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Ev. Freikirche Kreuzheide

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Täglicher Impuls
Tag 2 von 7

Jesus gab Beliebtheit für Wahrheit auf

Aus der Predigt „Your Path Past the Cross | Andreas Neve | Freikirche Kreuzheide“ vom 26. Oktober

In Johannes 6 lesen wir von einem dramatischen Wendepunkt: Jesus predigt in Kapernaum vor einer riesigen Menge – auf der Erfolgswelle seiner Wundertaten. Doch dann mutet er seinen Zuhörern unbequeme, irritierende Aussagen zu. Das Ergebnis? Viele verlassen ihn auf der Stelle. Jesus zeigt damit, dass er kein Hampelmann ist, der sich zum Sklaven der Wünsche der Masse macht. Er hatte Zehntausende Nachfolger und war beliebt – aber beides gab er zugunsten der Wahrheit auf. Diese Begebenheit hält uns allen einen Spiegel vor: Wie schnell folgen wir Jesus nur, wenn er unsere Bäuche und Konten voll macht! Jesus durchschaut unsere egoistischen Motive. Für uns als Gemeinde bedeutet das: Beliebtheit bei den Menschen darf nicht unser Antrieb sein. Die Größe einer Gemeinde macht sie nicht automatisch zu einer guten Gemeinde. Wenn wir nach Applaus streben, werden wir unweigerlich das Evangelium beschneiden und unbequeme Wahrheiten weglassen.

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In Johannes 6 lesen wir von einem dramatischen Wendepunkt: Jesus predigt in Kapernaum vor einer riesigen Menge – auf der Erfolgswelle seiner Wundertaten. Doch dann mutet er seinen Zuhörern unbequeme, irritierende Aussagen zu. Das Ergebnis? Viele verlassen ihn auf der Stelle. Jesus zeigt damit, dass er kein Hampelmann ist, der sich zum Sklaven der Wünsche der Masse macht. Er hatte Zehntausende Nachfolger und war beliebt – aber beides gab er zugunsten der Wahrheit auf. Diese Begebenheit hält uns allen einen Spiegel vor: Wie schnell folgen wir Jesus nur, wenn er unsere Bäuche und Konten voll macht! Jesus durchschaut unsere egoistischen Motive. Für uns als Gemeinde bedeutet das: Beliebtheit bei den Menschen darf nicht unser Antrieb sein. Die Größe einer Gemeinde macht sie nicht automatisch zu einer guten Gemeinde. Wenn wir nach Applaus streben, werden wir unweigerlich das Evangelium beschneiden und unbequeme Wahrheiten weglassen.

Johannes 6
Gebet

Danke Jesus, dass er nicht den einfachen, beliebten Weg gegangen ist. Bitte ihn um Mut zur Wahrheit in deinem Leben.

Zum Nachdenken

In welchen Bereichen meines Glaubenslebens versuche ich, unbequeme Wahrheiten zu vermeiden?

Aufnahme vom 2. August 2026

Predigt

Wenn wir alles was Jesus gesagt hat, ernst nehmen würden | Finja Ostrowicki | Freikirche Kreuzheide

Sonntag, 2. August 2026
Matthäus 28,18-20
Kernaussage

Die Predigt fordert dazu auf, die Lehren und Aufträge Jesu ernst zu nehmen und vollständig umzusetzen, wie es die frühe Gemeinde in Antiochia vorbildlich getan hat. Anhand der vier Kernmerkmale der Gemeinde in Antiochia - Evangelisation, Mentoring, großzügiges Geben und Aussendung - wird gezeigt, wie eine lebendige Gemeinde aussieht. Dies erfordert tiefes Vertrauen gegen Angst und Demut, um Stolz und Scham zu überwinden.

