St. Martini Gemeinde zu Bremen
Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.
Daily Bite Day 1 of 7 Gott kennt unsere Schwächen
From the sermon “Bibelstunde am 28.10.2026” of October 28
Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch.
Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind.
Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
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Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch. Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind. Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch. Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind. Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
Danke Gott dafür, dass er deine Schwächen kennt und dich nicht überfordert. Bitte ihn, dir Vertrauen zu schenken, auch wenn seine Wege nicht deinen Erwartungen entsprechen.
Wo habe ich in meinem Leben einen 'Umweg' erlebt, den ich erst später als Gottes weise Führung verstanden habe?
Recording from May 14, 2026
Sermon Gottesdienst am 14.05.2026 - Eins wie Vater und Sohn
Thursday, May 14, 2026 Johannes 12,32 Key Point An Christi Himmelfahrt feiern wir, dass Jesus nicht einfach weg ist, sondern zum Vater erhöht wurde und zur Rechten Gottes sitzt. Er regiert als Herr und König, tritt als Hohepriester für seine Gemeinde ein und sendet sie als Zeugen in die Welt. Die Kirche lebt nicht aus eigener Kraft, sondern aus Gottes Herrschaft und seiner Gegenwart durch den auferstandenen und erhöhten Christus.
Dieser Gottesdienst am Christi Himmelfahrt aus der St. Martini Gemeinde unter Leitung von Pastor Thomas Schechter widmet sich der Bedeutung der Himmelfahrt Christi und der Einheit der Gemeinde. Der Gottesdienst wird musikalisch begleitet vom Posaunenchor unter der Leitung von Michael Feuchtmeier und Sego Kimura an der Orgel. Die zentrale Botschaft lautet: Jesus ist nicht einfach verschwunden, sondern erhöht zur Rechten Gottes, wo er als Hohepriester für seine Gemeinde eintritt und sie in die Welt sendet.
Die Predigt konzentriert sich auf Johannes 17, Verse 20-26, das sogenannte hohepriesterliche Gebet Jesu. Pastor Schechter entwickelt vier Hauptgedanken: die göttliche Grundlage der Einheit der Gemeinde im dreieinen Gott, die sichtbare Frucht dieser Einheit im gemeindlichen Leben, das missionarische Ziel dieser Einheit als Zeugnis für die Welt, und schließlich das Leben aus der Fürbitte Christi als Hohepriester. Der Gottesdienst schließt mit Fürbitten für die bedrängte Kirche weltweit, für Kriegsgebiete, Kranke und die Gesellschaft, sowie mit dem Segen und einem musikalischen Nachspiel. Read more
Gottesdienst am 14.05.2026 - Eins wie Vater und Sohn
An Christi Himmelfahrt feiern wir, dass Jesus nicht einfach weg ist, sondern zum Vater erhöht wurde und zur Rechten Gottes sitzt. Er regiert als Herr und König, tritt als Hohepriester für seine Gemeinde ein und sendet sie als Zeugen in die Welt. Die Kirche lebt nicht aus eigener Kraft, sondern aus Gottes Herrschaft und seiner Gegenwart durch den auferstandenen und erhöhten Christus.
