St. Martini Gemeinde zu Bremen
Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.
Daily Bite Day 1 of 7 Gott kennt unsere Schwächen
From the sermon “Bibelstunde am 28.10.2026” of October 28
Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch.
Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind.
Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
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Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch. Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind. Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
Gott führte sein Volk nicht den direkten Weg durch das Land der Philister, obwohl dieser der kürzeste war. Warum? 'Denn Gott dachte, es könnte das Volk geräuen, wenn sie Kämpfe vor sich sehen und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren.' Der Schöpfer kennt seine Geschöpfe durch und durch. Diese Wahrheit ist tröstlich: Gott weiß um unsere Schwächen und überfordert uns nicht. Er wählt manchmal Umwege für uns – nicht weil er uns quälen will, sondern weil er uns schützen möchte. Was uns wie eine Verzögerung oder Enttäuschung erscheint, ist oft Gottes weise Führung, die uns vor Kämpfen bewahrt, für die wir noch nicht bereit sind. Die Erlösung beginnt mit dem Blut des Lammes, aber sie geschieht unter Berücksichtigung unserer menschlichen Grenzen. Gott sieht nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin – und er geht ihn mit uns.
Danke Gott dafür, dass er deine Schwächen kennt und dich nicht überfordert. Bitte ihn, dir Vertrauen zu schenken, auch wenn seine Wege nicht deinen Erwartungen entsprechen.
Wo habe ich in meinem Leben einen 'Umweg' erlebt, den ich erst später als Gottes weise Führung verstanden habe?
Recording from June 25, 2026
Sermon Bibelstunde am 24.06.2026 Glaubensgrundkurs: Glaube
Thursday, June 25, 2026 1. Petrus 1,6-9 Key Point Der Glaube ist ein unverdientes Geschenk Gottes durch den Heiligen Geist und die einzige Möglichkeit, vor Gott gerecht zu werden und ewiges Leben zu erlangen. Wahrer Glaube bedeutet nicht nur ein theoretisches Wissen über biblische Inhalte, sondern eine lebendige, persönliche Beziehung zu Jesus Christus, die durch das Wort Gottes gestärkt wird und sich in guten Werken zeigt.
In dieser Bibelstunde, der siebten und letzten einer Reihe vor den Sommerferien, behandelt Pastor Olaf Latzel das Thema Glaube als abschließendes Element des Glaubensgrundkurses. Nach vorangegangenen Einheiten über Gottes Wort, Gott selbst, Gebet, Gebot, Gemeinde und Gottesdienst steht nun der Glaube im Mittelpunkt. Die Betrachtung beginnt mit einer Andacht über drei Schwierigkeiten des Glaubens aus 1. Petrus 1,6-9: die Nichtsichtbarkeit Gottes, die Anfechtung im Glauben und der Zielverlust, wenn Christen das himmlische Ziel aus den Augen verlieren.
Im Hauptteil präsentiert Latzel zwölf biblische Erkenntnisse zum Glauben: Glaube ist ein Geschenk Gottes, die einzig mögliche Existenzweise vor Gott, macht allein gerecht, bewahrt vor Gottes Zorn, gehört untrennbar mit guten Werken zusammen, macht fröhlich und gesund, steht in der Gefahr des Abfalls, wird durch Gottes Wort und Gemeinschaft gestärkt, bleibt ein Geheimnis und macht einen zum Glaubensgehilfen. Anschließend erläutert er den Heidelberger Katechismus zur Frage nach dem wahren Glauben und schließt mit einer Auslegung der Geschichte von Maria und Martha (Lukas 10,38-42), wobei er drei Kardinalfehler im Glauben benennt: Zeitmangel für Gottes Wort, Kritik am Nächsten und übermäßige Sorge um die eigene Existenz. Read more
Bibelstunde am 24.06.2026 Glaubensgrundkurs: Glaube
Der Glaube ist ein unverdientes Geschenk Gottes durch den Heiligen Geist und die einzige Möglichkeit, vor Gott gerecht zu werden und ewiges Leben zu erlangen. Wahrer Glaube bedeutet nicht nur ein theoretisches Wissen über biblische Inhalte, sondern eine lebendige, persönliche Beziehung zu Jesus Christus, die durch das Wort Gottes gestärkt wird und sich in guten Werken zeigt.