In dieser Predigt geht es um die Frage, was passieren würde, wenn wir alles, was Jesus gesagt hat, ernst nehmen und umsetzen würden. Der Sprecher untersucht anhand der frühen Gemeinde in Antiochia (Apostelgeschichte 11-13), wie echte Nachfolge aussieht. Er zeigt auf, dass die ersten Christen in Jerusalem trotz Jesu klarem Missionsbefehl zunächst 2-5 Jahre in der Stadt blieben, bis Verfolgung sie zerstreute. In Antiochia entstand dann durch einige mutige Gläubige, die zu Nichtjuden gingen, eine der größten Gemeinden der damaligen Welt. Der Sprecher identifiziert vier wesentliche Merkmale der antiochenischen Gemeinde: (1) Weitergabe des Evangeliums trotz Angst, (2) Mentoring und gegenseitige Unterstützung durch geistliche Väter und Mütter, (3) großzügiges Geben von Geld trotz eigener Not, und (4) das Aussenden der besten Leiter in neue Werke. Alle diese Praktiken erfordern tiefes Vertrauen statt Angst und Demut statt Stolz. Die Predigt schließt mit der Herausforderung an die Gemeinde, ob sie bereit ist, eine ständige Baustelle zu bleiben, in der Veränderung geschieht, und ob jeder Einzelne bereit ist, sowohl Empfänger als auch Geber zu sein.
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In dieser Predigt geht es um die Frage, was passieren würde, wenn wir alles, was Jesus gesagt hat, ernst nehmen und umsetzen würden. Der Sprecher untersucht anhand der frühen Gemeinde in Antiochia (Apostelgeschichte 11-13), wie echte Nachfolge aussieht. Er zeigt auf, dass die ersten Christen in Jerusalem trotz Jesu klarem Missionsbefehl zunächst 2-5 Jahre in der Stadt blieben, bis Verfolgung sie zerstreute. In Antiochia entstand dann durch einige mutige Gläubige, die zu Nichtjuden gingen, eine der größten Gemeinden der damaligen Welt. Der Sprecher identifiziert vier wesentliche Merkmale der antiochenischen Gemeinde: (1) Weitergabe des Evangeliums trotz Angst, (2) Mentoring und gegenseitige Unterstützung durch geistliche Väter und Mütter, (3) großzügiges Geben von Geld trotz eigener Not, und (4) das Aussenden der besten Leiter in neue Werke. Alle diese Praktiken erfordern tiefes Vertrauen statt Angst und Demut statt Stolz. Die Predigt schließt mit der Herausforderung an die Gemeinde, ob sie bereit ist, eine ständige Baustelle zu bleiben, in der Veränderung geschieht, und ob jeder Einzelne bereit ist, sowohl Empfänger als auch Geber zu sein.

Hauptthemen (6)

1. Der große Missionsauftrag und seine verzögerte Umsetzung

  • • Jesus beauftragte seine Jünger in Matthäus 28, in die ganze Welt zu gehen und Menschen zu Jüngern zu machen
  • • Die ersten Christen blieben jedoch 2-5 Jahre in Jerusalem, anstatt hihinauszugehen
  • • Erst durch Verfolgung nach Stephanus' Tod zerstreuten sie sich und erreichten u.a. Antiochia
  • • Bis 350 n.Chr. entstanden vier große christliche Zentren: Rom, Alexandria, Konstantinopel und Antiochia

2. Evangelisation - Von Jesus erzählen

  • • In Antiochia begannen einige Christen, auch Nichtjuden von Jesus zu erzählen und überschritten damit Grenzen
  • • Sie erzählten von dem, was sie gesehen und gehört hatten
  • • Der Herr wirkte mächtig durch sie und viele Menschen kamen zum Glauben
  • • Evangelisation ist nicht einfach, aber lohnt sich fast immer - auch nach 37 Jahren christlicher Erfahrung
  • • Es braucht nur ein paar Menschen, die bereit sind, von Jesus zu erzählen

3. Mentoring - Geistliche Väter und Mütter

  • • Barnabas wurde von Jerusalem nach Antiochia gesandt, um die neue Gemeinde zu unterstützen
  • • Er erkannte seine Grenzen und holte Paulus aus Tarsus, um gemeinsam zu dienen
  • • Barnabas war der 'Sohn des Trostes', Paulus der intellektuelle Lehrer
  • • Beide unterwiesen die Gemeinde ein ganzes Jahr lang
  • • Christen brauchen Vorbilder und Menschen, die sich um sie kümmern
  • • Es braucht geistliche Väter und Mütter, die ihr Leben teilen und lesbar sind für andere
  • • Gleichzeitig muss man bereit sein, um Hilfe zu bitten

