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Elim Kirche Hamburg

Bostelreihe 7-9, 22083 Hamburg
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Daily Bite
Day 3 of 7

Allwetterzeugen statt Schönwetterzeugen

From the sermon “Von Jesus reden – zur Zeit und Unzeit · Gabriel Häsler · Elim Kirche Hamburg · 2026-10-25” of October 25

Das Wort 'Zeugnis' heißt im Griechischen 'Martyria' – daraus entwickelte sich später das Wort 'Märtyrer'. Warum? Weil Zeugnis von Jesus zu geben schon immer mit Gegenwind verbunden war. Die ersten Christen lebten in einem feindlichen Umfeld, wurden verfolgt, geschlagen und eingesperrt. Trotzdem waren sie keine Schönwetterzeugen, sondern Allwetterzeugen. Petrus fordert uns auf: 'Seid jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der von euch Rechenschaft über die Hoffnung fordert, die in euch ist.' Paulus schrieb dem jungen Timotheus: 'Predige das Wort zur Zeit und zur Unzeit, ob es erwünscht ist oder nicht.' Wir dürfen schwach und müde sein – das ist sogar gut, denn in unserer Schwäche kann Gottes Kraft wirken. Aber unsere Umstände sollen uns nicht davon abhalten, unseren Mund zu öffnen und Botschafter Jesu zu sein.

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Das Wort 'Zeugnis' heißt im Griechischen 'Martyria' – daraus entwickelte sich später das Wort 'Märtyrer'. Warum? Weil Zeugnis von Jesus zu geben schon immer mit Gegenwind verbunden war. Die ersten Christen lebten in einem feindlichen Umfeld, wurden verfolgt, geschlagen und eingesperrt. Trotzdem waren sie keine Schönwetterzeugen, sondern Allwetterzeugen. Petrus fordert uns auf: 'Seid jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der von euch Rechenschaft über die Hoffnung fordert, die in euch ist.' Paulus schrieb dem jungen Timotheus: 'Predige das Wort zur Zeit und zur Unzeit, ob es erwünscht ist oder nicht.' Wir dürfen schwach und müde sein – das ist sogar gut, denn in unserer Schwäche kann Gottes Kraft wirken. Aber unsere Umstände sollen uns nicht davon abhalten, unseren Mund zu öffnen und Botschafter Jesu zu sein.

1. Petrus 3,15
Prayer

Bitte den Heiligen Geist um Kraft und Mut, auch in schwierigen Umständen von Jesus zu erzählen.

Reflect

In welcher konkreten Situation in deinem Leben könntest du vom Schönwetter- zum Allwetterzeugen werden?

Recording from April 19, 2026

Sermon

Wer bin ich? Und wer bleibt? · Heidi Wolff · Elim Kirche Hamburg · 2026-04-19

Sunday, April 19, 2026
Lukas 2,52
Key Point

Wir sind keine Sklaven unserer Vergangenheit. Was uns geprägt hat, müssen wir nicht zwangsläufig weitergeben. Durch Erkenntnis des Einflusses unserer Vergangenheit, Heilung durch Gott und bewusste Entscheidungen können wir nicht nur älter, sondern weiser werden und mit einer geheilten Persönlichkeit leben.

