St. Martini Gemeinde zu Bremen
Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.
Täglicher Impuls Tag 1 von 7 Gott kennt unsere Schwächen
Aus der Predigt „Bibelstunde am 28.10.2026“ vom 28. Oktober
Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch.
Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind.
Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
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Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch. Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind. Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch. Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind. Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
Danke Gott dafür, dass er deine Schwächen kennt und dich nicht überfordert. Bitte ihn, dir Vertrauen zu schenken, auch wenn seine Wege nicht deinen Erwartungen entsprechen.
Wo habe ich in meinem Leben einen 'Umweg' erlebt, den ich erst später als Gottes weise Führung verstanden habe?
Aufnahme vom 13. Mai 2026
Predigt Bibelstunde am 13.05.2026 Glaubensgrundkurs: Gebet
Mittwoch, 13. Mai 2026 Psalm 116,1-2 Kernaussage Gebet ist das zentrale Element des christlichen Glaubens - ein lebendiger Kommunikationsprozess mit dem dreieinigen Gott, in dem wir nicht nur zu ihm sprechen, sondern er auch zu uns spricht. Diese persönliche Beziehung zu Gott, die sich im Gebet ausdrückt, ist das Fundament unseres Glaubenslebens und unterscheidet den Gläubigen vom Nicht-Gläubigen.
Diese Bibelstunde ist die dritte Einheit eines Glaubensgrundkurses, der sich mit dem Thema Gebet befasst. Pastor Latzel führt ausführlich in verschiedene Aspekte des Gebetslebens ein, beginnend mit einer Andacht über Psalm 116, der die persönliche Beziehung zu Gott im Gebet betont. Er erläutert fünf grundlegende Arten des Gebets: Loben, Danken, Sündenbekennen, Klagen und Bitten, wobei er besonders den Unterschied zwischen Loben und Danken hervorhebt.
Weiter behandelt er das Wesen des Gebets in mehreren Dimensionen: das Wissen um Gottes Allwissenheit, die Erkenntnis menschlicher Hilflosigkeit, die Notwendigkeit des Glaubens, das Hören auf Gottes Wort und die zentrale Bedeutung des Namens Jesu. Er gibt zehn praktische Tipps für das persönliche Gebetsleben und widmet sich auch dem biblischen Fasten als Konzentration auf das Gebet. Abschließend behandelt er ausführlich die schwierige Frage nicht erhörter Gebete mit acht Thesen, die verschiedene biblische Perspektiven aufzeigen, von menschlicher Glaubensschwäche bis zur ewigen Hoffnung, dass in der Ewigkeit alle unerfüllten Gebetsanliegen ihre Auflösung finden werden. Weiterlesen
Bibelstunde am 13.05.2026 Glaubensgrundkurs: Gebet
Gebet ist das zentrale Element des christlichen Glaubens - ein lebendiger Kommunikationsprozess mit dem dreieinigen Gott, in dem wir nicht nur zu ihm sprechen, sondern er auch zu uns spricht. Diese persönliche Beziehung zu Gott, die sich im Gebet ausdrückt, ist das Fundament unseres Glaubenslebens und unterscheidet den Gläubigen vom Nicht-Gläubigen.
Hauptthemen (4)
1. Die fünf Arten des Gebets
- • Loben - Gott für das was er ist preisen, ohne besonderen Anlass
- • Danken - Gott für konkrete Taten und Gaben danken
- • Sündenbekennen - Buße und Beugung, auch unerkannte Schuld bekennen
- • Klagen - Gott darf man seine Not und Unverständnis bringen
- • Bitten - Für sich und andere fürbittend beten, letztlich 'dein Wille geschehe'
2. Das Wesen des Gebets
- • Wissen dass Gott schon alles getan hat - Gottes Zeitverständnis ist anders
- • Bewusstsein absoluter menschlicher Hilflosigkeit - ohne Gott können wir nichts
- • Glaube und absolutes Vertrauen zu Gott als Voraussetzung
- • Hören auf Gottes Wort - Gebet ist keine Einbahnstraße
- • Der Name Jesu - im Namen und Geist Jesu beten
3. Fasten als Gebetspraxis
- • Fasten dient der Konzentration auf das Gebet, nicht der Askese
- • Zeitgewinn durch Verzicht auf Nahrungszubereitung für intensiveres Gebet
- • Bei wichtigen Entscheidungen und geistlichen Kämpfen biblisch praktiziert
- • Soll freiwillig und im Verborgenen geschehen
- • Nicht als religiöse Pflichtübung missverstehen
4. Wenn Gebete nicht erhört werden
- • Es ist normal im Glaubensleben dass manche Gebete nicht erhört werden
- • Mögliche Gründe: Glaubensschwäche, böse Absicht, Gottes anderer Plan
- • Man darf sich kritisch mit Gott auseinandersetzen und klagen
- • Manche nicht erhörten Gebete dienen uns zum Guten ohne dass wir es verstehen
- • Gott hört alle Gebete auch wenn wir es nicht merken
- • In der Ewigkeit werden nicht erhörte Gebete keine Rolle mehr spielen
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Ich liebe den Herrn, denn er hört die Stimme meines Flehens. Er neigt sein Ohr zu mir, darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.