Main Topics (5)
1. Die drei zentralen Ansagen von Christi Himmelfahrt
- • Jesus ist erhöht - der Sohn Gottes regiert als Herr und König
- • Jesus tritt für uns ein - er ist unser hoher Priester
- • Jesus sendet seine Gemeinde in die Welt
- • Die Kirche lebt aus Gottes Herrschaft und seiner Gegenwart, nicht aus eigener Kraft
2. Die göttliche Grundlage unserer Einheit
- • Einheit ist kein menschlicher Ausgangspunkt, sondern von göttlichem Ursprung
- • Vater und Sohn leben in vollkommener Einheit - ineinander, nicht nebeneinander
- • Die Gemeinde wird in diese göttliche Bewegung hineingenommen durch Teilhabe (Unio Cum Christo)
- • Die Gemeinde lebt aus übertragener Herrlichkeit, nicht aus eigener Substanz
- • Diese Einheit hat ihren Ursprung in der Ewigkeit, ehe der Grund der Welt gelegt war
- • Die Einheit ist stabil, weil sie in Gott gegründet ist, nicht weil wir stark sind
3. Die sichtbare Frucht in der Gemeinde
- • Einheit bedeutet 'zur Vollendung gebracht werden' - ein Prozess des Wachsens und Reifens
- • Die Gemeinde ist durch den Heiligen Geist zu einem Leib getauft (1. Korinther 12)
- • Einheit ist nicht Gleichförmigkeit oder Gleichschaltung, sondern Vielfalt in Verbundenheit
- • Diese Einheit zeigt sich in kleinen Gesten: wie wir miteinander und übereinander reden, wie wir uns in Konflikten verhalten
- • Jeder soll seine Gaben zum Nutzen der anderen einsetzen
- • Die Gemeinschaft wird besonders beim Abendmahl sichtbar - alle leben aus derselben Gnade
- • Einheit ist gefährdet durch Stolz, Verletzung und Schweigen statt Versöhnen
- • Einheit ohne Wahrheit zerfällt, Wahrheit ohne Liebe verhärtet - beides gehört zusammen
4. Das missionarische Ziel unserer Einheit
- • Die Einheit der Gemeinde ist nicht Selbstzweck, sondern Zeugnis
- • 'Damit die Welt glaube' - Einheit wirkt auf das Herz, nicht nur auf den Verstand
- • Die Welt sieht Gott nicht, aber sie sieht die Gemeinde
- • In der Gemeinde soll Liebe, die trägt, Einheit, die hält, und Vergebung sichtbar werden
- • Wenn eine Gemeinde zerfällt, verliert das Evangelium an Sichtbarkeit
- • Einheit ist keine interne Frage, sondern eine Verantwortung mit missionarischer Bedeutung
- • Die Gemeinde ist als sichtbares Zeichen der Gegenwart Christi zurückgelassen
5. Leben aus der Fürbitte des Hohepriesters
- • Jesus lebt für uns vor dem Vater und lebt in uns durch den Heiligen Geist
- • Dieser baut Kirche mit Menschen, die er zu Gott führt
- • Jesus ist erhöht zur Rechten Gottes, er regiert und vergisst seine Gemeinde nicht
- • Er ist unser Fürsprecher und hält uns fest
- • Nicht unsere Einheit trägt die Kirche, er trägt sie durch Zeit und Ewigkeit
Biblical Foundations
Direct Quotes
Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen
Schlagt froh in die Hände alle Völker und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall. Denn der Herr, der Allerhöchste, ist heilig, ein großer König über die ganze Erde. Er beugt die Völker unter uns und Völkerschaften unter unsere Füße. Er erwählt uns unser Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er lieb hat. Gott fährt auf unter Jauchzen, der Herr beim Hall der Posaune. Lob singet, Lob singet Gott, Lob singet, Lob singet unserem Könige. Denn Gott ist der König über die ganze Erde, Lob singet ihm mit Psalmen. Gott ist König über die Völker. Gott sitzt auf seinem heiligen Thron. Die Fürsten der Völker sind versammelt als Volk des Gottes, Abraham. Denn Gott gehört die Starken auf Erden. Er ist hoch erhaben
Den Bericht habe ich gegeben, lieber Theophilus, von all dem, was Jesus von Anfang an tat und lehrte, bis zu dem Tag, an dem er aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den Heiligen Geist Weisung gegeben hatte. Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viel Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen 40 Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt. Denn Johannes hat mit Wasser getauft. Ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden, nicht lange nach diesem Tage. Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen, Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen, es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat. Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten, ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt den Himmel fahren sehen. Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, der heißt Ölberg und liegt nahe bei Jerusalem, einen Sabbatweg entfernt. Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, wo sie sich aufzuhalten pflegten. Petrus, Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomeus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alpheus und Simon, der Zelot und Judas, der Sohn des Jakobus. Diese alle waren stets beieinander einmütig im Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu und seinen Brüdern
Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins sein, wie du Vater in mir bist und ich in dir. So sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sein, wie wir eins sind. Ich in ihnen, du in mir, damit sie vollkommen eins sein und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. Vater, ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen. Die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war. Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht, ich aber kenne dich und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihnen kundtun, damit die Liebe, die du mir mitgeliebst, in ihnen sei und ich in ihnen
Additional references
- → Johannes 10,30
- → 1. Korinther 12
- → Heidelberger Katechismus Frage 55
Practical Application (5)
- 1 Gemeinde leben: Nicht isoliert und nicht individuell, sondern verbunden mit anderen Gläubigen leben. Die Einheit der Gemeinde aktiv suchen und pflegen als sichtbares Zeichen der Gegenwart Christi.