4. Großzügiges Geben - Geld wegeben trotz eigener Not

  • • Prophet Agabus kündigte eine Hungersnot im ganzen Reich an
  • • Trotz eigener kommender Not beschloss die Gemeinde in Antiochia, Geld nach Jerusalem zu senden
  • • Natürlicher Reflex ist 'meine Sicherheit geht vor' - Antiochia handelte anders
  • • Die Frage ist: Bin ich Besitzer oder Verwalter meines Geldes?
  • • Vorschlag eines Gebekontos in der Gemeinde für zukünftige Missionen, Ausbildungen, Reisen
  • • Persönliches Zeugnis: 1992 ermöglichte die Gemeinde die Missionsreise nach Russland - nicht als Einzelperson, sondern als Teil der Gemeinde
  • • Geld wegzugeben erfordert Vertrauen, dass Gott für die eigene Versorgung sorgt

5. Aussendung - Die Besten gehen lassen

  • • Der Heilige Geist forderte die Gemeinde auf, Barnabas und Saulus für eine neue Aufgabe freizustellen
  • • Dies waren die Gründer und tragenden Säulen der Gemeinde
  • • Natürliche Reaktion wäre Angst vor der entstehenden Lücke gewesen
  • • Die Gemeinde gehorchte und sandte sie mit Gebet und Handauflegung aus
  • • Es ist ein Privileg für eine Gemeinde, Menschen auszusenden
  • • Persönliches Beispiel: Die Freude über Tillmanns Wechsel nach Wolfsburg
  • • Aussendung bedeutet, dass Gott sich um die zurückbleibende Gemeinde kümmern wird

6. Die vier Kernmerkmale erfordern Vertrauen und Demut

  • • Alle vier Bereiche erfordern tiefes Vertrauen gegen die Angst
  • • Demut ist nötig, um Stolz und Scham zu überwinden
  • • Diese Haltungen machten Antiochia zu einer der vier größten Gemeinden nach 300 Jahren
  • • Die Gemeinde muss eine Baustelle bleiben, wo sich Dinge verändern und neu anfangen
  • • Jeder soll mit einem einzigen Punkt beginnen, nicht mit allem auf einmal

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Matthäus 28,18-20

Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach, ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf Erde erhalten, deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden. Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein, ich bin immer bei euch, bis das Ende der Welt gekommen ist.

Apostelgeschichte 11,19-21

Fast alle Gläubigen waren wegen der Verfolgung nach dem Tod von Stephanus aus Jerusalem geflohen und hatten sich über Judäa und Samarien zerstreut. Manche kamen sogar bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia. Sie erzählten aber nur den Juden von Jesus. Lediglich ein paar von ihnen, Männer aus Zypern und Kyrene, die jetzt in Antiochia lebten, verkündeten auch den Nichtjuden die rettende Botschaft von Jesus, dem Herrn. Der Herr wirkte mächtig durch sie und so wandten sich ihm viele Menschen zu und glaubten an ihn.

Apostelgeschichte 11,22-26

Als die Gemeinde in Jerusalem davon erfuhr, schickte sie Barnabas nach Antiochia. Der kam in die Stadt und erkannte voller Freude, was Gott in seiner Gnade getan hat. Barnabas ermutigte die Gläubigen fest und entschlossen in ihrem Glauben an den Herrn zu bleiben. Er war ein vorbildlicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und stark im Glauben. So begannen damals viele Menschen, Jesus, den Herrn, zu vertrauen. Von Antiochia reiste Barnabas nach Tasos, um Saulus aufzusuchen. Er traf ihn und nahm ihn mit nach Antiochia zurück. Dort blieben die beiden ein ganzes Jahr lang in der Gemeinde, um viele Menschen im Glauben zu unterweisen. In Antiochia wurden die Jünger zum ersten Mal Christen genannt.

Apostelgeschichte 11,27-30

Zu dieser Zeit kamen Propheten aus Jerusalem nach Antiochia. Während des Gottesdienstes sagte einer von ihnen, er hieß Agabus, eine große Hungersnot voraus. Sie würde sich über das gesamte Reich erstrecken. So hat es ihm der Heilige Geist gezeigt. Tatsächlich trat diese Hungersnot wenige Jahre später noch während der Regierungskrise von Kaiser Clausius ein. Deshalb beschloss die Gemeinde in Antiochia ihren Brüdern und Schwestern in Judäa zu helfen. Jeder in der Gemeinde sollte so viel geben, wie er konnte. Und das Geld wurde dann von Barnabas und Saulus den Leitern der Gemeinde in Jerusalem überbracht.

