St. Martini Gemeinde zu Bremen
Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.
Täglicher Impuls Tag 1 von 7 Gott kennt unsere Schwächen
Aus der Predigt „Bibelstunde am 28.10.2026“ vom 28. Oktober
Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch.
Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind.
Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
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Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch. Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind. Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch. Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind. Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
Danke Gott dafür, dass er deine Schwächen kennt und dich nicht überfordert. Bitte ihn, dir Vertrauen zu schenken, auch wenn seine Wege nicht deinen Erwartungen entsprechen.
Wo habe ich in meinem Leben einen 'Umweg' erlebt, den ich erst später als Gottes weise Führung verstanden habe?
Aufnahme vom 29. April 2026
Predigt Bibelstunde am 29.04.2026
Mittwoch, 29. April 2026 Kolosser 3,16 Kernaussage Gottes Wort, die Bibel, ist das lebendige, ewige und mächtige Fundament des christlichen Glaubens. Als einzige Autorität für Protestanten offenbart sich Gott selbst durch sein Wort, schenkt Heil, Orientierung und Trost. Christen sind berufen, das Wort Gottes täglich zu hören, zu lesen und weiterzugeben.
Diese Bibelstunde ist der Auftakt zu einem siebenteiligen Glaubensgrundkurs in der St. Martini Gemeinde Bremen. Pastor Olaf Latzel legt in dieser ersten Einheit umfassend dar, was Gottes Wort ist, welche zentrale Bedeutung die Bibel für den christlichen Glauben hat und wie Christen mit der Heiligen Schrift umgehen sollen. Er betont das reformatorische Prinzip "Sola Scriptura" - allein die Schrift - und erklärt, dass Gottes Wort die einzige Autorität für Christen darstellt.
Der Pastor stellt sieben praktische Wege vor, wie man Gottes Wort in sein Leben integrieren kann: intellektuell (Bibelstudium), beziehungsorientiert (gemeinsames Lesen), anbetungsorientiert (Psalmen singen), aktionsorientiert (beim Joggen hören), kontemplativ (in der Gebetszeit), repetierend (auswendig lernen) und katechetisch (theologisches Studium). Er warnt vor ungenauen Bibelübersetzungen und empfiehlt textnahe Übersetzungen wie Luther 84, Schlachter, Elberfelder und Menge. Abschließend entfaltet er zwölf biblische Wahrheiten über Gottes Wort, darunter dass Gott selbst das Wort ist, dass durch das Wort alles geschaffen wurde, dass es lebendig und kraftvoll ist und dass sowohl das Hören als auch das Verkündigen des Wortes zentrale christliche Aufgaben sind. Weiterlesen
Bibelstunde am 29.04.2026
Gottes Wort, die Bibel, ist das lebendige, ewige und mächtige Fundament des christlichen Glaubens. Als einzige Autorität für Protestanten offenbart sich Gott selbst durch sein Wort, schenkt Heil, Orientierung und Trost. Christen sind berufen, das Wort Gottes täglich zu hören, zu lesen und weiterzugeben.
Hauptthemen (5)
1. Sieben Wege, das Wort Christi reichlich wohnen zu lassen
- • Der intellektuelle Weg: Tägliches Bibelstudium mit textgetreuen Übersetzungen
- • Der beziehungsorientierte Weg: Gemeinsames Bibellesen in Hauskreisen oder Zweierschaft
- • Der anbetungsorientierte Weg: Singen der Psalmen und biblischen Lieder
- • Der aktionsorientierte Weg: Bibel hören beim Joggen, Autofahren oder anderen Tätigkeiten
- • Der kontemplative Weg: Bibelworte in die Gebetszeit mitnehmen
- • Der repetierende Weg: Bibeltexte auswendig lernen (10 Gebote, Psalmen, Ich-bin-Worte)
- • Der katechetische Weg: Kommentare studieren, Bibelstunden besuchen, sich unterweisen lassen
2. Protestantisches Schriftverständnis
- • Sola Scriptura: Allein die Schrift ist Autorität, nicht Bischöfe oder Tradition
- • Bekenntnisschriften erklären, wie Protestanten die Bibel verstehen
- • Confessio Augustana, Heidelberger Katechismus und Barmer Theologische Erklärung betonen die zentrale Rolle des Wortes
- • Kein Heiliger Geist ohne das leibhaftige Wort des Evangeliums
- • Ablehnung von Bildern in Kirchen zugunsten der lebendigen Predigt
3. Quellen und Übersetzungen der Bibel
- • Primäre Quellen: Hebräischer Urtext (Altes Testament) und griechischer Urtext (Neues Testament)
- • Sekundäre Quellen: Septuaginta und Vulgata
