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Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)

I. Koppelweg 69, 38518 Gifhorn

Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.

Täglicher Impuls
Tag 4 von 7

Ein Bund für das ganze Leben

Aus der Predigt „Gottesdienst der EBG Gifhorn | 25.10.2026 um 11Uhr“ vom 25. Oktober

Gott sagt deutlich: 'Er hasst Scheidung.' Die Ehe ist kein befristeter Vertrag, keine Probezeit, kein Abkommen, das man kündigt, wenn jemand Besseres kommt. Es ist ein Bund für das ganze Leben – erst der Tod soll scheiden. Ein Ehebund ist eine bewusste Verpflichtung vor Gott, für den anderen da zu sein. Es ist kein bedingtes Abkommen wie ein gegenseitiger Liefervertrag, wo ich nur gebe, wenn der andere auch liefert. Ich verpflichte mich vor Gottes Augen, ein Leben lang für den anderen da zu sein – auch wenn er versagt, auch wenn er nicht mehr kann, auch in den schwierigsten Zeiten. Dieser Bundescharakter macht die Ehe so stark und gleichzeitig so heilig. Gott nimmt unsere Versprechen ernst, weil er selbst ein Bundesgott ist, der zu seinen Versprechen steht. Er ruft uns auf, bei unserem Leben aufzupassen und nicht treulos zu handeln.

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Gott sagt deutlich: 'Er hasst Scheidung.' Die Ehe ist kein befristeter Vertrag, keine Probezeit, kein Abkommen, das man kündigt, wenn jemand Besseres kommt. Es ist ein Bund für das ganze Leben – erst der Tod soll scheiden. Ein Ehebund ist eine bewusste Verpflichtung vor Gott, für den anderen da zu sein. Es ist kein bedingtes Abkommen wie ein gegenseitiger Liefervertrag, wo ich nur gebe, wenn der andere auch liefert. Ich verpflichte mich vor Gottes Augen, ein Leben lang für den anderen da zu sein – auch wenn er versagt, auch wenn er nicht mehr kann, auch in den schwierigsten Zeiten. Dieser Bundescharakter macht die Ehe so stark und gleichzeitig so heilig. Gott nimmt unsere Versprechen ernst, weil er selbst ein Bundesgott ist, der zu seinen Versprechen steht. Er ruft uns auf, bei unserem Leben aufzupassen und nicht treulos zu handeln.

Maleachi 2,14-16
Gebet

Danke Gott für seine Bundestreue und bitte ihn, dir zu helfen, deinen eigenen Ehebund treu zu bewahren.

Zum Nachdenken

Nimmst du deinen Ehebund so ernst wie Gott ihn sieht – als lebenslange, unbedingte Verpflichtung?

Aufnahme vom 14. Juni 2026

Predigt

Gottesdienst der EBG Gifhorn | 14.06.2026 um 11 Uhr

Sonntag, 14. Juni 2026
Johannes 17,19-23
Kernaussage

Als wiedergeborene Christen haben wir durch den Heiligen Geist die Kraft, die Sünde in unserem Fleisch zu töten. Obwohl wir noch im sündigen Fleisch leben, sind wir ihm nicht mehr verpflichtet, sondern können durch den Geist siegreich leben. Der Kampf gegen die Sünde geschieht nicht durch eigene Kraft, sondern durch den Heiligen Geist, der uns in die Wahrheit leitet und uns befähigt, geistlich statt fleischlich zu leben.