In dieser Predigt geht es um die Heilung von Verletzungen der Vergangenheit und wie unsere Identität durch Einflüsse geprägt wird. Die Predigterin teilt das Leben in drei Phasen ein: Einfluss (Kindheit, wo wir durch Familie, Freunde und Umstände geprägt werden), Erkenntnis (Jugend und Selbstfindung, etwa 12-25 Jahre, wo wir hinterfragen wer wir sind und sein wollen) und Entscheidung (Erwachsenenalter, wo wir bewusst wählen, was wir weitergeben möchten). Sie betont, dass wir keine Sklaven unserer Vergangenheit sind und nicht zwangsläufig das weitergeben müssen, was wir empfangen haben. Die Predigt verwendet das Bild eines Eisbergs, um zu zeigen, dass vieles von dem, was uns prägt, unter der Oberfläche liegt - unbewusste Motive, Ängste, Glaubenssätze aus der Kindheit. Diese verborgenen Prägungen beeinflussen unser Verhalten als Erwachsene. Die Predigterin ermutigt dazu, den 'Eisberg' zu kennen, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, und dies nicht allein, sondern mit Hilfe von Seelsorge, Therapie oder Mentoring zu tun. Vor allem aber soll dieser Prozess mit Gott geschehen, der zerbrochene Herzen heilt. Sie betont die Bedeutung von Vergebung und der Beziehung zu Gott als Vater und Mutter. Am Ende lädt sie zur persönlichen Gebetszeit ein, um Heilung von Jesus zu empfangen.
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In dieser Predigt geht es um die Heilung von Verletzungen der Vergangenheit und wie unsere Identität durch Einflüsse geprägt wird. Die Predigterin teilt das Leben in drei Phasen ein: Einfluss (Kindheit, wo wir durch Familie, Freunde und Umstände geprägt werden), Erkenntnis (Jugend und Selbstfindung, etwa 12-25 Jahre, wo wir hinterfragen wer wir sind und sein wollen) und Entscheidung (Erwachsenenalter, wo wir bewusst wählen, was wir weitergeben möchten). Sie betont, dass wir keine Sklaven unserer Vergangenheit sind und nicht zwangsläufig das weitergeben müssen, was wir empfangen haben. Die Predigt verwendet das Bild eines Eisbergs, um zu zeigen, dass vieles von dem, was uns prägt, unter der Oberfläche liegt - unbewusste Motive, Ängste, Glaubenssätze aus der Kindheit. Diese verborgenen Prägungen beeinflussen unser Verhalten als Erwachsene. Die Predigterin ermutigt dazu, den 'Eisberg' zu kennen, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, und dies nicht allein, sondern mit Hilfe von Seelsorge, Therapie oder Mentoring zu tun. Vor allem aber soll dieser Prozess mit Gott geschehen, der zerbrochene Herzen heilt. Sie betont die Bedeutung von Vergebung und der Beziehung zu Gott als Vater und Mutter. Am Ende lädt sie zur persönlichen Gebetszeit ein, um Heilung von Jesus zu empfangen.

Main Topics (5)

1. Die drei Lebensphasen: Einfluss, Erkenntnis, Entscheidung

  • • Einfluss (Kindheit): Zeit der Prägung durch Eltern, Familie, Freunde und Umstände
  • • Erkenntnis (Jugend/Pubertät, ca. 12-25 Jahre): Phase der Selbstfindung, des Fragens 'Wer bin ich?' und des Erkennens von Prägungen
  • • Entscheidung (Erwachsenenalter): Phase, in der wir entscheiden, was wir weitergeben wollen und was nicht
  • • Diese Phasen können sich wiederholen, da neue Ereignisse uns auch im Erwachsenenalter prägen

2. Der Eisberg: Unbewusste Prägungen unter der Oberfläche

  • • Was sichtbar ist (über Wasser) ist nur ein kleiner Teil unserer Persönlichkeit (ca. 10%)
  • • Unter der Oberfläche liegen unbewusste Motive, Ängste, automatische Reaktionen, Glaubenssätze
  • • Prägungen durch Bindungserfahrungen, Umgang mit Emotionen, ausgesprochene Worte
  • • Diese verborgenen Prägungen bestimmen oft unser Verhalten mehr als bewusste Entscheidungen
  • • Wiederholende Muster in Beziehungen, Beruf oder persönlichen Kämpfen weisen auf den 'Eisberg' hin

3. Jesus als Vorbild für alle drei Phasen

  • • Einfluss: Jesus wuchs auf bei Maria und Josef, in Nazareth, in einfachen Verhältnissen, lernte das Zimmermannshandwerk
  • • Erkenntnis: Mit 12 Jahren im Tempel zeigt Jesus eigene Vorstellungen seiner Berufung
  • • Entscheidung: Jesus grenzt sich von seiner Mutter ab (Hochzeit zu Kana), trifft eigene Entscheidungen, ehrt aber trotzdem seine Eltern (am Kreuz)
  • • Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gunst bei Gott und Menschen (Lukas 2)

4. Eltern machen Fehler - und das ist normal

  • • Alle Eltern machen Fehler - manche offensichtlich, manche gut gemeint aber nicht gut angekommen
  • • Dieselbe Erziehung wirkt bei verschiedenen Kindern unterschiedlich
  • • Manche Umstände liegen außerhalb der Kontrolle (Corona, Mobbing, Krankheit)
  • • Wichtig: Eine Brücke für Gespräche bauen, Fehler eingestehen, um Vergebung bitten
  • • Eltern sollten zurückhaltend sein und um Erlaubnis fragen, bevor sie Rat geben