Main Topics (4)
1. Schwierigkeiten des Glaubens
- • Die Nichtsichtbarkeit Gottes - Glaube ist nicht wissenschaftlich beweisbar oder mit physischen Augen erkennbar
- • Die Anfechtung - Schwierigkeiten, Sorgen, Krankheit und auch Wohlstand können den Glauben auf die Probe stellen
- • Der Zielverlust - Ohne das klare Ziel des ewigen Lebens im himmlischen Jerusalem verliert man die Orientierung
2. Zwölf biblische Erkenntnisse zum Glauben
- • Glaube ist ein Geschenk Gottes, nicht menschlich machbar
- • Glaube ist die einzigst mögliche Existenzweise vor Gott
- • Glaube allein macht gerecht vor Gott (Sola Fide)
- • Glaube bewahrt vor dem Zorn Gottes
- • Glaube und gute Werke gehören zusammen - lebendiger Glaube führt zu guten Werken
- • Glaube macht fröhlich und schenkt echte Freude durch den Heiligen Geist
- • Glaube macht gesund - hat heilende und gesundheitsfördernde Wirkung
- • Glaube steht in der Gefahr des Fallens und muss bewahrt werden
- • Glaube wird durch das Wort Gottes gestärkt
- • Glaube wird durch Gemeinschaft mit anderen Gläubigen gestärkt
- • Glaube ist immer auch ein Geheimnis, das erst in der Ewigkeit völlig erkannt wird
- • Glaube macht einen zum Glaubensgehilfen - wer gerettet ist, will andere retten
3. Definition des wahren Glaubens nach Heidelberger Katechismus
- • Wissen um die Heilstatsachen - eine gewisse Erkenntnis der biblischen Offenbarung
- • Für-Wahr-Halten - alles in Gottes Wort als wahr annehmen
- • Herzliches Vertrauen - persönliche Anwendung auf das eigene Leben
- • Wirken des Heiligen Geistes - der Geist wirkt Vergebung, Gerechtigkeit und Seligkeit
4. Drei Kardinalfehler im Glauben (Maria und Martha)
- • Mangel an Zeit zum Hören auf das Wort Gottes - Geschäftigkeit verdrängt das Wesentliche
- • Kritik am Nächsten - andere Gläubige unnötig beurteilen statt sie stehen zu lassen
- • Sorgen um die eigene Existenz - trotz Jesu Gegenwart in Sorgen leben statt sorgenfrei zu vertrauen
Biblical Foundations
Direct Quotes
Dann werdet ihr euch freuen, ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durch Feuer geläutet wird zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb. Und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht geseht. Ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelenseligkeit.
Darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben, in Glauben, wie geschrieben steht, der Gerechte wird aus Glauben leben.
Aus Gnade seid ihr seelig geworden durch Glauben, nicht aus euch. Gottes Gabe ist es nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme, denn wir sind sein Werk geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir daran wandeln sollen.
Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.
Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben, kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tode zum Leben durchgedrungen.
Der Mensch wird gerecht ohne des Gesetzes Werke allein durch Glauben.
Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer bei dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes wird über ihm sein.
Lasst uns nicht nur lieben mit Worten, noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und der Wahrheit.
Was hilft, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung und an einer täglichen Nahrung und jemand durch euch spreche zu ihn: Geht hin in Frieden, färmt euch und zettig euch. Ihr gebet ihm aber nicht, was der Leib nötig hat. Was könnte ihnen das helfen? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.
Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue.
Das Reich Gottes ist Freude im Heiligen Geist.
Meine Tochter gehe hin, dein Glaube hat dich gesund gemacht.
Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass wir über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen und der Herr wird ihn aufrichten und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Den Glauben und das gute Gewissen haben einige von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten.
Der Glaube kommt aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.
Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
Sie aber blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen im Gebet. Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und haben geteilt sie unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeit mit Freude und mit lauterem Herzen.
Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens.
Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Nicht, dass wir Herren werden über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude, denn ihr steht im Glauben.
Als sie weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Martha, die nahm ihn auf und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria, die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hin zu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass ich meine Schwester lässt, die alleine dienen? Sag jedoch, dass sie mir helfen soll. Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe. Eines aber ist Not. Maria hat das gute Teil gewählt, das soll nicht von ihr genommen werden.
Additional references
- → Johannes 20
- → 1. Korinther 12,3
- → Lukas 8
- → Johannes 3,16
- → Matthäus 28
- → Heidelberger Katechismus Frage 21
Practical Application (7)
- 1 Täglich in der Bibel lesen: Nehmen Sie sich jeden Tag Zeit, mindestens ein Kapitel aus dem Alten und ein Kapitel aus dem Neuen Testament zu lesen. Dies ist die wichtigste Quelle der Glaubensstärkung.
- 2 Bibeltreue Verkündigung hören: Suchen Sie aktiv nach guter, bibeltreuer Verkündigung - sei es im Gottesdienst, durch Predigten im Internet oder andere Quellen, die das Wort Gottes treu auslegen.
- 3 Gemeinschaft mit anderen Gläubigen pflegen: Bleiben Sie in der Gemeinschaft mit anderen Christen. Verlassen Sie die Versammlungen nicht, denn die Gemeinschaft stärkt den Glauben.
- 4 Für Kranke beten und sie salben: Praktizieren Sie das biblische Gebot der Krankensalbung. Rufen Sie die Ältesten der Gemeinde, wenn jemand krank ist, um für Heilung zu beten.
- 5 Als Glaubensgehilfe wirken: Teilen Sie Ihren Glauben mit anderen. Versuchen Sie, Menschen in Ihrer Umgebung (Nachbarschaft, Arbeit, Schule) von Jesus zu erzählen und andere im Glauben zu stärken.
- 6 Sorgen auf Gott werfen: Üben Sie sich darin, Ihre Sorgen und Ängste bewusst an Jesus abzugeben, statt sich davon beherrschen zu lassen. Vertrauen Sie darauf, dass Er für Sie sorgt.
- 7 Das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren: Lassen Sie sich nicht von Geschäftigkeit und vielen Aktivitäten - selbst guten Werken - davon abhalten, Zeit mit Jesus und seinem Wort zu verbringen. Das Hören auf Gottes Wort hat Priorität.
Daily bites from the week of June 26
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Day 1 of 7 · June 26 Glaube – ein Geschenk Gottes
Zum Abschluss unseres Glaubensgrundkurses stehen wir vor der wichtigsten Erkenntnis: Glaube ist kein menschliches Werk, sondern ein Geschenk Gottes. Wir können uns den Glauben nicht erarbeiten, nicht verdienen, nicht durch Studium oder Intelligenz erlangen. 'Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.' So schreibt Paulus an die Epheser. Das bedeutet: Wir können anderen Menschen die Inhalte des Glaubens vermitteln, können von Jesus erzählen und sein Wort weitergeben – aber zum Glauben bringen kann nur der Herr selbst durch seinen Heiligen Geist. Das nimmt uns den Druck in der Mission, gibt uns aber auch die Verantwortung, beständig um Gottes Wirken zu beten. Der Glaube ist eine persönliche Beziehung, die Gott selbst in uns entzündet, wenn er durch seinen Geist in uns Wohnung nimmt und uns zur Wiedergeburt führt.
Epheser 2,8-9
PrayerDanke Gott für das Geschenk des Glaubens und bitte ihn, diesen Glauben in dir und anderen zu entzünden und zu stärken.
ReflectHabe ich schon einmal versucht, mir den Glauben durch eigene Anstrengung zu erarbeiten – und wie hat Gott mir gezeigt, dass Glaube sein Geschenk ist?
