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Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)

I. Koppelweg 69, 38518 Gifhorn

Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Für Gott – Für den Anderen

Aus der Predigt „Gottesdienst der EBG Gifhorn | 25.10.2026 um 11Uhr“ vom 25. Oktober

Die Ehe hat zwei zentrale Ausrichtungen: Sie ist für Gott und für den anderen. Gott hat die Ehe geschaffen, um ihn zu verherrlichen und um einander zu dienen. In Epheser 5,21 lesen wir: 'Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.' Eine Ehe ist kein 'Parasitenbündnis', wo jeder versucht, vom anderen etwas herauszuholen. Sie ist ein Partnerschaftsbündnis, wo jeder für den anderen leben will. Die Motivation für diesen Dienst liegt nicht in den Qualitäten des Partners, sondern in Christus. Selbst wenn wir im anderen nur noch Fehler sehen, dienen wir ihm, weil Christus uns zuerst gedient hat. Die Ehe soll Christus und die Gemeinde widerspiegeln – seine bedingungslose Liebe, seine Treue, seine Hingabe. Wenn wir für den anderen leben, geben wir Gott die Ehre und machen sein Wesen sichtbar in dieser Welt.

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Die Ehe hat zwei zentrale Ausrichtungen: Sie ist für Gott und für den anderen. Gott hat die Ehe geschaffen, um ihn zu verherrlichen und um einander zu dienen. In Epheser 5,21 lesen wir: 'Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.' Eine Ehe ist kein 'Parasitenbündnis', wo jeder versucht, vom anderen etwas herauszuholen. Sie ist ein Partnerschaftsbündnis, wo jeder für den anderen leben will. Die Motivation für diesen Dienst liegt nicht in den Qualitäten des Partners, sondern in Christus. Selbst wenn wir im anderen nur noch Fehler sehen, dienen wir ihm, weil Christus uns zuerst gedient hat. Die Ehe soll Christus und die Gemeinde widerspiegeln – seine bedingungslose Liebe, seine Treue, seine Hingabe. Wenn wir für den anderen leben, geben wir Gott die Ehre und machen sein Wesen sichtbar in dieser Welt.

Epheser 5,21
Gebet

Bitte Jesus, dir seine Liebe und Dienerschaft zu schenken, damit du deinem Partner selbstlos dienen kannst.

Zum Nachdenken

Dienst du deinem Partner aus Liebe zu Christus, oder erwartest du vor allem, selbst bedient zu werden?

Aufnahme vom 17. Oktober 2026

Predigt

Maleachi Kapitel 1, 1-5 Predigtreihe Teil 1

Samstag, 17. Oktober 2026
Maleachi 1,1-5
Kernaussage

Gott liebt sein Volk Israel trotz ihrer Zweifel und schwierigen Umstände. Der höchste Beweis seiner Liebe findet sich nicht in äußeren Umständen, sondern in der Heilsgeschichte - für Israel in der Erwählung und für Christen im Kreuz Jesu Christi. Mehr als Jesus kann uns Gott nicht geben.