Lobe den Herrn meine Seele, was in mir ist, seinen heiligen Namen.
In seinem Namen werden sich beugen alle Knie im Himmel und auf Erden und unter Erden und alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters.
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.
Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner und sein Wort ist nicht in uns.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
Ehe sie rufen, will ich antworten, wenn sie noch reden, will ich hören.
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.
Weitere Referenzen
- → Psalm 139
- → Markus 9
- → Matthäus 21
- → 1. Timotheus 2
- → Johannes 15
- → Psalm 37
- → 1. Johannes 5
- → Jakobus 4
- → Apostelgeschichte 14
- → Offenbarung 5
- → Genesis 50
- → Klagelieder
- → Psalm 22
Praktische Anwendung (7)
- 1 Möglichst oft beten: Leben in der Gegenwart Gottes durch kleine, kurze Gebete im Alltag. Gott in alle Situationen mit hineinnehmen und mit ihm sprechen.
- 2 Bewusst Zeit zum Gebet nehmen: Feste Gebetszeiten einplanen wie Zähneputzen für die Glaubenshygiene. Den Tag mit Gebet beginnen und beenden.
- 3 Täglich das Vaterunser beten: Mindestens einmal am Tag das Vaterunser beten, wie Jesus es gelehrt hat. Gut geeignet als Abschluss vor der Nachtruhe.
- 4 Gebetsgemeinschaften suchen: Sowohl alleine als auch mit anderen beten - mit Ehepartner, Kindern, Enkeln, in der Gemeinde. Gemeinschaftliches Gebet hat besondere Kraft.
- 5 Nicht fleischlich gesinnt beten: Prüfen ob das Gebet aus dem alten Adam (Ich-zentriert) oder aus dem Heiligen Geist kommt. Im Geist Jesu beten, nicht in böser Absicht für eigene Gelüste.
- 6 Gott bei Entscheidungen bitten Türen zu schließen: Bei wichtigen Entscheidungen Gott bitten: 'Wenn es nicht dein Wille ist, mach die Tür zu.' Bereit sein, Gottes Führung zu akzeptieren auch wenn sie anders ist als gewünscht.
- 7 Lob, Dank und Buße nicht vergessen: Gebete strukturieren in drei Teile: 1) Lob und Dank, 2) Buße und Beugung, 3) Bitte und Fürbitte. Nicht nur bitten sondern auch loben, danken und Schuld bekennen.
Impulse aus der Woche ab 14. Mai
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Tag 1 von 7 · 14. Mai Das zugeneigte Ohr Gottes
Der Psalmist beginnt mit einem Bekenntnis der Liebe: 'Ich liebe den Herrn, denn er hört die Stimme meines Flehens. Er neigt sein Ohr zu mir, darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.' Was für eine wunderbare Grunderfahrung des Glaubens: Wir haben einen Gott, der nicht stumm ist, sondern hört und spricht. Das Besondere ist nicht nur die allgemeine Wahrheit, dass Gott Gebete erhört – das Existenziale. Das Entscheidende ist die persönliche Erfahrung – das Existenzielle: Er neigt sein Ohr MIR zu. Diese Kommunikation mit dem lebendigen Gott unterscheidet den Christen vom Weltmenschen. Wir dürfen erleben, dass der Allmächtige, der Himmel und Erde geschaffen hat, mit uns spricht und uns hört. Diese Beziehung ist so wertvoll, dass sie unsere Liebe zu Gott entzündet und uns ein Leben lang zum Gebet motiviert. Das ist das Sensationelle unseres Glaubens: die Möglichkeit der Kommunikation mit unserem Schöpfer.
Psalm 116,1-2
GebetDanke dem Herrn dafür, dass er nicht ein toter Götze ist, sondern ein hörender und redender Gott, der mit dir persönlich kommunizieren möchte.
