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Evangeliums-Gemeinde Marienheide

Klosterstraße 22a, 51709 Marienheide

Wir sind eine christliche Gemeinde die für Gott brennt, ihn immer besser kennen lernen möchte und überzeugt davon ist, dass Gott heute immer noch jeden einzelnen Menschen mit seiner unvergleichlichen Liebe erreichen will. Jeden Sonntag treffen wir uns zu einem gemeinsamen Gottesdienst, in dem wir Gott immer wieder neu erleben dürfen. Während dem Gottesdienst findet die Sonntagsschule für 3 bis 6-jährige statt. Neben unseren Gruppen die sich unter der Woche treffen, sind die Hauskreise ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinde. In diesen Kleingruppen ermutigen wir einander, tauschen uns aus und forschen in Gottes Wort, der Bibel. Genauere Infos findest du unter der Rubrik Veranstaltungen und Hauskreise. Du bist herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen und zu erleben, welche Vielfalt Gemeinde hat!

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Der entscheidende Unterschied: Gehorsam

Aus der Predigt „Zwei Kronen, zwei Gegensätze | 1. Samuel 10,1 / 16,13 | Johann Reger | EG Marienheide | 25.10.26“ vom 25. Oktober

Sauls Untergang begann mit Ungehorsam. Zweimal hatte er klare Anweisungen von Gott durch Samuel erhalten. Beim ersten Mal opferte er ungeduldig selbst, statt auf Samuel zu warten. Beim zweiten Mal verschonte er den feindlichen König und das beste Vieh, obwohl Gott die vollständige Vernichtung befohlen hatte. Als Samuel ihn zur Rede stellte, suchte Saul Ausreden: Die Tiere seien doch für Gott als Opfer gedacht. Doch Samuel antwortete klar: 'Gehorsam ist besser als Opfer.' Saul wollte Gott auf seine Weise dienen, nicht auf Gottes Weise. Er wollte religiös erscheinen, aber nicht wirklich gehorsam sein. Wie oft ersetzen auch wir echten Gehorsam durch äußere Frömmigkeit? Wir bringen Gott unsere Opfer – unsere Zeit, unser Geld, unseren Dienst – aber weigern uns, in bestimmten Bereichen gehorsam zu sein. Gott sucht keine beeindruckenden Leistungen, sondern gehorsame Herzen.

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Sauls Untergang begann mit Ungehorsam. Zweimal hatte er klare Anweisungen von Gott durch Samuel erhalten. Beim ersten Mal opferte er ungeduldig selbst, statt auf Samuel zu warten. Beim zweiten Mal verschonte er den feindlichen König und das beste Vieh, obwohl Gott die vollständige Vernichtung befohlen hatte. Als Samuel ihn zur Rede stellte, suchte Saul Ausreden: Die Tiere seien doch für Gott als Opfer gedacht. Doch Samuel antwortete klar: 'Gehorsam ist besser als Opfer.' Saul wollte Gott auf seine Weise dienen, nicht auf Gottes Weise. Er wollte religiös erscheinen, aber nicht wirklich gehorsam sein. Wie oft ersetzen auch wir echten Gehorsam durch äußere Frömmigkeit? Wir bringen Gott unsere Opfer – unsere Zeit, unser Geld, unseren Dienst – aber weigern uns, in bestimmten Bereichen gehorsam zu sein. Gott sucht keine beeindruckenden Leistungen, sondern gehorsame Herzen.

1. Samuel 15,22
Gebet

Bitte den Heiligen Geist, dir Bereiche zu zeigen, wo du Gehorsam durch religiöse Aktivität ersetzt hast.

Zum Nachdenken

Gibt es Bereiche in meinem Leben, wo ich Gott religiöse Aktivität anbiete, statt einfach gehorsam zu sein?

Aufnahme vom 5. Juli 2026

Predigt

Weißt du noch oder kennst du schon? | Richter 11-12 | Martin Jäger | EG Marienheide | 05.07.26

Sonntag, 5. Juli 2026
Richter 11,6-9
Kernaussage

Die Lebensgeschichte von Jephthah zeigt den Unterschied zwischen Wissen über Gott und dem persönlichen Kennen Gottes. Jephthah wusste viel über Gott und seine Geschichte mit Israel, aber er hatte keine echte Beziehung zu Gott, was sich in seinen impulsiven, von Bitterkeit und Groll geprägten Entscheidungen offenbarte. Wahre Nachfolge bedeutet nicht religiöses Wissen, sondern eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus als Vater und Freund.