- 2 Versöhnung suchen: Nicht warten, sondern Versöhnung aktiv vorleben. In Konflikten nicht schweigen, sondern aufeinander zugehen und einander tragen.
- 3 Wahrheit bezeugen: Nicht schweigen aus Angst oder Bequemlichkeit, aber in Liebe reden. Als Zeuge Christi in der Welt leben und das Evangelium weitergeben.
- 4 Aus göttlicher Herrlichkeit leben: Erkennen, dass wir nicht aus eigener Substanz leben, sondern aus der übertragenen Herrlichkeit Christi. Gaben zum Nutzen der anderen mit Frucht einsetzen.
- 5 In der Gewissheit der Fürsprache ruhen: Vertrauen, dass Jesus zur Rechten Gottes für uns eintritt. Nicht die eigene Leistung oder Stärke suchen, sondern aus seiner Liebe und seinem Schutz leben.
Daily bites from the week of May 15
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Day 1 of 7 · May 15 Jesus ist erhöht und regiert
An Christi Himmelfahrt feiern wir nicht, dass Jesus weg ist, sondern dass er zum Vater gegangen ist. Der Gekreuzigte und Auferstandene sitzt jetzt zur Rechten Gottes, und alle Macht gehört ihm im Himmel und auf Erden. Die Losung des Tages erinnert uns daran: 'Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.' Dieser Feiertag hat drei zentrale Botschaften: Erstens, Jesus ist erhöht – der Sohn Gottes regiert als Herr und König. Zweitens, Jesus tritt für uns ein – er ist unser Hohepriester. Drittens, Jesus sendet seine Gemeinde in die Welt. Die Kirche lebt nicht aus eigener Kraft, sondern aus Gottes Herrschaft und seiner Gegenwart. Die Himmelfahrt ist kein Abschied in die Ferne, sondern ein Übergang der Herrschaft. Jesus ist nicht verschwunden, er ist regierend gegenwärtig. Wir sind nicht allein gelassen, sondern unter seiner Herrschaft und seinem Schutz.
Johannes 12,32
PrayerDanke Jesus, dass du nicht fern bist, sondern regierst und bei mir bist. Hilf mir, heute unter deiner Herrschaft zu leben.
ReflectWie verändert es deinen Alltag, wenn du weißt, dass Jesus heute als Herr und König regiert?
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Day 2 of 7 · May 16 Die göttliche Grundlage unserer Einheit
Im hohepriesterlichen Gebet Jesu hören wir: 'damit sie alle eins sein, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir.' Hier öffnet sich der Vorhang zum innersten Leben Gottes. Vater und Sohn leben in vollkommener Einheit – nicht nebeneinander, sondern ineinander. Dieses göttliche Einssein ist der Maßstab für die Gemeinde. Unsere Einheit ist kein menschliches Projekt, sondern hat göttlichen Ursprung. Wir denken Einheit oft funktional – gleiche Meinung, gleiche Struktur. Jesus denkt Einheit dem Wesen nach: gemeinsames Leben, gemeinsame Herrlichkeit, gemeinsames Sein in Gott. Das Gigantische geschieht: Jesus bittet, dass wir in diese Bewegung hineingenommen werden. Nicht als Kopie, sondern als Teilhabe. Die Gemeinde lebt nicht aus eigener Substanz, sondern aus übertragener Herrlichkeit. Unsere Einheit ist stabil, nicht weil wir stark sind, sondern weil sie in Gott gegründet ist.
