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St. Martini Gemeinde zu Bremen

Martinikirchhof 3 28195 Bremen

Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Die vier Waffen des Feindes

Aus der Predigt „Gottesdienst am 25.10.2026 - Der geistliche Kampf - eine Zurüstung“ vom 25. Oktober

Der Teufel arbeitet mit vier Hauptwaffen gegen uns. Erstens kämpft er gegen das Wort Gottes – schon im Paradies begann es mit 'Sollte Gott gesagt haben?' Er kann das Wort nicht zerstören, aber er verführt Menschen, es nicht zu glauben. Wenn wir das Wort in Frage stellen oder gegen das Wort handeln, spielen wir sein Spiel. Zweitens arbeitet er mit Angst. 'Fürchte dich nicht' ist der häufigste Satz der Bibel. Dinge, die wir aus Angst machen, sind vom Widersacher bedingt. Drittens versucht er uns mit Reichtum – Judas verriet Jesus um des Geldes willen. Egal ob du viel oder wenig besitzt, guck auf dein Leben: Was hat der Widersacher mit Geld in deinem Leben schon für Angst gemacht? Viertens arbeitet er mit menschlichem Leiden – Krankheiten, psychische Belastungen. Alles, was Leben zerstört oder behindert, kommt vom Teufel. Gegen diese Angriffe sind wir alleine schutzlos, doch Gott sei Dank hat uns der Herr eine Waffenrüstung gegeben.

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Der Teufel arbeitet mit vier Hauptwaffen gegen uns. Erstens kämpft er gegen das Wort Gottes – schon im Paradies begann es mit 'Sollte Gott gesagt haben?' Er kann das Wort nicht zerstören, aber er verführt Menschen, es nicht zu glauben. Wenn wir das Wort in Frage stellen oder gegen das Wort handeln, spielen wir sein Spiel. Zweitens arbeitet er mit Angst. 'Fürchte dich nicht' ist der häufigste Satz der Bibel. Dinge, die wir aus Angst machen, sind vom Widersacher bedingt. Drittens versucht er uns mit Reichtum – Judas verriet Jesus um des Geldes willen. Egal ob du viel oder wenig besitzt, guck auf dein Leben: Was hat der Widersacher mit Geld in deinem Leben schon für Angst gemacht? Viertens arbeitet er mit menschlichem Leiden – Krankheiten, psychische Belastungen. Alles, was Leben zerstört oder behindert, kommt vom Teufel. Gegen diese Angriffe sind wir alleine schutzlos, doch Gott sei Dank hat uns der Herr eine Waffenrüstung gegeben.

Johannes 8,44
Gebet

Bitte Gott um Weisheit, die Angriffe des Widersachers zu erkennen und ihnen in der Kraft Jesu zu widerstehen.

Zum Nachdenken

Mit welcher dieser vier Waffen des Feindes – Lüge, Angst, Reichtum oder Leiden – werde ich gerade am meisten angegriffen?

Aufnahme vom 6. September 2026

Predigt

Gottesdienst am 06.09.2026 - Zachäus

Sonntag, 6. September 2026
Psalm 103
Kernaussage

Die Predigt handelt von Zachäus, dem reichen Zöllner und Sünder, der durch die Begegnung mit Jesus völlig verändert wurde. Jesus sucht aktiv die Verlorenen, sieht sie, ruft sie und schenkt ihnen einen Neuanfang. Wahre Dankbarkeit und Buße zeigen sich in konkreten Veränderungen des Lebens, wie Zachäus es durch seine Restitution und Großzügigkeit bewiesen hat.