Dies ist eine Predigt über die Geschichte von Jephthah aus dem Buch Richter (Kapitel 11-12), gehalten während eines Gottesdienstes mit Taufe und Abendmahl. Der Prediger Martin Jäger analysiert das Leben und die Entscheidungen Jephthahs und zeigt auf, dass dieser zwar viel über Gott wusste, aber keine persönliche Beziehung zu ihm hatte. Jephthah wurde von seiner Familie verstoßen, wurde Bandenchef, kehrte als militärischer Führer zurück und traf tragische Entscheidungen, einschließlich des Opfers seiner eigenen Tochter. Die Predigt betont den entscheidenden Unterschied zwischen dem bloßen Wissen über Gott und dem persönlichen Kennen Gottes durch Jesus Christus. Die zentrale Botschaft lautet: Es reicht nicht aus, religiös zu sein oder Bibelwissen zu haben. Wahre Beziehung zu Gott bedeutet, Jesus persönlich als Herrn und Heiland zu kennen. Der Gottesdienst schließt mit der Einladung zum Abendmahl für diejenigen, die sich zu Jesus Christus bekennen, und mit der Ermutigung, sich die Frage zu stellen: 'Wer ist Jesus für dich? Weißt du nur von ihm oder kennst du ihn schon?'
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Dies ist eine Predigt über die Geschichte von Jephthah aus dem Buch Richter (Kapitel 11-12), gehalten während eines Gottesdienstes mit Taufe und Abendmahl. Der Prediger Martin Jäger analysiert das Leben und die Entscheidungen Jephthahs und zeigt auf, dass dieser zwar viel über Gott wusste, aber keine persönliche Beziehung zu ihm hatte. Jephthah wurde von seiner Familie verstoßen, wurde Bandenchef, kehrte als militärischer Führer zurück und traf tragische Entscheidungen, einschließlich des Opfers seiner eigenen Tochter. Die Predigt betont den entscheidenden Unterschied zwischen dem bloßen Wissen über Gott und dem persönlichen Kennen Gottes durch Jesus Christus. Die zentrale Botschaft lautet: Es reicht nicht aus, religiös zu sein oder Bibelwissen zu haben. Wahre Beziehung zu Gott bedeutet, Jesus persönlich als Herrn und Heiland zu kennen. Der Gottesdienst schließt mit der Einladung zum Abendmahl für diejenigen, die sich zu Jesus Christus bekennen, und mit der Ermutigung, sich die Frage zu stellen: 'Wer ist Jesus für dich? Weißt du nur von ihm oder kennst du ihn schon?'

Hauptthemen (6)

1. Jephthahs schwierige Vergangenheit und Ablehnung

  • • Jephthah war Sohn einer Prostituierten und wurde von seinen Halbbrüdern verstoßen
  • • Er floh in die Wüste und wurde Anführer einer Räuberbande
  • • Seine Vergangenheit war geprägt von Ablehnung, Bitterkeit und Groll
  • • Die Ältesten holten ihn zurück, um gegen die Ammoniter zu kämpfen
  • • Seine Motivation war Macht und Anerkennung, nicht das Wohl des Volkes

2. Jephthahs Wissen über Gott ohne Beziehung

  • • Jephthah kannte die Geschichte Israels und Gottes Handeln sehr gut
  • • Er konnte dem Ammoniterkönig detailliert erklären, wie Gott Israel das Land gegeben hatte
  • • Dennoch stellte er den Götzen Kemosch auf dieselbe Stufe wie den wahren Gott
  • • Er fragte Gott nie nach seinem Willen oder seiner Führung
  • • Sein Wissen über Gott führte nicht zu Gehorsam oder persönlicher Beziehung

