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Gemeinde Gottes Schweicheln

Am Eickhof 14, 32120 Hiddenhausen

Unsere Gemeinschaft besteht aus Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft. Die Liebe und der Glauben an Jesus Christus verbinden uns und sind auch das Fundament, auf dem unsere Gemeinschaft gegründet wurde. Unsere Gottesdienste bestehen im Wesentlichen aus Predigten, Gebet, Gesang und der Möglichkeit, persönliche Erfahrungen und Erlebnisse im Wandel mit Jesus Christus in Form von Zeugnissen mit der Gemeinde zu teilen. Das Zentrum des Gemeindelebens beruht auf Gottes Wort, der Bibel, sowie der Leitung durch den Heiligen Geist. Die Gestaltung des Gemeindelebens wird durch den freiwilligen Einsatz eines jeden Einzelnen ermöglicht. Der Eintritt und die Botschaft sind kostenlos, denn Jesus sagt in Matthäus 10, 8 „Umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst gebt es auch“.

Täglicher Impuls
Tag 2 von 7

Nicht vor dem Jordan stehen bleiben

Aus der Predigt „Mittwoch 28.10.2026“ vom 28. Oktober

Die Stämme Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse sahen das Land vor dem Jordan und sagten: 'Das ist gut genug für uns. Wir wollen gar nicht hinüberziehen.' Sie begnügten sich mit dem, was sie sahen, obwohl Gott ihnen das Land jenseits des Jordans versprochen hatte. Mose warnte sie eindringlich: Wenn ihr nicht in das Erbe geht, das der Herr euch gegeben hat, dann macht ihr der Sünder mehr in Israel. Ihr macht das Herz der Kinder Israel abwendig. Genau so handeln viele Menschen heute. Sie begnügen sich mit dem, was sie erlebt haben, mit einer Bekehrung vielleicht, aber gehen nicht weiter in das volle Erbe hinein, das Gott bereitet hat. Diese drei Stämme waren die ersten, die von der Landkarte verschwanden - eine ernste Warnung für uns alle, nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben.

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Die Stämme Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse sahen das Land vor dem Jordan und sagten: 'Das ist gut genug für uns. Wir wollen gar nicht hinüberziehen.' Sie begnügten sich mit dem, was sie sahen, obwohl Gott ihnen das Land jenseits des Jordans versprochen hatte. Mose warnte sie eindringlich: Wenn ihr nicht in das Erbe geht, das der Herr euch gegeben hat, dann macht ihr der Sünder mehr in Israel. Ihr macht das Herz der Kinder Israel abwendig. Genau so handeln viele Menschen heute. Sie begnügen sich mit dem, was sie erlebt haben, mit einer Bekehrung vielleicht, aber gehen nicht weiter in das volle Erbe hinein, das Gott bereitet hat. Diese drei Stämme waren die ersten, die von der Landkarte verschwanden - eine ernste Warnung für uns alle, nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben.

4. Mose 32,1-7
Gebet

Bitte den Herrn, dir zu zeigen, wo du dich mit zu wenig zufrieden gibst, und gib dir Mut, in das volle geistliche Erbe einzutreten.

Zum Nachdenken

Begnüge ich mich mit dem 'guten Land vor dem Jordan', oder strebe ich nach dem vollen Erbe, das Gott für mich bereitet hat?

Aufnahme vom 14. Juni 2026

Predigt

Sonntag 14.06.2026

Sonntag, 14. Juni 2026
Offenbarung 3,14-20
Kernaussage

Die Predigt ruft zu einer tieferen, näheren Beziehung zu Gott auf und warnt vor fleischlicher Sicherheit. Gott ruft jedem Gläubigen zu: 'Komm näher, mein Kind, zu mir.' Die Stadtmenschenseele (John Bunyans 'Heiliger Krieg') illustriert, wie unmerklich der Verlust der Nähe zu Gott geschehen kann, wenn man den Heiligen Geist nicht mehr hören lässt und stattdessen fleischliche Sicherheit sucht.

Dieser Gottesdienst aus der Gemeinde Gottes Schweicheln behandelt das zentrale Thema der geistlichen Nähe zu Gott und der Gefahr fleischlicher Sicherheit. Anhand der allegorischen Geschichte von John Bunyans "Der Heilige Krieg" wird aufgezeigt, wie die Stadt Menschenseele nach ihrer Befreiung durch Fürst Immanuel langsam vom "Herrn fleischliche Sicherheit" verführt wird. Die Bewohner ersetzen die Liebesmähler Immanuels durch weltliche Feste und verlieren dabei unmerklich den Frieden Gottes und die Gegenwart des Heiligen Geistes, ohne es zunächst zu bemerken. Der Prediger warnt eindringlich vor diesem schleichenden geistlichen Verfall und ruft zur tieferen Gemeinschaft mit Gott auf. Er betont die Wichtigkeit, auf die Stimme des Heiligen Geistes als Oberlehrer zu hören und nicht fleischlicher Sicherheit zu verfallen. Anhand biblischer Beispiele wie Abraham und Lot sowie der lauwarmen Gemeinde von Laodizea wird der Unterschied zwischen echter geistlicher Tiefe und oberflächlichem Christentum verdeutlicht. Der Gottesdienst schließt mit dem dringlichen Appell, einen eigenen geistlichen Brunnen zu graben und an den wahren Gastmählern des Herrn teilzunehmen, statt sich mit menschlichen Sicherheiten zufriedenzugeben.
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Dieser Gottesdienst aus der Gemeinde Gottes Schweicheln behandelt das zentrale Thema der geistlichen Nähe zu Gott und der Gefahr fleischlicher Sicherheit. Anhand der allegorischen Geschichte von John Bunyans "Der Heilige Krieg" wird aufgezeigt, wie die Stadt Menschenseele nach ihrer Befreiung durch Fürst Immanuel langsam vom "Herrn fleischliche Sicherheit" verführt wird. Die Bewohner ersetzen die Liebesmähler Immanuels durch weltliche Feste und verlieren dabei unmerklich den Frieden Gottes und die Gegenwart des Heiligen Geistes, ohne es zunächst zu bemerken. Der Prediger warnt eindringlich vor diesem schleichenden geistlichen Verfall und ruft zur tieferen Gemeinschaft mit Gott auf. Er betont die Wichtigkeit, auf die Stimme des Heiligen Geistes als Oberlehrer zu hören und nicht fleischlicher Sicherheit zu verfallen. Anhand biblischer Beispiele wie Abraham und Lot sowie der lauwarmen Gemeinde von Laodizea wird der Unterschied zwischen echter geistlicher Tiefe und oberflächlichem Christentum verdeutlicht. Der Gottesdienst schließt mit dem dringlichen Appell, einen eigenen geistlichen Brunnen zu graben und an den wahren Gastmählern des Herrn teilzunehmen, statt sich mit menschlichen Sicherheiten zufriedenzugeben.