Zum NachdenkenHabe ich schon einmal persönlich erlebt, dass Gott sein Ohr mir zuneigt und mein Gebet erhört?
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Tag 2 von 7 · 15. Mai Loben und Danken – der Unterschied
Im Gebet gibt es verschiedene Arten, mit Gott zu sprechen. Besonders wichtig sind das Loben und das Danken – beides sind unterschiedliche Dinge. Danken ist eine Reaktion auf etwas Konkretes: Gott hat mir geholfen, er hat mir das tägliche Brot gegeben, er hat mich gesund erhalten. Danken hat einen bestimmten Anlass. Loben hingegen braucht keinen Grund. Es entspringt der reinen Liebe und dem Staunen über Gott selbst. Loben heißt: 'Du bist der Ewige, du bist der Heilige, du bist der allmächtige Gott. Ich bete dich an.' Es ist wie ein verliebter Ehemann, der seine Frau einfach nur anschaut und schwärmt: 'Du bist die Schönste, die Tollste!' – ohne dass sie etwas Besonderes getan hat. Halleluja – 'lobt Jahwe' – ist ein Befehl. Gott will, dass wir ihn loben, nicht nur ihm zuliebe, sondern weil es unsere Liebesbeziehung zu ihm ausdrückt und vertieft. Der Lobpreis entspringt dem Wirken des Heiligen Geistes in uns.
Philipper 2,10-11
GebetNimm dir heute Zeit, Gott zu loben für das, was er ist – seine Herrlichkeit, seine Macht, seine Ewigkeit.
Zum NachdenkenWann habe ich das letzte Mal Gott einfach nur gelobt – ohne einen besonderen Anlass, nur weil er ist, wer er ist?
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Tag 3 von 7 · 16. Mai Die Kraft des Sündenbekenntnisses
Buße und Beugung gehören wesentlich zum Gebet. Die Bibel sagt klar: 'Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns Sünden vergibt und reinigt uns von all unserer Ungerechtigkeit.' Das Sündenbekenntnis ist nicht nur wichtig für unsere Vergebung, sondern auch für unsere geistliche Kraft. Je stärker wir in der Buße sind, desto mehr kann Gott durch seinen Geist an uns wirken. Alles, was ans Kreuz gebracht ist, trennt uns nicht mehr von Gott. Wichtig ist auch, unerkannte Schuld zu bekennen – die Sünden, die uns gar nicht bewusst sind. Im Vaterunser lehrt Jesus selbst: 'Vergib uns unsere Schuld.' Das Sündenbekenntnis gehört zur Gebetsschule Jesu. Wir sollen kräftig unsere Schuld und Sünde bekennen, damit nichts zwischen uns und Gott steht.
1. Johannes 1,8-9
GebetBitte Gott um Vergebung für alle erkannte Schuld und auch für alle Sünden, die dir noch nicht bewusst sind.
Zum NachdenkenGibt es in meinem Leben Bereiche, in denen ich Schuld noch nicht vor Gott bekannt habe – auch unerkannte Schuld?
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Tag 4 von 7 · 17. Mai Die absolute Hilflosigkeit erkennen
Jesus sagt deutlich: 'Ohne mich könnt ihr nichts tun.' Das Wesen des Gebets liegt im Bewusstsein absoluter menschlicher Hilflosigkeit. Wenn wir zu Gott kommen – ob im Bittgebet, im Bußgebet oder in jeder anderen Form – muss uns klar sein: Wir können nichts, er kann alles. Wir haben nichts drauf. Wir sind nur verlorene Sünder. Diese Abhängigkeit, dieses klare Wissen 'Ich bin komplett hilflos, ich brauche dich unbedingt' ist Gott sehr wohlgefällig. Wie der Vater des kranken Kindes schreit: 'Ich glaube, hilf meinem Unglauben!' – so sollen auch wir unsere Schwachheit anerkennen. Wir können nicht einmal glauben aus eigener Kraft; auch Glauben schenkt der Herr. Manchmal führt Gott Menschen gerade durch existenzielle Nöte zum Glauben, damit sie erkennen: 'Ich kann nicht mehr, ich bin am Ende.' In dieser Hilflosigkeit öffnet sich der Weg zu echter Gottesbeziehung. Ohne ihn können wir nichts tun – absolut nichts.
Johannes 15,5
GebetBekenne vor Gott deine völlige Abhängigkeit von ihm und bitte ihn, in deiner Schwachheit seine Kraft zu zeigen.
Zum NachdenkenIn welchen Bereichen meines Lebens versuche ich noch, aus eigener Kraft zu handeln, statt meine Hilflosigkeit vor Gott einzugestehen?
