predigt.io is free and ad-free. Support the project at Buy me a coffee .

Back to Church Finder

St. Martini Gemeinde zu Bremen

Martinikirchhof 3 28195 Bremen

Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.

This content is currently available in German only.
Daily Bite
Day 3 of 7

Die vier Waffen des Feindes

From the sermon “Gottesdienst am 25.10.2026 - Der geistliche Kampf - eine Zurüstung” of October 25

Der Teufel arbeitet mit vier Hauptwaffen gegen uns. Erstens kämpft er gegen das Wort Gottes – schon im Paradies begann es mit 'Sollte Gott gesagt haben?' Er kann das Wort nicht zerstören, aber er verführt Menschen, es nicht zu glauben. Wenn wir das Wort in Frage stellen oder gegen das Wort handeln, spielen wir sein Spiel. Zweitens arbeitet er mit Angst. 'Fürchte dich nicht' ist der häufigste Satz der Bibel. Dinge, die wir aus Angst machen, sind vom Widersacher bedingt. Drittens versucht er uns mit Reichtum – Judas verriet Jesus um des Geldes willen. Egal ob du viel oder wenig besitzt, guck auf dein Leben: Was hat der Widersacher mit Geld in deinem Leben schon für Angst gemacht? Viertens arbeitet er mit menschlichem Leiden – Krankheiten, psychische Belastungen. Alles, was Leben zerstört oder behindert, kommt vom Teufel. Gegen diese Angriffe sind wir alleine schutzlos, doch Gott sei Dank hat uns der Herr eine Waffenrüstung gegeben.

Read more
"

Der Teufel arbeitet mit vier Hauptwaffen gegen uns. Erstens kämpft er gegen das Wort Gottes – schon im Paradies begann es mit 'Sollte Gott gesagt haben?' Er kann das Wort nicht zerstören, aber er verführt Menschen, es nicht zu glauben. Wenn wir das Wort in Frage stellen oder gegen das Wort handeln, spielen wir sein Spiel. Zweitens arbeitet er mit Angst. 'Fürchte dich nicht' ist der häufigste Satz der Bibel. Dinge, die wir aus Angst machen, sind vom Widersacher bedingt. Drittens versucht er uns mit Reichtum – Judas verriet Jesus um des Geldes willen. Egal ob du viel oder wenig besitzt, guck auf dein Leben: Was hat der Widersacher mit Geld in deinem Leben schon für Angst gemacht? Viertens arbeitet er mit menschlichem Leiden – Krankheiten, psychische Belastungen. Alles, was Leben zerstört oder behindert, kommt vom Teufel. Gegen diese Angriffe sind wir alleine schutzlos, doch Gott sei Dank hat uns der Herr eine Waffenrüstung gegeben.

Johannes 8,44
Prayer

Bitte Gott um Weisheit, die Angriffe des Widersachers zu erkennen und ihnen in der Kraft Jesu zu widerstehen.

Reflect

Mit welcher dieser vier Waffen des Feindes – Lüge, Angst, Reichtum oder Leiden – werde ich gerade am meisten angegriffen?

Recording from October 14, 2026

Sermon

Bibelstunde am 14.10.2026

Wednesday, October 14, 2026
Matthäus 17,24-27
Key Point

Jesus hat durch sein Opfer am Kreuz alle Schuld bezahlt und uns von religiösem Ballast befreit. Wir müssen nichts mehr tun, um vor Gott gerecht zu sein - es ist alles vollbracht. Wir dürfen uns beschenken lassen und in dieser Freiheit leben, während Jesus uns mit unseren Gaben in seinem Reich gebraucht.