Dieser Gottesdienst dreht sich um das Thema Lob und Dank und behandelt die biblische Geschichte von Zachäus aus Lukas 19. Pastor Malte betont, wie wichtig es ist, Gott für seine Güte zu danken und ihn zu loben, auch in schwierigen Zeiten. Der Wochenspruch ermahnt die Gemeinde: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat." Die Predigt analysiert die Geschichte von Zachäus in fünf Punkten: Zachäus war als Oberzöllner verloren, wurde von Jesus gesehen, wurde von Jesus gerufen, nahm Jesus mit Freuden auf und wurde dadurch völlig verändert. Die Botschaft zeigt, dass Jesus gekommen ist, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Zachäus' Begegnung mit Jesus führte zu echter Buße und einem neuen Leben, was sich darin zeigte, dass er die Hälfte seines Besitzes den Armen gab und Betrogene vierfach entschädigte. Der Gottesdienst endet mit der Ermutigung, dass bei Jesus Umkehr und Neuanfang möglich sind und dass wahre Veränderung nicht durch das Gesetz, sondern durch die Begegnung mit dem Heiland geschieht.
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Dieser Gottesdienst dreht sich um das Thema Lob und Dank und behandelt die biblische Geschichte von Zachäus aus Lukas 19. Pastor Malte betont, wie wichtig es ist, Gott für seine Güte zu danken und ihn zu loben, auch in schwierigen Zeiten. Der Wochenspruch ermahnt die Gemeinde: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat." Die Predigt analysiert die Geschichte von Zachäus in fünf Punkten: Zachäus war als Oberzöllner verloren, wurde von Jesus gesehen, wurde von Jesus gerufen, nahm Jesus mit Freuden auf und wurde dadurch völlig verändert. Die Botschaft zeigt, dass Jesus gekommen ist, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Zachäus' Begegnung mit Jesus führte zu echter Buße und einem neuen Leben, was sich darin zeigte, dass er die Hälfte seines Besitzes den Armen gab und Betrogene vierfach entschädigte. Der Gottesdienst endet mit der Ermutigung, dass bei Jesus Umkehr und Neuanfang möglich sind und dass wahre Veränderung nicht durch das Gesetz, sondern durch die Begegnung mit dem Heiland geschieht.

Hauptthemen (6)

1. Lob und Dank

  • • Das Gottesdienstthema ist Lob und Dank, die oft zu kurz kommen
  • • Der Spruch: 'Was wäre, wenn du morgen nur das hättest, wofür du heute gedankt hast' als Erinnerung
  • • Dankbarkeit in allen Dingen, nicht für alle Dinge (1. Thessalonicher)
  • • Lob und Dank sind besonders wichtig, auch wenn das Herz schwer ist

2. Zachäus ist verloren

  • • Zachäus Name bedeutet 'rein, makellos', passt aber nicht zu seinem Leben
  • • Er ist ein Oberer der Zöllner, reich geworden durch Betrug, Korruption und Erpressung
  • • Er wird von der Bevölkerung verachtet und gehasst
  • • Er ist ein Sünder, der Gottes Gebote missachtet: 'Du sollst nicht stehlen' (2. Mose 20), 'Ihr sollt nicht stehlen, noch lügen, noch betrügerisch handeln' (3. Mose 19)
  • • Er hat Schätze auf Erden, aber keinen Schatz im Himmel
  • • Er ist eines der verlorenen Schafe des Hauses Israels
  • • Dennoch hat er eine tiefe Sehnsucht, Jesus zu sehen

3. Zachäus wird gesehen

  • • Jesus bleibt bei Zachäus stehen und sieht zu ihm auf den Baum
  • • Jesus sieht diesen einen in der großen Menge
  • • Jesus kennt Zachäus bereits, weiß um seine Sehnsucht und Sünden
  • • Jesus sieht den Menschen hinter dem Sünder
  • • Gott ist ein sehender Gott: Er sah Hagar in der Wüste, die Not des Volkes in Ägypten, Zacharias und Elisabeth, den Kämmerer
  • • Jesus sieht jeden Einzelnen in seiner Situation - Sorgen, Nöte, Ängste, Schuld
  • • Psalm 33,18: 'Das Herrn Auge sieht auf alle, die ihn fürchten'