Dieser Gottesdienst der EBG Gifhorn vom 14. Juni 2026 beinhaltet Lobpreis, Gemeindeankündigungen, Chorgesang und eine ausführliche Predigt über Römer 8. Der Gottesdienst beginnt mit mehreren Anbetungsliedern und Gebeten, gefolgt von Ankündigungen zu Veranstaltungen, Freizeiten und Gebetsanliegen, darunter die Geburt zweier Kinder in der Gemeinde und das Gebet für den vierjährigen Elias, bei dem ein Tumor entfernt wurde. Der Hauptteil besteht aus einer Predigt, die die Römerbrief-Reihe fortsetzt und sich mit der Frage beschäftigt, warum wiedergeborene Christen noch sündigen. Die Predigt konzentriert sich auf Römer 8:9-16 und behandelt den Kampf zwischen Fleisch und Geist im Leben eines Gläubigen. Der Prediger erklärt, dass Christen zwar den Heiligen Geist haben und innerlich erneuert sind, aber dennoch mit dem sündigen Fleisch kämpfen. Die zentrale Botschaft lautet: Gläubige sind dem Fleisch nichts mehr schuldig und können durch den Heiligen Geist die Sünde töten. Der Prediger verwendet Analogien wie die Schwerkraft versus Auftriebskraft, um zu veranschaulichen, wie der Geist die Macht des Fleisches überwinden kann. Das Wort Gottes wird als das Schwert des Geistes dargestellt, durch das Gläubige Erkenntnis gewinnen und geistlich wachsen können.
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Dieser Gottesdienst der EBG Gifhorn vom 14. Juni 2026 beinhaltet Lobpreis, Gemeindeankündigungen, Chorgesang und eine ausführliche Predigt über Römer 8. Der Gottesdienst beginnt mit mehreren Anbetungsliedern und Gebeten, gefolgt von Ankündigungen zu Veranstaltungen, Freizeiten und Gebetsanliegen, darunter die Geburt zweier Kinder in der Gemeinde und das Gebet für den vierjährigen Elias, bei dem ein Tumor entfernt wurde. Der Hauptteil besteht aus einer Predigt, die die Römerbrief-Reihe fortsetzt und sich mit der Frage beschäftigt, warum wiedergeborene Christen noch sündigen. Die Predigt konzentriert sich auf Römer 8:9-16 und behandelt den Kampf zwischen Fleisch und Geist im Leben eines Gläubigen. Der Prediger erklärt, dass Christen zwar den Heiligen Geist haben und innerlich erneuert sind, aber dennoch mit dem sündigen Fleisch kämpfen. Die zentrale Botschaft lautet: Gläubige sind dem Fleisch nichts mehr schuldig und können durch den Heiligen Geist die Sünde töten. Der Prediger verwendet Analogien wie die Schwerkraft versus Auftriebskraft, um zu veranschaulichen, wie der Geist die Macht des Fleisches überwinden kann. Das Wort Gottes wird als das Schwert des Geistes dargestellt, durch das Gläubige Erkenntnis gewinnen und geistlich wachsen können.

Hauptthemen (6)

1. Die Realität des christlichen Kampfes

  • • Wiedergeborene Christen kämpfen mit zwei Kräften: dem Fleisch und dem Geist
  • • Das Fleisch versorgt die Sünde aus Begierden und Begehrlichkeiten
  • • Paulus selbst war frustriert über diesen inneren Konflikt
  • • Wir können als Christen sündigen - das ist biblisch normal
  • • Der Heilige Geist hat uns von der Herrschaftsmacht des Fleisches befreit

2. Keine Verpflichtung mehr gegenüber dem Fleisch

  • • Wir sind dem Fleisch nicht mehr schuldig und nichts mehr verpflichtet
  • • Unser Leben ist unser Kapital, das wir nicht mehr für das Fleisch einsetzen müssen
  • • Es wäre Verschwendung, weiterhin dem Fleisch mit unserem Leben zu zahlen
  • • Das Schlimmste für einen wiedergeborenen Christen ist, sein irdisches Leben zu verschwenden

3. Töten der Sünde durch den Geist

  • • Wir können die Sünde nicht alleine besiegen, sondern nur durch den Heiligen Geist
  • • Das Töten ist ein kontinuierlicher Prozess (Präsens), kein einmaliges Ereignis
  • • Der Geist befähigt uns, die Taten des Leibes zu töten
  • • Ohne den Geist können wir die Sünde nicht bekämpfen, aber der Geist kämpft auch nicht ohne uns

4. Kennzeichen der Kinder Gottes

  • • Alle, die durch den Geist geleitet werden, sind Söhne Gottes
  • • Das Zeugnis, dass wir Gottes Kinder sind: wir kämpfen mit dem Geist gegen eigene Sünden
  • • Kinder Gottes hassen eigene Sünden mehr als die Sünden anderer
  • • Wir können Gott als 'Abba Vater' anrufen wegen dieser Beziehung

5. Die Waffe: Das Wort Gottes

  • • Das Schwert des Geistes ist das Wort Gottes - die einzige Tötungswaffe
  • • Der Geist der Wahrheit leitet uns in alle Wahrheit
  • • Durch das Wort erkennen wir Gottes Perspektive
  • • Mangel an Erkenntnissen führt zu Zerstörung und fleischlichem Leben
  • • Wir müssen Erkenntnisse in geistliche Erfahrungen verwandeln

6. Der Unterschied zwischen geistlichem und fleischlichem Leben

  • • Menschen, die dauerhaft nach dem Fleisch leben, werden sterben
  • • Menschen, die durch den Geist die Taten des Leibes töten, werden leben
  • • Mit dem Heiligen Geist können wir dem 'Gesetz des Fleisches' entkommen (wie ein Flugzeug der Schwerkraft)
  • • Wir haben ein Spektrum: jede Handlung hat fleischliche und geistliche Anteile
  • • Fortschritt bedeutet nicht keine Fehler, sondern mehr Wahrheit erkennen und geistlicher handeln

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Johannes 17,19-23

Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden. Auf dass sie alle eins seien, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir. Auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleich wie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleich wie du mich liebst.