Pastor Olaf Latzel hält eine Bibelstunde in der St. Martini Kirche, in der er zwanzig verschiedene theologische Fragen der Gemeinde beantwortet. Die Veranstaltung beginnt mit einer Andacht über Matthäus 17, wo Jesus die Tempelsteuer durch einen Fisch mit einer Münze bezahlen lässt. Latzel zeigt anhand dieser Geschichte vier zentrale Punkte auf: Jesus befreit die Seinen von religiösem Ballast, bezahlt für ihre Schuld, gebraucht sie mit ihren Gaben und schenkt ihnen alles im Schlaf. Im Hauptteil der Bibelstunde behandelt Latzel ein breites Spektrum theologischer Fragen – von der Wiedergeburt aus Wasser und Geist, über Bestattungsformen und das Bilderverbot, bis hin zu Fragen der Vorherbestimmung und Erwählung. Er geht auf praktische Glaubensfragen ein wie die Kopfbedeckung für Frauen beim Gebet, erklärt schwierige Bibelstellen und behandelt auch kritische Themen wie die Polygamie der Patriarchen und das Ende des Judas. Die Antworten sind biblisch fundiert und orientieren sich an reformatorischer Theologie, wobei Latzel stets den praktischen Bezug zum Leben der Gläubigen herstellt.
Read more
Pastor Olaf Latzel hält eine Bibelstunde in der St. Martini Kirche, in der er zwanzig verschiedene theologische Fragen der Gemeinde beantwortet. Die Veranstaltung beginnt mit einer Andacht über Matthäus 17, wo Jesus die Tempelsteuer durch einen Fisch mit einer Münze bezahlen lässt. Latzel zeigt anhand dieser Geschichte vier zentrale Punkte auf: Jesus befreit die Seinen von religiösem Ballast, bezahlt für ihre Schuld, gebraucht sie mit ihren Gaben und schenkt ihnen alles im Schlaf. Im Hauptteil der Bibelstunde behandelt Latzel ein breites Spektrum theologischer Fragen – von der Wiedergeburt aus Wasser und Geist, über Bestattungsformen und das Bilderverbot, bis hin zu Fragen der Vorherbestimmung und Erwählung. Er geht auf praktische Glaubensfragen ein wie die Kopfbedeckung für Frauen beim Gebet, erklärt schwierige Bibelstellen und behandelt auch kritische Themen wie die Polygamie der Patriarchen und das Ende des Judas. Die Antworten sind biblisch fundiert und orientieren sich an reformatorischer Theologie, wobei Latzel stets den praktischen Bezug zum Leben der Gläubigen herstellt.

Main Topics (10)

1. Jesus befreit von religiösem Ballast

  • • Die Tempelsteuergeschichte zeigt, dass Priester und ihre Kinder von der Tempelsteuer befreit waren
  • • Als der wahre Priester befreit Jesus seine Kinder von allen religiösen Pflichten
  • • Religion fordert vom Menschen Leistung (Islam: fünf Säulen, Judentum: Gesetze), aber im Christentum ist alles durch Jesus getan
  • • Wir müssen nichts mehr leisten, sondern dürfen in Freiheit leben und aus dieser Freiheit heraus handeln

2. Jesus bezahlt für unsere Schuld

  • • Jesus bezahlte die Tempelsteuer für Petrus durch den Fisch mit der Drachme
  • • Dies ist ein Bild für das vollkommene Opfer Jesu auf Golgatha
  • • Wir sind nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst, sondern mit dem teuren Blut Christi
  • • Die Schuld gegenüber dem Tempel (dem Ort der Vergebung) wurde durch Jesus getilgt

3. Jesus gebraucht die Seinen mit ihren Gaben

  • • Jesus hätte Petrus nicht gebraucht, um die Drachme zu beschaffen
  • • Trotzdem gebrauchte er Petrus mit seiner Gabe als Fischer
  • • Aus Liebe bezieht Gott uns in sein Heilshandeln mit ein
  • • Jeder dient mit der Gabe, die er empfangen hat, als guter Haushalter der Gnade Gottes

4. Jesus schenkt es den Seinen im Schlaf

  • • Alles war schon vorbereitet - der Fisch mit der Drachme im Maul
  • • Petrus musste sich keine Sorgen machen, Jesus hatte alles geregelt
  • • Gott schenkt den Seinen alles aus Gnade, ohne dass sie es verdienen müssen
  • • Bei allen Sorgen dürfen wir darauf vertrauen, dass der Herr sich schon gekümmert hat

5. Wiedergeburt aus Wasser und Geist

  • • Die Geburt aus Wasser meint die biologische Geburt von der Mutter (Fruchtwasser)
  • • Die Geburt aus Geist meint die geistliche Wiedergeburt durch den Heiligen Geist
  • • Beide Geburten sind notwendig für das ewige Leben
  • • Dies ist keine Heilsnotwendigkeit der Taufe, sondern beschreibt zwei unterschiedliche Geburten

