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Kirche für Düsseldorf e.V.

Duderstädter Straße 17, 40595 Düsseldorf

Wir sind eine evangelische Freikirche voller Menschen, die ihren Glauben aktiv leben. Gemeinsam wollen wir Gott erleben und unsere Stadt positiv verändern.

Täglicher Impuls
Tag 4 von 7

Dreimal gebetet - das Klagegebet

Aus der Predigt „Gottesdienst 25.10.26 - Mentale Gesundheit Teil 3“ vom 25. Oktober

Paulus schreibt: 'Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.' Wie sahen diese Gebete wohl aus? Wahrscheinlich nicht nur proklamativ und siegesgewiss, sondern ehrlich, klagend, ringend. Die Bibel enthält 150 Psalmen - davon sind nur 14 reine Jubelpsalmen, aber 78 Klagepsalmen. Gott schenkt uns ein ganzes Gebetsbuch, das zeigt: Leben in Integrität mit Jesus bedeutet, nichts verstecken zu müssen. Ein Klagegebet hat drei Teile: Anklage ('Warum, Gott, tust du nichts?'), Flehen ('Bitte greif ein!') und manchmal ein Vertrauensbekenntnis. Nicht das 'Wozu' ist die biblische Frage, sondern 'Wo bist du, Gott?' Wenn wir nicht bei Gott klagen können, werden wir verbittert und zu Anklägern - anderer, uns selbst, des Lebens. Aber wer bei Gott klagt, kann aus ehrlichem Herzen danken. Der Geist Gottes kann nur verwandeln, was wir ihm hinhalten.

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Paulus schreibt: 'Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie.' Wie sahen diese Gebete wohl aus? Wahrscheinlich nicht nur proklamativ und siegesgewiss, sondern ehrlich, klagend, ringend. Die Bibel enthält 150 Psalmen - davon sind nur 14 reine Jubelpsalmen, aber 78 Klagepsalmen. Gott schenkt uns ein ganzes Gebetsbuch, das zeigt: Leben in Integrität mit Jesus bedeutet, nichts verstecken zu müssen. Ein Klagegebet hat drei Teile: Anklage ('Warum, Gott, tust du nichts?'), Flehen ('Bitte greif ein!') und manchmal ein Vertrauensbekenntnis. Nicht das 'Wozu' ist die biblische Frage, sondern 'Wo bist du, Gott?' Wenn wir nicht bei Gott klagen können, werden wir verbittert und zu Anklägern - anderer, uns selbst, des Lebens. Aber wer bei Gott klagt, kann aus ehrlichem Herzen danken. Der Geist Gottes kann nur verwandeln, was wir ihm hinhalten.

2. Korinther 12,8
Gebet

Jesus, hilf mir, dir meine Anklage, mein Flehen, meine Enttäuschung ehrlich zu bringen - und dich darin zu finden.

Zum Nachdenken

Welche Klage trägst du in dir, die du Gott noch nicht ehrlich vorgebracht hast?

Aufnahme vom 19. Juli 2026

Predigt

Gottesdienst 19.07.26

Sonntag, 19. Juli 2026
Psalm 18
Kernaussage

Zweifel sind nicht das Gegenteil von Glauben, sondern können eine Einladung zu einem tieferen, stärkeren und authentischeren Glauben sein. Gesunde Theologie hat keine Angst vor echten Fragen und lädt uns ein, mit unseren Zweifeln nicht von Jesus wegzulaufen, sondern zu ihm zu kommen und auf ihm als festem Fundament neu aufzubauen.

