Ecclesia Kirche Roth
Täglicher Impuls Tag 3 von 7 Leidenschaft für den Auftrag
Aus der Predigt „Ecclesia Kirche Roth - Gottesdienst - Ungesehene Helden - Teil 3“ vom 25. Oktober
Johannes der Täufer hatte einen klaren Auftrag: Menschen zur Umkehr und Buße aufzurufen. Als er den König Herodes Antipas öffentlich kritisierte, weil dieser seinem Bruder die Frau weggenommen hatte, wusste Johannes genau, welches Risiko er einging. Herodes war bekannt für seine Grausamkeit. Menschlich gesehen war es total unklug – Johannes musste mit dem Schlimmsten rechnen und wurde tatsächlich ins Gefängnis geworfen und später enthauptet.
Aber Johannes dachte anders. Zu den Menschen, die zur Buße aufgerufen werden sollten, gehörte auch Herodes. Johannes stellte seinen Auftrag über sein eigenes Wohlergehen. Diese Leidenschaft und dieser Glaubensmut können nicht aus eigener Kraft produziert werden – sie sind Geschenke des Heiligen Geistes.
Durch den Heiligen Geist hatte Johannes eine Ewigkeitsperspektive. Er wusste: Dieses irdische Leben ist begrenzt, aber bei Gott wartet die Ewigkeit. Diese Gewissheit gab ihm Frieden, selbst im größten Sturm.
Weiterlesen
"
Johannes der Täufer hatte einen klaren Auftrag: Menschen zur Umkehr und Buße aufzurufen. Als er den König Herodes Antipas öffentlich kritisierte, weil dieser seinem Bruder die Frau weggenommen hatte, wusste Johannes genau, welches Risiko er einging. Herodes war bekannt für seine Grausamkeit. Menschlich gesehen war es total unklug – Johannes musste mit dem Schlimmsten rechnen und wurde tatsächlich ins Gefängnis geworfen und später enthauptet. Aber Johannes dachte anders. Zu den Menschen, die zur Buße aufgerufen werden sollten, gehörte auch Herodes. Johannes stellte seinen Auftrag über sein eigenes Wohlergehen. Diese Leidenschaft und dieser Glaubensmut können nicht aus eigener Kraft produziert werden – sie sind Geschenke des Heiligen Geistes. Durch den Heiligen Geist hatte Johannes eine Ewigkeitsperspektive. Er wusste: Dieses irdische Leben ist begrenzt, aber bei Gott wartet die Ewigkeit. Diese Gewissheit gab ihm Frieden, selbst im größten Sturm.
Johannes der Täufer hatte einen klaren Auftrag: Menschen zur Umkehr und Buße aufzurufen. Als er den König Herodes Antipas öffentlich kritisierte, weil dieser seinem Bruder die Frau weggenommen hatte, wusste Johannes genau, welches Risiko er einging. Herodes war bekannt für seine Grausamkeit. Menschlich gesehen war es total unklug – Johannes musste mit dem Schlimmsten rechnen und wurde tatsächlich ins Gefängnis geworfen und später enthauptet. Aber Johannes dachte anders. Zu den Menschen, die zur Buße aufgerufen werden sollten, gehörte auch Herodes. Johannes stellte seinen Auftrag über sein eigenes Wohlergehen. Diese Leidenschaft und dieser Glaubensmut können nicht aus eigener Kraft produziert werden – sie sind Geschenke des Heiligen Geistes. Durch den Heiligen Geist hatte Johannes eine Ewigkeitsperspektive. Er wusste: Dieses irdische Leben ist begrenzt, aber bei Gott wartet die Ewigkeit. Diese Gewissheit gab ihm Frieden, selbst im größten Sturm.
Bitte Gott um Glaubensmut und die Ewigkeitsperspektive, die Johannes hatte.
Wo lässt du dich von Angst zurückhalten, deinen Auftrag von Gott zu leben?