6. Kennzeichen des Heiligen Geistes

  • • Jesus Christus ist der Herr des Lebens
  • • Sündenerkenntnis - der Wiedergeborene erkennt seine eigene Schuld
  • • Freude - bleibende Freude über den Heiland trotz äußerer Umstände
  • • Mission - automatisches Weitersagen des Evangeliums an andere
  • • Mitleiden - Anteilnahme am Leid anderer Glieder am Leib Christi

7. Bestattungspraktiken

  • • Das Wichtigste ist, im Glauben an Jesus zu sterben - die Bestattungsform ist sekundär
  • • Die biblische Praxis ist ausschließlich Erdbestattung (Abraham, Erzväter, Könige, Jesus)
  • • Feuerbestattung war heidnische Praxis (Germanen, Römer, Griechen)
  • • Erdbestattung ist ein Bekenntnis zu Christus, aber das Heil hängt nicht daran
  • • Die Bestattungsform ist eine Erkenntnisfrage, keine Bekenntnisfrage

8. Bilderverbot und Reliquien

  • • Das zweite Gebot verbietet Bildnisse und Gleichnisse jeder Art
  • • Das Bilderverbot ist nicht durch die Menschwerdung Jesu aufgehoben
  • • Wir sollen Gott nur im Wort haben, nicht in Gegenständen
  • • Reliquienverehrung (Turiner Grabtuch, Kreuzsplitter etc.) ist Okkultismus
  • • Sola Scriptura - nur das Wort, keine Bilder, keine Gegenstände

9. Kopfbedeckung für Frauen

  • • 1. Korinther 11 spricht von einer Exousia (Macht/Bedeckung) auf dem Haupt der Frau
  • • Dies gilt, wenn eine Frau liturgisch im Gottesdienst tätig wird
  • • Es ist eine Erkenntnisfrage, keine Bekenntnisfrage
  • • Jede Frau soll sich selbst mit der Bibelstelle auseinandersetzen
  • • Wichtig ist die Unterscheidung zwischen liturgischem Dienst vor der Gemeinde und normalem Mitbeten

10. Vorherbestimmung und Erwählung

  • • Die Bibel lehrt klar die Erwählung zum ewigen Leben und zur Verdammnis
  • • Jakob wurde geliebt, Esau gehasst - Gottes souveräne Wahl
  • • Der Töpfer hat Macht über den Ton - Gott erbarmt sich, wessen er will
  • • Wir sollen uns freuen, dass wir auserwählt sind, statt über andere zu grübeln
  • • Ninive zeigt, dass sogar Vorherbestimmung zur Verdammnis durch Buße aufgehoben werden kann

Biblical Foundations

Direct Quotes

Matthäus 17,24-27

Als sie nun nach Kapernaum kamen, traten zu Petrus, die den Tempelgroschen einnahm und sprachen, pflegt euer Meister nicht, den Tempelgroschen zu geben. Er sprach Ja. Und als er heimkam, kam ihm Jesus zuvor und fragte, was meinst du, Simon? Von wem nehmen die Könige auf Erden Zoll oder Steuern? Von ihren Kindern oder von den Fremden? Als er antwortete von den Fremden, da sprach Jesus zu ihm, so sind die Kinder frei. Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See und wirf die Angel aus und den ersten Fisch, der herauskommt, den nimm. Und wenn du seinen Maul aufmachst, wirst du ein Zweigroschenstück finden. Das nimm und gib es ihnen für mich und für dich.

1. Petrus 1,18-19

Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Gold oder Silber erkauft seid von eurem nichtigen Wandel, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.

Johannes 3,5

Geboren werden aus Wasser und Geist

Sprüche 27,14

Wenn einer seinen Nächsten des Morgens früh mit lauter Stimme segnet, so wird es ihm zum Fluch gerechnet.

Matthäus 24,27-28

Denn wie ein Blitz ausgeht von Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschen so sein. Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.

1. Korinther 12,3

Niemand kann Jesus den Herrn nennen, außer durch den Heiligen Geist.

