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Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)

I. Koppelweg 69, 38518 Gifhorn

Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.

Täglicher Impuls
Tag 5 von 7

Die Sünde – der größte Feind der Ehe

Aus der Predigt „Gottesdienst der EBG Gifhorn | 25.10.2026 um 11Uhr“ vom 25. Oktober

Was war die größte Gefahr für Adam und Eva in ihrer perfekten Ehe im Paradies? Die Sünde. Und sie ist heute immer noch die größte Bedrohung für unsere Ehen. Sünde zerstört die Partnerschaft, die Gott sich gedacht hat. Hast du schon mal darüber nachgedacht, welche Sünden du in deine Ehe bringst? Welche Verhaltensweisen und Einstellungen gefährden deine Ehe? Es ist leicht, die Fehler beim anderen zu sehen – aber wie steht es mit deinen eigenen Baustellen? Die gute Nachricht: Gottes Antwort auf das Problem der Sünde ist Christus! Wir brauchen Christus-zentrierte Ehen. Wir brauchen Vergebung für unsere Sünden, Reinigung von unseren Sünden, Sieg über unsere Sünden. All das finden wir in Jesus. Ohne die verändernde Kraft des Evangeliums können wir die Ehe nicht so leben, wie Gott sie sich gedacht hat. Deshalb muss Christus das Zentrum unserer Ehen sein.

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Was war die größte Gefahr für Adam und Eva in ihrer perfekten Ehe im Paradies? Die Sünde. Und sie ist heute immer noch die größte Bedrohung für unsere Ehen. Sünde zerstört die Partnerschaft, die Gott sich gedacht hat. Hast du schon mal darüber nachgedacht, welche Sünden du in deine Ehe bringst? Welche Verhaltensweisen und Einstellungen gefährden deine Ehe? Es ist leicht, die Fehler beim anderen zu sehen – aber wie steht es mit deinen eigenen Baustellen? Die gute Nachricht: Gottes Antwort auf das Problem der Sünde ist Christus! Wir brauchen Christus-zentrierte Ehen. Wir brauchen Vergebung für unsere Sünden, Reinigung von unseren Sünden, Sieg über unsere Sünden. All das finden wir in Jesus. Ohne die verändernde Kraft des Evangeliums können wir die Ehe nicht so leben, wie Gott sie sich gedacht hat. Deshalb muss Christus das Zentrum unserer Ehen sein.

Gebet

Bekenne Gott deine Sünden und bitte ihn um die verändernde Kraft des Evangeliums für deine Ehe.

Zum Nachdenken

Welche konkreten Sünden in deinem Leben gefährden deine Ehe, und wie kannst du Christus mehr Raum geben?

Aufnahme vom 24. Mai 2026

Predigt

Gottesdienst der EBG Gifhorn | 24.05.2026 um 11 Uhr

Sonntag, 24. Mai 2026
Römer 8,11-17
Kernaussage

Pfingsten ist größer als man denkt. Es markiert nicht nur den Geburtstag der Gemeinde, sondern den revolutionären Übergang vom alten zum neuen Bund, bei dem der Heilige Geist nicht mehr nur wenigen Privilegierten, sondern allen Gläubigen gegeben wird. Durch Pfingsten wird jeder Gläubige zum Tempel des Heiligen Geistes und hat direkten Zugang zu Gott.