Aufnahme vom 18. Oktober 2026
Predigt Ecclesia Kirche Roth - Sonntagsgottesdienst
Sonntag, 18. Oktober 2026 Psalm 68,20 Kernaussage Unser größter Einfluss entsteht oft nicht durch das, was wir selbst erreichen, sondern durch die Menschen, in die wir investieren. Geistliche Elternschaft bedeutet, Verantwortung für andere zu übernehmen, sie im Glauben zu begleiten und in Liebe und Wahrheit zu stärken. Jeder Nachfolger Jesu ist berufen, geistlicher Vater oder geistliche Mutter zu sein.
Dieser Sonntagsgottesdienst der Ecclesia Kirche Roth setzt die Predigtserie über „Ungesehene Helden Weiterlesen
Ecclesia Kirche Roth - Sonntagsgottesdienst
Unser größter Einfluss entsteht oft nicht durch das, was wir selbst erreichen, sondern durch die Menschen, in die wir investieren. Geistliche Elternschaft bedeutet, Verantwortung für andere zu übernehmen, sie im Glauben zu begleiten und in Liebe und Wahrheit zu stärken. Jeder Nachfolger Jesu ist berufen, geistlicher Vater oder geistliche Mutter zu sein.
Hauptthemen (4)
1. Geistliche Elternschaft als biblisches Prinzip
- • Die Bibel ist voll von geistlichen Vätern und Müttern, die in Menschen investieren
- • Jesus selbst war geistlicher Vater für seine Jünger
- • Paulus sieht sich als geistlicher Vater von Gemeinden und besonders von Timotheus
- • Jeder Nachfolger ist berufen, Jünger zu machen und somit geistlicher Vater oder Mutter zu sein
2. Die Eltern von Simson als Vorbild
- • Manoach und seine Frau waren unfruchtbar, bekamen aber durch Gottes Eingreifen Simson
- • Sie verstanden ihre Verantwortung von Anfang an
- • Sie suchten Gott aktiv und beteten um Führung
- • Sie bereiteten Simson vor und ließen ihn dann los in seine Berufung
3. Charakteristika geistlicher Eltern
- • Sie verstehen ihre Verantwortung und ihren Einfluss
- • Sie sind zuerst für sich selbst verantwortlich und pflegen ihr eigenes geistliches Leben
- • Sie sind selbstlos und investieren Zeit, Mühe und Kraft
- • Sie kämpfen geistlich durch Gebet und Fürbitte
- • Sie korrigieren sanft und verständnisvoll
- • Sie bereiten vor und lassen los
4. Die Notwendigkeit in der heutigen Zeit
- • Millionen Menschen wachsen ohne geistliche Eltern auf
- • Die junge Generation braucht dringend Menschen, die sich investieren
- • Geistliche Elternschaft ist notwendig für eine gesunde Kirche
- • Nicht nur jammern über die Generation, sondern Verantwortung übernehmen
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Gepriesen sei der Herr für seine Hilfe. Tag für Tag trägt er unsere Lasten.
Ich schreibe das nicht um euch zu beschämen, sondern um euch auf den rechten Weg zu bringen. Ihr seid doch meine geliebten Kinder und selbst wenn ihr tausende von strengen Aufsehern durch Christus hättet, so doch nicht viele Väter. Denn durch Christus Jesus und durch das Evangelium bin ich euch zum Vater geworden. So bitte ich euch, nehmt euch zum Vorbild, nehmt euch mich zum Vorbild. Aus diesem Grund habe ich auch Timotheus zu euch geschickt. Durch den Herrn ist er ein geliebtes und treues Kind für mich geworden. Er wird euch an meine Grundsätze für das Leben mit Jesus Christus erinnern, wie ich sie überall, überall in jeder Gemeinde lehre.
Obwohl wir als Apostel des Messias mit Autorität hätten auftreten können, sind wir behutsam mit euch umgegangen, wie eine Mutter, die liebevoll für ihre Kleinen sorgt.