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Day 2 of 7 · June 27 Glaube allein macht gerecht
Eine der revolutionärsten Wahrheiten der Reformation lautet: 'Der Mensch wird gerecht ohne des Gesetzes Werke allein durch den Glauben.' Das war die Erkenntnis, die Martin Luther im Turm zu Wittenberg 1513 überwältigt hat. Die Gerechtigkeit Gottes ist nichts, was wir durch unsere Leistung, unseren Zehnten oder unsere Frömmigkeit erbringen müssen – sie ist etwas, das Gott uns schenkt! Das bedeutet konkret: Keine gute Tat, kein frommes Werk kann uns vor Gott einen Pluspunkt verschaffen. Allein der Glaube an Jesus Christus und sein Erlösungswerk auf Golgatha macht uns gerecht. Diese Wahrheit – Sola Fide, allein durch den Glauben – befreit uns von religiösem Leistungsdruck und führt uns in die Freiheit der Gnade. Wenn wir im Glauben sind, sind wir bereits vollständig gerecht vor Gott. Nicht weil wir es verdient hätten, sondern weil Jesus alles für uns getan hat.
Römer 3,28
PrayerDanke Jesus, dass er dich durch sein Opfer gerecht gemacht hat, und bitte um die Kraft, in dieser Gnade zu ruhen.
ReflectIn welchen Bereichen meines Lebens versuche ich noch, mir durch eigene Werke Gottes Gunst zu verdienen – statt mich auf seine Gnade zu verlassen?
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Day 3 of 7 · June 28 Glaube und gute Werke gehören zusammen
Nach der Betonung, dass allein der Glaube gerecht macht, könnte man fragen: Sind gute Werke dann unwichtig? Keineswegs! Glaube und gute Werke sind wie die zwei Seiten einer Münze – untrennbar miteinander verbunden. 'So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber', schreibt Jakobus. Aus lebendigem Glauben wachsen automatisch gute Werke heraus. Wenn der Heilige Geist in uns wohnt und wir in einer lebendigen Beziehung zu Gott stehen, werden wir die Werke vollbringen, die er vorbereitet hat. Wir tun sie nicht, um gerettet zu werden, sondern weil wir bereits gerettet sind. Das ist der entscheidende Unterschied! Wir lieben nicht mit Worten und der Zunge, sondern mit der Tat und der Wahrheit. Ein Mensch ohne Glauben hat keinen Grund, selbstlos Gutes zu tun – aber wer Jesus gehört, wird durch den Heiligen Geist zur Heiligung geführt.
Jakobus 2,17
PrayerBitte Gott, dass dein Glaube Frucht in guten Werken trägt, die er durch dich wirken möchte.
ReflectWelche guten Werke wachsen aus meinem Glauben heraus, und wo erkenne ich, dass der Heilige Geist mich zur Nächstenliebe bewegt?
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Day 4 of 7 · June 29 Glaube macht fröhlich
Das Evangelium – wörtlich die 'frohe Botschaft' – bringt eine Lebensfreude mit sich, die tiefer geht als alle irdischen Glücksmomente. 'Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede', schreibt Paulus. Diese Freude ist keine oberflächliche Emotion, die von Umständen abhängt, sondern eine bleibende Gewissheit im Heiligen Geist. Wenn wir wissen, dass der Tod besiegt ist, dass Gott uns durchträgt und ewiges Leben auf uns wartet, haben wir eine Freudigkeit, die diese Welt nicht geben kann. Ein neuer Porsche oder eine teure Handtasche mögen für Wochen Freude bringen – aber die Freude in Jesus Christus bleibt durch den Heiligen Geist. Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern 'Freude im Heiligen Geist'. Als Gemeinde haben wir die Aufgabe, Glaubensgehilfen der Freude zu sein – Menschen zur wahren, unvergänglichen Freude in Christus zu führen.
Galater 5,22
PrayerDanke Gott für die Freude, die er durch seinen Geist schenkt, und bitte um mehr von dieser himmlischen Freudigkeit.
ReflectWo erlebe ich die tiefe, beständige Freude des Glaubens – und wo suche ich noch nach Freude in vergänglichen Dingen?
