Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)
Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.
Täglicher Impuls Tag 4 von 7 Ein Bund für das ganze Leben
Aus der Predigt „Gottesdienst der EBG Gifhorn | 25.10.2026 um 11Uhr“ vom 25. Oktober
Gott sagt deutlich: 'Er hasst Scheidung.' Die Ehe ist kein befristeter Vertrag, keine Probezeit, kein Abkommen, das man kündigt, wenn jemand Besseres kommt. Es ist ein Bund für das ganze Leben – erst der Tod soll scheiden.
Ein Ehebund ist eine bewusste Verpflichtung vor Gott, für den anderen da zu sein. Es ist kein bedingtes Abkommen wie ein gegenseitiger Liefervertrag, wo ich nur gebe, wenn der andere auch liefert. Ich verpflichte mich vor Gottes Augen, ein Leben lang für den anderen da zu sein – auch wenn er versagt, auch wenn er nicht mehr kann, auch in den schwierigsten Zeiten.
Dieser Bundescharakter macht die Ehe so stark und gleichzeitig so heilig. Gott nimmt unsere Versprechen ernst, weil er selbst ein Bundesgott ist, der zu seinen Versprechen steht. Er ruft uns auf, bei unserem Leben aufzupassen und nicht treulos zu handeln.
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Gott sagt deutlich: 'Er hasst Scheidung.' Die Ehe ist kein befristeter Vertrag, keine Probezeit, kein Abkommen, das man kündigt, wenn jemand Besseres kommt. Es ist ein Bund für das ganze Leben – erst der Tod soll scheiden. Ein Ehebund ist eine bewusste Verpflichtung vor Gott, für den anderen da zu sein. Es ist kein bedingtes Abkommen wie ein gegenseitiger Liefervertrag, wo ich nur gebe, wenn der andere auch liefert. Ich verpflichte mich vor Gottes Augen, ein Leben lang für den anderen da zu sein – auch wenn er versagt, auch wenn er nicht mehr kann, auch in den schwierigsten Zeiten. Dieser Bundescharakter macht die Ehe so stark und gleichzeitig so heilig. Gott nimmt unsere Versprechen ernst, weil er selbst ein Bundesgott ist, der zu seinen Versprechen steht. Er ruft uns auf, bei unserem Leben aufzupassen und nicht treulos zu handeln.
Gott sagt deutlich: 'Er hasst Scheidung.' Die Ehe ist kein befristeter Vertrag, keine Probezeit, kein Abkommen, das man kündigt, wenn jemand Besseres kommt. Es ist ein Bund für das ganze Leben – erst der Tod soll scheiden. Ein Ehebund ist eine bewusste Verpflichtung vor Gott, für den anderen da zu sein. Es ist kein bedingtes Abkommen wie ein gegenseitiger Liefervertrag, wo ich nur gebe, wenn der andere auch liefert. Ich verpflichte mich vor Gottes Augen, ein Leben lang für den anderen da zu sein – auch wenn er versagt, auch wenn er nicht mehr kann, auch in den schwierigsten Zeiten. Dieser Bundescharakter macht die Ehe so stark und gleichzeitig so heilig. Gott nimmt unsere Versprechen ernst, weil er selbst ein Bundesgott ist, der zu seinen Versprechen steht. Er ruft uns auf, bei unserem Leben aufzupassen und nicht treulos zu handeln.
Danke Gott für seine Bundestreue und bitte ihn, dir zu helfen, deinen eigenen Ehebund treu zu bewahren.
Nimmst du deinen Ehebund so ernst wie Gott ihn sieht – als lebenslange, unbedingte Verpflichtung?
Aufnahme vom 4. Juli 2026
Predigt Gottesdienst der EBG Gifhorn | 04.07.2026 um 18 Uhr
Samstag, 4. Juli 2026 1. Mose 1:22 Kernaussage Der Segen Gottes erstreckt sich über alle seine Schöpfung, von den Tieren bis zu den Menschen. Als Christen sind wir berufen, nicht nur Gottes Segen zu empfangen, sondern auch einander zu segnen und Gottes Segen an andere weiterzugeben. Wir dürfen im Vertrauen auf Gottes Fürsorge leben und sollten uns nicht scheuen, einander Segen auszusprechen.