Dieser Gottesdienst der Kirche für Düsseldorf beginnt mit einer ausgedehnten Lobpreiszeit, in der die Gemeinde Jesus anbetet und seine Größe bekennt. Nach der Anbetung folgt eine besondere Segnung für Finn, einen 15-jährigen Teilnehmer des Preteens-Programms (jetzt Teens genannt), der kürzlich getauft wurde. Die Gemeinde betet für Familien mit erwarteten Geburten, eine bevorstehende Hochzeit und eine trauernde Familie. Die Hauptpredigt von Pastor Stefan Dams eröffnet eine neue Serie über "Gesunde Theologie" und beschäftigt sich mit dem Umgang mit Zweifeln im Glauben. Anhand der Geschichte von Petrus, der auf dem Wasser geht, zeigt er, dass Zweifel nicht das Gegenteil von Glauben sind, sondern eine Einladung zu tieferem Vertrauen. Er betont, dass jeder Zweifel auch auf Glaubensannahmen beruht und ermutigt die Gemeinde, sowohl ihren Glauben als auch ihre Zweifel zu prüfen. Die zentrale Botschaft ist, dass Jesus Christus das feste Fundament ist, auf dem echter Glaube aufbaut, nicht menschliche Prägungen oder Erwartungen.
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Dieser Gottesdienst der Kirche für Düsseldorf beginnt mit einer ausgedehnten Lobpreiszeit, in der die Gemeinde Jesus anbetet und seine Größe bekennt. Nach der Anbetung folgt eine besondere Segnung für Finn, einen 15-jährigen Teilnehmer des Preteens-Programms (jetzt Teens genannt), der kürzlich getauft wurde. Die Gemeinde betet für Familien mit erwarteten Geburten, eine bevorstehende Hochzeit und eine trauernde Familie. Die Hauptpredigt von Pastor Stefan Dams eröffnet eine neue Serie über "Gesunde Theologie" und beschäftigt sich mit dem Umgang mit Zweifeln im Glauben. Anhand der Geschichte von Petrus, der auf dem Wasser geht, zeigt er, dass Zweifel nicht das Gegenteil von Glauben sind, sondern eine Einladung zu tieferem Vertrauen. Er betont, dass jeder Zweifel auch auf Glaubensannahmen beruht und ermutigt die Gemeinde, sowohl ihren Glauben als auch ihre Zweifel zu prüfen. Die zentrale Botschaft ist, dass Jesus Christus das feste Fundament ist, auf dem echter Glaube aufbaut, nicht menschliche Prägungen oder Erwartungen.

Hauptthemen (6)

1. Zweifel ist nicht das Gegenteil von Glauben

  • • Zweifel bedeutet nicht automatisch, dass man kein Christ mehr ist oder von Gott weg ist
  • • Viele biblische Figuren hatten Zweifel: die Psalmen sind voller Fragen, Hiob, Jeremia, Habakkuk, Thomas, Petrus stellten Fragen
  • • Der Vater mit dem kranken Kind betete: 'Ich glaube, hilf meinem Unglauben' - ein ehrliches Gebet
  • • Jesus begegnet Zweifelnden mit ausgestreckter Hand, nicht mit Verurteilung
  • • Echter Glaube ist nicht die Abwesenheit von Zweifel, sondern lernt, mit Zweifel zu Jesus zu gehen

2. Es ist wichtig zu verstehen, warum ich zweifle

  • • Nicht jeder Zweifel hat dieselbe Wurzel und braucht deshalb nicht dieselbe Antwort
  • • Zweifel können entstehen durch: unbeantwortete Fragen, Wissenschaft, die Exklusivität von Jesus, Leid, Verletzungen in der Kirche
  • • Nicht jeder Stein im Glaubenskonstrukt gehört wirklich zum Fundament
  • • Gesunde Theologie fragt nicht nur 'Was glaube ich?', sondern auch 'Warum glaube ich das? Woher kommt das?'
  • • Man muss unterscheiden zwischen tragenden Steinen (z.B. 'Gott ist gut') und falschen Erwartungen (z.B. 'Gott muss immer so handeln, wie ich es will')

3. Zweifel ist nicht neutral

  • • Jeder Zweifel glaubt auch etwas - jeder Zweifel steht auf einer Annahme
  • • Nicht nur Glaube hat Voraussetzungen, auch Zweifel hat Voraussetzungen
  • • Der Atheist glaubt etwas, der Naturalist glaubt etwas - die Frage ist, worauf setzt man seinen Glauben
  • • Prüfe deinen Glauben, aber prüfe auch deine Zweifel
  • • Frage nicht nur 'Warum zweifle ich an Gott?', sondern auch 'Worauf vertraue ich stattdessen?'