Apostelgeschichte 13,1-3

In der Gemeinde von Antiochia gab es eine Reihe von Propheten und Lehrern. Barnabas, Simeon, genannt der Schwarze, Lucius aus Kyrene, Maneam, der zusammen mit dem Fürsten Herodes aufgewachsen war, und Saulus. Eines Tages, während die Gemeinde dem Herrn mit Gebet und Fasten diente, sagte der Heilige Geist, stellt mir Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe. Da legte man den beiden nach weiterem Fasten und Beten die Hände auf und ließ sie ziehen.

Johannes 17,20-21

Ich bitte dich aber nicht für sie, sondern für alle, die durch ihre Worte von mir hören werden und an mich glauben. Sie sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist. So wie du in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns fest miteinander verbunden sein. Dann wird die ganze Welt glauben, dass du mich gesandt hast.

Weitere Referenzen

  • → Apostelgeschichte (allgemein über die frühe Gemeinde in Jerusalem)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Von Jesus erzählen: Überwinde die Angst und fange an, anderen von dem zu erzählen, was du mit Jesus gesehen und gehört hast. Es muss nicht perfekt sein - es braucht nur ein paar Menschen, die bereit sind, die Grenzen dessen zu überschreiten, was in ihrer Gemeinschaft normal ist.
  • 2 Mentoring suchen oder anbieten: Überlege, ob du eine geistliche Mutter oder einen geistlichen Vater sein könntest, oder ob du selbst jemanden brauchst. Sei bereit, dein Leben zu teilen und lesbar zu sein für andere, oder habe den Mut, um Hilfe zu bitten.
  • 3 Ein Gebekonto einrichten: Erwäge als Gemeinde, einen Bereich einzurichten, wo frei eingezahlt wird - nicht für die Gemeinde selbst, sondern um das Geld weiterzugeben für Missionen, Ausbildungen oder Menschen in Not. Verstehe dich als Verwalter, nicht als Besitzer deines Geldes.
  • 4 Menschen mit Segen aussenden: Wenn Gott Menschen aus deiner Gemeinde zu neuen Aufgaben beruft, sende sie mit Freude und Segen aus, anstatt sie aus Angst vor der entstehenden Lücke festzuhalten. Vertraue darauf, dass Gott sich um die Gemeinde kümmern wird.
  • 5 Mit einem Punkt beginnen: Wähle nur einen einzigen Punkt aus den vier Kernmerkmalen (Evangelisation, Mentoring, Geben, Aussendung) und fange damit an. Versuche nicht, alles auf einmal umzusetzen, sondern mache einen konkreten ersten Schritt.

Impulse aus der Woche ab 3. August

  1. Tag 1 von 7 · 3. August Was wäre, wenn wir Jesus wirklich ernst nehmen?

    Jesus gab seinen Jüngern einen klaren Auftrag: 'Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden.' Doch was geschah? Die ersten Christen blieben 2-5 Jahre in Jerusalem. Nicht weil der Auftrag unklar war, sondern weil sie in ihrer Komfortzone blieben. Erst als Verfolgung kam, zerstreuten sie sich. Einige mutige Gläubige gingen nach Antiochia und – hier kommt das Entscheidende – einige wenige überschritten die Grenzen des Normalen. Sie gingen zu den Nichtjuden und erzählten von Jesus. Nicht alle, nur ein paar. Aber das reichte. Die Frage an uns heute: Was sind die Grenzen dessen, was in unserer Gemeinde 'normal' ist? Welche Barrieren müssen wir überwinden? Es braucht nur ein paar Menschen, die bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen und von dem zu erzählen, was sie gesehen und gehört haben. Bist du einer davon?

    Matthäus 28,18-20

    Gebet

    Bitte Gott, dir den Mut zu geben, von dem zu erzählen, was du von Jesus gesehen und gehört hast – auch wenn es sich nicht einfach anfühlt.

    Zum Nachdenken

    Welche 'Grenze des Normalen' könnte Gott dich auffordern zu überschreiten, um das Evangelium weiterzugeben?