- • Gute deutsche Übersetzungen: Luther 84, Zürcher, Menge, Elberfelder, Schlachter
- • Abzulehnende Übertragungen: Hoffnung für alle, Gute Nachricht, Volxbibel, Bibel in gerechter Sprache
- • Apokryphen gehören nicht zur Bibel und sollten entfernt werden
4. Zwölf biblische Wahrheiten über Gottes Wort
- • Gott selbst (Vater, Sohn, Heiliger Geist) ist das Wort
- • Durch Gottes Wort ist alles geschaffen worden
- • In Gottes Wort liegt der Zugang zum Heil und zum Glauben an Jesus
- • Gottes Wort ist lebendig und hat ungeheure Kraft
- • Der Heilige Geist wirkt durch Gottes Wort
- • Gottes Wort hat unterschiedliche Zeiten im Leben
- • Das Wort Gottes besteht für immer
- • Gottes Wort schenkt Orientierung
- • Gottes Wort schenkt Trost
- • Das Wort Gottes wird in dieser Welt bekämpft
- • Das Wort Gottes zu hören ist die wichtigste passive Aufgabe des Christen
- • Dem Wort Gottes zu dienen ist die wichtigste aktive Aufgabe des Christen
5. Dreifältige Begegnung mit dem Wort Gottes
- • Das offenbarte Wort: Gott spricht direkt (am Sinai, zu den Propheten, durch Jesus)
- • Das geschriebene Wort: Die Bibel, über 1500 Jahre von über 100 Schriftstellern verbal inspiriert
- • Das verkündigte Wort: Die Predigt, die genau an der Bibel bleibt und vom Heiligen Geist autorisiert wird
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht
Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest? Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet?
Singet dem HERRN ein neues Lied; die Gemeinde der Heiligen soll ihn loben
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist... Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit
Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht
Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen
So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege... Dein Wort ist in meinem Munde süßer als Honig
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens
Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt... Aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich
Was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben
Die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde... und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?
Das aber auf dem guten Land sind, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt
Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre
Weitere Referenzen
- → Daniel 6
- → Epheser 6
- → Amos 8,11
- → 1. Samuel 3
- → Micha 3
- → Matthäus 6,33
- → Johannes 6,29
- → Römer 4
- → Psalm 23
- → Psalm 103
- → Philipper 2
- → Offenbarung 6
- → 5. Mose 6
- → Matthäus 24
- → Markus 13
Praktische Anwendung (7)
- 1 Tägliches Bibelstudium etablieren: Lesen Sie täglich mindestens ein Kapitel aus dem Alten und ein Kapitel aus dem Neuen Testament mit einer textgetreuen Übersetzung (Luther 84, Schlachter, Menge, Elberfelder oder Zürcher). Schreiben Sie drei Zentralsätze heraus, die Sie besonders ansprechen.
- 2 Bibeltexte auswendig lernen: Lernen Sie grundlegende Bibeltexte auswendig: Die Zehn Gebote, das Vaterunser, Psalm 1, 23, 103 und 121, die Ich-bin-Worte Jesu, die Kreuzesworte, Einsetzungsworte zu Taufe und Abendmahl. Auswendig wird zu inwendig.
- 3 Psalmen singen: Nutzen Sie vertonte Psalmen (z.B. Jurjens-Vertonung), um sich das Wort Gottes singend anzueignen. Das Singen hilft, Texte tiefer zu verinnerlichen als nur durch Lesen.
- 4 Gemeinsames Bibellesen praktizieren: Suchen Sie sich einen Gebetspartner oder Hauskreis, mit dem Sie regelmäßig die Bibel lesen und darüber sprechen. Der Austausch vertieft das Verständnis und hilft bei schwierigen Texten.
- 5 Gottes Wort weitergeben: Dienen Sie aktiv dem Wort Gottes, indem Sie evangelistisch tätig werden. Wenn das Wort Sie erfüllt hat, werden Sie automatisch davon sprechen wollen. Laden Sie Menschen zu Jesus ein und teilen Sie, was Gottes Wort Ihnen bedeutet.
- 6 Nur textgetreue Übersetzungen verwenden: Entfernen Sie Übertragungen wie 'Hoffnung für alle', 'Gute Nachricht' oder 'Volxbibel' aus Ihrem Besitz. Diese verändern den Urtext und führen in die Irre. Nutzen Sie ausschließlich wortgetreue Übersetzungen.
- 7 Verschiedene Zugangswege zum Wort nutzen: Kombinieren Sie unterschiedliche Wege: Lesen, Hören (z.B. beim Autofahren), Auswendiglernen, Singen, gemeinsames Studieren und Gebetszeit mit Gottes Wort. Nutzen Sie technische Möglichkeiten wie Bibel-Apps oder Hörbibeln für unterwegs.