Ein Gottesdienst der Evangelischen Brüdergemeinde Gifhorn, der mit Lobpreisliedern und einer Gebetsstunde beginnt. In der Gebetszeit wird über Gottes Segen gesprochen – wie Gott nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und die gesamte Schöpfung segnet, und wie Christen berufen sind, einander zu segnen. Der Hauptteil des Gottesdienstes ist eine ausführliche Predigt über 1. Korinther 6,1-11, die sich mit Rechtsstreitigkeiten unter Christen befasst.
Die Predigt behandelt das Problem, dass Christen in Korinth ihre Streitigkeiten vor weltlichen Gerichten austrugen, anstatt sie innerhalb der Gemeinde zu klären. Der Prediger erklärt den historischen Hintergrund, sowohl der jüdischen Praxis als auch der griechischen Prozesssucht. Er betont, dass Christen durch den Heiligen Geist befähigt sind, ihre eigenen Konflikte zu lösen, und dass das Austragen von Gemeindestreitigkeiten vor Ungläubigen dem Zeugnis der Gemeinde schadet. Die Botschaft unterstreicht christliche Werte wie Vergebung, Liebe und die Bereitschaft, lieber Unrecht zu erleiden als das Ansehen Christi zu beschädigen. Die Gemeinde wird ermutigt, Konflikte intern mit Hilfe unparteiischer Geschwister zu klären und Matthäus 18 anzuwenden. Weiterlesen
Gottesdienst der EBG Gifhorn | 04.07.2026 um 18 Uhr
Der Segen Gottes erstreckt sich über alle seine Schöpfung, von den Tieren bis zu den Menschen. Als Christen sind wir berufen, nicht nur Gottes Segen zu empfangen, sondern auch einander zu segnen und Gottes Segen an andere weiterzugeben. Wir dürfen im Vertrauen auf Gottes Fürsorge leben und sollten uns nicht scheuen, einander Segen auszusprechen.
Hauptthemen (6)
1. Gottes Segen über der Schöpfung
- • Gott segnete bereits die Tiere bei der Schöpfung (1. Mose 1:22), damit sie sich vermehren
- • Gottes Fürsorge greift weit über die Menschen hinaus und umfasst alles, was lebt
- • Wenn Gott über den Sperling wacht, umso mehr über uns Menschen
- • Die Fürsorge Gottes zeigt sich in seinem Segen über der gesamten Schöpfung
2. Der Segen, den wir einander wünschen dürfen
- • Wenn wir jemandem Segen wünschen, rufen wir den Namen Gottes an
- • Segen kommt von Gott, wir vermitteln ihn wie durch eine 'Umleitung' über Gott
- • Wer segnet, hat das Wohl des anderen nicht selbst in der Hand
- • In unseren Kreisen unüblich, aber biblisch begründet: 'Ich segne dich'
- • Eltern sprechen ihren Segen über ihre Kinder aus, besonders bei Hochzeiten und Einschulungen
3. Praktiken des Segnens
- • Bei Einschulungen segnen Gemeindeleiter die Kinder
- • Wenn über Kinder gebetet wird, ist es auch ein Segen
- • Die Bibel fordert auf: 'Segnet und flucht nicht', auch gegenüber Menschen, die uns nicht wohlgesonnen sind
- • Wir dürfen uns nicht scheuen, einander Segen auszusprechen
4. Rechtsstreitigkeiten unter Christen (1. Korinther 6:1-8)
- • In Korinth haben Christen andere Glaubensgeschwister vor weltliche Gerichte gezerrt
- • Bei den Juden war es undenkbar, Streitigkeiten vor weltlichen Gerichten auszutragen
- • Die Griechen dagegen neigten zur Prozesssucht - diese Durchsäuerung zeigte sich in Korinth
- • Paulus fragt verwundert: Wie könnt ihr eure Streitigkeiten vor Ungerechten austragen statt vor den Heiligen?