5. Der Weg zur Heilung

  • • Erkenne den Eisberg - ignoriere nicht die unbewussten Prägungen
  • • Mach es jetzt - je früher desto besser, aber es ist nie zu spät
  • • Mach es trotzdem - auch wenn es schmerzhaft und anstrengend ist
  • • Mach es nicht allein - suche Unterstützung durch Seelsorge, Therapie, Mentoring, Coaching
  • • Mach es mit Gott - Therapie stößt an Grenzen, Gott heilt zerbrochene Herzen
  • • Vergebung spielt eine zentrale Rolle im Heilungsprozess
  • • Erlebe Gott als liebenden Vater und tröstende Mutter, der Mangel ausfüllt

Biblical Foundations

Direct Quotes

Lukas 2,52

Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und bei Menschen

Psalm 147

Er heilt die zerbrochenen Herzen. Er verbindet ihre Wunden.

Kolosser 3

Vergebt euch gegenseitig, wie auch Christus euch vergeben hat, so auch ihr.

Additional references

  • → Lukas 2 (Jesus mit 12 Jahren im Tempel)
  • → Johannes 2 (Hochzeit zu Kana)
  • → Johannes 19 (Jesus am Kreuz sorgt für seine Mutter)

Practical Application (6)

  • 1 Schreibe deine Lebensgeschichte auf: Teile dein Leben in Abschnitte ein und stelle dir zu jedem Abschnitt Fragen: Was waren prägende Persönlichkeiten und Ereignisse (positiv und negativ)? Wie habe ich über Gott gedacht? Was hat mich beeinflusst und geprägt?
  • 2 Baue Brücken zu deinen Kindern: Gehe zu deinen Kindern und sage ihnen, dass du als Elternteil Fehler gemacht hast. Erlaube ihnen, darüber zu sprechen, ohne zu diskutieren oder dich zu verteidigen. Bitte um Vergebung.
  • 3 Suche professionelle Hilfe: Scheue dich nicht, Seelsorge, Therapie, Coaching oder Mentoring in Anspruch zu nehmen. Es ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche, sich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen.
  • 4 Bringe deine Verletzungen zu Gott: Nutze Zeiten des Gebets und der Anbetung, um Jesus dein zerbrochenes Herz hinzuhalten. Frage ihn: 'Was möchtest du mir zeigen? Wo möchtest du ran? Wo darf ich heil werden?'
  • 5 Übe Vergebung: Erlebe Gottes Vergebung für dich selbst und lass dich dadurch befähigen, anderen zu vergeben - besonders deinen Eltern und Menschen, die dich geprägt haben.
  • 6 Setze gesunde Grenzen: Lerne wie Jesus, dich abzugrenzen von ungesunden Einflüssen, auch von Eltern, während du gleichzeitig eine ehrfurchtsvolle, ehrende Haltung bewahrst.

Daily bites from the week of October 2

  1. Day 1 of 7 · October 2 Du bist kein Sklave deiner Vergangenheit

    Jesus 'nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und bei Menschen'. Dieser Vers zeigt uns: Älterwerden geschieht von allein, aber weise werden erfordert bewusste Entscheidungen. Wie gehen wir mit unseren Erlebnissen, Prägungen und Verletzungen um? Dein Leben lässt sich in drei Phasen einteilen: Einfluss (Kindheit, wo Familie, Freunde und Umstände dich prägen), Erkenntnis (Jugend, wo du hinterfragst, wer du bist und sein möchtest) und Entscheidung (Erwachsenenalter, wo du bewusst wählst, was du weitergeben willst). Die wichtigste Wahrheit: Du musst nicht zwangsläufig das weitergeben, was du empfangen hast. Was dir geschieht, kannst du nicht immer beeinflussen, aber wie du damit umgehst, das liegt in deiner Hand. Du bist kein Opfer deiner Vergangenheit. Mit Gottes Hilfe kannst du reflektieren, erkennen und entscheiden, was bleiben darf und was nicht.

    Lukas 2,52

    Prayer

    Bitte Gott, dir Weisheit zu schenken, mit deiner Geschichte umzugehen, und die Kraft, bewusste Entscheidungen für deine Zukunft zu treffen.

    Reflect

    Welche Prägung aus meiner Vergangenheit möchte ich nicht weitergeben, und welche wertvollen Dinge will ich bewahren?