Diese Predigt aus dem Buch Maleachi behandelt die fundamentale Frage nach der Liebe Gottes zu seinem Volk. Der Prediger führt in die historische Situation Israels zur Zeit Maleachis ein, etwa 480-400 v. Chr., nach dem babylonischen Exil. Trotz der Rückkehr aus dem Exil und dem Wiederaufbau des Tempels ist das Volk in eine tiefe geistliche Krise geraten. Sie zweifeln an Gottes Liebe, sind enttäuscht von ihren Umständen, verachten Gott durch schlechte Opfer und handeln treulos. Die Botschaft Gottes beginnt mit einer klaren Liebeserklärung: "Ich habe euch geliebt." Gott beweist seine Liebe zu Israel durch den Hinweis auf Jakob und Esau. Er hat Jakob erwählt und bevorzugt, während Esau zurückgestellt wurde - nicht aus Willkür, sondern als souveräne Entscheidung für seinen Heilsplan. Während Edom, das Brudervolk, für seine Feindschaft gegen Israel gerichtet wurde, hat Israel trotz Strafe eine Zukunft und Hoffnung. Der entscheidende Punkt ist: Gottes Liebe zeigt sich nicht primär in günstigen Umständen, sondern in seiner Erwählung und seinem Heilshandeln. Für Christen heute ist der ultimative Liebesbeweis das Kreuz Jesu Christi. Mehr als Jesus kann Gott uns nicht geben. Die Predigt ruft dazu auf, nicht auf die Umstände zu schauen, um Gottes Liebe zu erkennen, sondern auf das Kreuz und die Heilsgeschichte.
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Diese Predigt aus dem Buch Maleachi behandelt die fundamentale Frage nach der Liebe Gottes zu seinem Volk. Der Prediger führt in die historische Situation Israels zur Zeit Maleachis ein, etwa 480-400 v. Chr., nach dem babylonischen Exil. Trotz der Rückkehr aus dem Exil und dem Wiederaufbau des Tempels ist das Volk in eine tiefe geistliche Krise geraten. Sie zweifeln an Gottes Liebe, sind enttäuscht von ihren Umständen, verachten Gott durch schlechte Opfer und handeln treulos. Die Botschaft Gottes beginnt mit einer klaren Liebeserklärung: "Ich habe euch geliebt." Gott beweist seine Liebe zu Israel durch den Hinweis auf Jakob und Esau. Er hat Jakob erwählt und bevorzugt, während Esau zurückgestellt wurde - nicht aus Willkür, sondern als souveräne Entscheidung für seinen Heilsplan. Während Edom, das Brudervolk, für seine Feindschaft gegen Israel gerichtet wurde, hat Israel trotz Strafe eine Zukunft und Hoffnung. Der entscheidende Punkt ist: Gottes Liebe zeigt sich nicht primär in günstigen Umständen, sondern in seiner Erwählung und seinem Heilshandeln. Für Christen heute ist der ultimative Liebesbeweis das Kreuz Jesu Christi. Mehr als Jesus kann Gott uns nicht geben. Die Predigt ruft dazu auf, nicht auf die Umstände zu schauen, um Gottes Liebe zu erkennen, sondern auf das Kreuz und die Heilsgeschichte.

Hauptthemen (5)

1. Der geistliche Zustand Israels zur Zeit Maleachis

  • • Das Volk kommt aus dem Exil und anfänglicher Aufbruchstimmung bei Haggai und Sacharja
  • • Sie sind enttäuscht: klein und unterworfen im persischen Großreich, schlechte Ernten, Armut
  • • Geistlicher Tiefstand: Zweifel an Gottes Liebe, Pessimismus, Resignation
  • • Priester verachten Gott durch schlechte Opfer, das Volk wird untreu, Ehen werden geschieden
  • • Die Frage entsteht: Lohnt es sich überhaupt, Gott zu dienen?

2. Die Struktur des Buches Maleachi

  • • Sechs Streitgespräche zwischen Gott und seinem Volk
  • • Jedes Gespräch folgt demselben Muster: Feststellung Gottes, Gegenfrage des Volkes, Begründung Gottes
  • • Gott zeigt dem Volk durch diese Dialoge ihr Herz und überführt sie
  • • Typisch menschliche Reaktion: Rückfragen statt sich den Wahrheiten zu stellen

3. Gottes Liebeserklärung an Israel

  • • 'Ich habe euch geliebt' - erste Worte des Buches, Grundlage aller weiteren Botschaften
  • • Gegenwärtiger Zustand, nicht vergangene Handlung: Gott liebt sie immer noch
  • • Das Volk zweifelt und fragt: 'Worin hast du uns geliebt?'
  • • Dramatisches Identitätsproblem: Das Volk weiß nicht mehr, dass Gott sie liebt
  • • Israel existiert nur, weil Gott sich entschieden hat, sie zu lieben und mit ihnen Geschichte zu schreiben