- • Die Heiligen werden einst die Welt und sogar Engel richten - sind sie dann nicht würdig, alltägliche Dinge zu richten?
- • Paulus sagt sarkastisch: Ist also gar kein Weiser unter euch, der zwischen Brüdern entscheiden kann?
- • Weltliche Gerichte können Herzensfragen nicht klären und keine Versöhnung herbeiführen
- • Das Zeugnis der Christen litt massiv darunter, dass sie ihre 'schmutzige Wäsche' vor weltlichen Gerichten wuschen
5. Wie Christen mit Streitigkeiten umgehen sollen
- • Streitigkeiten sollen innerhalb der Gemeinde geklärt werden
- • Andere Glaubensgeschwister sollen als unparteiische Vermittler hinzugezogen werden
- • Es ist bereits ein Fehler (eine Niederlage), überhaupt Rechtsstreitigkeiten zu haben
- • Paulus fragt: Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen?
- • Das widerspricht unserer menschlichen Natur, aber entspricht der Gesinnung Jesu
- • Jesus lehrte: Biete auch die andere Backe dar, lass auch den Mantel
- • Es ist keine Schwäche, sondern Stärke, Unrecht zu ertragen und auf Gott zu vertrauen
- • Die Rache ist Gottes - wir sollen das Recht Gott überlassen
- • Soziale Medien heute: Gemeindeangelegenheiten werden öffentlich ausgetragen, was der Gemeinde schadet
6. Ausnahmen und Klarstellungen
- • Weltliche Gerichte haben ihre von Gott eingesetzte Funktion (Römer 13)
- • Bei Gewalt in der Familie muss präventiv gehandelt werden
- • Es gibt meldepflichtige Straftaten, bei denen weltliche Gerichte zuständig sind
- • In zivilen oder weltlichen Dingen dürfen Christen vor Gericht gehen
- • Paulus selbst berief sich auf den Kaiser
- • Der Text behandelt speziell den Fall, wenn ein Bruder gegen einen anderen Bruder klagt
- • Bei offensichtlicher Sünde greift Matthäus 18 - Ermahnung und ggf. Gemeindezucht
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch, und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden.
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und die Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israel, schläft und schlummert nicht. Der Herr behütet dich. Der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in die Ewigkeit.
Bringt es jemand von euch, der einen Rechtsstreit mit dem anderen hat, über sich vor den Ungerechten zu streiten und nicht vor den Heiligen? Oder wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn durch euch die Welt gerichtet wird, seid ihr dann nicht würdig, die geringsten Dinge zu richten? Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden? Wie viel mehr Alltägliches? Wenn ihr nun über alltägliche Dinge Rechtsstreitigkeiten habt, so setzt ihr die zu Richtern ein, die in der Gemeinde nichts gelten. Zur Beschämung sage ich es euch. Also, gar kein Weiser ist unter euch, der zwischen Bruder und Bruder entscheiden kann, sondern es streitet Bruder mit Bruder und das vor Ungläubigen? Es ist nun schon überhaupt ein Fehler an euch, dass ihr Rechtsstreitigkeiten miteinander habt. Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen? Aber ihr selbst tut Unrecht und übervorteilt und das Brüdern gegenüber. Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht. Weder Unzüchtige, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, noch mit Männern Schlafende, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Und das sind manche von euch gewesen. Aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.
Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns nun werden? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
Denn wenn Gott Engel, die gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern sie in finsteren Höhlen des Abgrunds gehalten und zur Aufbewahrung für das Gericht überliefert hat
Und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter Finsternis verwahrt.
Hieran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels. Jeder, der nicht Gerechtigkeit tut, ist nicht aus Gott. Und wer nicht seinen Bruder liebt, denn es ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, dass wir einander lieben sollen.