Und die Worte, die ich dir heute verkünde, sollen in deinem Herzen sein. Präge sie deinen Kindern ein und rede davon, ob du in deinem Haus bist oder unterwegs, ob du dich hinlegst oder aufstehst.
Da betete Manoach zu Jahwe und sagte: Schicke diesen Gottesmann, her schicke diesen Gottesmann, deinen Boten bitte noch einmal zu uns, damit er uns genau sagt, was wir dem Jungen tun sollen, den wir bekommen werden.
Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir zu völliger Gewissheit wurde. Mit der Schrift ist der Mensch, der Gott gehört und ihm dient, allen seinen Aufgaben gewachsen und gerüstet zu jedem guten Werk.
Wir hatten euch so sehr ins Herz geschlossen, dass wir, als wir euch die gute Botschaft Gottes verkündigten, Tag und Nacht gearbeitet haben, um niemanden von euch zur Last zu fallen. Ihr selbst könnt es bestätigen. Und auch Gott ist unser Zeuge, wie unser Verhalten bei euch in jeder Hinsicht korrekt und tadellos war, von der Ehrfurcht zu Gott bestimmt wurde. Ihr wisst ja, dass wir uns um jeden Einzelnen von euch gekümmert haben, wie ein Vater um seine Kinder. Und dass wir euch ermahnt und ermutigt und beschworen haben, so zu leben, dass es Gott Ehre macht, dem Gott, der euch beruft, an seiner Herrschaft und Herrlichkeit teilzuhaben.
Und wenn jemand von euch in eine Sünde hinein stolpert, Brüder, dann müsst ihr als vom Geist bestimmte Menschen ihn sanft und verständnisvoll wieder auf den richtigen Weg bringen und achtet dabei auf euch selbst, dass du nicht auch in solch eine Falle tapst.
Seitdem hören wir nicht mehr auf, inständig für euch zu beten. Wir bitten Gott, dass er euch erkennen lässt, was sein Wille ist und dass er euch mit Weisheit und geistlichem Verständnis erfüllt. Denn ihr sollt den Herrn mit eurem Leben ehren und ihn erfreuen mit allem, was er tut. So werdet ihr ein fruchtbringendes Leben führen, das an guten Werken reich ist und Gott immer besser kennenlernen. Ihr werdet euch die herrliche Kraft Gottes an euch erfahren, damit ihr alles erduldet und standhaft ertragen könnt.
Simson ging nach Hause und sagte zu seinen Eltern, ich habe in Timna eine junge Philisterin gesehen, sorgt dafür, dass ich sie heiraten kann. Seine Eltern erwiderten, gibt es denn in unserem Stamm und in unserem ganzen Volk kein Mädchen für dich? Musst du unbedingt eine Philisterin zur Frau nehmen? Eine von diesen unbeschnittenen.
Und du mein Kind, lass dich stärken in der Gnade, die uns in Christus Jesus geschenkt ist. Und die Wahrheit, die du vor vielen Zeugen von mir gehört hast, sollst du treuen und zuverlässigen Menschen anvertrauen, die dann wieder fähig sein werden, wieder andere zu lehren.
Die Frau brachte einen Sohn zur Welt und nannte ihn Simson. Der Junge wuchs heran und Jahwe segnete ihn. Dann fiel der Geist Jahwes an, ihn umzutreiben.
Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme.
Sei mutig und stark. Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst. Denn ich, der Herr, dein Gott, steht dir bei, wohin du auch gehst.
Weitere Referenzen
- → Richter 13,1-3
- → Hebräerbrief (Erwähnung von Simson als Glaubensheld)
Praktische Anwendung (7)
- 1 Beginne mit Gebet: Fange an, regelmäßig für eine Person zu beten. Kämpfe geistlich für junge Menschen oder Menschen, die neu im Glauben sind. Bete für ihre Glaubensstärke, Weisheit und Schutz.