Römer 8,9-16

Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben. Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsst, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen, Abba Vater. Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.

Römer 6,12-13

So sollen nun die Sünden nicht herrschen in eurem sterblichen Leib, damit ihr der Sünde nicht durch die Begierden des Leibes gehorcht. Gebt auch nicht eure Glieder der Sünde hin als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit.

Epheser 6,16-17

vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. Und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist.

Psalm 119,11

Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.

Johannes 16,13

Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden. Und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

1. Thessalonicher 2,13

Darum danken wir auch Gott unablässig, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid.

Kolosser 3,5-10

Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist... Lügt einander nicht an, da ihr den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.

Weitere Referenzen

  • → Römer 6
  • → Römer 7
  • → Römer 8,6
  • → 1. Korinther 2,14-15
  • → Hosea 4,6
  • → Jesaja (Gefangenschaft wegen Mangel an Erkenntnis)
  • → 1. Korinther 3 (fleischliches Verhalten)
  • → 1. Korinther 8,7
  • → Galater 5,16.24-25
  • → Hebräer (Definition des Glaubens)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Erkenne deine Identität in Christus: Verstehe, dass du durch den Heiligen Geist nicht mehr im Fleisch, sondern im Geist bist. Du bist dem Fleisch nichts mehr schuldig und musst nicht mehr nach dem Fleisch leben.
  • 2 Investiere in das Wort Gottes: Beschäftige dich regelmäßig und intensiv mit der Bibel. Ohne Erkenntnisse aus dem Wort Gottes fehlt dir die Gottesperspektive und die Kraft zum geistlichen Leben. Das Wort ist dein Schwert gegen die Sünde.
  • 3 Führe aktiv Krieg gegen eigene Sünden: Konzentriere dich darauf, deine eigenen Sünden zu hassen und zu bekämpfen, nicht die Sünden anderer. Töte kontinuierlich die Taten des Leibes durch den Geist - dies ist ein dauerhafter Prozess, kein einmaliges Ereignis.
  • 4 Folge dem Heiligen Geist im Alltag: Verwandle dein Wissen und deine Erkenntnisse in geistliche Erfahrungen. Lebe aus, was du erkannt hast, und sammle geistliche statt nur fleischliche Erfahrungen. Habe Mut zu scheitern - du hast keine Verdammnis in Christus.
  • 5 Prüfe deine geistliche Identität: Stelle dir ehrlich die Frage: Lebst du geistlich oder fleischlich? Wenn du merkst, dass du nicht mit Jesus lebst, suche das Gespräch mit anderen Christen, tue Buße und beginne ein Leben in echter Nachfolge.

Impulse aus der Woche ab 15. Juni

  1. Tag 1 von 7 · 15. Juni Befreit vom Fleisch – nicht mehr schuldig

    Paulus beginnt Römer 8 mit einer befreienden Botschaft: 'So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben.' Wir sind dem Fleisch nichts mehr schuldig! Vor unserer Bekehrung waren wir der Sünde ausgeliefert, gefangen in fleischlichen Begierden und Verhaltensweisen. Doch durch Jesus Christus und den Heiligen Geist hat sich alles verändert. Unser Leben ist wie ein Kapital, das Gott uns gegeben hat. Früher mussten wir dieses Kapital dem Fleisch zahlen – wir hatten keine andere Wahl. Jetzt aber sind wir schuldenfrei! Wir müssen dem Fleisch keinen Zoll mehr entrichten. Das bedeutet nicht, dass wir nicht mehr kämpfen müssen, aber wir sind nicht mehr verpflichtet, nach dem Fleisch zu leben. Du kannst nicht mehr sagen: 'Ich bin halt so, ich kann nicht anders.' Doch, du kannst anders – weil du den Geist hast! Das Schlimmste, was einem Christen passieren kann, ist sein irdisches Leben zu verschwenden, obwohl er dem Fleisch nichts mehr schuldet.

    Römer 8,12

    Gebet

    Danke Jesus, dass ich dem Fleisch nichts mehr schuldig bin. Hilf mir, mein Leben nicht zu verschwenden, sondern in geistlicher Freiheit zu leben.