Jede Seele unterwerfe sich der übergeordneten staatlichen Mächten. Denn es ist keine staatliche Macht außer von Gott, und die Bestehenden sind von Gott verordnet. Wer sich daher der staatlichen Macht widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes. Die aber widerstehen, werden ein Unheil empfangen. Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das Böse. Willst du dich aber vor der staatlichen Macht nicht fürchten, so tue das Gute und du wirst Lob von ihr haben. Denn sie ist Gottes Dienerin dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.
Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal? Und Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.
Ich aber sage euch, widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar, und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Untergewand nehmen will, dem lass auch den Mantel.
Woher kommen Kriege und woher kommen Streitigkeiten unter euch? Nicht daher aus euren Lüsten, die in euren Gliedern streiten.
Weitere Referenzen
- → Psalm 33:5
- → Hebräer 1:9
- → Sprüche 20:22
- → Galater (Verweis auf 'beißen und fressen')
- → Matthäus 18 (Gemeindezucht)
Praktische Anwendung (5)
- 1 Einander Segen aussprechen: Wir sollten uns nicht scheuen, einander Gottes Segen auszusprechen und füreinander zu beten. Segen ist eine Umleitung über Gott, der das Wohl des anderen schenkt.
- 2 Streitigkeiten in der Gemeinde klären: Bei Konflikten mit Glaubensgeschwistern sollen wir das Problem innerhalb der Gemeinde klären, nicht vor weltlichen Gerichten. Unparteiische Geschwister können als Vermittler hinzugezogen werden.
- 3 Sich lieber übervorteilen lassen: Anstatt auf unserem Recht zu bestehen, sollen wir bereit sein, Unrecht zu erdulden und das Recht Gott zu überlassen, der für Gerechtigkeit sorgt. Dies zeigt übernatürliche Kraft und dient als Zeugnis.
- 4 Keine 'schmutzige Wäsche' öffentlich waschen: Gemeindeangelegenheiten und Konflikte unter Christen sollten nicht vor der Welt oder in sozialen Medien ausgetragen werden, da dies dem Zeugnis der Gemeinde schadet.
- 5 Liebe als Kennzeichen praktizieren: Das Kennzeichen von Christen soll die Liebe zueinander sein. Dies bedeutet, einander zu vergeben (siebzigmal siebenmal) und Streitigkeiten in Liebe beizulegen.
Impulse aus der Woche ab 5. Juli
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Tag 1 von 7 · 5. Juli Gottes Segen reicht weiter als wir denken
Wie umfassend ist Gottes Segen wirklich? In der Schöpfungsgeschichte lesen wir: 'Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch.' Überraschenderweise war dies kein Segen für Menschen, sondern für Tiere – die Fische im Wasser und die Vögel der Luft. Dieser Gedanke ist tiefgründig: Gottes Fürsorge greift weit über uns Menschen hinaus. Alles, was lebt, steht unter seinem Segen. Er denkt nicht nur an uns als Lebewesen, sondern auch an die Tiere, unseren Garten, selbst an die Tomatenpflanzen. Diese Wahrheit erweitert unseren Blick für Gottes Größe und Güte. Wenn Gott schon die Tiere segnet, um wie viel mehr sorgt er dann für uns, die Krönung seiner Schöpfung? Diese Erkenntnis lädt uns ein, mit größerer Dankbarkeit auf Gottes umfassende Fürsorge zu schauen und sein Werk in der gesamten Schöpfung zu sehen.
1. Mose 1,22
GebetDanke Gott für seine umfassende Fürsorge, die nicht nur dich, sondern alles Lebendige einschließt. Bitte ihn, deine Augen für seinen Segen zu öffnen.
Zum NachdenkenWo hast du in letzter Zeit Gottes Segen in deinem Leben oder in der Schöpfung um dich herum übersehen?