4. Der Liebesbeweis: Jakob und Esau

  • • Gott erwählte Jakob (den Jüngeren) und stellte Esau zurück für seinen Heilsplan
  • • 'Hass' gegen Esau bedeutet Zurückstellung, nicht emotionale Abscheu
  • • Edom (Nachkommen Esaus) stellte sich wiederholt gegen Israel und wird dafür bestraft
  • • Israel hat trotz Strafe eine Zukunft, Edom wird für ewig ausgerottet
  • • Der Blick in die Heilsgeschichte zeigt Gottes bevorzugende Liebe zu Israel

5. Die wahre Grundlage des Glaubens

  • • Nicht die Umstände sollen zeigen, dass Gott uns liebt
  • • Der Blick auf die Umstände soll durch unsere Beziehung zu Gott bestimmt werden
  • • Christen erleiden seit 2000 Jahren Leid, Krankheit, Verfolgung - das bedeutet nicht, dass Gott sie nicht liebt
  • • Der höchste Liebesbeweis ist das Kreuz Jesu Christi
  • • Mehr als Jesus kann uns Gott nicht geben

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Maleachi 1,1-5

Ausspruch, Wort des Herrn an Israel durch Maleachi. Ich habe euch geliebt, spricht der Herr, aber ihr sagt, worin hast du uns geliebt? Hatte Jakob nicht einen Bruder Esau? spricht der Herr, und ich habe Jakob geliebt, Esau aber habe ich gehasst, und ich habe seine Berge zum Ödland gemacht und seinen Erdbesitz den Schakalen der Steppe überlassen. Wenn Edom sagt, wir sind zerschmettert, werden aber die Trümmerstätten wieder aufbauen, so spricht der Herr der Heerscharen: Sie werden bauen, ich aber werde niederreißen und man wird sie nennen Gebiet der Gottlosigkeit und das Volk, das der Herr bis in Ewigkeit verwünscht hat. Und eure Augen werden es sehen, und ihr selbst werdet sagen: Groß erweist sich der Herr über das Gebiet Israels hinaus.

Maleachi 2,17

Ihr ermüdet den Herrn mit euren Worten. Womit ermüden wir ihn? Damit, dass ihr sagt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des Herrn und an solchen hat er Gefallen.

Jeremia 31,3

Der Herr ist ihm von Ferne erschienen. Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir meine Güte bewahrt.

Jesaja 43,4

Weil du teuer bist in meinen Augen und wertvoll bist und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen hin an deiner Stelle und Völkerschaften an Stelle deines Lebens.

Jesaja 49,15-16

Vergisst etwa eine Frau ihren Säugling, dass sie sich nicht erbarmt über den Sohn ihres Leibes? Sollten selbst diese vergessen, ich werde dich niemals vergessen. Siehe, in meine beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet. Deine Mauern sind beständig vor mir.

Lukas 14,26

Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern dazu, aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein.

Obadja 10-14

Wegen der Gewalttat an deinem Bruder Jakob bedeckt dich Schande und du wirst ausgerottet werden für ewig. An dem Tag, als du abseits standest, an dem Tag, als Fremde sein Heer gefangen wegführten und Ausländer in seine Tore kamen und über Jerusalem das Los warfen, da warst auch du wie einer von ihnen. Und nun sieh nicht schadenfroh auf den Tag deines Bruders, auf den Tag seines Missgeschicks, und freue dich nicht über die Söhne Juda am Tag ihrer Vernichtung und reiß nicht dein Maul auf am Tag der Not und komm nicht in das Tor meines Volkes am Tag ihres Verderbens. Gerade du sieh nicht schadenfroh auf sein Unheil am Tag seines Verderbens und strecke deine Hand nicht nach seiner Habe aus am Tag seines Verderbens und stehe nicht am Engpass, um seine Flüchtlinge auszurotten, liefere seine Entronnenen nicht aus am Tag der Not.