- 2 Identifiziere dein geistliches Kind: Stelle dir die Frage: In wen investiere ich mich gerade? Wenn kein Name kommt, bitte Gott, dir eine Person zu zeigen, in die du dich investieren sollst. Beginne mit einer Person.
- 3 Pflege dein eigenes geistliches Leben: Übernimm Verantwortung für deine eigene Glaubensreise. Suche dir selbst geistliche Eltern oder Ratgeber, die in dein Leben sprechen dürfen und dich begleiten.
- 4 Sei bereit, dich zu investieren: Verstehe, dass geistliche Elternschaft Zeit, Mühe und Anstrengung kostet. Sei selbstlos und bereit, dein Leben mit anderen zu teilen, nicht nur im Smalltalk, sondern in echter Begleitung.
- 5 Nutze die Matching-Möglichkeit: Wenn du eine geistliche Mutter oder einen geistlichen Vater suchst oder selbst bereit bist, diese Rolle zu übernehmen, nutze die Matchtisch-Karten in der Gemeinde, um Verbindungen herzustellen.
- 6 Ermutige und korrigiere sanft: Sprich Menschen an, wenn du siehst, dass sie vom Weg abkommen. Korrigiere sanft und verständnisvoll, mit geprüftem Herzen, so wie Paulus es beschreibt.
- 7 Bereite vor und lasse los: Investiere in Menschen mit dem Ziel, sie mündig zu machen, sodass sie eines Tages selbst geistliche Eltern für andere sein können und ihre eigene Berufung leben.
Impulse aus der Woche ab 19. Oktober
-
Tag 1 von 7 · 19. Oktober Verantwortung und Einfluss verstehen
Manoach und seine Frau, die Eltern von Simson, waren ungesehene Helden. Während ihr Sohn als mächtiger Richter bekannt wurde, blieben sie im Hintergrund. Doch ihr größter Einfluss entstand nicht durch das, was sie selbst erreichten, sondern durch den Menschen, in den sie investierten. Gott ruft jeden von uns, geistliche Elternschaft zu leben – Menschen im Glauben zu begleiten, für sie da zu sein, sie zu ermutigen. Von Anfang an hat Gott uns die Verantwortung gegeben, die nächste Generation im Glauben zu prägen. 'Und die Worte, die ich dir heute verkünde, sollen in deinem Herzen sein. Präge sie deinen Kindern ein und rede davon, ob du in deinem Haus bist oder unterwegs.' Du hast Einfluss – durch deine Geschichte, deine Begabungen, deine Erfahrungen. Gott hat dich genau dort hingestellt, wo du bist, um für andere Verantwortung zu übernehmen.
5. Mose 6,6-7
GebetBitte Gott, dir zu zeigen, in welche Menschen du investieren sollst. Danke ihm für die Verantwortung und den Einfluss, den er dir gegeben hat.
Zum NachdenkenFür wen in deinem Umfeld könntest du geistliche Verantwortung übernehmen – wer braucht deine Ermutigung und Begleitung im Glauben?
-
Tag 2 von 7 · 20. Oktober Zuerst für sich selbst verantwortlich
Als Manoach von der Berufung seines Sohnes hörte, wurde er aktiv. Er betete zu Gott: 'Schicke diesen Gottesmann bitte noch einmal zu uns, damit er uns genau sagt, was wir dem Jungen tun sollen.' Er verstand: Bevor ich andere führen kann, muss ich selbst Klarheit von Gott haben. Geistliche Elternschaft beginnt bei uns selbst. Wir können nur das weitergeben, was wir selbst empfangen haben. Paulus schrieb an Timotheus: 'Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme.' Das bedeutet nicht Perfektion, aber es bedeutet, dass wir selbst nah an Gottes Herzen bleiben. Das Beste, was wir für unsere biologischen und geistlichen Kinder tun können, ist selbst gesund zu sein – geistlich stark, gegründet in Gottes Wort, mit Menschen unterwegs, die uns ermutigen und herausfordern.