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Tag 2 von 7 · 6. Juli Berufen, einander zu segnen
Wir sind nicht nur Empfänger von Gottes Segen, sondern auch berufen, Segen weiterzugeben. Wer segnet, hat das Wohl des anderen nicht selbst in der Hand – wir rufen Gottes Namen an und bitten um seinen Segen für andere. In Psalm 121 sehen wir einen interessanten Umschwung: 'Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn.' Dann wendet sich der Psalmist an eine andere Person: 'Der Herr behüte dich... der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang.' Das ist eine Umleitung über Gott – wir vermitteln seinen Segen an andere. Wir dürfen und sollen einander Segen aussprechen! Bei Einschulungen, Hochzeiten, Geburtstagen oder im Alltag – wenn wir jemandem Gottes Segen wünschen, geben wir die Dinge in Gottes Obhut. Wir sind sogar aufgerufen: 'Segnet und flucht nicht' – selbst gegenüber Menschen, die uns nicht wohlgesonnen sind.
Psalm 121
GebetBitte Gott um die Kraft und den Mut, anderen Menschen bewusst seinen Segen zuzusprechen, besonders denen, die schwierig sind.
Zum NachdenkenWem könntest du diese Woche konkret Gottes Segen zusprechen?
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Tag 3 von 7 · 7. Juli Streit unter Geschwistern – eine verpasste Chance
Paulus konfrontiert die Korinther mit einer scharfen Frage: 'Bringt es jemand von euch, der einen Rechtsstreit mit dem anderen hat, über sich vor den Ungerechten zu streiten und nicht vor den Heiligen?' Die Christen in Korinth zogen sich gegenseitig vor weltliche Gerichte – wegen alltäglicher Streitigkeiten! Dabei hatten sie übersehen, wer sie wirklich waren: Paulus erinnert sie daran, dass Heilige einmal die Welt und sogar Engel richten werden. Wenn ihnen solch eine Zukunft bevorsteht, wie können sie dann unfähig sein, ihre gegenwärtigen Alltagsprobleme zu lösen? Die Korinther rühmten sich ihrer Weisheit und Begabung, aber beim Lösen ihrer Konflikte versagten sie kläglich. Sie hatten den Heiligen Geist, das Wort Gottes – damit waren sie befähigt, ihre Streitigkeiten innerhalb der Gemeinde zu klären, auch ohne juristische Abschlüsse.
1. Korinther 6,1-3
GebetBitte Gott um Weisheit und Demut, Konflikte im Licht seines Wortes und mit Hilfe anderer Geschwister zu lösen.
Zum NachdenkenGibt es einen ungelösten Konflikt in deinem Leben, den du lieber vermeidest, anstatt ihn in der Gemeinde zu klären?
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Tag 4 von 7 · 8. Juli Die schmutzige Wäsche und das Zeugnis
Paulus wird sarkastisch: 'Zur Beschämung sage ich es euch. Also gar kein Weiser ist unter euch, der zwischen Bruder und Bruder entscheiden kann?' Die Korinther wuschen ihre schmutzige Wäsche vor Ungläubigen – und beschädigten damit das Zeugnis der Gemeinde massiv. Weltliche Gerichte können Herzensfragen nicht klären, keine Versöhnung herbeiführen. Sie arbeiten nach anderen Prinzipien: Dort geht es um Schuldzuweisungen, um juristische Tricks, um Recht zu bekommen – nicht um Vergebung und Liebe. Die Anwendung für heute: Wie gehen wir mit Konflikten um? Vielleicht nicht vor weltlichen Gerichten, aber in sozialen Medien? Wenn Gemeindeangelegenheiten öffentlich ausgetragen werden und Ungläubige zusehen, wie Christen übereinander herziehen, spottet die Welt. Gemeindeinterne Angelegenheiten gehören in die Gemeinde, wo unparteiische Geschwister helfen können, den Streit zu schlichten.
1. Korinther 6,4-6
GebetBitte Gott um Weisheit, Konflikte so zu lösen, dass sein Name nicht beschmutzt wird, sondern verherrlicht wird.
Zum NachdenkenHast du schon einmal einen Konflikt auf eine Weise ausgetragen, die dem Zeugnis der Gemeinde geschadet hat?
