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Kirche im Brauhaus

Schützenplatz 1, 38518 Gifhorn

Menschen in eine lebensverändernde Beziehung mit Jesus Christus bringen.

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Inmitten von Krisen: Lass dich nicht erschrecken

Aus der Predigt „Endzeit - Das Ende ist nahe. (Mt 24) | Taufe | JESUS UNGEFILTERT - Thomas Ruhl“ vom 25. Oktober

Jesus spricht offen über Kriege, Krisen und Katastrophen. Er verharmlost nichts – Leid bleibt Leid, Krieg bleibt schrecklich. Doch dann sagt er etwas Entscheidendes: 'Lasst euch dadurch nicht erschrecken.' Das bedeutet nicht, dass uns diese Dinge nicht berühren sollen. Sie sollten uns emotional bewegen und zu Mitgefühl führen. Aber sie sollen uns nicht beherrschen, nicht in eine Schockstarre versetzen, nicht unser Leben lähmen. Angst muss nicht das letzte Wort in unserem Leben haben. Warum? Weil wir unsere Zukunft nicht abhängig machen von den aktuellen Entwicklungen dieser Welt. Wenn du deine Hoffnung auf Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik setzt, steht sie auf wackligem Grund. Aber wenn du deine Hoffnung an Jesus festmachst, hast du ein unerschütterliches Fundament. Er verändert sich nicht, er ist treu – gestern, heute und in Ewigkeit.

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Jesus spricht offen über Kriege, Krisen und Katastrophen. Er verharmlost nichts – Leid bleibt Leid, Krieg bleibt schrecklich. Doch dann sagt er etwas Entscheidendes: 'Lasst euch dadurch nicht erschrecken.' Das bedeutet nicht, dass uns diese Dinge nicht berühren sollen. Sie sollten uns emotional bewegen und zu Mitgefühl führen. Aber sie sollen uns nicht beherrschen, nicht in eine Schockstarre versetzen, nicht unser Leben lähmen. Angst muss nicht das letzte Wort in unserem Leben haben. Warum? Weil wir unsere Zukunft nicht abhängig machen von den aktuellen Entwicklungen dieser Welt. Wenn du deine Hoffnung auf Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik setzt, steht sie auf wackligem Grund. Aber wenn du deine Hoffnung an Jesus festmachst, hast du ein unerschütterliches Fundament. Er verändert sich nicht, er ist treu – gestern, heute und in Ewigkeit.

Matthäus 24,6
Gebet

Jesus, in einer erschütterten Welt bist du mein Fels. Hilf mir, nicht von Angst beherrscht zu werden, sondern in dir Frieden zu finden.

Zum Nachdenken

Was lösen die aktuellen Krisen in dir aus – Angst und Lähmung oder Hoffnung und Vertrauen auf Gott?

Aufnahme vom 24. August 2026

Predigt

19 Uhr | Fasten & Gebet | Kirche im Brauhaus

Montag, 24. August 2026
Epheser 3,14-21
Kernaussage

Diese Fastenwoche ist eine Einladung, Gebet nicht als Handlung, sondern als Haltung und Identität zu leben. Wenn wir bei Jesus bleiben und ihm Raum geben, in uns zu wohnen, werden wir aus der Verbindung mit ihm heraus Frucht tragen. Gebet bedeutet, bei einem Freund zu verweilen, von dem wir wissen, dass er uns liebt, und aus dieser Fülle heraus zu leben und zu dienen.