Impulse aus der Woche ab 30. April
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Tag 1 von 7 · 30. April Sola Scriptura - Allein die Schrift
Der reformatorische Grundsatz 'Sola Scriptura' - allein die Schrift - bildet das Fundament des christlichen Glaubens. Im Gegensatz zur katholischen Kirche, die neben der Bibel auch Tradition und Papstautorität anerkennt, gilt für Protestanten ausschließlich das Wort Gottes als verbindliche Autorität. Dieser Grundsatz bedeutet: Nicht Pastoren, Bischöfe oder Synoden haben das letzte Wort, sondern allein die Heilige Schrift. Wenn ein Pastor gegen die Schrift steht, hat er nicht Recht - egal welche Position er innehat. 'Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen' - diese Aufforderung gilt jedem Gläubigen persönlich. In einer Zeit, in der die Kirche sich oft anderen Autoritäten anbiedert - sei es politischen Strömungen, ökologischen Bewegungen oder Zeitgeist - ist die Rückbesinnung auf 'Sola Scriptura' entscheidend. Nur das Wort Gottes darf unser Denken, Reden und Handeln bestimmen.
Kolosser 3,16
GebetBitte Gott, dass sein Wort die höchste Autorität in deinem Leben wird und alle anderen Stimmen diesem untergeordnet bleiben.
Zum NachdenkenWelche Autorität hat tatsächlich das letzte Wort in meinem Leben - Gottes Wort oder andere Stimmen?
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Tag 2 von 7 · 1. Mai Sieben Wege zum Wort
Wie kann das Wort Christi reichlich bei uns wohnen? Es gibt vielfältige praktische Wege: Der intellektuelle Weg bedeutet tägliches Bibelstudium - ein Kapitel Altes, ein Kapitel Neues Testament, mit Nachdenken und Notieren. Der beziehungsorientierte Weg geschieht im Hauskreis oder mit einem Partner, wo man gemeinsam die Schrift liest und bespricht. Der anbetungsorientierte Weg nutzt die 150 Psalmen - Gottes eigene Lieder zum Singen. Der aktionsorientierte Weg verbindet Bewegung mit Hören: beim Joggen, im Auto, beim Putzen kann man die Bibel hören lassen. Der kontemplative Weg integriert Gottes Wort in die Gebetszeit. Der repetierende Weg lernt Texte auswendig - 'auswendig wird zu inwendig'. Der katechetische Weg vertieft durch Kommentare und Bibelstudium. Nicht wie wir es machen ist entscheidend, sondern dass wir es tun - möglichst viel, möglichst intensiv mit dem Wort auseinandersetzen.
Psalm 1,2-3
GebetBitte den Herrn, dir Lust und Freude an seinem Wort zu schenken und einen Weg zu zeigen, wie du es reichlicher in dein Leben integrieren kannst.
Zum NachdenkenWelcher der sieben Wege könnte für mich ein neuer Zugang zum Wort Gottes werden?
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Tag 3 von 7 · 2. Mai Das dreifältige Wort
In Analogie zur Dreieinigkeit Gottes begegnet uns das Wort Gottes dreifältig: Als das offenbarte Wort, als das geschriebene Wort und als das verkündigte Wort. Das offenbarte Wort ist Gott selbst, der spricht - am Sinai zu Mose, zu den Propheten, durch Jesus in der Bergpredigt. Das geschriebene Wort ist die Bibel, entstanden über 1500 Jahre auf drei Kontinenten, geschrieben von über 100 Autoren, die größtenteils nichts voneinander wussten - und doch eine perfekte Harmonie! Diese Texte sind verbal inspiriert: Die Schreiber haben genau das aufgeschrieben, was Gott wollte. Das verkündigte Wort ist die Predigt, die exakt an der Bibel bleibt. Eine Predigt ist nur dann Predigt, wenn sie das Wort Gottes genau weitergibt. Nicht theologische Bildung oder eine schöne Kanzel machen Predigt aus, sondern die Autorisierung durch den Heiligen Geist. In allen drei Formen begegnet uns Gott selbst.
Johannes 1,1-4
GebetDanke Gott für sein dreifältiges Wort und bitte ihn, dass du ihm in Offenbarung, Schrift und Verkündigung immer klarer begegnest.
Zum NachdenkenIn welcher Form des Wortes Gottes habe ich Gott zuletzt am deutlichsten begegnet?
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Tag 4 von 7 · 3. Mai Die Reinheit der Übersetzung
Die Bibel wurde ursprünglich auf Hebräisch (Altes Testament) und Griechisch (Neues Testament) geschrieben. Diese Ursprachen lassen sich nicht einfach übersetzen - im Griechischen gibt es zum Beispiel das Medium (zwischen Aktiv und Passiv), im Hebräischen keine Gegenwartsform. Deshalb müssen Theologen die Urtexte beherrschen. Gute, textnahe Übersetzungen sind: Luther 84, Schlachter, Elberfelder, Menge und Zürcher Bibel. Sie bleiben nah am Urtext. Gefährlich sind dagegen Übertragungen wie 'Hoffnung für alle' oder 'Gute Nachricht', die zentrale Begriffe weglassen oder hinzufügen. Ein Beispiel: 'Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit' wird zu 'Sorgt euch vor allem um Gottes neue Welt' - das Wort 'Gerechtigkeit' fehlt komplett! Ein bisschen vorbei am Ziel ist daneben. Ob drei Zentimeter oder drei Kilometer - der Ball ist nicht im Tor. Deshalb: Nutzt bibeltreue, textnahe Übersetzungen!