Dieser Gottesdienst zum Pfingstfest konzentriert sich auf die Bedeutung von Pfingsten als Geburtsstag der Gemeinde und die revolutionäre Ausgießung des Heiligen Geistes. Die zentrale Botschaft lautet: Pfingsten ist größer als man denkt. Der Prediger erklärt ausführlich, dass durch Pfingsten der Neue Bund in Kraft gesetzt wurde, der den Alten Bund erfüllt und erweitert. Im Alten Bund war der Heilige Geist nur wenigen privilegierten Menschen vorbehalten - Königen, Priestern, Propheten und Richtern. Durch Pfingsten erhält nun jeder Gläubige den Heiligen Geist. Die Predigt zeigt tiefgehende theologische Zusammenhänge auf: Der Alte Bund funktionierte wie eine Diagnose, die das Problem der menschlichen Sünde offenlegte, während der Neue Bund durch Jesus die Heilung bringt. Gott hat bewusst sowohl die Gesetzgebung am Sinai als auch die Ausgießung des Heiligen Geistes jeweils 50 Tage nach Passa gelegt. Jeder Gläubige ist nun Tempel des Heiligen Geistes, ein königliches Priestertum und ein heiliges Volk. Die Gemeinde hat Israel nicht ersetzt, sondern wurde hinzugefügt. Der Gottesdienst betont die Verantwortung jedes Gläubigen als besonderes Werkzeug Gottes und die Bedeutung, Zeuge für Christus zu sein.
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Dieser Gottesdienst zum Pfingstfest konzentriert sich auf die Bedeutung von Pfingsten als Geburtsstag der Gemeinde und die revolutionäre Ausgießung des Heiligen Geistes. Die zentrale Botschaft lautet: Pfingsten ist größer als man denkt. Der Prediger erklärt ausführlich, dass durch Pfingsten der Neue Bund in Kraft gesetzt wurde, der den Alten Bund erfüllt und erweitert. Im Alten Bund war der Heilige Geist nur wenigen privilegierten Menschen vorbehalten - Königen, Priestern, Propheten und Richtern. Durch Pfingsten erhält nun jeder Gläubige den Heiligen Geist. Die Predigt zeigt tiefgehende theologische Zusammenhänge auf: Der Alte Bund funktionierte wie eine Diagnose, die das Problem der menschlichen Sünde offenlegte, während der Neue Bund durch Jesus die Heilung bringt. Gott hat bewusst sowohl die Gesetzgebung am Sinai als auch die Ausgießung des Heiligen Geistes jeweils 50 Tage nach Passa gelegt. Jeder Gläubige ist nun Tempel des Heiligen Geistes, ein königliches Priestertum und ein heiliges Volk. Die Gemeinde hat Israel nicht ersetzt, sondern wurde hinzugefügt. Der Gottesdienst betont die Verantwortung jedes Gläubigen als besonderes Werkzeug Gottes und die Bedeutung, Zeuge für Christus zu sein.

Hauptthemen (5)

1. Der neue Bund zu Pfingsten

  • • Die Gemeinde ist heute etwa 1993 Jahre alt geworden
  • • Pfingsten ist die Erfüllung einer jahrhundertealten Verheißung
  • • Das griechische Wort 'simplero' bedeutet vollständig erfüllt sein und verbindet zeitliche mit heilsgeschichtlicher Bedeutung
  • • Der neue Bund wurde durch Jesu Blut besiegelt und zu Pfingsten durch den Heiligen Geist aktiviert
  • • Das neue Testament beginnt eigentlich erst mit Pfingsten, nicht mit Matthäus

2. Die Ausgießung des Heiligen Geistes auf alle

  • • Im alten Bund hatten nur privilegierte Menschen den Heiligen Geist - Könige, Priester, Propheten, Richter
  • • Der Heilige Geist war im alten Bund nur temporär und für bestimmte Aufgaben gegeben
  • • Pfingsten revolutioniert dies: Jeder Gläubige bekommt nun den Heiligen Geist
  • • Lukas betont ausdrücklich 'alle' und 'jeden', um diesen radikalen Unterschied zu zeigen
  • • Jeder Gläubige ist nun ein besonderes Werkzeug in Gottes Hand

3. Die Parallelen zwischen Sinai und Pfingsten

  • • 50 Tage nach dem ersten Passa wurde am Sinai der alte Bund eingesetzt
  • • 50 Tage nach Jesu Tod als Passalamm wurde zu Pfingsten der neue Bund in Kraft gesetzt
  • • Am Sinai schrieb Gott das Gesetz auf Steintafeln, zu Pfingsten schreibt er es in die Herzen
  • • Beide Ereignisse wurden begleitet von Feuer, Brausen und dramatischen Zeichen
  • • Das Volk Israel wurde zu einem königlichen Priestertum berufen, nun gilt dies für alle Gläubigen in Christus

4. Die Notwendigkeit des alten Bundes

  • • Der alte Bund war kein Fehler oder Plan B, sondern notwendige Vorbereitung
  • • Das Gesetz funktioniert wie eine Diagnose beim Arzt - es zeigt das Problem
  • • Der alte Bund zeigt, dass der Mensch es aus eigener Kraft nicht schaffen kann
  • • Erst wer durch den alten Bund sein Problem versteht, kann die Lösung in Jesus annehmen
  • • Das Problem liegt nicht im Verhalten, sondern im Wesen - wir brauchen Erneuerung, nicht nur Verbesserung

5. Der neue Zugang zu Gott

  • • Im alten Bund durften nur Priester ins Heiligtum, das Volk hatte keinen direkten Zugang
  • • Jeder Gläubige ist nun selbst Tempel des Heiligen Geistes
  • • Wir haben durch Jesus direkten Zugang zu Gott, können 'Abba Vater' sagen
  • • Der Zugang zu Gott ist nicht mehr an einen Ort oder ein Gebäude gebunden
  • • Wir können mutig vor den Thron Gottes treten