Römer 8,18

Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

Römer 8,31-39

Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer ist gegen uns? Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat, wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt. Wer ist da der verdammt? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet. Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht, deinetwegen werden wir getötet den ganzen Tag, wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden. Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Weitere Referenzen

  • → 4. Mose (Durchzug durch Edom)
  • → Jeremia 3
  • → Maleachi 1,6
  • → Haggai
  • → Sacharja

Praktische Anwendung (3)

  • 1 Nicht auf Umstände, sondern auf Gottes Heilsgeschichte schauen: Lass deine Beziehung zu Gott nicht durch schwierige Umstände bestimmen, sondern lass deinen Blick auf die Umstände durch deine Beziehung zu Gott bestimmt werden. Schaue auf die Heilsgeschichte, nicht auf momentane Lebenslagen.
  • 2 Das Kreuz als höchster Liebesbeweis betrachten: Wenn du an Gottes Liebe zweifelst, schaue auf das Kreuz und auf Jesus Christus. Mehr als Jesus kann Gott dir nicht geben - das ist der ultimative und unveränderliche Beweis seiner Liebe.
  • 3 Die Liebe Gottes anbeten und darin ruhen: Versenke dich ins Meer der Liebe Gottes. Lass Jesus und seine Liebe in Herz und Sinn geprägt sein, in Wort, Werk und allem Wesen.

Impulse aus der Woche ab 18. Oktober

  1. Tag 1 von 7 · 18. Oktober Gottes Liebeserklärung als Fundament

    Gott beginnt seine Botschaft an ein enttäuschtes, resigniertes Volk mit den kraftvollen Worten: 'Ich habe euch geliebt.' Diese Liebeserklärung steht am Anfang des Buches Maleachi und bildet das Fundament für alles Weitere. Sie beschreibt nicht nur eine vergangene Handlung, sondern einen gegenwärtigen Zustand – Gottes Liebe steht immer noch über seinem Volk. Das Volk Israel hatte nach dem Exil mit Enttäuschungen zu kämpfen. Der Tempel war nicht mehr so herrlich wie früher, die Ernten waren schlecht, sie waren unbedeutend in einem riesigen Reich. In dieser Situation brauchten sie am dringendsten zu hören: Gott liebt euch! Alle anderen geistlichen Probleme – ihre Trägheit, ihr Zynismus, ihre Untreue – wurzelten in diesem einen Zweifel: Liebt Gott uns wirklich? Auch wir heute brauchen diese Grundwahrheit. Wenn wir vergessen oder aus dem Blick verlieren, dass Gott uns liebt, geraten wir geistlich in Not. Die Liebe Gottes ist das Fundament unserer Identität und unseres Glaubenslebens.

    Maleachi 1,1-2

    Gebet

    Danke Gott für seine beständige Liebe zu dir und bitte ihn, dir neu zu zeigen, wie sehr er dich liebt.

    Zum Nachdenken

    Gibt es Bereiche in deinem Leben, in denen du leise an Gottes Liebe zweifelst?

  2. Tag 2 von 7 · 19. Oktober Wenn wir an den falschen Stellen suchen

    Das Volk Israel reagiert auf Gottes Liebeserklärung mit einer erstaunlichen Gegenfrage: 'Worin hast du uns geliebt?' Dieser Zweifel zeigt ein tiefes geistliches Problem. Sie schauen auf ihre Umstände – die schlechten Ernten, ihre Unbedeutsamkeit im persischen Großreich, den weniger prächtigen Tempel – und können darin keine Liebe Gottes erkennen. Ihr Fehler liegt darin, dass sie an den falschen Stellen nach Beweisen der Liebe Gottes suchen. Sie denken: 'Wenn Gott uns liebt, müssten wir gesund sein, Wohlstand haben, bedeutend sein.' Als diese Erwartungen nicht erfüllt werden, weicht ihre Hoffnung der Resignation und dem Pessimismus. Wir machen oft denselben Fehler. Wir schauen auf unsere Umstände und lassen sie bestimmen, ob wir uns geliebt fühlen oder nicht. Doch der Blick auf die Umstände soll nicht unsere Beziehung zu Gott bestimmen – vielmehr soll unsere Beziehung zu Gott bestimmen, wie wir die Umstände sehen. Gottes Liebe zeigt sich nicht primär in günstigen Lebensumständen, sondern in etwas viel Tieferem.

    Maleachi 1,2

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu helfen, seine Liebe nicht an deinen Umständen zu messen, sondern an seinem Wort und seinem Handeln.