4. Zachäus wird gerufen

  • • Jesus ruft Zachäus vom Baum herunter: 'Zachäus, steig eilend herunter'
  • • Es ist ein Ruf mit Namen - persönlich und direkt
  • • Es ist ein dringlicher Ruf: 'Ich muss heute in dein Haus einkehren'
  • • Es ist ein Ruf zum sofortigen Handeln - keine Zeit für Aufschub
  • • Dies ist Zachäus' letzte Chance, Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem
  • • Jesus ruft auch heute: 'Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid' (Matthäus 11,28)
  • • 'Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstopft eure Herzen nicht' (Hebräer 3)
  • • Gott ist nicht nur ein sehender, sondern auch ein rufender Gott

5. Zachäus nimmt Jesus auf

  • • Zachäus steigt eilend herunter und nimmt Jesus mit Freuden auf
  • • Er wechselt vom Passiven zum Aktiven
  • • Tischgemeinschaft mit Jesus ist etwas ganz Besonderes
  • • Jesus verunreinigt sich selbst, indem er zu einem Sünder geht
  • • Zachäus erkennt: Ich bin angenommen, geliebt, wertgeschätzt - bedingungslos
  • • Er öffnet nicht nur sein Haus, sondern auch sein Herz
  • • Im Gegensatz zum reichen Jüngling, der traurig davonging
  • • Offenbarung 3,20: 'Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an'

6. Zachäus ist verändert

  • • Zachäus sagt: 'Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück'
  • • Jesus ist sein neuer Herr, nicht mehr Geld, Macht und Karriere
  • • Das Versprechen ist nicht die Bedingung, sondern die Frucht der Errettung
  • • Er tut Buße - das Herzstück jedes neuen Lebens
  • • Jesus sagt: 'Heute ist diesem Haus Heil widerfahren'
  • • Zachäus kann neu anfangen, hat neues Leben geschenkt bekommen
  • • Er ist dankbar und kann deshalb alles weggeben
  • • Nicht das Gesetz hat ihn verändert, sondern der Heiland
  • • Jesus ist gekommen 'zu suchen und selig zu machen, was verloren ist'
  • • Zachäus wird zum wirklichen Nachkommen Abrahams

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Psalm 103

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat

Psalm 146

Halleluja! Lobe den Herrn meine Seele! Ich will den Herrn loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin. Verlasst euch nicht auf Fürsten, sie sind Menschen, die können ja nicht helfen. Denn des Menschen Geist muss davon und er muss wieder zu Erde werden. Dann sind verloren alle seine Pläne. Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn, seinen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist. Der Treue hält ewiglich, der Recht schafft denen, die Gewalt leiden, der die Hungrigen speist. Der Herr macht die Gefangenen frei, der Herr macht die Blinden sehend. Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der Herr liebt die Gerechten, der Herr behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen, aber die Gottlosen führt er in die Irre. Der Herr ist König ewiglich, dein Gott Zion, für und für, Halleluja

Lukas 17,11-19

Und es begab sich, als er nach Jerusalem wanderte, dass er durch Samarien und Galiläa hinzog. Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer. Die standen von fern und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser. Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern. Und es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn reingeworden? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde? Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin. Dein Glaube hat dir geholfen

Lukas 19,1-10

Und er ging nach Jericho hinein und zog hindurch. Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus. Der war ein Oberer der Zöllner und war reich. Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre. Und er konnte es nicht wegen der Menge, denn er war klein von Gestalt. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, um ihn zu sehen, denn dort sollte er durchkommen. Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und er sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter, denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. Und er stieg eilend herunter und nahm ihn mit Freuden auf. Und als sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt. Zachäus aber trat vor den Herrn und sprach: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen. Und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, denn auch er ist Abrahams Sohn. Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist

2. Mose 20

Du sollst nicht stehlen

3. Mose 19

Ihr sollt nicht stehlen, noch lügen, noch betrügerisch handeln, einer mit dem anderen

Psalm 42,3

Meine Seele dürstet nach Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

Psalm 33,18

Siehe, des Herrn Auge sieht auf alle, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen