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Römer 8,11-17

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, euch eure sterblichen Leiber lebendig machen, durch den Geist, der in euch wohnt. So sind wir nun, Brüder, nicht Schuldner unserer menschlichen Natur, dass wir nach dem Fleisch leben. Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, dann werdet ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches abtötet, dann werdet ihr leben. Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, die sind Kinder Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch erneut fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, durch den wir rufen, aber Vater. Der Geist selbst gibt unserem Geist das Zeugnis, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn wir Kinder sind, dann sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

Apostelgeschichte 2,1-4

Und als der Pfingsttag erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer, und er setzte sich auf einen jeden von ihnen. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen, in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Jeremia 31,31-33

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Judah einen neuen Bund schließen. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm und sie aus Ägypten dann zu führen. Ein Bund, den sie nicht halten konnten. Ob ich gleich ihr Herr war, konnten sie es trotzdem nicht halten, spricht der Herr. Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will. Nach dieser Zeit spricht der Herr, ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben. Und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.

Hesekiel 36,26-27

Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.

1. Korinther 6,19

Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch, und ihr gehört nicht mehr euch selber.

1. Petrus 2,9

Ihr jedoch seid das von Gott erwählte Volk. Ihr seid eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk, das ihm allein gehört und den Auftrag hat, seine großen Taten zu verkündigen. Die Taten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.

Weitere Referenzen

  • → Lukas 22,20
  • → Apostelgeschichte 1,8
  • → 2. Mose 19,5-6
  • → Offenbarung 1,5-6
  • → Offenbarung 5
  • → 4. Mose 11,29
  • → 2. Mose 19
  • → Psalm 88
  • → Hebräer 10,16

Praktische Anwendung (6)

  • 1 Erkenne deinen Wert als Werkzeug Gottes: Jeder Gläubige mit dem Heiligen Geist ist ein besonderes Werkzeug in Gottes Hand. Du bist nicht weniger wert, egal welche Aufgabe du hast - ob du Windeln wechselst oder predigst.
  • 2 Nutze deinen direkten Zugang zu Gott: Wir dürfen jederzeit zu Gott kommen und 'Abba Vater' sagen. Nutze diese Möglichkeit des ständigen Austauschs mit Gott im Gebet und durch den Heiligen Geist.
  • 3 Sei Zeuge von Gottes Wirken: Pfingsten rüstet uns aus, um Zeuge zu sein. Erzähle von den Erlebnissen, die du mit Gott gemacht hast und wie du bei deiner Bekehrung umgewandelt wurdest.
  • 4 Lebe nicht als Solo-Christ: Pfingsten ist kein Selbstzweck. Der Heilige Geist rüstet uns für den Alltag und für einen Auftrag in der Gemeinschaft aus. Gemeinde ist essentiell für das christliche Leben.
  • 5 Erinnere dich an die Anfangszeit mit dem Heiligen Geist: Wenn du dich leer fühlst oder den Heiligen Geist nicht mehr spürst, denke zurück an deine ersten Tage als Christ und wie es ohne den Heiligen Geist war.
  • 6 Schätze das Alte Testament: Altes und Neues Testament gehören untrennbar zusammen wie Diagnose und Heilmittel. Studiere beide Teile, um die ganze Geschichte Gottes zu verstehen.

Impulse aus der Woche ab 25. Mai

  1. Tag 1 von 7 · 25. Mai Pfingsten – Größer als man denkt

    Heute feiern wir den Geburtstag der Gemeinde – sie ist etwa 1.993 Jahre alt geworden! Aber Pfingsten ist viel mehr als nur ein Jubiläum. Es ist der Moment, in dem Gottes Verheißung sich sichtbar erfüllt hat: 'Und als der Pfingsttag erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind.' Das Wort 'erfüllt' zeigt uns: Dies ist kein gewöhnlicher Feiertag mehr. Jahrhundertelang haben die Israeliten dieses Wochenfest gefeiert, aber jetzt – an diesem Pfingsten – bekommt das Fest seine eigentliche, heilsgeschichtliche Erfüllung. Der Neue Bund wird aktiviert, in Betrieb genommen. Was Jesus am Kreuz erkauft und besiegelt hat, wird nun durch die Ausgießung des Heiligen Geistes für alle Gläubigen zugänglich. Pfingsten ist der revolutionäre Wendepunkt: Ab jetzt ist der Heilige Geist nicht mehr nur für privilegierte Könige, Priester und Propheten reserviert – sondern für jeden, der an Jesus glaubt.