1. Johannes 1

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so ist die Wahrheit nicht in uns.

1. Mose 3

Du bist Erde und wirst wieder zu Erde werden.

Jesaja 31

Wehe denen, die hinabziehen nach Ägypten, um Hilfe zu suchen und verlassen sich auf Rosse und halten sich nicht zum heiligen Israel und fragen nicht nach dem Herrn.

Additional references

  • → Markus 16
  • → 1. Korinther 11
  • → Matthäus 6
  • → 2. Korinther 5
  • → 1. Korinther 13
  • → Matthäus 16,18-19
  • → Offenbarung 19
  • → Lukas 22
  • → Apostelgeschichte 1
  • → Matthäus 27
  • → Römer 9
  • → 5. Mose 17,16
  • → 1. Mose 2
  • → Matthäus 19
  • → Psalm 32
  • → Psalm 104
  • → Heidelberger Katechismus Frage 1

Practical Application (6)

  • 1 In der Freiheit von religiösem Ballast leben: Erkenne, dass du durch Jesus von aller religiösen Leistung befreit bist. Du musst nichts mehr tun, um vor Gott gerecht zu sein - nimm diese Freiheit an und lebe aus ihr heraus.
  • 2 Dankbarkeit für die Erwählung: Freue dich darüber, dass du zu den Auserwählten gehörst, statt über theologische Fragen zu grübeln. Sei dankbar für die Gnade, die dir geschenkt wurde.
  • 3 Deine Gaben in Gottes Reich einsetzen: Erkenne, dass Gott dich mit deinen spezifischen Gaben gebrauchen möchte. Du darfst an seinem Heilshandeln mitwirken, auch wenn er dich nicht braucht.
  • 4 Prüfung der eigenen Wiedergeburt: Überprüfe dein Leben anhand der fünf Kennzeichen: Ist Jesus dein Herr? Hast du Sündenerkenntnis? Hast du Freude? Erzählst du anderen von Jesus? Leidest du mit anderen Christen mit?
  • 5 Sich mit biblischen Erkenntnisfragen auseinandersetzen: Bei Fragen wie Kopfbedeckung, Sabbatgestaltung oder Zehnten: Studiere selbst die Schrift und lass dir vom Heiligen Geist zeigen, wie du diese Dinge handhaben sollst.
  • 6 Hilfe nur bei Gott suchen: Verlasse dich nicht auf weltliche Hilfe (Ägypten), Menschen oder eigene Kraft, sondern suche deine Hilfe allein beim lebendigen Gott.

Daily bites from the week of October 15

  1. Day 1 of 7 · October 15 Jesus befreit von religiösem Ballast

    In der Geschichte vom Tempelgroschen zeigt Jesus dem Petrus eine revolutionäre Wahrheit: Die Seinen sind frei. Während die Religionen dieser Welt sagen 'Du musst, du musst, du musst' – im Judentum die Tora halten, im Islam die fünf Säulen erfüllen –, sagt das Evangelium: Es ist alles getan. Jesus macht deutlich: 'So sind die Kinder frei.' Wie die Priesterkinder im Alten Testament von der Tempelsteuer befreit waren, so sind auch wir als Kinder Gottes befreit von allen religiösen Leistungsanforderungen. Wir müssen nichts mehr tun, um vor Gott gerecht zu stehen. Jesus hat alles für uns getan. Wir dürfen es nur noch annehmen. Das ist keine Einladung zur Passivität, sondern zur Freiheit. Wenn wir in Jesus sind, dürfen wir anders leben – nicht weil wir müssen, sondern weil wir durch den Geist erkennen, wie wirkliches Leben funktioniert. Unsere guten Werke entspringen nicht dem Zwang, sondern der Dankbarkeit.

    Matthäus 17,24-27

    Prayer

    Danke Jesus, dass du mich von allem religiösen Ballast befreit hast. Hilf mir, in dieser Freiheit zu leben.

    Reflect

    Welche religiösen 'Muss-Erwartungen' habe ich an mich selbst, von denen Jesus mich heute befreien möchte?