Johannes 17,21
PrayerVater, danke, dass du mich in deine Einheit hineingenommen hast. Lass mich heute aus dieser göttlichen Grundlage leben.
ReflectWo versuchst du, Einheit durch eigene Anstrengung herzustellen, statt aus der Einheit mit Gott zu leben?
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Day 3 of 7 · May 17 Ein Leib mit vielen Gliedern
Jesus betet: 'Ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins sein.' Vollkommen meint nicht ein fertiges Ergebnis, sondern einen Prozess des Wachsens und Reifens. Paulus beschreibt die Gemeinde als Leib Christi – keine Metapher, sondern geistliche Wirklichkeit. Ein Leib bedeutet: Kein Glied lebt für sich allein, kein Teil ist unwichtig, kein Schmerz bleibt isoliert. Das Auge kann nicht sagen: 'Ich brauche die Hand nicht.' So ist Gemeinde ein lebender Organismus, nicht nur eine Versammlung Gleichgesinnter. Einheit ist nicht Gleichförmigkeit oder Gleichschaltung, sondern Vielfalt in Verbundenheit. Der eine denkt anders, aber gehört dazu. Der andere ist schwächer im Glauben, aber gehört dazu. Diese Einheit zeigt sich in kleinen Gesten: wie wir miteinander reden, wie wir uns in Konflikten verhalten, wie wir einander tragen. Beim Abendmahl wird sichtbar: Wir leben alle aus derselben Gnade.
1. Korinther 12,12-13
PrayerHerr, öffne meine Augen für die anderen Glieder am Leib. Hilf mir, meine Gaben zum Nutzen anderer einzusetzen.
ReflectWelches 'Glied am Leib' in deiner Gemeinde brauchst du besonders, und welches hast du vielleicht übersehen?
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Day 4 of 7 · May 18 Einheit als Zeugnis für die Welt
Jesus betet nicht nur für die innere Stärkung der Gemeinde, sondern mit einem missionarischen Ziel: 'damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.' Die Einheit der Gemeinde ist kein Selbstzweck – sie ist Zeugnis. Das ist erstaunlich: Jesus sagt nicht 'damit die Welt versteht', sondern 'damit sie glaubt'. Einheit wirkt auf das Herz, nicht nur auf den Verstand. Die Welt sieht nicht Gott direkt, aber sie sieht die Gemeinde. Und dort soll etwas sichtbar werden: Liebe, die trägt; Einheit, die hält; Vergebung, die möglich ist. Wenn eine Gemeinde zerfällt, verliert das Evangelium an Sichtbarkeit. Nicht weil Gott schwach ist, sondern weil sein Bild von uns verdunkelt wird. An Christi Himmelfahrt wird deutlich: Jesus lässt seine Gemeinde als sichtbares Zeichen seiner Gegenwart zurück. Wir sind Zeugen – nicht aus uns, sondern aus ihm.
Johannes 17,21.23
PrayerJesus, mache unsere Gemeinde zu einem Zeugnis deiner Liebe. Lass die Welt durch unsere Einheit dich erkennen.
ReflectWas könnten Menschen in deiner Umgebung durch die Einheit (oder Uneinigkeit) in deiner Gemeinde über Gott lernen?