    Apostelgeschichte 2,1-4

    Gebet

    Danke Jesus dafür, dass du den Neuen Bund durch dein Blut besiegelt und durch den Heiligen Geist für mich aktiviert hast. Hilf mir, die Größe von Pfingsten neu zu verstehen.

    Zum Nachdenken

    Hast du dir jemals bewusst gemacht, dass Pfingsten der Moment ist, in dem Gottes Verheißungen für dich persönlich Wirklichkeit wurden?

  2. Tag 2 von 7 · 26. Mai Der Heilige Geist für alle – nicht nur für Privilegierte

    Im Alten Bund war der Heilige Geist etwas Besonderes – aber nicht für alle. Nur Könige wie David, Propheten wie Elia, Richter wie Gideon und sogar die Chefhandwerker der Stiftshütte (Bezalel und Oholiab!) erhielten den Geist, um besondere Aufgaben zu erfüllen. Das normale Volk hatte keine Chance darauf. Doch Pfingsten ändert alles radikal! 'Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer, und er setzte sich auf einen jeden von ihnen. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist.' Lukas betont bewusst: auf ALLE, auf JEDEN. Niemand ist ausgenommen. Jeder Gläubige bekommt den Heiligen Geist – die Mutter, die Windeln wechselt, ist genauso ein besonderes Werkzeug Gottes wie der Prediger auf der Kanzel. Das ist die Revolution von Pfingsten: Du bist nicht abhängig von anderen Menschen, um Gottes Gegenwart zu erleben. Der Heilige Geist wohnt in dir, wenn du Jesus im Glauben angenommen hast.

    Apostelgeschichte 2,3-4

    Gebet

    Vater, hilf mir zu erkennen, dass ich durch den Heiligen Geist ein vollwertiges, besonderes Werkzeug in deiner Hand bin. Danke, dass ich nicht von anderen abhängig bin, um dir zu dienen.

    Zum Nachdenken

    Siehst du dich selbst als ein besonderes Werkzeug in Gottes Hand, unabhängig von deiner Position oder Aufgabe?

  3. Tag 3 von 7 · 27. Mai Zeugen durch den Heiligen Geist

    Die Ereignisse zu Pfingsten waren nicht nur beeindruckend – sie waren auch hörbar, sichtbar und praktisch erlebbar. Ein lautes Brausen erfüllte das Haus, Feuerzungen erschienen, und die Jünger begannen in anderen Sprachen zu reden. Warum? Weil Gott Zeugen zubereitete. Ein Zeuge berichtet von dem, was er gesehen und gehört hat – nicht von dem, was er glaubt oder vermutet. Jesus hatte gesagt: 'Ihr werdet meine Zeugen sein.' Pfingsten ist kein Selbstzweck. Der Heilige Geist rüstet uns aus für einen Auftrag: nach innen zur persönlichen Veränderung und nach außen, um Zeuge für Christus zu sein. Du kannst kein 'Solo-Christ' sein, der allein vor dem Bildschirm lebt. Der Heilige Geist befähigt uns, von unseren Erlebnissen mit Gott weiterzuerzählen – in unseren Familien, in der Gemeinde, in der Welt. Wir haben alle eine Geschichte, wie Jesus unser Leben verändert hat. Das ist unsere Botschaft.

    Apostelgeschichte 1,8

    Gebet

    Herr, mache mich zu einem mutigen Zeugen für dich. Gib mir die richtigen Worte zur rechten Zeit, um von deiner Liebe und Gnade zu erzählen.

    Zum Nachdenken

    Wann hast du das letzte Mal jemandem von deinen Erlebnissen mit Jesus erzählt?

  4. Tag 4 von 7 · 28. Mai Der Neue Bund – einseitig und sicher

    Gott hatte durch Jeremia versprochen: 'Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen... Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben.' Der entscheidende Unterschied: Der alte Bund war beidseitig – Gott und das Volk schlossen ihn gemeinsam, aber das Volk scheiterte immer wieder. Der neue Bund hingegen ist einseitig! Jesus hat die Bedingungen des alten Bundes stellvertretend für uns erfüllt. Er hat das Gesetz gehalten, ist sündlos geblieben und hat die Strafe für unsere Sünden getragen. Deshalb können wir sagen: Ich habe den alten Bund gehalten, weil Jesus das stellvertretend für mich getan hat. Wir sind bekleidet mit seiner Gerechtigkeit. Diese Wahrheit ist eine theologische Bombe: Der neue Bund hängt nicht von unserer Leistung ab, sondern von Jesu vollkommenem Werk. Wir dürfen ihn im Glauben annehmen – so einfach und doch für viele so schwer.