    Zum Nachdenken

    An welchen 'Umständen' machst du fest, ob Gott dich liebt, anstatt auf sein Wort und seine Heilsgeschichte zu schauen?

  3. Tag 3 von 7 · 20. Oktober Jakob habe ich geliebt – Gottes souveräne Erwählung

    Um seine Liebe zu beweisen, erinnert Gott das Volk an Jakob und Esau: 'Ich habe Jakob geliebt, Esau aber habe ich gehasst.' Diese harten Worte beschreiben nicht emotionale Abscheu, sondern Gottes souveräne Entscheidung, Jakob zu bevorzugen und für seine Heilsgeschichte zu gebrauchen, während Esau zurückgestellt wurde. Es waren Zwillinge, und eigentlich hätte der Ältere, Esau, die Vorrechte haben sollen. Doch Gott entschied sich frei, den Jüngeren zu segnen und durch ihn sein Volk Israel hervorzubringen. Das zeigt: Gottes Liebe ist nicht launenhaft, sondern ein willentlicher Entschluss. Er hat das Recht, in seiner Gnade frei zu wählen, wen er besonders segnen und gebrauchen möchte. Für uns heute bedeutet das: Israel existiert nur, weil Gott sich entschieden hat, es zu lieben. Unsere Erlösung beruht nicht auf unserer Würdigkeit, sondern auf Gottes souveräner, gnädiger Wahl. Das ist Grund zu tiefer Dankbarkeit und Demut.

    Maleachi 1,2-3

    Gebet

    Danke Gott für seine souveräne Gnade, die dich erwählt und zu seinem Kind gemacht hat, obwohl du es nicht verdient hast.

    Zum Nachdenken

    Wie verändert es deine Dankbarkeit zu wissen, dass Gottes Liebe zu dir eine souveräne, freie Entscheidung ist und nicht von deiner Leistung abhängt?

  4. Tag 4 von 7 · 21. Oktober Der Blick in die Heilsgeschichte

    Gott zeigt Israel den Unterschied zwischen seinem Handeln an ihnen und an Edom: 'Ich habe seine Berge zum Ödland gemacht ... Sie werden bauen, ich aber werde niederreißen.' Während Edom endgültig bestraft wurde, hat Israel trotz Gericht eine Zukunft. Sie durften aus dem Exil zurückkehren, Jerusalem und den Tempel wieder aufbauen. Der Liebesbeweis liegt im Blick auf die Heilsgeschichte. Gott fordert Israel auf: 'Schaut auf eure Geschichte! Ihr wurdet bestraft, ja – aber ich habe euch bewahrt, zurückgebracht, euch eine Zukunft gegeben. Edom hingegen, euer Brudervolk, das euch in der Not verriet und sich schadenfroh verhielt, hat keine Hoffnung mehr.' Für uns heute gilt dasselbe: Nicht die momentanen Umstände zeigen uns Gottes Liebe am deutlichsten, sondern der Blick auf sein Handeln in der Geschichte – besonders in der Heilsgeschichte, die im Kreuz Jesu ihren Höhepunkt findet. Dort sehen wir unwiderruflich, dass Gott uns liebt.

    Maleachi 1,3-5

    Gebet

    Danke Gott für die Weise, wie er in deinem Leben und in der Geschichte der Erlösung seine Liebe bewiesen hat.

    Zum Nachdenken

    Welche Momente in deiner persönlichen Geschichte mit Gott zeigen dir seine beständige Liebe und Treue?

  5. Tag 5 von 7 · 22. Oktober Das Kreuz – der ultimative Liebesbeweis

    Seit 2000 Jahren leiden Christen. Sie werden krank, verlieren Jobs, Angehörige, ihr Zuhause. Sie werden verfolgt und sterben für ihren Glauben. Sollte das bedeuten, dass Gott sie nicht liebt? Nein! Seit 2000 Jahren dürfen Christen auf das Kreuz schauen und dort den höchsten Liebesbeweis sehen, den es überhaupt geben kann. Paulus schreibt: 'Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat, wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?' Mehr als Jesus kann uns Gott nicht geben. Im Kreuz sehen wir, wie weit Gottes Liebe geht – bis zum Äußersten, bis in den Tod. Die Leiden der jetzigen Zeit fallen nicht ins Gewicht gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit. Wir haben Anteil am Heilsplan Gottes. Das Kreuz ist die Garantie: Nichts – weder Tod noch Leben, weder Bedrängnis noch Verfolgung – kann uns von der Liebe Gottes scheiden, die in Christus Jesus ist.