3. Jephthahs verhängnisvolles Gelübde

  • • Er verhandelte mit Gott wie mit einem Geschäftspartner
  • • Jephthah versprach, das erste aus seinem Haus als Brandopfer darzubringen
  • • Seine Tochter kam ihm entgegen - sein einziges Kind
  • • Gott hasst Menschenopfer ausdrücklich (5. Mose 12,31)
  • • Jephthah hätte seine unbedachten Worte bereuen und Buße tun sollen
  • • Stattdessen opferte er seine Tochter und beging schwere Sünde

4. Der Bürgerkrieg mit Ephraim

  • • Die Ephraimiter kritisierten Jephthah und nannten ihn Flüchtling
  • • Aus verletzter Ehre und ungezügeltem Zorn startete Jephthah einen Bürgerkrieg
  • • Er tötete 42.000 Männer aus dem eigenen Volk Israel
  • • Dies zeigte, dass er das Volk Israel nicht liebte
  • • Gott hatte geboten, keinen Groll zu hegen, sondern den Nächsten zu lieben

5. Der Unterschied: Von Gott wissen vs. Gott kennen

  • • Man kann religiös sein und viel über Gott wissen, ohne ihn zu kennen
  • • Jephthah ist ein Beispiel für fehlendes Fundament trotz theologischem Wissen
  • • Seine Handlungen zeigten, was wirklich in seinem Herzen war
  • • Wahre Beziehung zu Gott bedeutet, ihn als Vater und Freund zu kennen
  • • Die Täuflinge bezeugten ihre persönliche Beziehung zu Jesus

6. Jesus - der vollkommene Retter

  • • Im Gegensatz zu den unvollkommenen Richtern kam Jesus als vollkommener Retter
  • • Jesus wurde verworfen, damit wir angenommen werden können
  • • Er starb, damit wir leben können
  • • Jesus kennt das Gefühl von Ablehnung und Verstoßensein
  • • Durch Jesus können wir eine echte Beziehung zum Vater haben

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Richter 11,6-9

Und sie sprachen zu Jephthah, komm und sei unser Anführer, und wir wollen die Ammoniter bekämpfen. Aber Jephthah sprach zu den Ältesten von Gilead, Habt ihr mich nicht einst gehasst und aus dem Haus meines Vaters gestoßen? Warum kommt ihr jetzt zu mir, da ihr in Not seid? Und die Ältesten von Gilead sprachen zu Jephthah, darum haben wir uns auch an dich gewandt, dass du mit uns gehst und gegen die Ammoniter kämpfst und du unser Haupt bist über alle, die in Gilead wohnen. Da sprach Jephthah zu den Ältesten von Gilead, wenn ihr mich zum Kampf gegen die Ammoniter zurückholt und der Herr sie vor mir preisgibt, werde ich dann wirklich euer Oberhaupt sein?

Richter 11,21-23

Der Herr aber, der Gott Israels, gab dem Sihon und seinem ganzen Volk in die Hand Israels, sodass das Volk Israel diese Amoriter schlug. So nahm Israel das ganze Land der Amoriter ein, die in jenem Land wohnten. Und sie nahmen das ganze Gebiet der Amoriter ein, von Arno bis an den Jabok und von der Wüste bis an den Jordan. So hat nun der Herr, der Gott Israels, die Amoriter vor seinem Volk Israel vertrieben. Und du willst uns vertreiben?

3. Mose 19,17-18

Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, wenn er was Falsches tut, dass du nicht seinetwegen Schuld tragen musst. Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.

5. Mose 12,31

Du sollst dem Herrn, dein Gott, nicht auf diese Weise dienen. Denn alles, was ein Gräuel für den Herrn ist, was er hasst, haben sie für ihre Götter getan. Sondern ja, sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie für ihre Götter im Feuer verbrannt.

4. Mose 30,3

Wenn ein Mann dem Herrn ein Gelübde ablegt oder ein Eid schwört, womit er seine Verpflichtung auf seine Seele bindet, so soll er sein Wort nicht brechen, sondern gemäß allem, was aus seinem Mund hervorgegangen ist, soll er handeln.