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Tag 5 von 7 · 18. Mai Im Namen Jesu beten
Jesus sagt: 'Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet, in meinem Namen er es euch gebe.' Der Name Jesu ist wie die Telefonnummer, die wir anrufen – er ist der Weg zum Vater. Muss man jedes Mal 'Jesus' sagen? Nein – aber man muss wissen, wen man anruft. Wie beim Handy: Ob du die ganze Nummer eintippst oder die Kurzwahl drückst – wichtig ist, dass du weißt, mit wem du verbunden wirst. Wenn wir im Namen Jesu beten, anerkennen wir, dass Gott sich in ihm offenbart hat. Es gibt keinen Grund, den Namen Jesus nicht auszusprechen. Ob 'lieber Heiland', 'Herr Christus' oder 'Jesus' – entscheidend ist das Bewusstsein, dass wir durch Jesus Zugang zum Vater haben. In den Abschiedsreden hämmert Jesus diesen Punkt regelrecht ein: Im Namen Jesu zu beten ist zentral für erhörliches Gebet.
Johannes 15,16
GebetDanke Jesus dafür, dass er dir den Weg zum Vater eröffnet hat, und bitte bewusst in seinem Namen.
Zum NachdenkenBin ich mir bewusst, dass ich nur durch Jesus Zugang zum Vater habe, oder bete ich manchmal zu einem 'unbekannten Gott'?
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Tag 6 von 7 · 19. Mai Fasten als Konzentration auf das Gebet
Fasten ist uns Protestanten etwas abhandengekommen. Doch biblisches Fasten hat nichts mit religiöser Pflichtübung oder Gesundheitstrends zu tun. Fasten heißt: Konzentration auf das Gebet. Wenn ich einen Tag nicht esse, spare ich Zeit für Einkaufen, Kochen, Essen und Abwasch – leicht zwei Stunden. Diese Zeit nutze ich für intensives Gebet. In der Bibel sehen wir, dass vor wichtigen Entscheidungen, bei schwerwiegenden geistlichen Kämpfen oder nach Erkenntnis schwerer Schuld gefastet wurde. Jesus selbst fastete 40 Tage vor Beginn seines Wirkens. Bei der Dämonenaustreibung des mondsüchtigen Knaben sagt er: 'Nur durch Beten und Fasten kann das geschehen.' Fasten soll freiwillig sein, im Verborgenen geschehen und der Vertiefung des Gebetslebens dienen. Es ist kein Zwang, aber manchmal zeigt der Geist uns: Jetzt ist Fasten dran. Nicht um Gott zu beeindrucken, sondern um sich selbst mehr Raum für die Begegnung mit ihm zu schaffen.
Matthäus 17,21
GebetBitte Gott, dir zu zeigen, ob und wann Fasten für dich sinnvoll wäre, um dich stärker auf ihn zu konzentrieren.
Zum NachdenkenGibt es eine Situation in meinem Leben, wo intensiveres Gebet nötig wäre – vielleicht verbunden mit Fasten?
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Tag 7 von 7 · 20. Mai Die Stufen des Bittgebets
Es gibt verschiedene Qualitätsstufen im Bittgebet, die zeigen, wie weit jemand im Glauben ist. Die erste Stufe: 'Gib mir' – ich bete für meine eigenen Bedürfnisse. Die zweite Stufe: 'Gib ihnen' – ich werde Fürbitter für andere. Das ist schon reifer. Die dritte Form ist 'Vergib mir' – ich erkenne meine Schuld. Die vierte: 'Vergib ihnen' – ich bitte um Vergebung für andere. Jesus sagt klar: Wenn ihr den Menschen nicht vergebt, werde ich euch auch nicht vergeben. Vergebungsbereitschaft ist eine Bedingung. Aber das finale, stärkste Bittgebet ist: 'Dein Wille geschehe.' Nicht 'Gib mir, was ich will', sondern 'Gib du mir, was du willst.' Wir meinen oft zu wissen, wie unser Leben auszusehen hat. Doch es gibt jemanden mit viel besserem Überblick, der weiß, was gut für uns ist. Wirklich im Glauben zu stehen bedeutet loszulassen und zu sagen: Herr, führe du mein Leben – dein Wille geschehe.
Matthäus 6,10
GebetÜbe heute, nicht nur deine Bitten vorzubringen, sondern sie bewusst unter Gottes Willen zu stellen.
Zum NachdenkenKann ich ehrlich beten 'Dein Wille geschehe' – auch wenn Gottes Weg anders aussieht als meine Wünsche?