4. Gesunde Dekonstruktion reißt nicht Jesus ein, sondern falsche Fundamente

  • • Gesunde Dekonstruktion ist die aufrichtige Überprüfung von Überzeugungen, um loszulassen, was nicht wahr ist, damit man festhalten kann, was wahr ist
  • • Jesus selbst hat Dekonstruktion betrieben: 'Ihr habt gehört... ich aber sage euch'
  • • Martin Luther wollte zurück zur Bibel, zum Evangelium - nicht alles zerstören
  • • Gefährliche Dekonstruktion sagt 'Ich reiße alles ein', gesunde Dekonstruktion sagt 'Ich lasse los, was nicht wahr ist, damit ich fester ergreifen kann, was wahr ist'
  • • Vielleicht musst du nicht Jesus loswerden, sondern dein falsches Bild von Jesus

5. Rekonstruktion: Neu auf Jesus aufbauen

  • • Jesus Christus ist das Fundament, nicht unsere Prägung, Emotionen oder Fähigkeiten
  • • Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, fang bei Jesus an - lies die Evangelien
  • • Lies die Bibel durch die Linse von Jesus, nicht durch die Linse von Verletzung, Angst oder schlechten Erfahrungen
  • • Jesus ist nicht ein Stein unter vielen, er ist das Fundament, auf dem wir aufbauen
  • • Christlicher Glaube lebt nicht von der Stärke deines Glaubens, sondern von der Stärke dessen, auf den du vertraust

6. Jesus begegnet Zweifelnden mit Gnade

  • • Petrus ging auf dem Wasser, sah auf den Wind und begann zu sinken - Jesus streckte sofort seine Hand aus
  • • Thomas zweifelte an der Auferstehung - Jesus kam und lud ihn ein: 'Komm, sieh meine Hände, sieh meine Seite'
  • • Petrus verleugnete Jesus dreimal - Jesus stellte ihm dreimal die Frage 'Liebst du mich?' und gab ihm wieder einen Auftrag
  • • Deine Zweifel müssen nicht das Ende deiner Geschichte sein
  • • Jesus lädt uns ein, unser Leben auf einen Felsen zu bauen, nicht auf einen wackeligen Jenga-Turm

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Psalm 18

Der Herr ist mein Fels, meine Festung und mein Retter. Mein Gott, meine Zuflucht, mein sicherer Ort. Er ist mein Schild, mein starker Helfer, meine Burg auf unbezwingbarer Höhe.

5. Mose 32,11

Er ging mit ihnen um wie ein Adler, der seinen Jungen das Fliegen lehrt. Der scheucht sie aus dem Nest, begleitet ihren Flug und wenn sie fallen, ist er da. Er breitet seine Schwingen unter ihnen auf und fängt sie auf.

Jeremia 29,11

Gedanken, die Hoffnung und Zukunft zu geben

Matthäus 14,28-30

Herr, wenn du es bist, befehle mir zu dir aufs Wasser zu kommen. [...] Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich. Und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich. Jesus aber streckte sogleich die Hand aus, er griff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

Markus 9,24

Ich glaube, hilf meinem Unglauben

Johannes 14,6

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich

1. Korinther 3,11

Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus

Matthäus 5,43-44

Ihr habt gehört, dass gesagt wird, du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch, liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen

Johannes 20,25

Ich glaube es erst, wenn ich seine durchbohrten Hände gesehen habe. Mit meinen Fingern will ich sie fühlen und meine Hand will ich in die Wunden an seine Seite legen