Richter 13,8
GebetBitte Gott, dir zu helfen, für dein eigenes geistliches Wachstum Verantwortung zu übernehmen. Danke ihm für die Menschen, die dich im Glauben geprägt haben.
Zum NachdenkenWie sorgst du konkret für dein eigenes geistliches Leben? Hast du selbst geistliche Eltern oder Mentoren, die in dein Leben reinsprechen dürfen?
-
Tag 3 von 7 · 21. Oktober Selbstlos dienen
Paulus beschreibt geistliche Elternschaft eindrücklich: 'Wir hatten euch so sehr ins Herz geschlossen, dass wir bereit waren, nicht nur die gute Botschaft Gottes, sondern unser ganzes Leben mit euch zu teilen. Tag und Nacht haben wir gearbeitet.' Das ist Selbstlosigkeit – es kostet Zeit, Kraft und Mühe. Geistliche Elternschaft ist wie biologische Elternschaft: Sie dreht sich nicht um uns. Eltern fragen nicht zuerst nach genügend Schlaf oder eigenem Komfort. Sie geben sich hin. Genauso sind wir gerufen, selbstlos in andere zu investieren – nicht damit unsere Kirche nach unseren Vorstellungen gebaut wird, sondern damit Menschen auf ihrer Reise mit Gott wachsen. Jesus selbst lebte dienende Leiterschaft vor. Er demütigte sich, diente, führte – ohne je Anerkennung einzufordern. Geistliche Elternschaft muss etwas kosten.
1. Thessalonicher 2,8-9
GebetBitte Jesus, dir sein Herz für selbstlosen Dienst zu geben. Frage ihn, wo du mehr Zeit und Energie in Menschen investieren sollst.
Zum NachdenkenKostet es dich wirklich etwas, in andere Menschen zu investieren? Wo bist du bereit, selbstloser zu werden in deiner Begleitung anderer?
-
Tag 4 von 7 · 22. Oktober Geistlich kämpfen
Manoach und seine Frau kämpften geistlich für ihren Sohn, bevor er überhaupt geboren war. Sie stellten Fragen, suchten Gottes Anweisungen, verzichteten auf bestimmte Dinge, um Simson die beste Grundlage zu geben. Sie beteten, gehorchten und bereiteten den Weg. Geistliche Eltern kämpfen im Gebet für die Menschen, die Gott ihnen anvertraut hat. Sie verteidigen sie, stehen für sie ein, beten Tag und Nacht, wenn nötig. Dieser Kampf ist oft unsichtbar – niemand sieht die durchwachten Nächte, die stillen Gebete, die Tränen vor Gott. Doch genau hier geschieht geistlicher Durchbruch. Nicht durch perfekte Worte oder Programme, sondern durch treues Gebet. Geistliche Eltern wissen: Der wichtigste Kampf wird auf den Knien gewonnen, nicht in Diskussionen oder guten Ratschlägen.
Richter 13,12-14
GebetNimm dir heute bewusst Zeit, für deine geistlichen Kinder zu beten – für ihre Berufung, ihren Schutz und ihr Wachstum im Glauben.
Zum NachdenkenFür wen betest du regelmäßig und konkret? Welche geistlichen Kämpfe führst du für die Menschen in deinem Leben?