Dies ist der Auftakt zur Fastenwoche in der Kirche im Brauhaus, eine Zeit des bewussten Verzichts auf Essen, um sich auf Jesus auszurichten. Kevin, ein Pfingstpastor aus einem ökumenischen Kloster, teilt seine persönlichen Erfahrungen aus einer schweren Krankheitszeit, in der er 14 Monate krank war und vier Operationen durchleben musste. Während dieser Zeit ging er täglich einen Gebetsweg und lernte, dass Gebet mehr als eine Handlung ist – es ist eine Haltung und Identität. Die zentrale Botschaft kreist um drei Dimensionen des Gebets: Gebet ist Identität (aus Psalm 109,4: "ich aber bin Gebet"), Gebet bewirkt Verbindung (Johannes 15: "Bleibt in mir"), und Gebet bringt Tiefe (dass Christus in uns wohnt). Kevin ermutigt die Gemeinde, in dieser Fastenwoche nicht nur aus Verzicht zu leben, sondern aus Sehnsucht nach Gottes Nähe. Es geht darum, die Schale füllen zu lassen, um aus dem Überfluss heraus zu dienen, und verschiedene Formen der Frömmigkeit zu erkunden – von Stille bis zu lautem Lobpreis. Die Woche wird als geistliches Gewächshaus beschrieben, in dem optimale Bedingungen für geistliches Wachstum geschaffen werden.
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Dies ist der Auftakt zur Fastenwoche in der Kirche im Brauhaus, eine Zeit des bewussten Verzichts auf Essen, um sich auf Jesus auszurichten. Kevin, ein Pfingstpastor aus einem ökumenischen Kloster, teilt seine persönlichen Erfahrungen aus einer schweren Krankheitszeit, in der er 14 Monate krank war und vier Operationen durchleben musste. Während dieser Zeit ging er täglich einen Gebetsweg und lernte, dass Gebet mehr als eine Handlung ist – es ist eine Haltung und Identität. Die zentrale Botschaft kreist um drei Dimensionen des Gebets: Gebet ist Identität (aus Psalm 109,4: "ich aber bin Gebet"), Gebet bewirkt Verbindung (Johannes 15: "Bleibt in mir"), und Gebet bringt Tiefe (dass Christus in uns wohnt). Kevin ermutigt die Gemeinde, in dieser Fastenwoche nicht nur aus Verzicht zu leben, sondern aus Sehnsucht nach Gottes Nähe. Es geht darum, die Schale füllen zu lassen, um aus dem Überfluss heraus zu dienen, und verschiedene Formen der Frömmigkeit zu erkunden – von Stille bis zu lautem Lobpreis. Die Woche wird als geistliches Gewächshaus beschrieben, in dem optimale Bedingungen für geistliches Wachstum geschaffen werden.

Hauptthemen (4)

1. Gebet ist Identität

  • • Gebet ist nicht nur eine Handlung, sondern eine Haltung und ein Lebensstil
  • • Der Psalmist sagt 'Ich aber bin Gebet' (Psalm 109,4) - Gebet wird zu dem, wer wir sind
  • • Teresa von Avila: 'Gebet ist nichts anderes als ein Verweilen bei einem Freund, von dem wir wissen, dass er uns liebt'
  • • Wenn Gebet nur Handlung bleibt, wird es zur Pflicht; wenn es zur Haltung wird, wird es zur Quelle
  • • Die Fastenwoche ist ein Raum für Sehnsucht und Nähe mit Gott, wo wir lernen, Gebet zu werden

2. Gebet bewirkt Verbindung

  • • Jesus benutzt das Bild vom Weinstock und den Reben (Johannes 15) für unsere Verbindung mit ihm
  • • Eine Rebe produziert nicht durch Anstrengung Frucht, sondern durch Bleiben am Weinstock
  • • 'Bleiben' (griechisch: meno) bedeutet wohnen, verweilen, verbunden bleiben, ein Zuhause machen
  • • Je größer die Frucht, desto wichtiger werden die Wurzeln - Frucht ist schön, aber schwer
  • • Frucht ist kein Beweis von Leistung, sondern von Verbindung; was nicht aus dem Bleiben kommt, hat keine bleibende Frucht
  • • Sein verändert Tun, nicht umgekehrt - wir leben oft verkehrt herum

3. Gebet bringt Tiefe

  • • Paulus betet in Epheser 3,14-21, dass Christus in unseren Herzen wohnt und wir in der Liebe verwurzelt und gegründet sind
  • • Wohnen ist anders als Besuchen - ein Bewohner richtet ein, verändert die Atmosphäre, gestaltet den Raum
  • • Jesus will in unserem Herzen Raum einnehmen und dort bleiben
  • • Was aus uns hervorkommt, entscheidet sich daran, wovon wir erfüllt sind
  • • Die erkenntnisübersteigende Liebe Christi soll uns zur ganzen Fülle Gottes erfüllen
  • • Gott wirkt nicht zuerst durch unsere Hände, sondern durch das, was er in unserem Herzen an Raum bekommt

4. Aus der Fülle leben, nicht aus der Leere

  • • Bernard von Clairvaux: Sei eine Schale, nicht ein Kanal - erst füllen lassen, dann überfließen
  • • Aus der Fülle ausgießen, nicht ausströmen - überfließen, nicht leer werden
  • • Die gütige und kluge Liebe strömt über, sie strömt nicht aus
  • • Diese Fastenwoche ist eine Zeit, sich neu füllen zu lassen, um überzufließen
  • • Ein ruhiger See reflektiert den Himmel - eine in Gott zur Ruhe gekommene Seele reflektiert Gottes Wahrheit und Liebe
  • • Menschen sehen wenig Himmel, weil sie nicht erleben, was es bedeutet, bei Jesus zur Ruhe zu kommen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Epheser 3,14-21