Weitere Referenzen

  • → Matthäus 16,22
  • → Matthäus 5

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Bringe deine Zweifel zu Jesus, nicht weg von ihm: Wenn du Zweifel, Fragen oder Unsicherheiten hast, laufe nicht vor Jesus weg, sondern komme mit deinen Fragen zu ihm. Jesus begegnet Zweifelnden mit ausgestreckter Hand, nicht mit Verurteilung.
  • 2 Prüfe nicht nur deinen Glauben, sondern auch deine Zweifel: Frage dich nicht nur 'Warum zweifle ich an Gott?', sondern auch 'Worauf vertraue ich stattdessen?' Jeder Zweifel hat Voraussetzungen - prüfe, ob das, worauf dein Zweifel aufbaut, tragfähiger ist als dein Glaube.
  • 3 Lies die Bibel durch die Linse von Jesus: Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, lies die Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes) und schaue, wie Jesus den Zweifelnden, Verletzten und Suchenden begegnet. Lies die Bibel durch die Linse von Jesus, nicht durch Verletzung oder Angst.
  • 4 Unterscheide zwischen Fundament und Prägung: Prüfe, welche Überzeugungen wirklich zum biblischen Fundament gehören (z.B. 'Gott ist gut', 'Jesus ist der Weg') und was menschliche Prägung, Kultur oder falsche Erwartungen sind. Lasse los, was nicht wahr ist, um fester zu halten, was wahr ist.
  • 5 Baue dein Leben auf Jesus als Fundament neu auf: Jesus Christus ist das Fundament, nicht deine Leistung, Emotionen oder Kontrolle. Baue dein Leben auf ihm auf - er ist der Fels, der auch im Sturm trägt.

Impulse aus der Woche ab 20. Juli

  1. Tag 1 von 7 · 20. Juli Zweifel ist nicht das Gegenteil von Glauben

    Petrus erlebte einen der mutigsten Glaubensmomente der Bibel – er stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser zu Jesus. Doch dann schaute er auf den Wind und die Wellen und begann zu sinken. Jesus fragte ihn: 'Warum hast du gezweifelt?' Diese Frage war kein Vorwurf, sondern eine Einladung. Jesus streckte sofort seine Hand aus, um Petrus zu retten. Das zeigt uns etwas Entscheidendes: Zweifel bedeutet nicht, dass wir unseren Glauben verloren haben. Zweifel ist keine Disqualifikation, sondern kann der Anfang eines tieferen, ehrlicheren Glaubens sein. Viele von uns denken, ein guter Christ zweifelt nicht. Aber die Bibel ist voller ehrlicher Fragen: 'Ich glaube, hilf meinem Unglauben!' betete ein Vater in Markus 9,24. Jesus weist die Zweifelnden nicht ab – er begegnet ihnen mit ausgestreckter Hand. Der entscheidende Unterschied ist nicht, ob wir zweifeln, sondern wohin wir mit unseren Zweifeln gehen: Weg von Jesus oder zu Jesus hin?

    Matthäus 14,28-31

    Gebet

    Bete: 'Jesus, ich bringe dir meine ehrlichen Fragen und Zweifel. Hilf mir, in dir das feste Fundament zu finden, das mich trägt.'

    Zum Nachdenken

    Wo in deinem Leben hast du gerade Zweifel, und bist du bereit, damit zu Jesus zu gehen statt wegzulaufen?

  2. Tag 2 von 7 · 21. Juli Verstehe, warum du zweifelst

    Nicht jeder Zweifel hat dieselbe Wurzel, und deshalb braucht nicht jeder Zweifel dieselbe Antwort. Manche zweifeln wegen unbeantworteter Fragen über die Bibel. Andere kämpfen mit der Frage, warum Gott Leid zulässt. Wieder andere wurden von Menschen in der Kirche verletzt und zweifeln jetzt an allem, was mit Glauben zu tun hat. Wie bei einem Jenga-Turm können verschiedene Steine ins Wanken geraten: Der Glaube an Gottes Güte, das Vertrauen in Gebet, die Sicherheit in der Kirche. Wichtig ist zu verstehen: Nicht jeder Stein, der in unserem Glauben verbaut wurde, gehört wirklich zum Fundament. Manche Steine sind tragend – wie 'Gott ist gut' oder 'Jesus liebt mich'. Andere sind falsche Erwartungen – wie 'Gott muss immer genau so handeln, wie ich es will'. Gesunde Theologie fragt nicht nur: 'Was glaube ich?' Sie fragt auch: 'Warum glaube ich das? Ist das wirklich Jesus, oder habe ich etwas verwechselt?'