Matthäus 6,33
GebetBitte Gott um Weisheit bei der Wahl deiner Bibelübersetzung und danke ihm für sein bewährtes, unveränderliches Wort.
Zum NachdenkenWelche Bibelübersetzung benutze ich, und ist sie wirklich textnah am Urtext?
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Tag 5 von 7 · 4. Mai Auswendig wird inwendig
Gottes Auftrag an Israel war klar: 'Diese Worte sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.' Das Wort Gottes sollte das ganze Leben durchdringen - auch durch Auswendiglernen. Ein Grundbestand für jeden Christen sollte sein: Die Zehn Gebote, das Vaterunser, Psalm 1, 23, 103 und 121, die Ich-bin-Worte Jesu, seine Kreuzesworte, die Einsetzungsworte zu Taufe und Abendmahl, sowie Schlüsseltexte wie Johannes 1,1-4 oder Philipper 2. Wer tiefer einsteigen will: alle fettgedruckten Verse aus dem Römerbrief! Das Singen von Psalmen ist ein wunderbarer Weg zum Lernen - eine Schnulze im Radio hörst du acht Mal und kannst sie mitsingen. Auswendig wird zu inwendig: Was wir im Kopf haben, prägt unser Herz und unser Leben.
5. Mose 6,6-9
GebetBitte den Herrn, dir Freude am Auswendiglernen seines Wortes zu schenken und es tief in dein Herz zu schreiben.
Zum NachdenkenWelchen Bibeltext könnte ich in den nächsten Wochen auswendig lernen, um ihn zu verinnerlichen?
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Tag 6 von 7 · 5. Mai Lebendig und kraftvoll
Die Bibel ist nicht irgendein religiöses Buch - sie ist Gottes lebendiges und kraftvolles Wort. Über 1500 Jahre hinweg, auf drei Kontinenten, in verschiedenen Sprachen, von über 100 Autoren geschrieben, die meist nichts voneinander wussten - und doch ergibt sich eine perfekte Harmonie! Das ist wie eine dreitägige Symphonie, komponiert von Menschen über Jahrhunderte hinweg, die sich nie abgesprochen haben. Diese übernatürliche Einheit beweist: Gott selbst ist der Autor. Die Schreiber waren verbal inspiriert - sie schrieben exakt das, was Gott wollte. Deshalb warnt Gott auch mit großer Strafe davor, etwas wegzunehmen oder hinzuzufügen. Die Bekenntnisschriften machen klar: Die Bibel ist 'das einzig wahre und unfehlbare Gotteswort'. Kein Wort der Schrift ist Sache menschlicher Interpretation oder Erfindung. Gottes Wort steht über allen kirchlichen Autoritäten, über Traditionen und theologischen Meinungen. Es ist und bleibt die einzige verlässliche Quelle der Wahrheit.
Hebräer 4,12
GebetDanke Gott für die Zuverlässigkeit und Kraft seines Wortes und bitte ihn, deine Ehrfurcht davor zu vertiefen.
Zum NachdenkenBehandle ich die Bibel wirklich als Gottes unfehlbares, lebendiges Wort oder eher als ein religiöses Buch unter vielen?
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Tag 7 von 7 · 6. Mai Nur das Wort
Die Barmer Theologische Erklärung von 1934 entstand, als die Nazis die Bibel 'entjudaisieren' und das Alte Testament entfernen wollten. Gläubige Christen setzten dagegen: 'Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben. Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Wort Gottes noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.' Diese Klarheit gilt heute mehr denn je. Wenn die Kirche sich politischen Strömungen, ökologischen Bewegungen oder gesellschaftlichem Zeitgeist anbiedert, die nicht mit der Schrift vereinbar sind, müssen wir widersprechen. Als ordinierte Pastoren sind wir darauf verpflichtet - aber jeder Christ trägt diese Verantwortung: Nur das Wort, nichts daneben, nichts darüber!
Barmer Theologische Erklärung, These 1
GebetBitte Gott um Mut und Klarheit, sein Wort in einer verwirrten Zeit kompromisslos hochzuhalten und danach zu leben.
Zum NachdenkenWo bin ich versucht, neben Gottes Wort noch andere 'Wahrheiten' oder Autoritäten als gleichwertig anzuerkennen?