  2. Tag 2 von 7 · 4. August Die Kraft des persönlichen Zeugnisses

    In Antiochia geschah etwas Revolutionäres: Menschen erzählten einfach, was sie von Jesus gesehen und gehört hatten. Keine ausgefeilten Programme, keine perfekten Methoden – nur persönliche Geschichten. Und Menschen fingen an zu glauben. Der Prediger gesteht ehrlich: Seit 37 Jahren als Christ findet er Evangelisation nicht einfach. Jedes Mal wieder ist es eine Herausforderung. Aber bis auf eine einzige Ausnahme hat es sich immer gelohnt. Es geht nicht darum, perfekt zu sein oder alle Antworten zu haben. Es geht darum, authentisch zu teilen. Zwei Dinge sind nötig: Menschen müssen wahrnehmen, dass Gott sich um sie kümmert. Und es braucht Menschen, die bereit sind, davon zu erzählen – trotz Unbehagen, trotz Unsicherheit. Vielleicht fängst du heute damit an, jemandem bei der Arbeit zu erzählen, was Jesus für dich bedeutet.

    Apostelgeschichte 11,19-21

    Gebet

    Bitte den Heiligen Geist, dir eine Person zu zeigen, mit der du diese Woche deine persönliche Jesus-Geschichte teilen kannst.

    Zum Nachdenken

    Wann hast du das letzte Mal jemandem außerhalb christlicher Kreise von deinem Glauben erzählt? Was hält dich davon ab?

  3. Tag 3 von 7 · 5. August Die Notwendigkeit geistlicher Väter und Mütter

    Als die junge Gemeinde in Antiochia Unterstützung brauchte, schickte Jerusalem Barnabas – einen Mann mit dem Herzen am rechten Fleck. Er erkannte aber auch seine Grenzen und holte Paulus dazu. Zusammen ergänzten sie sich perfekt: Barnabas, der 'Sohn des Trostes', und Paulus mit seiner intellektuellen Schärfe. Mentoring ist keine moderne Erfindung, sondern biblisches Prinzip. Wir brauchen Vorbilder, die ihr Leben mit uns teilen. Menschen, die ehrlich sind, lesbar sein wollen und zeigen, wie man mit Jesus lebt – nicht in der Theorie, sondern im Alltag. Die Herausforderung ist zweifach: Könntest du eine geistliche Mutter oder ein geistlicher Vater sein? Bist du bereit, dein Leben zu teilen – auch deine Schwächen? Oder brauchst du selbst jemanden? Um Hilfe zu bitten ist nicht unsere Stärke, aber es ist notwendig. Selbst erfahrene Leiter brauchen Mentoren. Das ist keine Schwäche, sondern Weisheit.

    Apostelgeschichte 11,22-26

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu zeigen, ob du jemanden um Mentoring bitten oder selbst jemanden begleiten sollst.

    Zum Nachdenken

    Brauchst du einen Mentor oder könntest du für jemanden ein Mentor sein? Welcher konkrete erste Schritt wäre möglich?

  4. Tag 4 von 7 · 6. August Großzügigkeit trotz eigener Not

    Eine Hungersnot wird angekündigt – im ganzen Reich, auch in Antiochia. Der natürliche Reflex? Angst. Meine Sicherheit geht vor. 'Me first' – das ist tief in uns verankert. Doch die Gemeinde in Antiochia reagiert anders: Sie beschließt, Geld nach Jerusalem zu geben, wo die Not am größten sein wird. Wie geht das? Die entscheidende Frage ist: Ist das Geld meins oder bin ich nur Verwalter? Der Gedanke 'ich bin Verwalter, nicht Besitzer' gibt unglaubliche Freiheit. Gott fragt nicht nur: Was brauchst du zum Überleben? Sondern: Was brauchst du, um richtig zu leben? Und der Rest? Den könntest du weitergeben. Die Predigt macht einen konkreten Vorschlag: Ein Gebekonto einrichten, für Jüngerschaftsschulen, Missionseinsätze, Ausbildungen. Nicht erst sammeln, wenn der Bedarf da ist, sondern vorher, damit wir bereit sind. Das Einzige, was wir brauchen? Vertrauen, dass Gott sich um uns kümmern wird.

    Apostelgeschichte 11,27-30

    Gebet

    Danke Gott für seine Versorgung und frage ihn, wie du mit deinen finanziellen Ressourcen großzügiger werden kannst.

    Zum Nachdenken

    Siehst du dein Geld als deinen Besitz oder als Gottes Eigentum, das du verwaltest? Was würde sich ändern?

