 6,10

    Gebet

    Vater, ich bitte dich: Lass dein Reich in mein Leben kommen. Transformiere meinen Charakter und mache mich zu einem Teil deines Reiches.

    Zum Nachdenken

    Bin ich wirklich bereit, dass Gottes Reich in mein Leben kommt und mich von Grund auf verändert?

  4. Tag 4 von 7 · 10. September Dein Wille geschehe

    Während Gottes Reich von ihm kommen muss, können wir bei der Bitte 'Dein Wille geschehe' aktiv mitwirken. Wir können seinen Willen in unserem Alltag tun – in unserer Familie, an der Arbeitsstelle, in unserem Umfeld. Aber Vorsicht: Es geht nicht um beides gleichzeitig. Du kannst nicht beten 'Dein Wille geschehe' und gleichzeitig unfreundlich zu deiner Familie sein. Nicht 'Dein Wille geschehe' und dir trotzdem Sorgen machen. Nicht 'Dein Wille geschehe' und auf die Regierung schimpfen, obwohl die Bibel sagt, wir sollen für sie beten. Gott will nicht primär die Weltpolitik regieren, sondern deine kleine Alltagspolitik – dort, wo du 'Bundeskanzler' bist, wo du über Finanzen, Verteidigung und Prioritäten entscheidest. Wenn du ernsthaft betest 'Dein Wille geschehe', kapitulierst du vor Gott und gibst die Macht ab. Du entscheidest: Bist du selbst Herrscher, oder ist es Gott?

    Matthäus 6,10

    Gebet

    Gott, ich will nicht nur Lippenbekenntnisse machen. Zeige mir, wo ich in meinem Alltag deinen Willen konkret tun kann, und gib mir die Kraft dazu.

    Zum Nachdenken

    In welchen konkreten Bereichen meines Alltags muss ich die Kontrolle an Gott abgeben und seinen Willen tun?

  5. Tag 5 von 7 · 11. September Unser tägliches Brot

    Das tägliche Brot meint nicht nur physisches Essen, sondern vor allem Nahrung für unsere Seele. Die entscheidende Frage ist: Fütterst du deine Seele mit geistlichem Fastfood oder mit dem, was sie wirklich braucht? Jeder Mensch will etwas Faszinierendes anbeten, etwas, das ihn überwältigt. Wir suchen nach Dingen, die größer sind als wir – ein Berggipfel, ein Schmetterling, eine Rose. Aber all das vergeht. Wir brauchen etwas, das bleibt und uns dauerhaft faszinieren kann. Die Lieblingsspeise deiner Seele ist Jesus – dafür ist sie gemacht. Gott will final schön sein, endgültig gut, unveränderlich. Er will uns überwältigen wie ein Berggipfel, aber permanent. Gott ist die lebendige Quelle, aber oft graben wir uns rissige Zisternen, die kein Wasser halten können. Oft ist am Ende des Tages die schönste Erfahrung die Zeit mit Gott – das Beste, was uns niemand nehmen kann.

    Matthäus 6,11

    Gebet

    Jesus, du bist das Brot des Lebens. Hilf mir, meine Seele täglich mit dir zu nähren und nicht mit Dingen, die vergehen.

    Zum Nachdenken

    Wovon ernähre ich meine Seele wirklich? Was überwältigt und fasziniert mich am meisten im Leben?

  6. Tag 6 von 7 · 12. September Vergib uns unsere Schuld

    Die schlechte Nachricht: Wir brauchen ständig Vergebung. Die gute Nachricht: Sie ist leicht verfügbar. Es ist ein Skandal, wie einfach wir Vergebung bekommen können – es genügt diese ehrliche Bitte zu Gott. Sünde ist wie Rauchen: Etwas Giftiges, Gefährliches, Zerstörerisches kommt in ein total feines Gewebe. Dein Herz, dein Innenleben ist kunstvoll und empfindlich geschaffen. Aber durch Sünde kommt Dreck hinein – manchmal saugen wir diesen Dreck sogar bewusst ein, obwohl wir wissen, dass es falsch ist. Deshalb sagt Salomo: 'Behüte dein Herz, denn daraus fließt dein Leben.' Jesus lehrt uns auch zu beten: 'Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.' Versuchung ist nicht Sünde, aber eine Prüfung unseres Glaubens. Die böse Macht kann uns nur locken, nicht zwingen. Der richtige Umgang mit Versuchung? Wie der Railjet durchfahren – nicht stehen bleiben, sondern weiterziehen.

    Matthäus 6,12

    Gebet

    Vater, vergib mir meine Schuld. Bewahre mich vor Versuchung und hilf mir, mein Herz rein zu halten, denn daraus fließt mein Leben.

    Zum Nachdenken

    Wo lasse ich bewusst oder unbewusst 'Dreck' in mein Herz eindringen, und wo brauche ich Gottes Vergebung und Befreiung?

  7. Tag 7 von 7 · 13. September Dein ist die Kraft und Herrlichkeit

    Das Vaterunser endet mit einer machtvollen Begründung: Gott hat das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Wenn wir uns schwach fühlen – wurscht, Gott hat die Kraft! Wie das rothaarige Kind, das gehänselt wird und sagen kann: 'Ja, ich bin schwach, aber mein Papi nicht!' So können auch wir in jeder Situation sagen: Mein Papi kann alles. Mein Papi ist stark. Ja, ich bin schwach, aber dein ist die Kraft. Mein Reich verfällt, aber Gottes Reich kann durch nichts erschüttert werden. Die Kraft des Vaterunsers liegt darin: Gottes Ziele sind wichtiger als meine Bedürfnisse. Seine Prioritäten sind viel wichtiger als das, was mir so in den Sinn kommt. Und das ist Aufatmen! Es gibt eines, was dir niemand nehmen kann – nicht durch Krankheit, Demenz, Tod, Armut oder Krieg: Jesus selbst, dein Sein in Gott, deine Identität in ihm. Das ist das eine, was wirklich zählt.

    Matthäus 6,13

    Gebet

    Danke, Vater, dass dein ist die Kraft und die Herrlichkeit. In meiner Schwäche vertraue ich auf deine Stärke. Du bist das eine, was wirklich zählt und bleibt.

    Zum Nachdenken

    Wo fühle ich mich heute schwach, und wie kann ich mich auf die Kraft meines himmlischen Vaters verlassen?