Jesaja 55,3

Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir. Hört, so werdet ihr leben

Matthäus 4,17

Tut Buße, kehrt um. Denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen

Matthäus 11,28

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken

Jesaja 55,11

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser. Und die ihr kein Geld habt, kommt her und kauft und esst

Hebräer 3

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstopft eure Herzen nicht

Offenbarung 3,20

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, dann werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir

Weitere Referenzen

  • → 1. Thessalonicher
  • → Lukas 15
  • → Johannes 1
  • → 2. Samuel 9
  • → Apostelisches Glaubensbekenntnis

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Bewusst danken üben: Täglich darüber nachdenken, wofür man dankbar sein kann. Die Frage bedenken: Was wäre, wenn du morgen nur das hättest, wofür du heute gedankt hast? Gott für seine Behütung, Versorgung und Führung loben.
  • 2 Auf Gottes Ruf reagieren: Wenn Gott durch sein Wort oder den Heiligen Geist ruft, nicht zögern oder aufschieben, sondern eilend und mit Freuden reagieren. Das Herz für Jesus öffnen und ihm Gemeinschaft gewähren.
  • 3 Buße tun und Wiedergutmachung leisten: Wie Zachäus konkrete Schritte zur Veränderung gehen: Unrecht wiedergutmachen, Betrogenes zurückgeben, den Armen Gutes tun. Die Frucht der Errettung im Leben sichtbar machen.
  • 4 Jesus als neuen Herrn anerkennen: Jesus die Herrschaft über alle Lebensbereiche geben - nicht mehr Geld, Macht oder Karriere, sondern Jesus soll bestimmen. Ihm dienen und gefallen wollen.
  • 5 Das Evangelium weitergeben: Anderen von Jesus erzählen, der gekommen ist, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Mut haben, die Wahrheit zu bezeugen und Menschen den Blick auf Jesus nicht versperren.

Impulse aus der Woche ab 7. September

  1. Tag 1 von 7 · 7. September Lobe den Herrn und vergiss nicht

    Der Wochenspruch ermahnt uns: 'Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.' Wie oft vergessen wir in unserem Alltag, Gott für seine Güte zu danken? Wie schnell nehmen wir seinen Segen als selbstverständlich hin? Ein herausfordernder Gedanke aus dem Konfirmandenunterricht lautet: Was wäre, wenn du morgen nur das hättest, wofür du heute gedankt hast? Diese Frage öffnet uns die Augen für die Fülle von Gottes Gaben, die wir täglich empfangen – oft ohne es zu bemerken. Paulus schreibt im ersten Thessalonicherbrief: 'Sei dankbar in allen Dingen' – nicht für alle Dinge, sondern in allen Dingen. Auch wenn dein Herz heute schwer ist, kannst du Gott loben für seine Treue, seine Gegenwart und seine Verheißungen. Dankbarkeit ist keine Gefühlssache, sondern eine Entscheidung, die unseren Blick auf den treuen Gott richtet.

    Psalm 103,2

    Gebet

    Danke Gott heute bewusst für drei konkrete Dinge, die du normalerweise als selbstverständlich ansiehst.

    Zum Nachdenken

    Wofür habe ich heute noch nicht gedankt, obwohl es ein Geschenk Gottes in meinem Leben ist?

  2. Tag 2 von 7 · 8. September Zachäus ist verloren

    Zachäus war ein Oberzöllner und reich – äußerlich erfolgreich, innerlich verloren. Sein Name bedeutet 'rein' oder 'makellos', doch sein Leben passte überhaupt nicht zu diesem Namen. Als Zöllner war er in ein System von Betrug, Korruption und Erpressung verstrickt. Er hatte Geld, Macht und Einfluss, aber er hatte keinen Frieden mit Gott. Die frommen Juden verachteten ihn als nationalen und religiösen Verräter. Die Bevölkerung hasste ihn, weil er sie ausbeutete. Zachäus lebte am Willen Gottes vorbei. Er hatte viele Schätze auf Erden, aber keinen Schatz im Himmel. Vor Gott konnte er nicht bestehen – er war verloren. Doch in diesem verlorenen Zustand hatte Zachäus eine tiefe Sehnsucht: Er wollte Jesus sehen. Diese Sehnsucht war der Anfang von allem. Gott zog ihn bereits, bevor Zachäus es selbst richtig verstand. 'Meine Seele dürstet nach Gott' – diese Sehnsucht aus Psalm 42 war auch in Zachäus lebendig.