-
Tag 5 von 7 · 23. Oktober Mit Liebe und Wahrheit begleiten
Paulus beschreibt, wie er 'jeden Einzelnen ermahnt, ermutigt und beschworen hat, so zu leben, dass es Gott Ehre macht.' Geistliche Elternschaft bedeutet beides: Ermutigung und Ermahnung, Liebe und Wahrheit. Wie eine Mutter liebevoll für ihre Kleinen sorgt, und wie ein Vater seine Kinder zur Verantwortung ruft – so begleiten geistliche Eltern Menschen in Balance. Sie sprechen Wahrheit in Liebe aus, korrigieren wenn nötig, feiern jeden Schritt vorwärts. Diese Balance ist schwierig. Zu viel Strenge erstickt, zu viel Nachsicht lässt Menschen orientierungslos. Doch wenn wir uns an Gottes Herz ausrichten – wie er uns mit Gnade und Wahrheit begegnet – können wir andere so begleiten, dass sie in Christus wachsen und selbst zu geistlichen Eltern werden.
1. Thessalonicher 2,11-12
GebetBitte Gott um Weisheit, die richtige Balance zwischen Ermutigung und Korrektur zu finden. Danke ihm für seine Gnade und Wahrheit in deinem Leben.
Zum NachdenkenTendierst du eher zu Ermutigung oder zu Ermahnung? Wie kannst du mehr Balance zwischen Liebe und Wahrheit in deiner Begleitung anderer finden?
-
Tag 6 von 7 · 24. Oktober Auf Christus ausrichten
Paulus schrieb: 'Durch Christus Jesus und durch das Evangelium bin ich euch zum Vater geworden. So bitte ich euch, nehmt euch mich zum Vorbild.' Das Ziel geistlicher Elternschaft ist nicht, dass Menschen uns ähnlich werden, sondern dass sie Christus ähnlich werden. Manoach und seine Frau verstanden dies. Ihre Aufgabe war nicht, Simson nach ihrem Bild zu formen, sondern ihn für Gottes Berufung vorzubereiten. Sie sollten ihm helfen, der zu werden, der Gott ihn geschaffen hatte – ein Nasiräer, ein Richter, ein Befreier. Geistliche Elternschaft bedeutet, Menschen zu stärken, damit sie selbst im Glauben wachsen und ihre eigene Berufung entdecken. Wir zeigen auf Jesus, nicht auf uns. Wir ermutigen Menschen, Gottes Stimme zu hören, nicht nur unsere Ratschläge zu befolgen.
1. Korinther 4,15-17
GebetBitte Jesus, dir zu helfen, Menschen zu ihm zu führen, nicht zu dir selbst. Danke ihm, dass er der wahre Meister und Vater ist.
Zum NachdenkenRichtest du die Menschen, die du begleitest, wirklich auf Christus aus – oder versuchst du unbewusst, sie nach deinem Bild zu formen?
-
Tag 7 von 7 · 25. Oktober Unsichtbar, aber einflussreich
Manoach und seine Frau kommen nur 14 Mal in der Bibel vor – auf 15 Verse verteilt. Bis heute kennen die meisten ihren Namen nicht. Doch ohne sie hätte Simson seine Berufung nie erfüllen können. Ihr unsichtbarer Dienst machte den größten Unterschied. Gott sieht und ehrt die unsichtbaren Helden. Die Beter, die Ermutiger, die treuen Begleiter im Hintergrund. 'Gepriesen sei der Herr für seine Hilfe. Tag für Tag trägt er unsere Lasten.' So wie Gott täglich für uns da ist, sind geistliche Eltern täglich für andere da. Dein größter Einfluss entsteht oft nicht durch das, was du selbst erreichst, sondern durch die Menschen, in die du investierst. Du bist vielleicht ungesehen von vielen – aber nicht von Gott. Und die Ewigkeit wird offenbaren, welchen Unterschied deine treue Investition gemacht hat.
Psalm 68,20
GebetDanke Gott für die unsichtbaren Helden in deinem Leben. Bitte ihn um Kraft und Ausdauer, selbst treu zu investieren – für seine Ehre, nicht für deine Sichtbarkeit.
Zum NachdenkenBist du bereit, ein ungesehener Held zu sein – treu zu investieren, ohne Anerkennung zu erwarten, im Vertrauen, dass Gott es sieht?