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St. Martini Gemeinde zu Bremen

Martinikirchhof 3 28195 Bremen

Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.

This content is currently available in German only.
Daily Bite
Monday

Das Wort im Zentrum

Pastor Latzel berichtet von seiner persönlichen Besinnung über Apostelgeschichte 6. Obwohl er diesen Text schon oft gepredigt hatte, wurde ihm neu bewusst: Es geht zentral um das Wort Gottes. Die Apostel erkannten eine gefährliche Entwicklung – sie hatten das Wort vernachlässigt, weil andere wichtige Dinge ihre Aufmerksamkeit forderten. Die Botschaft ist klar: Es gibt nichts Wichtigeres als das Wort Gottes. Nicht die Dringlichkeit unserer Termine, nicht einmal gute Werke der Nächstenliebe dürfen das Wort verdrängen. 'Sola Scriptura' – allein die Schrift – ist nicht nur ein reformatorisches Prinzip, sondern eine Lebensentscheidung. Wenn Menschen hungern, ist das schlimm. Aber schlimmer ist der ewige Tod ohne Gottes Wort. Die Apostel haben verstanden: Der Primärauftrag der Kirche ist das Wort Gottes, denn die Kirche entsteht aus dem Wort, ist vom Wort geprägt und hat das Wort weiterzugeben.

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Pastor Latzel berichtet von seiner persönlichen Besinnung über Apostelgeschichte 6. Obwohl er diesen Text schon oft gepredigt hatte, wurde ihm neu bewusst: Es geht zentral um das Wort Gottes. Die Apostel erkannten eine gefährliche Entwicklung – sie hatten das Wort vernachlässigt, weil andere wichtige Dinge ihre Aufmerksamkeit forderten. Die Botschaft ist klar: Es gibt nichts Wichtigeres als das Wort Gottes. Nicht die Dringlichkeit unserer Termine, nicht einmal gute Werke der Nächstenliebe dürfen das Wort verdrängen. 'Sola Scriptura' – allein die Schrift – ist nicht nur ein reformatorisches Prinzip, sondern eine Lebensentscheidung. Wenn Menschen hungern, ist das schlimm. Aber schlimmer ist der ewige Tod ohne Gottes Wort. Die Apostel haben verstanden: Der Primärauftrag der Kirche ist das Wort Gottes, denn die Kirche entsteht aus dem Wort, ist vom Wort geprägt und hat das Wort weiterzugeben.

Apostelgeschichte 6,1-7
Prayer

Bitte Gott, dir neu die Bedeutung seines Wortes zu zeigen und dir zu helfen, es zum absoluten Zentrum deines Lebens zu machen.

Challenge

Was lasse ich in meinem Leben wichtiger werden als das tägliche Hören auf Gottes Wort?

Recording from March 12, 2026

Sermon

Bibelstunde am 11.03.2026 - Priester in der Bibel 7. Stunde: Priestertum aller Gläubigen

Thursday, March 12, 2026
Matthäus 16,13-19
Key Point

Das Priestertum aller Gläubigen bedeutet, dass alle wiedergeborenen Christen durch die Salbung mit dem Heiligen Geist zu Priestern geworden sind. Im Gegensatz zum alten Bund, wo nur die Nachkommen Aarons Priester sein konnten, macht nun das Bekenntnis zu Jesus Christus als dem Sohn Gottes jeden Gläubigen zum Priester mit direktem Zugang zu Gott.

Diese Bibelstunde befasst sich mit dem Priestertum aller Gläubigen als Abschluss einer siebenteiligen Reihe über Priester in der Bibel. Pastor Olaf Latzel erläutert, wie sich das Priestertum vom alten Bund (beschränkt auf die Nachkommen Aarons aus dem Stamm Levi) zum neuen Bund gewandelt hat, in dem alle wiedergeborenen Christen durch die Salbung mit dem Heiligen Geist zu Priestern werden. Der zentrale Text ist 1. Petrus 2,1-17, der die Gläubigen als "lebendige Steine", "königliche Priesterschaft" und "heiliges Volk" beschreibt. Die Andacht behandelt Matthäus 16,13-19 als "Perikope der Wendung" mit fünf Aspekten: geographische, priesterliche, Erkenntnis-, biographische und gemeindliche Wendung. Die Auslegung betont, dass das Priestertum nicht durch Geburt, theologische Ausbildung oder kirchliche Weihe erlangt wird, sondern durch das Bekenntnis zu Jesus Christus als dem Sohn Gottes und die Salbung mit dem Heiligen Geist. Latzel grenzt das evangelische Verständnis deutlich vom katholischen Priesterverständnis ab und erklärt, dass alle Gläubigen direkten Zugang zu Gott haben, ohne menschliche Vermittler. Die Predigt schließt mit praktischen Ermahnungen für das priesterliche Leben: Ablegen von Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid und übler Nachrede sowie das Tun guter Werke.
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Diese Bibelstunde befasst sich mit dem Priestertum aller Gläubigen als Abschluss einer siebenteiligen Reihe über Priester in der Bibel. Pastor Olaf Latzel erläutert, wie sich das Priestertum vom alten Bund (beschränkt auf die Nachkommen Aarons aus dem Stamm Levi) zum neuen Bund gewandelt hat, in dem alle wiedergeborenen Christen durch die Salbung mit dem Heiligen Geist zu Priestern werden. Der zentrale Text ist 1. Petrus 2,1-17, der die Gläubigen als "lebendige Steine", "königliche Priesterschaft" und "heiliges Volk" beschreibt. Die Andacht behandelt Matthäus 16,13-19 als "Perikope der Wendung" mit fünf Aspekten: geographische, priesterliche, Erkenntnis-, biographische und gemeindliche Wendung. Die Auslegung betont, dass das Priestertum nicht durch Geburt, theologische Ausbildung oder kirchliche Weihe erlangt wird, sondern durch das Bekenntnis zu Jesus Christus als dem Sohn Gottes und die Salbung mit dem Heiligen Geist. Latzel grenzt das evangelische Verständnis deutlich vom katholischen Priesterverständnis ab und erklärt, dass alle Gläubigen direkten Zugang zu Gott haben, ohne menschliche Vermittler. Die Predigt schließt mit praktischen Ermahnungen für das priesterliche Leben: Ablegen von Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid und übler Nachrede sowie das Tun guter Werke.