    Jeremia 31,31-33

    Gebet

    Jesus, danke, dass du den alten Bund stellvertretend für mich erfüllt hast. Hilf mir, im Glauben zu ruhen und nicht in eigener Anstrengung.

    Zum Nachdenken

    Vertraust du darauf, dass Jesus alles für dich erfüllt hat, oder versuchst du immer noch, dich selbst zu rechtfertigen?

  5. Tag 5 von 7 · 29. Mai Neues Herz, neuer Geist

    Hesekiel prophezeite dieselbe revolutionäre Botschaft wie Jeremia: 'Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln.' Stell dir vor: Menschen, die völlig kaputt und erschöpft sind vom Versuch, Gottes Gebote zu halten, bekommen plötzlich diese Botschaft – ICH will das tun. Nicht du musst dich anstrengen, sondern ICH werde dich verändern. Das neue Herz und der neue Geist sind die Kennzeichen des Neuen Bundes. Pfingsten macht diese Verheißung wahr. Gott selbst übernimmt die Verantwortung für unsere Verwandlung. Er gibt uns nicht nur Regeln, sondern auch die Kraft, nach ihnen zu leben. Das ist Gnade pur – Gott macht aus uns Menschen, die ihm gefallen, weil er in uns wirkt.

    Hesekiel 36,26-27

    Gebet

    Herr, gib mir ein neues Herz und einen neuen Geist. Verändere mich von innen heraus, damit ich in deinen Wegen wandeln kann.

    Zum Nachdenken

    In welchen Bereichen deines Lebens kämpfst du noch in eigener Kraft, statt Gottes verwandelnde Arbeit zuzulassen?

  6. Tag 6 von 7 · 30. Mai Königliches Priestertum – jeder Gläubige zählt

    Am Berg Sinai bot Gott Israel an: 'Haltet ihr meine Gebote, dann seid ihr mein Volk, ein königliches Priestertum und ein heiliges Volk.' Zu Pfingsten greift Petrus diese Sprache wieder auf – aber jetzt gilt sie allen Gläubigen, nicht nur Israel. Durch Pfingsten entsteht ein neues Volk Gottes, das allen offensteht, die Jesus im Glauben annehmen. Die Gemeinde hat Israel nicht ersetzt – sie wurde hinzugefügt! Jeder Gläubige ist nun Tempel des Heiligen Geistes, Teil eines königlichen Priestertums, eines heiligen Volkes. Du brauchst keinen menschlichen Vermittler mehr – du hast direkten Zugang zu Gott durch Jesus Christus. Das bedeutet auch Verantwortung: Als königliche Priester dienen wir Gott in unserem Alltag. Ob im Beruf, in der Familie oder in der Gemeinde – jeder von uns hat eine priesterliche Berufung. Wir bringen nicht Tieropfer dar, sondern unser Leben als lebendiges, heiliges Opfer, das Gott wohlgefällig ist.

    1. Petrus 2,9

    Gebet

    Vater, danke, dass ich zu deinem königlichen Priestertum gehöre. Zeige mir, wie ich dir heute in meinem Alltag dienen kann.

    Zum Nachdenken

    Wie lebst du deine priesterliche Berufung im Alltag aus?

  7. Tag 7 von 7 · 31. Mai Versiegelt und ausgerüstet für die Ewigkeit

    Paulus schreibt: 'Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, die sind Kinder Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch erneut fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, Vater!' Manchmal erleben wir Zeiten, in denen wir den Heiligen Geist nicht spüren – wie in Psalm 88, der von Anfang bis Ende dunkel ist. Aber die Wahrheit bleibt: Du bist versiegelt mit dem Heiligen Geist! Er wohnt in dir. Erinnere dich an deine ersten Tage mit dem Heiligen Geist – wie es war, als du Jesus kennengelernt hast. Vielleicht hast du dich daran gewöhnt, wie man sich an kaltes Wasser gewöhnt. Aber der Geist ist immer noch da. Du darfst jederzeit zu Gott kommen und 'Vater' sagen. Du bist sein Kind, sein Erbe, Miterbe mit Christus. Auf uns wartet die ganze Ewigkeit – und der Heilige Geist bereitet uns schon jetzt darauf vor.

    Römer 8,14-17

    Gebet

    Abba, Vater, danke, dass ich dein Kind sein darf und dass dein Geist in mir wohnt. Stärke meinen Glauben, besonders in Zeiten, wo ich dich nicht spüre.

    Zum Nachdenken

    Wie kannst du diese Woche bewusst im Vertrauen leben, dass der Heilige Geist in dir wohnt, auch wenn du ihn nicht immer spürst?