    Zum Nachdenken

    Lebst du noch so, als wärst du dem Fleisch verpflichtet, oder nutzt du die Freiheit, die Christus dir geschenkt hat?

  2. Tag 2 von 7 · 16. Juni Durch den Geist die Sünde töten

    Paulus zeigt uns einen entscheidenden Unterschied: 'Wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben.' Römer 7 zeigte uns unsere Unfähigkeit, die Sünde aus eigener Kraft zu besiegen. Dort siegt das Fleisch. Aber in Römer 8 siegt der Geist! Das Töten der Sünde ist ein fortlaufender Prozess – das Verb steht im Präsens und bedeutet ständig, wiederholt, ununterbrochen. Es ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein täglicher Kampf. Entscheidend ist: Wir können die Sünde nicht alleine töten, aber der Geist wird es auch nicht ohne uns tun. Nur in dieser Kombination liegt die Lösung. Nicht durch eigene Willenskraft, nicht durch mehr Gesetze oder Disziplin, sondern durch den Heiligen Geist können wir siegreich leben. In diesem Töten der Sünde erkennen wir das Wirken, die Kraft und die Power des Geistes.

    Römer 8,13

    Gebet

    Heiliger Geist, ich erkenne meine Unfähigkeit, die Sünde alleine zu besiegen. Wirke du in mir und töte die Taten des Leibes. Gib mir Kraft für den täglichen Kampf.

    Zum Nachdenken

    In welchen Bereichen deines Lebens versuchst du noch, aus eigener Kraft gegen die Sünde zu kämpfen, statt dich auf den Heiligen Geist zu verlassen?

  3. Tag 3 von 7 · 17. Juni Zwei Kräfte – Fleisch und Geist

    Als wiedergeborene Christen erleben wir zwei Kräfte in uns: den geistlichen Antrieb und den fleischlichen Antrieb. Paulus beschreibt dies in Römer 7: 'Ich finde ein anderes Gesetz in meinem Leib, das gegen mich arbeitet.' Vor der Bekehrung hatten wir nur das Fleisch – alles, was wir taten, war fleischlich motiviert. Doch seit wir den Heiligen Geist empfangen haben, hat sich ein Spektrum aufgetan. Jetzt sind wir fähig, geistlich zu leben und für Gott zu leben, nicht mehr nur für uns selbst. Aber in jeder Entscheidung und Handlung ist immer noch das Fleisch dabei. Die Frage ist: Welcher Anteil ist fleischlich und welcher geistlich? Das hängt davon ab, wie sehr wir geistlich gewachsen sind und wie viel wir mit dem Geist die Sünde töten. Unsere Identität ist nicht mehr im Fleisch, sondern im Geist – auch wenn wir täglich mit beiden Kräften ringen.

    Römer 7,23; Römer 8,9

    Gebet

    Vater, danke, dass ich nicht mehr nur Fleisch bin, sondern deinen Geist habe. Hilf mir, täglich bewusst nach dem Geist zu leben und zu wachsen.

    Zum Nachdenken

    Welche Kraft dominiert heute deine Entscheidungen – der Geist oder das Fleisch? Wie kannst du dem Geist mehr Raum geben?

  4. Tag 4 von 7 · 18. Juni Abheben wie ein Flugzeug – der Schwerkraft entkommen

    Das Fleisch wirkt wie die Schwerkraft – es zieht uns ständig nach unten. Alles auf der Erde ist der Schwerkraft unterworfen. Würde ich springen, würde ich zurückbefördert, weil ich eine Masse habe. So ist es mit dem Fleisch: Es ist durchgehend mit uns und zieht uns zur Sünde. Aber es gibt auch Flugzeuge und Vögel, die trotz ihrer Masse fliegen können! Wie? Durch eine aerodynamische Kraft, die der Schwerkraft entkommen kann. Ein Flugzeug hat leistungsfähige Motoren, Tragflügel mit bestimmtem Profil und eine Ausrichtung zum Luftstrom. Bei der richtigen Geschwindigkeit entsteht ein Auftrieb, der die Schwerkraft überwindet. So ist es mit dem Heiligen Geist! Er ist unsere aerodynamische Kraft. Der Geist befähigt uns, dem Gesetz des Fleisches zu entkommen. Wir können geistlich gesehen abheben und fliegen! Die Schwerkraft des Fleisches wirkt immer noch, aber der Geist gibt uns die Kraft, siegreich zu leben.