Main Topics (5)

1. Die Wendungen in Matthäus 16,13-19

  • Geographische Wendung: Cäsarea Philippi als nördlichster Punkt der Wanderung Jesu, von dort wendet er sich nach Jerusalem
  • Priesterliche Wendung: Nicht mehr nur Nachkommen Aarons sind Priester, sondern alle, die das Bekenntnis zu Jesus sprechen
  • Erkenntniswendung: Petrus erkennt Jesus als den Christus, den Gesalbten, den Sohn Gottes
  • Biographische Wendung: Simon wird zum Petrus (Fels) durch sein Bekenntnis
  • Gemeindliche Wendung: Gemeinde ruht nicht mehr auf ethnischer Zugehörigkeit zu Israel, sondern auf dem Bekenntnis zu Jesus

2. Das Priestertum im Vergleich: Alter und Neuer Bund

  • Im alten Bund war das Priesteramt auf die Leviten und Nachkommen Aarons beschränkt
  • Priester wurden durch Geburt und physische Salbung eingesetzt
  • Im neuen Bund werden alle Gläubigen durch die Salbung mit dem Heiligen Geist zu Priestern
  • Das Priestertum ist nicht mehr an einen physischen Tempel gebunden
  • Keine Vermittlung durch menschliche Priester mehr notwendig - direkter Zugang zu Gott

3. Lebendige Steine auf dem lebendigen Eckstein

  • Jesus Christus ist der lebendige Stein und Eckstein, auf dem die Gemeinde gebaut ist
  • Gläubige sind lebendige Steine, die zum geistlichen Haus auferbaut werden
  • Gemeinde ist kein physisches Gebäude, sondern die Gemeinschaft der Gläubigen
  • Die königliche Priesterschaft soll geistliche Opfer darbringen
  • Der Fokus liegt auf dem Bekenntnis und der Lebendigkeit im Glauben

4. Die Salbung mit dem Heiligen Geist

  • Die Salbung geschieht nicht äußerlich, sondern innerlich durch den Heiligen Geist
  • Gesalbt wurden im alten Bund Könige, Propheten und Priester
  • Jesus ist der Gesalbte (Christus/Messias) in allen drei Ämtern
  • Gläubige empfangen durch den Heiligen Geist die Salbung zum Priestertum
  • Die Salbung schenkt Erkenntnis und Verständnis der Schrift

5. Leben als königliche Priesterschaft

  • Gläubige sind Fremdlinge und Pilger in dieser Welt
  • Enthaltsam sein gegenüber fleischlichen Begierden - Kampf zwischen Geist und Fleisch
  • Begierig sein nach geistlicher Nahrung (dem Wort Gottes) wie neugeborene Kinder
  • Gute Taten tun als Wille Gottes
  • Untertan der weltlichen Obrigkeit sein, aber Gott mehr gehorchen als Menschen
  • Ablegen von Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid und übler Nachrede

Biblical Foundations

Direct Quotes

Matthäus 16,13-19

Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? Sie sprachen, einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere du seist Elia. Wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten. Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn, denn Fleisch und Blut haben dir dies nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch, du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Ich will dir die Schlüssel des Himmelreiches geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.

1. Petrus 2,1-17

So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und alle Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede und seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil, da ihr geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist. Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar. Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus... Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht...

1. Johannes 2,20.27

Doch ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist und habt alle das Wissen. Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand etwas lehrt, sondern wie euch seine Salbung alles lehrt, so ist es wahr und ist keine Lüge. So wie sie euch gelehrt hat, so bleibt in ihm.

2. Korinther 1,21-22

Gott ist es aber, der uns festmacht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsere Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.

Additional references

  • Jesaja 28,16
  • Psalm 118
  • Matthäus 23
  • Matthäus 28
  • Apostelgeschichte 4
  • Apostelgeschichte 5
  • Römer 12
  • Römer 13
  • 1. Korinther 3
  • 1. Korinther 12
  • 2. Korinther 5
  • Hebräer 5
  • Hebräer 13
  • Lukas 5

Practical Application (5)

  • 1 Geistliche Nahrung suchen: Täglich das Wort Gottes lesen mit der Begierigkeit eines neugeborenen Kindes nach Milch. Die Bibel ist die geistliche Nahrung für das Wachstum im Glauben.
  • 2 Schlechte Eigenschaften ablegen: In der Passionszeit besonders prüfen: Wo ist in meinem Leben Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid oder üble Nachrede? Diese Dinge bewusst ablegen.
  • 3 Gute Taten vollbringen: Nach Möglichkeiten suchen, im Umfeld Gutes zu tun - nicht aus Humanismus, sondern weil es der Wille Gottes ist und anderen das Maul stopft.
  • 4 Als Fremdling leben: Sich bewusst machen, dass wir nur Pilger und Fremdlinge in dieser Welt sind. Nicht zu sehr an irdische Dinge binden, sondern auf die himmlische Heimat ausrichten.
  • 5 Das Evangelium weitergeben: Als Priester die frohe Botschaft von Jesus Christus an andere Menschen weitergeben. Dies ist der geistliche Opferdienst der königlichen Priesterschaft.