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Tag 5 von 7 · 9. Juli Die Niederlage im Sieg
'Es ist nun schon überhaupt ein Fehler an euch, dass ihr Rechtsstreitigkeiten miteinander habt.' Das Wort 'Fehler' kommt aus der Rechtssprache und meint eine Niederlage. Paulus sagt: Ihr habt schon verloren, bevor der Prozess überhaupt beginnt! Ein Gläubiger, der seinen Bruder oder seine Schwester vor Gericht zieht, verliert aus Gottes Sicht den Fall immer. Er hat bereits einen geistlichen Schaden erlitten. Selbst wenn er den weltlichen Prozess gewinnt – er ist eigensüchtig geworden und hat Gottes Macht, Weisheit und Werk in Verruf gebracht. Das widerspricht völlig unserem natürlichen Gerechtigkeitssinn. Menschen mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden kämpfen für ihr Recht – und merken oft nicht, dass sie dabei selbst ungerecht werden und größeren Schaden anrichten. Die geistliche Niederlage wiegt schwerer als jeder materielle Verlust.
1. Korinther 6,7
GebetBitte Gott, dir zu zeigen, wo du kämpfst, obwohl Loslassen der Weg zu geistlichem Sieg wäre.
Zum NachdenkenGibt es eine Situation, in der du auf deinem Recht bestehst, obwohl es geistlichen Schaden anrichtet?
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Tag 6 von 7 · 10. Juli Die radikale Antwort: Lieber Unrecht leiden
'Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen?' Diese Fragen von Paulus widersprechen komplett unserer menschlichen Natur. Wo ist der Vorteil, wenn mir Unrecht geschieht? Jesus selbst gibt die Antwort in der Bergpredigt: 'Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar.' Das entspricht völlig den weltlichen Maßstäben entgegen. Das Kennzeichen von Geschwistern sollte Liebe sein – und diese Liebe zeigt sich auch darin, lieber selbst zu verlieren als Christi Namen zu beschädigen. Petrus fragte Jesus: 'Wie oft soll ich vergeben? Bis siebenmal?' Jesus antwortete: 'Siebzigmal siebenmal' – also immer wieder. Die Bibel lehrt: 'Du sollst nicht sagen, ich will Böses vergelten. Harre des Herrn, der wird dir helfen.' Gott sagt: Die Rache ist mein.
Matthäus 5,39-40
GebetBitte Jesus, dir seine Gesinnung zu schenken, die bereit ist, lieber zu leiden als anderen zu schaden.
Zum NachdenkenIn welchem Bereich fällt es dir am schwersten, Unrecht zu ertragen, anstatt auf deinem Recht zu bestehen?
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Tag 7 von 7 · 11. Juli Die praktische Weisheit: Matthäus 18 anwenden
Wie lösen wir Konflikte dann richtig? Die Bibel gibt uns klare Anweisungen. Wenn es Streitigkeiten gibt – und die wird es geben, weil wir Menschen sind – dann sollen wir sie innerhalb der Gemeinde klären. Es können alltägliche Dinge sein: ein Geschäft, das schiefgelaufen ist, geliehenes Geld, das nicht zurückgezahlt wurde. In jeder Gemeinde gibt es unparteiische Geschwister, die helfen können. Man kann eine dritte Person dazuziehen, um Streitigkeiten zu regeln. Matthäus 18 zeigt den Weg: Erst unter vier Augen, dann mit Zeugen, schließlich vor der Gemeinde. Das Wichtige ist: Wir haben den Heiligen Geist, das Wort Gottes und andere Geschwister. Damit können wir unsere Konflikte mit christlichen Werten lösen – mit Vergebung, Liebe und der Bereitschaft, lieber benachteiligt zu werden als das Ansehen Christi zu beschädigen. Nicht das Recht-Bekommen steht im Vordergrund, sondern die Wiederherstellung der Beziehung.
Matthäus 18,15-17
GebetDanke Gott für die Gemeinschaft der Gläubigen und bitte um Mut, Konflikte offen und liebevoll anzusprechen.
Zum NachdenkenWelchen konkreten Schritt könntest du heute tun, um einen Konflikt nach biblischen Prinzipien anzugehen?