    Matthäus 14,30

    Gebet

    Bitte Gott um Klarheit, zwischen dem zu unterscheiden, was wirklich zu ihm gehört, und dem, was nur menschliche Prägung ist.

    Zum Nachdenken

    Welcher 'Stein' in deinem Glauben wackelt gerade – und ist er ein tragendes Fundament oder eine menschliche Erwartung?

  3. Tag 3 von 7 · 22. Juli Zweifel ist nicht neutral

    Viele denken, Glaube sei subjektiv und Zweifel objektiv. Glaube sei emotional, Zweifel rational. Aber das stimmt nicht. Jeder Zweifel glaubt auch etwas. Jeder Zweifel steht auf einer Annahme. Wenn du eine WhatsApp-Nachricht schickst und keine Antwort kommt, beginnt dein Kopf eine Geschichte zu erzählen: 'Die Person mag mich nicht mehr. Ich bin ihr egal.' Aber vielleicht ist einfach nur der Akku leer. So ähnlich ist es mit Gott. Wenn wir beten und keine sofortige Antwort spüren, erzählt unser Herz eine Geschichte: 'Gott hört mich nicht. Gott liebt mich nicht.' Aber nicht jede Geschichte, die unser Zweifel erzählt, ist wahr. Wenn jemand sagt, 'Ich kann nicht glauben, dass es Wunder gibt', steckt dahinter die Glaubensannahme: 'Es kann nur das geben, was ich sehen und messen kann.' Aber woher wissen wir, dass das stimmt? Zweifel ist nicht neutral – er hat seine eigenen Voraussetzungen, die wir prüfen müssen.

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu zeigen, welche falschen Geschichten du über ihn geglaubt hast, und bitte ihn, dir die Wahrheit zu offenbaren.

    Zum Nachdenken

    Welche Geschichte erzählt dein Zweifel dir gerade über Gott – und ist diese Geschichte wirklich wahr?

  4. Tag 4 von 7 · 23. Juli Prüfe deinen Glauben und deine Zweifel

    C.S. Lewis, einst Atheist und später Christ, schrieb: 'Ich glaube an Christus, so wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist. Nicht nur, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehen kann.' Jesus ist nicht nur eine Antwort auf eine Frage. Jesus ist das Licht, durch das wir unser Leben, unsere Fragen und diese Welt besser verstehen können. Durch Jesus verstehen wir, warum jeder Mensch wertvoll ist, warum Vergebung möglich ist, und warum wir trotz Leid Hoffnung haben können. Der christliche Glaube beantwortet nicht jede Detailfrage sofort, aber er gibt uns ein Licht, in dem wir die großen Fragen des Lebens sehen können. Deshalb ist es wichtig: Prüfe deinen Glauben, aber prüfe auch deine Zweifel. Frag nicht nur 'Warum zweifle ich an Gott?', sondern auch 'Worauf vertraue ich stattdessen?' Vielleicht ist das, worauf dein Zweifel aufbaut, gar nicht tragfähiger als dein Glaube.

    Gebet

    Danke Jesus, dass er das Licht ist, durch das du alles andere klarer sehen kannst, und bitte ihn, deine Zweifel zu erhellen.

    Zum Nachdenken

    Wenn du nicht an Gott glaubst – worauf baust du dann deine Hoffnung, deine Moral und deinen Lebenssinn?

  5. Tag 5 von 7 · 24. Juli Gesunde Dekonstruktion führt zu Jesus

    Heute hört man oft: 'Ich dekonstruiere meinen Glauben.' Manchmal bedeutet das: 'Ich reiße alles ein und will nichts mehr damit zu tun haben.' Aber gesunde Dekonstruktion ist etwas anderes. Sie ist die aufrichtige Überprüfung meiner Überzeugungen, um loszulassen, was nicht wahr ist, damit ich festhalten kann, was wahr ist. Jesus selbst hat dekonstruiert. In Matthäus 5 sagte er wiederholt: 'Ihr habt gehört, dass gesagt wird... Ich aber sage euch...' Er nahm falsche Vorstellungen und führte die Menschen tiefer in Gottes Wahrheit. Er sagte nicht 'Werft alles weg', sondern 'Ihr habt manches falsch verstanden.' Auch Martin Luther dekonstruierte – nicht um den Glauben zu zerstören, sondern um zurück zum Fundament zu kommen: zurück zu Christus, zur Gnade, zur Schrift. Gesunde Dekonstruktion reißt nicht Jesus ein, sondern falsche Fundamente. Sie fragt nicht nur 'Was muss weg?', sondern auch 'Worauf bauen wir neu auf?'