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird. Er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden, durch seinen Geist an dem inneren Menschen. Dass der Christus durch den Glauben in eurem Herzen wohnt und ihr in der Liebe gewurzelt und gegründet seid, damit ihr imstande seid, mit allen Heiligen völlig zu erfassen, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist und zu erkennen die erkenntnisübersteigende Liebe von Jesus Christus, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes. Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr als wir je erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt. Ihm sei die Herrlichkeit in der Kirche und Jesus Christus auf alle Geschlechter hin von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Psalm 109,4

Für meine Liebe feindeten sie mich an, ich aber bin Gebet.

Johannes 15

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

Weitere Referenzen

  • → Epheserbrief (allgemein erwähnt als tägliche Lektüre während der Fastenwoche)
  • → Psalm 42 (wie die Hirschkuh lechzt nach dem frischen Wasser)
  • → Hohelied (in Verbindung mit Bernard von Clairvaux erwähnt)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Beginne mit ehrlicher Sehnsucht: Bete ehrlich zu Jesus über deinen aktuellen Stand der Sehnsucht nach ihm. Auch wenn du keine Sehnsucht hast, bitte den Heiligen Geist, dir diese Sehnsucht zu schenken. Ehrlichkeit ist wichtiger als Perfektion im Gebet.
  • 2 Weite deine Frömmigkeit: Probiere neue Weisen aus, Gott zu begegnen - wenn du laut betest, versuche die Stille ('Du bist hier, ich bin da, das ist genug'). Wenn du eher leise und kopflastig bist, erlaube emotionaleren Ausdrucksformen oder dem Sprachengebet. Je breiter die Frömmigkeit, desto reifer der Christ.
  • 3 Schaffe regelmäßigen Raum für Unterbrechung: Es geht nicht um die Länge, sondern um das Regelmäßige. Finde einen Ort und eine Zeit (z.B. fünf Minuten mittags, ein Gebetsweg), wo du dich regelmäßig von der Gegenwart Gottes unterbrechen lässt. Übe dich ein, mehrmals täglich innezuhalten.
  • 4 Bleibe im Weinstock: Praktiziere das 'Bleiben' (Meno) bei Jesus - nicht durch Aktionismus, sondern durch bewusstes Wohnen in seiner Gegenwart. Lebe aus der Verbindung mit ihm, nicht aus Leistung. Erkenne, dass Frucht aus dem Bleiben entsteht, nicht aus Anstrengung.
  • 5 Lasse deine Schale füllen, bevor du ausgießt: Nimm dir bewusst Zeit, dich von Gott füllen zu lassen, bevor du anderen dienst. Aus der Fülle überfließen ist nachhaltig, aus der Leere ausströmen führt zu Erschöpfung. Die Fastenwoche ist eine Zeit, sich neu füllen zu lassen.

Impulse aus der Woche ab 25. August

  1. Tag 1 von 7 · 25. August Gebet ist Identität

    In einer Zeit schwerer Krankheit, 14 Monate und vier Operationen, ging Kevin täglich einen Gebetsweg. Anfangs betete er: 'Jesus, greif ein! Tu endlich was!' Doch auf diesem Weg entdeckte er eine tiefere Wahrheit über Gebet. In Psalm 109,4 steht: 'Ich aber bin Gebet.' Nicht 'ich bete viel' oder 'ich habe meine Gebetszeit', sondern 'ich bin Gebet'. Mitten in Davids größtem Konflikt wird ihm bewusst: Gebet ist mehr als eine Handlung – es ist eine Identität. Teresa von Avila beschreibt Gebet als 'nichts anderes als ein Verweilen bei einem Freund, von dem wir wissen, dass er uns liebt'. Wenn Gebet nur Handlung bleibt, wird es zur Pflicht. Wenn Gebet zur Haltung wird, wird es zur Quelle für dein Leben. In der Fastenwoche geht es nicht nur um Verzicht, sondern um Sehnsucht nach Gottes Nähe – um das Werden, nicht nur das Tun.

    Psalm 109,4

    Gebet

    Jesus, lehre mich, dass Gebet mehr ist als eine Aufgabe. Hilf mir, in dieser Woche eine betende Haltung zu entwickeln, die aus Sehnsucht nach deiner Nähe fließt.

    Zum Nachdenken

    Ist Gebet für dich eher eine Handlung oder eine Haltung? Wie würde sich dein Leben verändern, wenn du sagst: 'Ich bin Gebet'?