  2. Day 2 of 7 · October 3 Der Eisberg unter der Oberfläche

    Wie bei einem Eisberg liegt der größte Teil unserer Persönlichkeit unter der Oberfläche – nur etwa 10% sind sichtbar. Was andere an dir sehen – dein Verhalten, deine Reaktionen – ist nur ein kleiner Teil. Darunter liegen unbewusste Motive, Ängste, Glaubenssätze aus der Kindheit, frühe Bindungserfahrungen und automatische Reaktionsmuster. Warum bist du so schnell verletzt? Warum dieser Perfektionismus? Woher kommt die Angst oder der Leistungsdruck? Hinter jedem sichtbaren Verhalten gibt es eine Geschichte. Viele Beziehungen scheitern nicht am sichtbaren Problem, sondern am verborgenen Eisberg. Chefs scheitern oft nicht an mangelnder Kompetenz, Ehen nicht am falschen Partner – sondern an ungeklärten Prägungen unter der Oberfläche. Deshalb ist es so wichtig, den Eisberg kennenzulernen. Was hat dich in den ersten 12 Jahren geprägt? Welche Erfahrungen, Worte und Bindungen haben dich geformt? Dieser Blick nach innen ist keine Schwäche, sondern Weisheit.

    Prayer

    Bitte den Heiligen Geist, dir zu zeigen, was unter der Oberfläche liegt, und Licht in deine verborgenen Prägungen zu bringen.

    Reflect

    Welches wiederkehrende Verhaltensmuster in meinem Leben könnte mit verborgenen Prägungen zusammenhängen?

  3. Day 3 of 7 · October 4 Alle Eltern machen Fehler

    Eine befreiende Wahrheit: Alle Eltern machen Fehler. Manches ist offensichtlich falsch, anderes gut gemeint, aber mit unerwünschter Wirkung. Manchmal ist dieselbe Erziehung für ein Kind hilfreich, für ein anderes belastend. Und manches liegt überhaupt nicht in unserer Hand – Corona, Mobbing, Familiensituationen. Als Eltern können wir eine Brücke bauen: 'Ich weiß, ich habe Fehler gemacht. Wenn es etwas gibt, das dich verletzt hat, darfst du es mir sagen.' Wenn Kinder sich öffnen, verteidigen wir nicht, sondern antworten: 'Es tut mir so leid. Kannst du mir vergeben?' Als erwachsene Kinder dürfen wir ehrlich sein über unsere Verletzungen, aber auch verstehen: Unsere Eltern hatten ihre eigene Geschichte. Wir dürfen uns abgrenzen und gleichzeitig ehren. Wir müssen nicht alles gut finden, was geschehen ist, aber wir können vergeben und uns von der Macht der Vergangenheit befreien. Das ist der Weg zur Heilung.

    Prayer

    Bitte Gott um Mut für ehrliche Gespräche und um ein Herz voller Vergebung – für deine Eltern oder für dich selbst als Elternteil.

    Reflect

    Gibt es ein Gespräch über vergangene Verletzungen, das ich mit meinen Eltern oder meinen Kindern führen sollte?

  4. Day 4 of 7 · October 5 Die Phase der Erkenntnis

    Mit 12 Jahren bleibt Jesus im Tempel zurück, während seine Familie abreist. Seine Eltern verstehen nicht, warum. Aber Jesus hat begonnen, seine eigene Berufung zu erkennen: 'Ich muss sein in dem, was meines Vaters ist.' Das ist die Phase der Erkenntnis – zwischen 12 und 25 Jahren entwickeln wir eigene Vorstellungen, hinterfragen Prägungen, suchen Vorbilder. Will ich wie meine Eltern sein? Wie meine Freunde? Ganz anders? Diese Phase ist anstrengend für alle Beteiligten, aber notwendig. Und sie ist nie ganz abgeschlossen, denn neue Erlebnisse prägen uns weiter. Mach es jetzt – je früher, desto besser. Aber es ist nie zu spät. Vielleicht hast du diese Reflexionsphase nie gehabt. Vielleicht dachtest du, man soll sich nicht so viel um sich selbst drehen. Aber wenn du immer wieder an dieselben Grenzen kommst, dieselben Muster wiederholst, könnte es Zeit sein hinzuschauen: Woher kommt das? Was will ich ändern?

    Lukas 2,41-52

    Prayer

    Bitte Gott um Erkenntnis über deine Geschichte und um Weisheit, zwischen dem zu unterscheiden, was bleiben darf und was losgelassen werden muss.

    Reflect

    Wann habe ich das letzte Mal bewusst über meine Prägungen nachgedacht und erkannt, warum ich bin, wie ich bin?