  2. Day 2 of 7 · October 16 Jesus bezahlt unsere Schuld

    Als Petrus die Tempelsteuer schuldete, kümmerte sich Jesus darum. Er sorgte auf wunderbare Weise dafür, dass die Schuld beglichen wurde – durch einen Fisch mit einer Münze im Maul. Doch diese Geschichte weist auf etwas viel Tieferes hin. Der Tempel war der Ort, wo Schuld durch Opfer getilgt wurde. Jesus bezahlt die Schuld gegenüber dem Tempel – ein Bild dafür, dass er für alle unsere Schuld gegenüber Gott bezahlt hat. Nicht mit vergänglichem Silber oder Gold, sondern 'mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes'. Das ist unser einziger Trost im Leben und im Sterben: dass Jesus 'mit seinem teuren Blut für alle meine Sünden vollkommen bezahlt hat'. Wir sind freigekauft, erlöst aus aller Gewalt des Teufels. Diese Gewissheit trägt uns durch jeden Tag und gibt uns Hoffnung über den Tod hinaus.

    1. Petrus 1,18-19

    Prayer

    Herr Jesus, danke, dass du mit deinem Blut für meine Schuld bezahlt hast. Hilf mir, in dieser Gewissheit zu leben.

    Reflect

    Wo versuche ich noch, meine eigene Schuld zu begleichen, anstatt das vollkommene Opfer Jesu anzunehmen?

  3. Day 3 of 7 · October 17 Jesus gebraucht uns mit unseren Gaben

    Jesus hätte die Tempelsteuer auf tausend verschiedene Weisen beschaffen können – einfach Geld vom Himmel regnen lassen oder Kieselsteine in Münzen verwandeln. Stattdessen gebraucht er Petrus mit seinen spezifischen Gaben: 'Nimm deine Angel, wirf sie aus, dann findest du diesen Fisch.' Warum arbeitet Gott mit schwachen Menschen wie uns? Die Antwort ist einfach: aus Liebe. Er braucht uns nicht, aber er nimmt uns mit. Wie ein Vater, der seinem kleinen Kind einen Hammer gibt, um beim Bauen zu helfen – nicht weil er die Hilfe braucht, sondern weil er sein Kind liebt und es teilhaben lassen möchte. So dient 'ein jeder mit der Gabe, die ihr empfangen habt, als gute Haushalter der mancherlei Gnade Gottes'. Gott gebraucht unsere unterschiedlichen Gaben – nicht nur die spektakulären, sondern auch die alltäglichen – um sein Reich zu bauen. Was für ein Privileg!

    1. Petrus 4,10

    Prayer

    Danke, Herr, dass du mich mit meinen Gaben gebrauchen möchtest. Zeige mir, wo ich heute für dich wirken kann.

    Reflect

    Welche Gaben hat Gott mir gegeben, und wie kann ich sie bewusster in seinen Dienst stellen?

  4. Day 4 of 7 · October 18 Gott schenkt es im Schlaf

    Als Petrus sich vielleicht Sorgen machte, wie er die Tempelsteuer bezahlen sollte, hatte Jesus schon alles vorbereitet. Der Fisch mit der Münze wartete bereits. Petrus musste nur seine Angel auswerfen – und alles war geregelt. Diese Geschichte erinnert uns daran, dass 'der Herr es den Seinen im Schlaf schenkt'. Bei all unseren Sorgen um Finanzen, Gesundheit oder Zukunft dürfen wir wissen: Gott hat sich schon um alles gekümmert. Es sind vorbereitete Werke, alles ist vorherbestimmt. Das bedeutet nicht, dass wir untätig bleiben sollen. Petrus musste seine Angel auswerfen. Aber es bedeutet, dass wir uns nicht ängstlich sorgen müssen. Gott ist bereits am Werk, oft lange bevor wir das Problem überhaupt sehen. Er lädt uns ein, ihm zu vertrauen und in seiner Fürsorge zu ruhen – auch wenn die Umstände noch unklar sind.

    Psalm 127,2

    Prayer

    Vater, hilf mir, dir zu vertrauen und nicht ängstlich zu sein. Du hast sich schon um alles gekümmert.

    Reflect

    Welche Sorge kann ich heute bewusst in Gottes Hand legen, im Vertrauen darauf, dass er schon für mich sorgt?