  2. Tag 2 von 7 · 26. August Bleiben statt Produzieren

    Jesus wählt ein überraschendes Bild für Gebet und Verbindung mit ihm: keinen Tempel, keinen Gebetsraum – sondern einen Weinberg. 'Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.' Eine Rebe steht nicht morgens auf und denkt: 'Heute muss ich Trauben produzieren!' Sie bleibt einfach. Und gerade deshalb trägt sie Frucht. Das Wort 'bleiben' (griechisch: meno) bedeutet wohnen, verweilen, verbunden bleiben – sein Zuhause dort machen. Frucht ist wunderschön, aber Frucht ist auch schwer. Jede Weintraube hängt an der Rebe, jeder Apfel zieht am Ast. Mit jeder Frucht wächst das Gewicht. Deshalb sagt Jesus nicht: 'Produziert mehr!' Er sagt: 'Bleibt in mir.' Frucht ist kein Beweis von Leistung, sondern von Verbindung. Alles, was nicht aus dem Bleiben kommt, wird irgendwann anstrengend.

    Johannes 15,5

    Gebet

    Herr, ich möchte lernen zu bleiben statt zu produzieren. Lehre mich, dass mein Wert nicht in meiner Leistung liegt, sondern in meiner Verbindung mit dir.

    Zum Nachdenken

    Lebst du mehr aus dem 'Bleiben' oder aus dem 'Produzieren'? Was würde sich ändern, wenn Frucht nur ein Nebenprodukt deiner Verbindung mit Jesus wäre?

  3. Tag 3 von 7 · 27. August Verwurzelt und gegründet

    Paulus betet für die Gemeinde in Ephesus: 'Dass der Christus durch den Glauben in eurem Herzen wohnt und ihr in der Liebe gewurzelt und gegründet seid.' Er spricht nicht davon, dass Christus uns besucht – sondern dass er in uns wohnt. Zwischen Besuchen und Wohnen liegt ein gewaltiger Unterschied. Ein Gast bleibt ein paar Stunden, ein Bewohner richtet sein Haus ein. Er verändert die Atmosphäre, er gestaltet den Raum. Jemand, der wohnen darf, der bleibt. Genau das möchte Jesus in unserem Herzen tun: bleiben, einrichten, prägen. Je größer die Frucht, desto wichtiger werden die Wurzeln. In einer Zeit des geistlichen Wachstums brauchen wir Tiefe. Diese Fastenwoche ist wie ein Gewächshaus – optimale Bedingungen für geistliches Wachstum. Gott schafft die Atmosphäre, stellt das Klima her, damit wir aufblühen können. Die Frage ist: Geben wir ihm Raum zum Wohnen?

    Epheser 3,17-19

    Gebet

    Jesus, du möchtest nicht nur Gast, sondern Bewohner in meinem Herzen sein. Nimm Raum ein, gestalte mein Leben und lass mich tiefer in dir verwurzelt sein.

    Zum Nachdenken

    Welchen Raum hat Jesus in deinem Herzen? Ist er ein gelegentlicher Gast oder ein bleibender Bewohner, der dein Leben gestaltet?

  4. Tag 4 von 7 · 28. August Die Schale füllen lassen

    Bernhard von Clairvaux schrieb einmal an den Papst: 'Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal. Der Kanal empfängt und gibt fast gleichzeitig weiter, während die Schale wartet, bis sie gefüllt ist. Erst dann gibt sie das weiter, was überfließt, ohne eigenen Schaden.' Viele von uns leben wie Kanäle: Wir geben weiter, was wir kaum empfangen haben. Wir dienen aus Leere statt aus Fülle. Bernhard warnt: 'Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut?' Diese Fastenwoche ist eine Zeit, in der wir uns neu füllen lassen – nicht um auszufließen, sondern um überzulaufen. Nicht aus Pflicht zu dienen, sondern aus der Fülle der Gegenwart Gottes. Erst anfüllen, dann ausgießen. Das ist nicht egoistisch, das ist weise. Denn nur ein voller See kann den Himmel widerspiegeln.

    Gebet

    Vater, ich möchte nicht aus Leere dienen, sondern aus deiner Fülle. Fülle mich in dieser Zeit neu auf, damit ich überströmen kann mit deiner Liebe.

    Zum Nachdenken

    Dienst du eher wie ein Kanal (schnell durchfließen) oder wie eine Schale (erst füllen, dann überlaufen)? Was musst du loslassen, um dich füllen zu lassen?