    Matthäus 5,43-44

    Gebet

    Bete, dass Gott dir hilft, zwischen menschlicher Prägung und seiner Wahrheit zu unterscheiden, und dass er dich zurück zum echten Evangelium führt.

    Zum Nachdenken

    Welche falschen Vorstellungen von Gott musst du loslassen, um Jesus klarer zu sehen?

  6. Tag 6 von 7 · 25. Juli Jesus ist das feste Fundament

    Im Psalm 18,3 heißt es: 'Der Herr ist mein Fels, meine Festung und mein Retter. Mein Gott, meine Zuflucht, mein sicherer Ort. Er ist mein Schild, mein starker Helfer, meine Burg auf unbezwingbarer Höhe.' Wenn unser Glaubensturm wackelt, ist die entscheidende Frage: Worauf steht er? Steht er auf unseren Erwartungen, unserer Kirchenkultur, unserer Prägung? Oder steht er auf Jesus Christus selbst? Nicht alle Steine, die in unserem Glauben verbaut wurden, sind gleich wichtig. Manche sind menschengemacht, manche sind kulturell bedingt, manche sind Missverständnisse. Aber Jesus – das Evangelium, seine Gnade, seine Liebe, sein Opfer, seine Auferstehung – das ist das Fundament, das wirklich trägt. Egal wie stark der Wind weht, egal wie hoch die Wellen schlagen, wer auf diesem Fels steht, wird nicht untergehen. Jesus begegnet uns nicht mit verschränkten Armen, sondern mit ausgestreckter Hand.

    Psalm 18,3

    Gebet

    Danke Jesus, dass er der Fels ist, der wirklich trägt, und bitte ihn, dein Fundament zu sein, auf dem alles andere aufbaut.

    Zum Nachdenken

    Steht dein Glaube auf Jesus selbst oder auf menschlichen Erwartungen und Prägungen?

  7. Tag 7 von 7 · 26. Juli Mit Fragen zu Jesus gehen

    Am Ende dieser Woche bleibt eine entscheidende Wahrheit: Der Unterschied liegt nicht darin, ob wir Fragen und Zweifel haben. Der Unterschied liegt darin, wohin wir mit unseren Fragen gehen. Der Vater in Markus 9,24 betete eines der ehrlichsten Gebete der Bibel: 'Ich glaube, hilf meinem Unglauben!' Er versteckte seine Zweifel nicht, aber er ging damit zu Jesus. Und Jesus wies ihn nicht ab. Petrus sank im Wasser, aber er schrie zu Jesus: 'Herr, rette mich!' – und Jesus streckte sofort seine Hand aus. Echter Glaube ist nicht die Abwesenheit von Zweifel. Echter Glaube lernt, mit Zweifel zu Jesus zu gehen. Deine Zweifel disqualifizieren dich nicht. Jesus lädt dich ein: Komm mit deinen Fragen, komm mit deinen Kämpfen, komm mit deinem wackeligen Glauben. Ich bin hier. Ich halte dich fest. Ich bin das Fundament, das trägt. Gesunde Theologie beginnt nicht mit perfekten Antworten. Sie beginnt mit der Bereitschaft, ehrliche Fragen zu Jesus zu bringen.

    Markus 9,24

    Gebet

    Bete wie der Vater: 'Jesus, ich glaube – hilf meinem Unglauben!' und vertraue darauf, dass er dich mit ausgestreckter Hand empfängt.

    Zum Nachdenken

    Bist du bereit, deine ehrlichsten Fragen und tiefsten Zweifel Jesus anzuvertrauen, statt sie zu verstecken oder wegzulaufen?