    Lukas 19,1-2

    Gebet

    Bitte Gott, die Sehnsucht nach ihm in deinem Herzen neu zu entfachen.

    Zum Nachdenken

    Habe ich noch eine tiefe Sehnsucht danach, Jesus immer besser kennenzulernen, oder ist mein Glaube zur Routine geworden?

  3. Tag 3 von 7 · 9. September Zachäus wird gesehen

    Jesus bleibt unter dem Maulbeerbaum stehen und sieht zu Zachäus hinauf. In der großen Menge sieht er diesen einen Menschen. Dieser eine ist in diesem Moment wichtiger als alle anderen. Jesus kennt Zachäus bereits, bevor er ihn ruft – er weiß um seine Sehnsucht, er weiß um seine Sünden, er weiß, dass er verloren ist. Jesus sieht hinter dem Sünder den Menschen. Gott ist ein sehender Gott. Er sieht die ausgestoßene Hagar in der Wüste und lässt sie bezeugen: 'Du bist ein Gott, der mich sieht.' Er sieht die Not des Volkes in Ägypten. Er sieht Zacharias und Elisabeth in ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Er sieht den einsamen Kämmerer auf der Straße in der Wüste. Gott sieht auch dich heute – mit deinen Sorgen, Nöten und Ängsten. Er sieht deine Schuld, aber auch deine Sehnsucht. Was alle um dich herum vielleicht nicht sehen, das sieht er. Du bist in deiner Situation gesehen und gekannt.

    1. Mose 16,13

    Gebet

    Danke Jesus, dass er dich sieht und kennt, auch wenn du dich manchmal übersehen oder unverstanden fühlst.

    Zum Nachdenken

    Was sieht Jesus heute, wenn er mich ansieht – meine Ängste, meine Schuld oder meine Sehnsucht nach ihm?

  4. Tag 4 von 7 · 10. September Zachäus wird gerufen

    Jesus ruft Zachäus mit Namen: 'Zachäus, steig eilend herunter, denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.' Es ist ein persönlicher Ruf – genau du bist gemeint. Es ist ein dringlicher Ruf – es ist mir jetzt wichtig. Und es ist ein Ruf zum schnellen Handeln – heute, nicht morgen, nicht nächste Woche. Jesus zwingt niemanden, aber sein Ruf ist drängend. Zachäus muss sich entscheiden, und zwar sofort. Es gibt keinen Aufschub. Jetzt oder nie. Wie bei den Bewohnern eines einsturzgefährdeten Hauses, die innerhalb von zehn Minuten raus mussten, so klar und dringlich ist Jesu Ruf an Zachäus in seiner gefährlichen Situation. Gott ist nicht nur ein sehender Gott, er ist auch ein rufender Gott. Er ruft heute noch Menschen in die Nachfolge. Er ruft zum Trost, wenn wir traurig sind. Er ruft die, die sich vor ihm verstecken: 'Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.'

    Matthäus 11,28

    Gebet

    Bitte Gott um offene Ohren für seinen Ruf und um den Mut, ihm eilend zu folgen.

    Zum Nachdenken

    Höre ich Jesu Ruf in meinem Leben, oder verstopfe ich mein Herz und vertage die Antwort auf später?