  5. Day 5 of 7 · October 6 Mach es nicht allein

    'Er heilt die zerbrochenen Herzen und verbindet ihre Wunden.' Diese Worte sind nicht nur schön – sie sind Realität. Heilung beginnt, wenn unser Verlangen, uns der Realität zu stellen, größer ist als der Wunsch, Schmerz zu vermeiden. Du kannst nicht beeinflussen, was dich geprägt hat, aber du kannst beeinflussen, wie du damit umgehst. Mach es nicht allein. Wir alle brauchen jemanden an unserer Seite – einen Coach, Mentor, Seelsorger oder Therapeuten. Zur Therapie zu gehen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Wie Nelson Mandela sagte: 'Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.' Manchmal brauchen wir jemanden, der uns hochhilft. Aber vor allem: Mach es mit Gott. Therapie stößt an Grenzen, aber Gott heilt zerbrochene Herzen. Bring ihm deine Wunden, deine Ängste, deine Verletzungen. Er versteht dich wie kein anderer.

    Psalm 147,3

    Prayer

    Danke Gott, dass er der Heiler zerbrochener Herzen ist, und bitte ihn, dir die richtigen Menschen zur Seite zu stellen, die dich begleiten.

    Reflect

    Gibt es einen Bereich in meinem Leben, wo ich professionelle Hilfe oder seelsorgerliche Begleitung in Anspruch nehmen sollte?

  6. Day 6 of 7 · October 7 Vergebung und Gottes Vaterherz

    'Vergebt euch gegenseitig, wie auch Christus euch vergeben hat, so auch ihr.' Wo Erkenntnis ist, spielt Vergebung eine zentrale Rolle. Vielleicht merkst du: Ich kann nicht vergeben. Das ist der Moment, wo Gott sagt: 'Erlebe meine Vergebung, dann kannst du anderen vergeben.' Nichts prägt uns so sehr wie unsere Beziehung zu unseren Eltern. Die Bibel beschreibt Gott als Vater der Waisen, als Mutter, die tröstet. Können wir das tiefer erleben? Dass Gott unseren Mangel ausfüllt? Wo kein liebender Vater war, wo keine tröstende Mutter da war, wo du dich alleingelassen fühltest – dort darf Gottes Liebe hineinkommen. Dieser Prozess umfasst Einfluss erkennen, Wahrheit bekennen, Lügen beiseiteschaffen, vergeben und Entscheidungen treffen. Es ist ein Zusammenspiel von Seelsorge, Gebet, Therapie und Mentoring. Manchmal heilt Gott in einem Moment, manchmal ist es ein Prozess von Monaten oder Jahren. Aber niemand muss stehen bleiben. Jesu Gnade heilt und verändert Herzen.

    Kolosser 3,13

    Prayer

    Bitte Jesus, dir seine Vergebung neu zu zeigen und dich zu befähigen, anderen zu vergeben, die dich verletzt haben.

    Reflect

    Wem gegenüber fällt es mir schwer zu vergeben, und wie könnte Gottes Vergebung mir dabei helfen?

  7. Day 7 of 7 · October 8 Entscheide, was bleiben darf

    Bei der Hochzeit in Kana grenzt Jesus sich von seiner Mutter ab: 'Was habe ich mit dir zu schaffen?' Er lässt sich nicht manipulieren, trifft seine eigenen Entscheidungen. Trotzdem ehrt er sie – sogar am Kreuz denkt er an ihre Versorgung. Das ist gesunde Abgrenzung mit ehrfurchtsvoller Haltung. Als Eltern: Haltet euch zurück, wartet, bis eure Kinder fragen. Als Kinder: Fragt um Rat, eure Eltern kennen euch gut. Aber trefft eure eigenen Entscheidungen. Wer bin ich und wer bleibt? Lass diese Frage zu. Nimm dir Zeit. Lauf nicht weg von dem, was dich beeinflusst hat. Sei mutig, einen Blick in dein Inneres zu werfen. Frag Jesus: 'Was möchtest du mir zeigen? Wo darf ich heil werden?' Wir wollen nicht nur älter, sondern weiser werden. Mit geheilter Persönlichkeit etwas Gutes weitergeben. Du musst nicht so bleiben, wie du bist. Halte Jesus dein Herz hin – er heilt.

    Johannes 2,1-11

    Prayer

    Halte Jesus dein Herz hin und bitte ihn, dich zu heilen und zu dem Menschen zu formen, der du nach seinem Plan sein sollst.

    Reflect

    Was möchte ich von nun an bewusst anders machen, und welche gesunden Dinge will ich weitergeben?