    Römer 8,2

    Gebet

    Heiliger Geist, sei meine Kraft, die mich über die Schwerkraft des Fleisches erhebt. Hilf mir, täglich abzuheben und geistlich zu fliegen.

    Zum Nachdenken

    Bist du gerade im freien Fall der Sünde gefangen, oder erlebst du den Auftrieb des Heiligen Geistes in deinem Leben?

  5. Tag 5 von 7 · 19. Juni Geleitet durch den Geist – Kinder Gottes

    Paulus erklärt: 'Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.' Dieses Vers ist direkt mit Vers 13 verbunden – das Wort 'denn' liefert den Grund, warum wir mit dem Geist die Taten des Leibes töten können: weil wir Kinder Gottes sind! Hier kommt eine persönliche Komponente ins Spiel. Wir kennen Gott. Wir lieben ihn. Wir haben ihn schätzen gelernt. Er ist wertvoll für uns, und wir wollen eine Beziehung mit ihm haben. Deswegen werden wir vom Heiligen Geist geleitet, die Sünde zu töten. Die Leitung des Geistes bedeutet nicht in erster Linie, den richtigen Ehepartner zu finden oder den richtigen Job – sondern die Sünde in unserem Leben zu bekämpfen. Der Heilige Geist zeigt mir, dass ich ein Kind Gottes bin, indem er mich antreibt, die Sünde in meinem Fleisch zu töten. Das ist der Beweis unserer Gotteskindschaft.

    Römer 8,14

    Gebet

    Vater, danke, dass ich dein Kind bin. Leite mich durch deinen Geist, damit ich die Sünde töte und dir ähnlicher werde.

    Zum Nachdenken

    Siehst du in deinem Leben das Wirken des Heiligen Geistes, der dich zur Heiligkeit leitet und die Sünde bekämpfen hilft?

  6. Tag 6 von 7 · 20. Juni Geist der Sohnschaft, nicht der Knechtschaft

    Paulus betont: 'Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsst, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater.' Welch ein gewaltiger Unterschied! Wir leben nicht mehr in Angst und Knechtschaft unter dem Gesetz, sondern in der Freiheit der Kinder Gottes. Der Geist, den wir empfangen haben, ist kein Geist der Furcht, sondern der vertrauten Beziehung. Wir dürfen 'Abba' rufen – ein intimes, liebevolles Wort für Vater. Das Gesetz konnte uns nur zeigen, dass wir Sünder sind und Gottes Erwartungen nicht erfüllen können. Aber der Geist gibt uns eine neue Identität: Wir sind keine Sklaven mehr, sondern geliebte Söhne und Töchter. Diese Gewissheit befreit uns von religiöser Angst und lädt uns ein zu einer lebendigen, persönlichen Beziehung mit unserem himmlischen Vater.

    Römer 8,15

    Gebet

    Abba, Vater, danke, dass ich kein Sklave mehr bin, sondern dein geliebtes Kind. Hilf mir, in dieser Freiheit und Liebe zu leben.

    Zum Nachdenken

    Lebst du noch in religiöser Angst und Knechtschaft, oder in der Freiheit und Freude eines geliebten Kindes Gottes?

  7. Tag 7 von 7 · 21. Juni Bist du gewachsen?

    Das Gedicht aus dem Gottesdienst stellte die wichtigste Frage: 'Bist du gewachsen, Kind?' Es geht nicht um physisches Wachstum, sondern darum, ob Christus in uns größer geworden ist. Wahres Wachstum beginnt dort, wo Christus Raum gewinnt. Wir können an Wissen, Erfahrung und äußeren Erfolgen wachsen – aber ohne Jesus bleibt alles leer. Christus wächst nicht laut in Macht und Schein, sondern wo man im Glauben still sein Herz ihm offen macht, wo Stolz zerbricht und Hochmut fällt. Dann wird das Herz geduldig, mild und die Hände frei, weil Jesus täglich gegenwärtig ist. Die entscheidende Frage für jeden von uns lautet: Ist er größer geworden in dir? Wenn einst unsere Tage enden, zählt nicht Maß und Menschenruhm, sondern ob wir sagen können: 'Christus ist alles mir geworden – mehr brauche ich nicht.' Lass uns täglich wachsen in der Gnade und im geistlichen Leben.

    2. Petrus 3,18

    Gebet

    Herr Jesus, nimm alles, was deinem Licht widersteht. Mach mein Denken neu, dass mehr von dir in meinem Leben sichtbar wird. Lass mich täglich in dir wachsen.

    Zum Nachdenken

    Wenn du heute auf dein Leben schaust: Ist Christus größer geworden in dir, oder sind andere Dinge gewachsen?