  5. Tag 5 von 7 · 29. August Aus Gnade gerettet

    Kevin las täglich den Epheserbrief während der Fastenwoche. Eine Stelle sprach besonders tief: 'Gottes Erbarmen ist unbegreiflich groß. Wir waren aufgrund unserer Verfehlungen tot, aber er hat uns so sehr geliebt, dass er uns zusammen mit Christus lebendig gemacht hat. Ja, es ist nichts als Gnade, dass wir errettet sind.' Wo du tot warst, hat Gott dich lebendig geliebt. Nicht weil du gut genug bist, sondern weil er gut genug ist. Paulus sagt weiter: 'Zusammen mit Jesus hat er uns vom Tod auferweckt und uns jetzt schon – heute, in diesem Moment – einen Platz in der himmlischen Welt gegeben.' Jetzt schon. Nicht irgendwann. Heute. Weil du mit Christus verbunden bist, hast du jetzt schon einen Platz im Himmel. Du hast einen Gott, der dich liebt. Du hast Gnade, die dich jeden Tag neu aushält. Dass du hier bist, ist ein einziges Geschenk – ein Grund zu danken.

    Epheser 2,4-6

    Gebet

    Jesus, danke für deine Gnade, die ich nicht verdient habe. Lehre mich, jeden Tag aus diesem Geschenk zu leben statt aus Leistung.

    Zum Nachdenken

    Wie sehr lebst du im Bewusstsein, dass alles Gnade ist? Wo versuchst du noch, dir Gottes Liebe zu verdienen?

  6. Tag 6 von 7 · 30. August Verschiedene Formen der Frömmigkeit

    Kevin teilt seine Reise: Als Pfingstpastor, der Gemeinden gründete, war er immer vorwärts orientiert – Gebet war oft ein Hebel zum Handeln. Dann kam eine lebensbedrohliche Krankheit, danach ein Burnout. Manfred lud ihn zu Schweigeseminaren ins Kloster ein. Anfangs hatte Kevin Ausreden, doch schließlich ging er mit. Dort entdeckte er eine völlig neue Dimension: kontemplatives Gebet, Stille, das Hören auf Gott. Als Pfingstler im Kloster lernte er: Gott begegnen kann man in lauter Anbetung und im Zungengebet – aber auch in absoluter Stille. Beides hat seinen Platz. Heute lebt Kevin in einem ökumenischen Kloster und macht Schweigeseminare mit Pfingstlern. Was zunächst widersprüchlich klingt, ist eine kraftvolle Ergänzung. Diese Fastenwoche lädt uns ein, verschiedene Formen der Frömmigkeit zu erkunden – von Stille bis zu lautem Lobpreis. Gott ist größer als unsere Traditionen.

    Gebet

    Heiliger Geist, du bist kreativ in den Wegen, wie du uns begegnest. Öffne mein Herz für neue Formen des Gebets und der Anbetung.

    Zum Nachdenken

    Welche Form des Gebets ist dir vertraut, welche neu? Bist du bereit, in dieser Woche auch ungewohnte Wege zu erkunden, um Gott zu begegnen?

  7. Tag 7 von 7 · 31. August Der König, der in dir wohnt

    Teresa von Avila sagte am Ende ihres Lebens: 'Hätte ich früher herausgefunden, was für ein großer König in meinem Herzen wohnt, dann hätte ich ihn dort nicht so oft alleine gelassen.' Auf seinem Gebetsweg betete Kevin anfangs: 'Jesus, greif ein!' Am Ende erkannte er: Das größte Wunder war nicht seine Heilung, sondern was Jesus in seinem Herzen getan hatte. Er lernte: Du bist hier, ich bin da – das ist genug. Darin ist Identität, Verbindung und Tiefe für dein ganzes Leben. St. Kevin von Irland sagte: 'Ein ruhiger See spiegelt den Himmel wider – genauso spiegelt eine in Gott zur Ruhe gekommene Seele Gottes Wahrheit und Liebe wider.' Vielleicht sehen so viele Menschen so wenig Himmel, weil sie nicht mehr erleben, was es bedeutet, bei Jesus zur Ruhe zu kommen. Gott wird nicht zuerst durch deine Hände, sondern durch das, was er in deinem Herzen an Raum bekommt, wirken.

    Gebet

    König Jesus, vergib mir, dass ich dich so oft in meinem Herzen alleine gelassen habe. Lehre mich, in deiner Gegenwart zur Ruhe zu kommen und deine Liebe widerzuspiegeln.

    Zum Nachdenken

    Was wäre anders, wenn du jeden Tag im Bewusstsein lebst, dass ein großer König in deinem Herzen wohnt? Wie oft lässt du ihn allein?