  5. Tag 5 von 7 · 7. August Die Besten aussenden

    Im Gottesdienst spricht der Heilige Geist: 'Stellt mir Barnabas und Saulus frei.' Ausgerechnet die beiden, die diese Gemeinde gegründet haben! Das Fundament. Die Besten. Die, auf die sich alle verlassen haben. Sie sollen weitergehen. Die Angst ist verständlich: Wer wird ihre Aufgaben übernehmen? Wer kann das, was sie können? Wer wird uns helfen, wenn sie weg sind? Doch Antiochia vertraut: Wenn Gott sagt, das ist ein guter Plan, dann wird es ein guter Plan sein. Sie segnen und senden aus. Es ist ein Privileg, als Gemeinde Menschen aussenden zu können. Nicht festhalten, sondern freigeben. Die Geschichte zeigt: Diese Haltung machte Antiochia zu einer der größten Gemeinden der damaligen Welt. Das Prinzip bleibt: Gottes Gemeinde wächst nicht durch Festhalten, sondern durch Aussenden. Die Frage ist: Sind wir bereit, unsere Besten gehen zu lassen, damit Gottes Reich wächst?

    Apostelgeschichte 13,1-3

    Gebet

    Bitte Gott um die Bereitschaft, Menschen und Ressourcen loszulassen, die er woanders gebrauchen möchte.

    Zum Nachdenken

    Wen in deinem Umfeld solltest du ermutigen und vielleicht sogar 'aussenden' in eine neue Berufung, statt ihn oder sie festzuhalten?

  6. Tag 6 von 7 · 8. August Vertrauen gegen Angst, Demut gegen Stolz

    Was machte Antiochia zu einer der vier größten Gemeinden nach 300 Jahren? Vier Praktiken: Evangelisation trotz Unbehagen, Mentoring trotz Stolz und Scham, großzügiges Geben trotz eigener Not, Aussenden der Besten trotz Unsicherheit. Alle diese Praktiken haben etwas gemeinsam: Sie erfordern tiefes Vertrauen gegen die Angst. Angst davor, Menschen zu verlieren, Geld wegzugeben, Schwäche zu zeigen, um Hilfe zu bitten. Und sie erfordern Demut – die Bereitschaft, Stolz und Scham zu überwinden. Das ist der Kern: Gemeinde nach Jesu Vorstellung ist keine Komfortzone. Sie ist eine ständige Baustelle, wo Veränderung geschieht. Das ist anstrengend. Wir möchten uns zurücklehnen und alles kennen. Aber Jesus ruft uns zu etwas Größerem: Teil einer weltweiten Bewegung zu sein, die Menschen bis ans Ende der Erde erreicht. Das geht nicht von alleine. Es braucht dein Vertrauen und deine Demut.

    Gebet

    Bekenne Gott deine Ängste und deinen Stolz und bitte ihn um Vertrauen und Demut für die nächsten Schritte.

    Zum Nachdenken

    Wo hält dich Angst oder Stolz davon ab, dem Beispiel der Gemeinde in Antiochia zu folgen?

  7. Tag 7 von 7 · 9. August Dein einer nächster Schritt

    Jesus betete: 'Sie sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist... Dann wird die ganze Welt glauben, dass du mich gesandt hast.' Wir sind nicht nur eine kleine Gemeinde an unserem Ort – wir sind Teil einer weltweiten Bewegung Gottes. Die Predigt stellte drei Fragen: Darf deine Gemeinde eine Baustelle bleiben? Bist du bereit, Empfänger zu sein – um Hilfe zu bitten, wo du sie brauchst, trotz Scham? Bist du bereit, Geber zu werden – mit deiner Zeit, deinem Geld, deiner Persönlichkeit? Das Ganze kann überwältigend wirken. Aber hier ist die gute Nachricht: Du musst nicht alles auf einmal ändern. Such dir einen Punkt heraus. Nur einen einzigen. Vielleicht ist es, jemanden um Mentoring zu bitten. Oder von Jesus zu erzählen. Oder großzügiger zu geben. Oder jemanden zu ermutigen, ihrer Berufung zu folgen. Einen Schritt. Das reicht für heute. Welcher wird es sein?

    Johannes 17,20-21

    Gebet

    Bitte Gott, dir den einen nächsten Schritt zu zeigen und dir die Kraft zu geben, ihn zu gehen.

    Zum Nachdenken

    Welchen einen konkreten Schritt wirst du diese Woche gehen, um das Gehörte umzusetzen?