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Day 5 of 7 · May 19 Jesus, unser Fürsprecher
Am Ende des hohepriesterlichen Gebets wird alles sehr persönlich: 'damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.' Jesus lebt für uns vor dem Vater und er lebt in uns durch den Heiligen Geist. Dies ist kein theoretisches Konzept, sondern tägliche Wirklichkeit. Jesus sitzt zur Rechten Gottes als unser Hohepriester und tritt für uns ein. Er vergisst seine Gemeinde nicht. In einer Welt voller Zerstreuung und Anfechtung, in der wir unsere eigenen Schwächen deutlich sehen, ist dies unser Trost. Wir glauben nicht, was wir sehen – wir glauben, was Jesus ist. Er ist der Herr, unser Fürsprecher, der Lebendige. Nicht wir halten ihn fest, er hält uns fest. Nicht unsere Einheit trägt die Kirche, er trägt sie durch Zeit und Ewigkeit. Diese Liebe des Vaters zum Sohn, die vor Grundlegung der Welt war, umfasst jetzt auch uns.
Johannes 17,24-26
PrayerDanke, Jesus, dass du mein Fürsprecher bist. In meinen Zweifeln und Schwächen halte du mich fest.
ReflectWie verändert es dein Gebetsleben, wenn du weißt, dass Jesus gleichzeitig für dich vor dem Vater eintritt?
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Day 6 of 7 · May 20 Versöhnung leben, Wahrheit bezeugen
Jesus betet: 'Heilige sie in der Wahrheit.' Einheit ohne Wahrheit zerfällt. Wahrheit ohne Liebe verhärtet. Beides gehört zusammen. Die Einheit der Gemeinde ist gefährdet – nicht theoretisch, sondern ganz praktisch: durch Stolz, Verletzung, Schweigen statt Versöhnung. Drei konkrete Wege, den Auftrag Jesu zu erfüllen: Erstens, Gemeinde leben – nicht isoliert oder individuell, sondern verbunden. Zweitens, Versöhnung suchen – nicht warten, sondern vorleben. Drittens, Wahrheit bezeugen – nicht schweigen, aber in Liebe reden. Diese Einheit zeigt sich in kleinen Gesten: wie wir miteinander und übereinander reden und denken, wie wir uns in Konflikten verhalten und einander tragen. Der Heidelberger Katechismus fasst es zusammen: Jeder soll seine Gaben zum Nutzen der anderen einsetzen – nicht für sich, sondern für den Leib Christi.
Johannes 17,17
PrayerHerr, gib mir Mut zur Versöhnung und Weisheit, Wahrheit in Liebe zu sagen. Heile zerbrochene Beziehungen.
ReflectGibt es jemanden in deiner Gemeinde, mit dem du Versöhnung suchen solltest, statt weiter zu warten?
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Day 7 of 7 · May 21 Nicht allein in die Woche
Wir feiern Christi Himmelfahrt: Jesus ist erhöht, er sitzt zur Rechten Gottes, er regiert, er trägt seine Gemeinde, und er vergisst sie nicht. Vielleicht sehen wir viele Zerstreuungen in der Welt, große Anfechtungen, unsere eigenen Schwächen. Aber wir geben nicht auf. Wir dürfen in die restliche Woche, in die nächsten Monate und Jahre gehen – nicht allein, nicht verloren, nicht ohne Hoffnung, sondern unter seinem Blick und seinem Schutz. Der Auftrag ist klar: Seid Boten seiner Versöhnung, lebt aus seiner Einheit, erwartet den Tag, an dem sichtbar wird, was wir glauben. Jesus regiert die Welt, er lässt uns nicht allein, und er ist bei uns alle Tage bis an der Welt Ende. Er hält uns fest durch Zeit und Ewigkeit. Du gehörst Jesus – das ist dein Trost. Nicht deine Leistung, nicht deine Stärke, sondern seine Liebe trägt dich.
Matthäus 28,20
PrayerJesus, gehe mit mir in diese Woche. Lass mich als Bote deiner Versöhnung leben und aus deiner Gegenwart Kraft schöpfen.
ReflectWas würde sich heute in deinem Leben ändern, wenn du wirklich glaubst, dass Jesus bei dir ist – alle Tage?