    Römer 8,31-32

    Gebet

    Danke Jesus für das Kreuz und bitte ihn, dir zu helfen, in allen Lebenslagen dort den Beweis seiner Liebe zu sehen.

    Zum Nachdenken

    Schaust du in schwierigen Zeiten auf deine Umstände oder auf das Kreuz, um Gottes Liebe zu erkennen?

  6. Tag 6 von 7 · 23. Oktober Gottes Liebe bestimmt unser Handeln

    Das Volk Israel war in eine tiefe geistliche Krise geraten: träge, zynisch, untreu. Die Priester verachteten Gott durch schlechte Opfer, das Volk gab nicht mehr den zehnten, Ehen wurden gebrochen. All diese Probleme wurzelten in einem Kernproblem: Sie hatten vergessen oder bezweifelten, dass Gott sie liebt. Wenn wir die Liebe Gottes aus dem Blick verlieren, geraten auch wir geistlich ins Straucheln. Unser Dienst wird zur Last, unsere Nachfolge halbherzig, unsere Beziehungen leiden. Doch wenn wir in der Gewissheit leben, dass Gott uns mit ewiger Liebe liebt – wie er zu Israel sagte: 'Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir meine Güte bewahrt' – dann verändert das alles. Die Liebe Gottes zu kennen bedeutet nicht, dass wir keine Schwierigkeiten haben. Aber sie gibt uns eine neue Perspektive, neue Kraft und neuen Mut. Sie ist das Fundament, auf dem unser ganzes Glaubensleben steht. Aus dieser Liebe heraus können wir Gott dienen, einander lieben und in Treue ausharren.

    Jeremia 31,3

    Gebet

    Bitte Gott, dir täglich neu die Realität seiner ewigen Liebe zu zeigen und dein Leben daraus zu erneuern.

    Zum Nachdenken

    Wie würde sich dein Dienst, deine Beziehungen und deine Nachfolge verändern, wenn du tiefer in der Gewissheit von Gottes Liebe leben würdest?

  7. Tag 7 von 7 · 24. Oktober Ins Meer der Liebe versenken

    Gott sagt zu seinem Volk: 'Vergisst etwa eine Frau ihren Säugling, dass sie sich nicht erbarmt über den Sohn ihres Leibes? Sollten selbst diese vergessen – ich werde dich niemals vergessen. Siehe, in meine beiden Handflächen habe ich dich eingezeichnet.' Welch eine Zusage! Gottes Liebe ist beständiger als selbst die stärkste menschliche Bindung. In diesem Wissen dürfen wir leben – nicht ängstlich auf Umstände schauend, sondern ruhend in seiner ewigen Liebe. Gerhard Tersteegen drückte es so aus: 'Ich will anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken ... Oh Liebe, du mein Leben hast dich für mich ganz hingegeben.' Das ist die Einladung auch für dich heute: Versenke dich ins Meer seiner Liebe. Lass nicht deine Umstände bestimmen, ob du dich geliebt fühlst. Schaue auf das Kreuz, auf die Heilsgeschichte, auf sein Wort. Dort siehst du unwiderruflich: Du bist geliebt. Mit ewiger Liebe. Und diese Liebe wird dich durch alles tragen.

    Jesaja 49,15-16

    Gebet

    Bete das Gebet Tersteegens nach: 'Oh Jesu, dass dein Name bliebe im Grunde tief gedrückt ein' und bitte um ein Leben, das ganz von seiner Liebe durchdrungen ist.

    Zum Nachdenken

    Was bedeutet es praktisch für diese kommende Woche, dich 'ins Meer der Liebe zu versenken' anstatt auf deine Umstände zu schauen?