3. Mose 5,4-6

Wenn jemand leichtfertig mit seinen Lippen schwört, Gutes oder Böses zu tun zu wollen, irgendetwas von dem, was ein Mensch so leichtfertig schwören mag, und es war ihm verborgen, er erkennt es aber nun und hat sich in einer dieser Sachen schuldig gemacht. Wenn er nun durch etwas derartiges Schuld auf sich gebracht hat, so bekenne er, woran er sich versündigt hat und bringe dem Herrn seinen Schuldopfer dar für seine Sünde, die er begangen hat.

Hosea 6,6

Denn an Liebe habe ich wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.

1. Johannes 2,1-2

Meine Kinder dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden. Aber nicht nur für unsere, sondern auch für die der ganzen Welt.

Johannes 1,11

Jesus kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Lukas 22,19-20

Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach, dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.

Weitere Referenzen

  • → Richter 10
  • → Richter 11
  • → Richter 12
  • → 1. Korinther 13

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Stelle dir die zentrale Frage: Wer ist Jesus für dich?: Beantworte in der kommenden Woche ehrlich die Frage: Kennst du Jesus persönlich oder weißt du nur von ihm? Ist er dein Vater und Freund oder nur eine religiöse Figur?
  • 2 Prüfe die Grundlage deiner Entscheidungen: Reflektiere, was deine Entscheidungen prägt: Sind es unaufgeräumte Konflikte, Bitterkeit, Groll, oder fragst du nach Gottes Willen und was Jesus tun würde?
  • 3 Gehe mit deiner Schuld zu Jesus: Versuche nicht, Schuld zu verbergen oder aus eigener Kraft zu beheben. Komme zu Jesus, bekenne deine Sünde und nimm seine Vergebung an - er ist das Sühnopfer für dich.
  • 4 Achte auf deine Worte und Versprechen: Sei vorsichtig mit dem, was du versprichst und schwörst. Wenn du etwas Falsches versprochen hast, tue Buße, anstatt in Sünde zu verharren.
  • 5 Baue eine echte Beziehung zu Gott auf: Gehe über religiöses Wissen hinaus und lerne Gott persönlich kennen - nicht aus der Ferne, sondern durch Zeit mit ihm, Gebet und sein Wort.

Impulse aus der Woche ab 6. Juli

  1. Tag 1 von 7 · 6. Juli Wissen über Gott oder Gott kennen?

    Die Geschichte von Jephthah stellt uns vor eine entscheidende Frage: Reicht es aus, viel über Gott zu wissen? Jephthah kannte die Geschichte Israels auswendig. Er wusste, wie Gott sein Volk aus Ägypten geführt hatte. Er konnte eloquent über Gottes Handeln sprechen. Doch trotz all diesem Wissen hatte Jephthah keine persönliche Beziehung zu Gott. In Hosea 6,6 lesen wir: 'Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.' Gott sehnt sich nicht nach religiösem Wissen oder korrekten Antworten über ihn. Er sehnt sich nach Beziehung. Er möchte, dass wir ihn als Vater kennen, als Freund, als den, der uns liebt. Viele Menschen heute sind wie Jephthah – sie wissen von Gott, besuchen Gottesdienste, kennen biblische Geschichten. Aber kennen sie Jesus persönlich? Haben sie eine lebendige Beziehung zu ihm? Das ist die entscheidende Frage, die über unser Leben und unsere Ewigkeit bestimmt.

    Hosea 6,6

    Gebet

    Bitte Jesus, dir zu zeigen, ob du ihn wirklich kennst oder nur über ihn Bescheid weißt. Bitte ihn, dir eine tiefe, persönliche Beziehung zu schenken.

    Zum Nachdenken

    Wer ist Jesus für dich? Weißt du nur von ihm, oder kennst du ihn wirklich persönlich?

  2. Tag 2 von 7 · 7. Juli Die Wurzeln unserer Entscheidungen

    Jephthahs Leben wurde von Bitterkeit und Groll geprägt. Von seiner Familie verstoßen, trug er diese Verletzung sein ganzes Leben mit sich. Als seine Brüder ihn Jahre später um Hilfe baten, reagierte er nicht aus Liebe zum Volk, sondern aus dem Wunsch nach Macht und Anerkennung. Seine unverarbeitete Vergangenheit bestimmte seine Gegenwart. Schon im Alten Testament warnte Gott davor: 'Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen... Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.' (3. Mose 19,17-18) Welche Verhaltensmuster prägen dein Leben? Sind es unaufgeräumte Konflikte, unerfüllte Wünsche oder Verletzungen aus der Vergangenheit? Was ist die Grundlage deiner Entscheidungen – dein verletztes Ego oder Gottes Wille? Nur in der Beziehung zu Jesus können wir echte Heilung und Vergebung finden, die unser Herz transformiert.