  5. Tag 5 von 7 · 11. September Zachäus nimmt Jesus auf

    Zachäus steigt eilend vom Baum herunter und nimmt Jesus mit Freuden auf. Er öffnet nicht nur sein Haus, sondern auch sein Herz. Tischgemeinschaft mit Jesus ist etwas ganz Besonderes – wie bei Mephibosheth, der am Tisch des Königs David essen durfte wie einer der Königssöhne. Jesus hätte zu vielen frommen Leuten in Jericho gehen können. Er hätte sein Ansehen bewahren können. Aber er sagt: 'Ich muss zu Zachäus gehen.' Jesus verunreinigt sich damit sogar als Rabbi. Doch Zachäus wird klar: Ich bin angenommen, geliebt und wertgeschätzt – ohne Vorleistung, bedingungslos. Zachäus handelt ganz anders als der reiche Jüngling, der traurig davonging. Er nimmt Jesus mit Freuden auf. Das gilt jedem, der Jesus sein Herz öffnet: Du bekommst Freude und Gemeinschaft mit ihm. Jesus spricht: 'Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, dann werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten.'

    Offenbarung 3,20

    Gebet

    Lade Jesus heute neu ein, in deinem Herzen und Leben Wohnung zu nehmen.

    Zum Nachdenken

    Habe ich Jesus wirklich in mein Herz aufgenommen, oder steht er noch vor verschlossener Tür?

  6. Tag 6 von 7 · 12. September Zachäus ist verändert

    Der Zachäus vom Anfang der Geschichte existiert am Ende nicht mehr – er ist völlig verändert. 'Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen. Und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.' So etwas hatte es in Jericho noch nie gegeben! Zachäus hat einen neuen Herrn: Jesus. Nicht mehr Geld, Macht und Karriere bestimmen sein Leben, sondern der Heiland. Von Jesus hat er Gnade und Wertschätzung empfangen, und ihm will er jetzt dienen. Zachäus tut Buße – das ist das Herzstück jedes neuen Lebens. Sein Versprechen ist nicht die Bedingung seiner Errettung, sondern die Frucht davon. Was hat diese Veränderung bewirkt? Nicht das Gesetz – das kannte er von Kindheit an. Nicht die Verachtung der Leute – die hat ihn nicht verändert. Es war der Heiland, der zu ihm kam, ihn suchte und in seiner Liebe annahm. Diese Begegnung mit Jesus hat alles verändert. 'Heute ist diesem Haus Heil widerfahren.'

    Lukas 19,8-9

    Gebet

    Danke Jesus für die Veränderung, die er in deinem Leben bewirkt hat, und bitte ihn, dich weiter zu verwandeln.

    Zum Nachdenken

    Wo zeigt sich in meinem Leben konkret, dass Jesus mich verändert hat?

  7. Tag 7 von 7 · 13. September Gesucht und gerettet

    Jesus beendet die Geschichte mit den Worten: 'Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.' Das ist das Evangelium. Das ist der Grund, warum Jesus in diese Welt kam. An Zachäus können wir es sehen – nicht nur als Gleichnis, sondern an einem echten Menschen, der das real erlebt hat. Bei Jesus ist Umkehr und Neuanfang möglich. Zachäus durfte nochmal neu anfangen, obwohl er sein Leben versemmelt, vermurkst hatte. Er bekam eine zweite Chance – nicht durch eigene Anstrengung, sondern weil Jesus ihn suchte und fand. Die Geschichte endet mit Dank und Lob. Zachäus ist unglaublich dankbar für das, was er empfangen hat. Die Bedürftigsten sind oft die Empfänglichsten und letztendlich die Dankbarsten, wenn sie sich von Jesus finden lassen. Zachäus war verloren, wurde gesucht, gefunden, gerufen und völlig verändert. Diese Hoffnung gilt auch heute: Jesus sucht und rettet, was verloren ist.

    Lukas 19,10

    Gebet

    Danke Jesus, dass er gekommen ist, um das Verlorene zu suchen und zu retten – auch dich.

    Zum Nachdenken

    Lebe ich in der Dankbarkeit und Freude eines Menschen, der von Jesus gesucht und gerettet wurde?