  5. Day 5 of 7 · October 19 Wiedergeburt aus Wasser und Geist

    Als Nikodemus nachts zu Jesus kam, sprach dieser von der Notwendigkeit, 'aus Wasser und Geist geboren' zu werden. Was bedeutet das? Es gibt zwei Geburten in unserem Leben: die leibliche Geburt von unserer Mutter – verbunden mit dem Fruchtwasser, in dem wir im Mutterleib leben – und die geistliche Geburt durch den Heiligen Geist. Die erste Geburt macht uns zu lebendigen Menschen, die zweite zu Kindern Gottes. Ohne die leibliche Geburt gibt es kein Leben. Aber ohne die geistliche Wiedergeburt gibt es kein ewiges Leben. Durch den Heiligen Geist erkennen wir, wer Jesus wirklich ist, und empfangen Glauben. Das ist keine menschliche Leistung, sondern Gottes Werk an uns. Diese Wiedergeburt verändert alles: unsere Perspektive, unsere Prioritäten, unsere Hoffnung. Wer aus dem Geist geboren ist, gehört zu Gottes Familie und hat Anteil am ewigen Leben.

    Johannes 3,3-8

    Prayer

    Heiliger Geist, danke, dass du mich zum Leben erweckt hast. Vertiefe meine Gewissheit, dass ich zu Gottes Familie gehöre.

    Reflect

    Kann ich einen Moment benennen, in dem ich geistlich wiedergeboren wurde, oder ist mir diese Gewissheit noch unklar?

  6. Day 6 of 7 · October 20 Das Wort allein – keine Bilder, keine Reliquien

    Das zweite Gebot ist eindeutig: 'Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen.' Trotzdem hat die Kirche im Laufe der Geschichte immer wieder versucht, Gott in Gegenständen greifbar zu machen – durch Reliquien, Ikonen oder angebliche Überreste wie das Turiner Grabtuch. Doch Gott will nicht in Dingen angebetet werden, sondern im Wort. Er hat sich in Jesus offenbart, und diese Offenbarung erreicht uns durch das geschriebene und verkündigte Wort der Heiligen Schrift. Sola Scriptura – allein die Schrift! Der Mensch möchte gerne etwas zum Anfassen haben, einen Gegenstand, der ihm Glück oder Segen bringt. Aber das ist Okkultismus, keine christliche Frömmigkeit. Unsere Verbindung zu Gott geschieht nicht durch Gegenstände, sondern durch sein lebendiges Wort, das uns durch den Heiligen Geist begegnet und verändert.

    2. Mose 20,4

    Prayer

    Herr, bewahre mich vor falscher Frömmigkeit. Begegne mir durch dein lebendiges Wort.

    Reflect

    Verlasse ich mich wirklich allein auf Gottes Wort, oder suche ich manchmal nach greifbaren 'Sicherheiten'?

  7. Day 7 of 7 · October 21 Leben im Heiligen Geist erkennen

    Wie erkenne ich, dass ich den Heiligen Geist habe? Die wichtigste Kennzeichen ist das Bekenntnis: 'Jesus Christus ist der Herr.' Wie Paulus schreibt, kann 'niemand Jesus den Herrn nennen, außer durch den Heiligen Geist'. Es geht nicht nur um Worte, sondern um die innere Überzeugung: Ist Jesus wirklich der Herr meines Lebens? Erkenne ich ihn als Gott an? Diese Gewissheit ist das Werk des Heiligen Geistes in uns. Der Geist bewirkt aber noch mehr: Er führt uns in die Wahrheit des Wortes Gottes, er schenkt uns Freude auch in schweren Zeiten, er verändert unseren Charakter und formt uns nach dem Bild Jesu. Das Leben im Geist ist kein spektakuläres Showprogramm, sondern eine tiefe, beständige Beziehung zu Gott. Wenn du Jesus als Herrn bekennst und dein Leben zunehmend von seiner Liebe geprägt wird, darfst du gewiss sein: Der Heilige Geist wohnt in dir.

    1. Korinther 12,3

    Prayer

    Heiliger Geist, danke, dass du in mir wohnst. Forme mich weiter nach dem Bild Jesu.

    Reflect

    Welche Veränderungen in meinem Leben zeigen mir, dass der Heilige Geist in mir wirkt?