    3. Mose 19,17-18

    Gebet

    Lege Jesus die Verletzungen und den Groll deines Herzens hin. Bitte ihn um Heilung und die Kraft zur Vergebung.

    Zum Nachdenken

    Welche unverarbeiteten Verletzungen oder welcher Groll beeinflussen heute noch deine Entscheidungen?

  3. Tag 3 von 7 · 8. Juli Gott als Verhandlungspartner?

    Bevor Jephthah in den Kampf zog, machte er Gott ein Versprechen: 'Wenn du die Ammoniter in meine Hand gibst, so soll das, was zu meiner Haustür heraus mir entgegenkommt... dem Herrn gehören.' Jephthah sah Gott als Verhandlungspartner, als Wunschautomat: Ich gebe dir das, du gibst mir jenes. Doch Gott ist kein Automat und keine Verhandlungssache. Er ist der Schöpfer, der Vater, der König. Eine echte Beziehung zu ihm bedeutet nicht, dass wir Deals aushandeln, sondern dass wir ihm vertrauen und seinen Willen suchen. Jephthah fragte nie: 'Gott, was möchtest du, dass ich tue?' Er handelte impulsiv aus seinen eigenen Emotionen und Wünschen. Wie oft kommen wir zu Gott nur mit unseren Wunschlisten? 'Herr, wenn du mir das gibst, dann werde ich...' Wahre Beziehung fragt anders: 'Herr, was ist dein Wille für mich? Wie kann ich dir folgen? Was würde Jesus tun?' Das ist der Unterschied zwischen Religion und Beziehung.

    Richter 11,30-31

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu helfen, nicht nur mit Wünschen zu ihm zu kommen, sondern seinen Willen zu suchen und ihm zu vertrauen.

    Zum Nachdenken

    Kommst du zu Gott hauptsächlich mit Wünschen und Forderungen, oder suchst du seinen Willen für dein Leben?

  4. Tag 4 von 7 · 9. Juli Wenn Versprechen zur Sünde führen

    Jephthahs unbedachtes Versprechen führte zur schrecklichsten Konsequenz: Er opferte seine eigene Tochter. Er dachte, er müsse sein Gelübde halten, auch wenn es Gott ein Gräuel war. Doch Gott hatte einen Ausweg vorgesehen: 'Wenn jemand leichtfertig mit seinen Lippen schwört... und hat sich in einer dieser Sachen schuldig gemacht... so bekenne er, woran er sich versündigt hat und bringe dem Herrn sein Schuldopfer dar.' Jephthah hätte seine Schuld bekennen können. Er hätte um Vergebung bitten können für sein unbedachtes Versprechen. Stattdessen vollzog er etwas, das Gott hasste. Er hatte zwei Monate Zeit, aber er kannte Gott nicht gut genug, um zu wissen, dass Gott Barmherzigkeit über Opfer stellt. Wohin gehst du mit deiner Schuld? Versuchst du sie zu verbergen, zu vertuschen oder aus eigener Kraft zu lösen? In 1. Johannes 2,1-2 steht: 'Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher... Jesus Christus.' Bei ihm findest du Vergebung.

    3. Mose 5,4-6

    Gebet

    Bekenne Jesus deine Schuld und unbedachten Worte. Danke ihm, dass er dein Fürsprecher ist und dich freispricht.

    Zum Nachdenken

    Was machst du, wenn du etwas versprochen hast, das sich als falsch herausstellt? Versteckst du deine Schuld oder bringst du sie zu Jesus?