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Day 5 of 7 · June 30 Drei Schwierigkeiten des Glaubens
Der Glaube begegnet in dieser Welt drei besonderen Herausforderungen: Erstens die Nichtsichtbarkeit Gottes. Petrus schreibt: 'Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb.' Viele Menschen wünschen sich Beweise, etwas zum Anfassen – doch Glaube bedeutet, auf das Unsichtbare zu schauen, das durch Gottes Wort offenbart wird. Zweitens die Anfechtung: 'Ihr seid jetzt eine kleine Zeit traurig in mancherlei Anfechtungen.' Durch Sorgen, Krankheit, aber auch durch Reichtum und Erfolg kann unser Glaube geprüft und angefochten werden. Gott reizt nicht zur Sünde, aber er prüft uns, ob sein Wort wirklich Herr unseres Lebens ist. Drittens der Zielverlust: Wenn wir 'das Ziel unseres Glaubens', nämlich die Seligkeit im himmlischen Jerusalem, aus den Augen verlieren, beginnen wir, uns in dieser Welt zu verfangen. Nur wenn wir unser ewiges Fernziel klar vor Augen haben, können wir mit allen Zweifeln und Anfechtungen umgehen.
1. Petrus 1,6-9
PrayerBitte Gott, dir in den Schwierigkeiten des Glaubens beizustehen und dich durch sein Wort und seinen Geist zu stärken.
ReflectWelche dieser drei Schwierigkeiten erlebe ich gerade am stärksten in meinem Glauben, und wie kann ich mich darin an Jesus festhalten?
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Day 6 of 7 · July 1 Glaube wird durch Wort und Gemeinschaft gestärkt
Wie wächst und erstarkt unser Glaube? Die Antwort der Bibel ist klar: 'Der Glaube kommt aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.' Vor allen Dingen – so betont Paulus im Epheserbrief – müssen wir den Schild des Glaubens ergreifen und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. Wer im Glauben wachsen will, kommt nicht um das tägliche Studium der Heiligen Schrift herum. Dazu kommt die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Die erste Gemeinde 'blieb beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet'. Wo zwei oder drei in Jesu Namen versammelt sind, ist er mitten unter ihnen. Auch wenn ich allein mit der Bibel Glaubensstärkung erfahren kann, ist die Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern noch viel gewaltiger. Deshalb der Appell: Verlasst die Versammlungen nicht!
Römer 10,17
PrayerBitte Gott um Hunger nach seinem Wort und um die Treue, regelmäßig Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu suchen.
ReflectWie viel Zeit verbringe ich täglich im Wort Gottes und in der Gemeinschaft mit anderen Christen – und wo könnte ich hier wachsen?
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Day 7 of 7 · July 2 Glaube macht zum Glaubensgehilfen
Der Abschluss unseres Glaubensgrundkurses führt uns zu einer wunderbaren Berufung: Wer selbst zum Glauben gefunden hat, wird automatisch zum Glaubensgehilfen für andere. 'Gerettet sein macht Rettersinn', wie ein altes Wort lautet. Paulus beschreibt seine Aufgabe so: 'Nicht, dass wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude.' Wenn der Heilige Geist in uns wohnt, entsteht ein natürliches Verlangen, dass auch andere diese Rettung erfahren. Wir werden zu Botschaftern Jesu Christi, die anderen helfen wollen, in den Leib Christi eingegliedert zu werden oder darin zu wachsen. Das ist die gesündeste und schönste Aufgabe des Glaubens: Menschen zum Glauben zu führen und die bereits Gläubigen im Glauben zu stärken. Alles andere in der Gemeinde – Diakonie, Sozialarbeit, Organisation – kommt erst danach. Die Kernaufgabe bleibt immer: Glaubenshilfe leisten.
2. Korinther 1,24
PrayerBitte Gott, dich als Glaubensgehilfen zu gebrauchen und dir Menschen zu zeigen, denen du von Jesus erzählen sollst.
ReflectFür welche Menschen in meinem Umfeld kann ich konkret Glaubensgehilfe sein – und wie möchte Gott mich dazu gebrauchen?