  5. Tag 5 von 7 · 10. Juli Religiös oder in Beziehung?

    Jephthah war religiös. Er kannte die Geschichten, er sprach von Gott, er brachte sogar Opfer. Aber er hatte keine Beziehung zu Gott. Seine Religion führte nicht zu Transformation, sondern zu Tragödie. Er verwechselte Gottes Wesen mit dem der Götzen ringsum und handelte entsprechend. Vielleicht bist auch du religiös. Du betest manchmal das Vaterunser, besuchst Gottesdienste, hast eine Bibel zu Hause. Du setzt dich für gute Dinge ein und versuchst, positiven Einfluss zu haben. Das ist alles nicht schlecht – aber reicht es? Johannes 1,11-12 sagt: 'Jesus kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.' Es geht nicht um Religion, sondern um Beziehung. Nicht um fromme Pflichten, sondern darum, Jesus als Herrn und Heiland zu kennen. Die Menschen, die sich taufen lassen, bezeugen genau das: Jesus ist mein Herr, ich habe eine persönliche Beziehung zu ihm.

    Johannes 1,11-12

    Gebet

    Bitte Jesus, dir den Unterschied zwischen Religion und echter Beziehung zu zeigen. Lade ihn ein, dein Herr und Heiland zu sein.

    Zum Nachdenken

    Ist deine Beziehung zu Jesus in deinen Handlungen erkennbar, oder bist du nur religiös?

  6. Tag 6 von 7 · 11. Juli Was aus dem Herzen kommt

    Jephthahs Handlungen mögen impulsiv erschienen sein – der Bürgerkrieg gegen Ephraim, bei dem 42.000 seiner eigenen Landsleute starben. Doch seine Reaktionen waren nicht spontan. Sie offenbarten, was schon lange in seinem Herzen gewohnt hatte: Groll, Bitterkeit, Rachsucht. Er tötete seine Brüder nicht, weil sie ihn provozierten, sondern weil der Groll tief in seinem Herzen bereits Wurzeln geschlagen hatte. Seine fehlende Beziehung zu Gott wurde in seinen Handlungen sichtbar. Er hatte kein Fundament in Jesus Christus. Jesus sagte in Matthäus 12,34: 'Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.' Und wir können ergänzen: Danach handelt auch der Mensch. Was in unserem Herzen wohnt, bestimmt unser Verhalten. Jephthah hatte kein Fundament in Gott, das sein Herz hätte erneuern können. Nur durch eine echte Beziehung zu Jesus kann unser Herz transformiert werden, sodass aus ihm nicht Bitterkeit, sondern Liebe, nicht Rache, sondern Vergebung fließt.

    Matthäus 12,34

    Gebet

    Bitte Jesus, dein Herz zu erneuern und dir ein Fundament in ihm zu geben, das dein Verhalten prägt.

    Zum Nachdenken

    Was wohnt in deinem Herzen und prägt deine spontanen Reaktionen – Groll oder Gnade?

  7. Tag 7 von 7 · 12. Juli Der wahre Retter

    Die Richter retteten Israel immer nur für eine gewisse Zeit. Dann verfiel das Volk wieder. Die Spirale des Verfalls ging weiter. Doch Gott schrieb seine Geschichte weiter – bis zu ihrem Höhepunkt in Jesus Christus. Jesus kam als der vollkommene Retter. Auch er wurde verstoßen, verachtet, abgelehnt. 'Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.' Was Menschen als Niederlage sahen – das Kreuz – war Gottes größter Triumph. Jesus wurde nicht nur für einen Moment zum Retter, sondern ein für alle Mal. Hebräer 7,25 sagt: 'Daher kann er auch völlig erretten, die durch ihn zu Gott kommen.' Die Richter waren fehlerhaft, Jesus war makellos. Die Richter retteten zeitlich, Jesus rettet ewig. Gott blieb seinem Volk treu trotz ihrer Untreue – und er bleibt auch dir treu. Jesus ist der Eckstein, auf dem du dein Leben bauen kannst. Kennst du ihn schon? Nicht als historische Figur, sondern als deinen persönlichen Herrn und Retter?

    Hebräer 7,25

    Gebet

    Danke Jesus, dass er der vollkommene Retter ist. Wenn du ihn noch nicht kennst, lade ihn heute ein, dein Herr zu sein.

    Zum Nachdenken

    Hast du Jesus als deinen persönlichen Retter und Herrn angenommen, der dich für Zeit und Ewigkeit rettet?