Hauptthemen (7)

1. Gottes Sehnsucht nach Nähe zu seinen Kindern

  • • Gott ruft kontinuierlich: 'Komm näher zu mir, mein Kind'
  • • Diese Einladung gilt für Unbekehrte wie auch für Gläubige auf jedem geistlichen Stand
  • • Es ist nie 'nah genug' - Gott will immer mehr Nähe und Gemeinschaft
  • • Die Teilnahme an Gottes Gastmählern und Liebesmalen ist entscheidend

2. Die Allegorie der Stadtmenschenseele (John Bunyans 'Heiliger Krieg')

  • • Fürst Immanuel erobert die Stadtmenschenseele und befreit sie vom Diabolus
  • • Der Herr 'fleischliche Sicherheit' (Sohn der Selbsteinbildung) verführt die Bürger
  • • Die Bürger besuchen zunehmend die Feste der fleischlichen Sicherheit statt Immanuels Liebesmale
  • • Der Heilige Geist wird nicht mehr gehört und kann nicht mehr zu den Herzen reden
  • • Immanuel verlässt die Stadt, aber niemand bemerkt es zunächst
  • • Die Stadt rühmt sich ihrer Stärke, aber der wahre Friede Gottes ist verloren

3. Die Rolle des Heiligen Geistes als Oberlehrer

  • • Der Heilige Geist ist der Oberprediger, gesandt vom Vater
  • • Das Gewissen soll sich dem Heiligen Geist unterordnen und von ihm lernen
  • • Wenn der Heilige Geist nicht mehr gehört wird, verliert man die Orientierung
  • • Der Geist der Wahrheit führt in alle Wahrheit und warnt vor Irrwegen
  • • Wer die Liebe zur Wahrheit nicht annimmt, dem sendet Gott kräftige Irrtümer

4. Warnung vor fleischlicher Sicherheit

  • • Fleischliche Sicherheit führt zu einem lauen Zustand (Laodizea)
  • • Man sagt 'ich bin reich und bedarf nichts', ist aber elend, jämmerlich, arm, blind und bloß
  • • Der Verlust der Gottesnähe geschieht unmerklich und schleichend
  • • Äußere religiöse Formen können bestehen bleiben, während die innere Herrlichkeit verloren geht
  • • Man muss unterscheiden zwischen menschlichen und göttlichen Quellen

5. Die Stadt Gottes und ihre Merkmale

  • • Die Stadt Gottes hat Gottes Brünnlein und heilige Wohnungen des Höchsten
  • • Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie festbleiben
  • • Inmitten von Chaos und Verderben bleibt die Stadt Gottes fein lustig
  • • Man muss eigene Brunnen graben - tiefe persönliche Gemeinschaft mit Gott entwickeln
  • • Lebendiges Wasser kommt von Gott, nicht aus eigener Anstrengung

6. Das Erlebnis auf dem Berg der Verklärung

  • • Jesus nimmt Petrus, Johannes und Jakobus auf den Berg
  • • Sie erleben eine Herrlichkeit, die sie nie zuvor im Tempel erfahren hatten
  • • Petrus will drei Hütten bauen, versteht aber nicht, dass Herrlichkeit nicht in Gebäuden wohnt
  • • Diese Herrlichkeit will in uns drin wohnen, nicht in äußeren Strukturen
  • • Nähe zu Gott ist wichtiger als alle äußeren religiösen Formen

7. Der Unterschied zwischen Abraham und Lot

  • • Beide waren gerecht, aber mit unterschiedlicher Hingabe
  • • Lot wurde gequält in seiner Seele durch den Wandel in Sodom
  • • Lot fehlte die Entschiedenheit, Sodom zu verlassen
  • • Abraham verstand und befolgte immer Gottes Willen
  • • Abraham empfing Segen von Melchisedek nach seiner Treue
  • • Lot wurde gerettet wegen Abrahams Gebet

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Offenbarung 3,14-20

Dem Engel der Gemeinde zu Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes. Ich weiß deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärst. So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Denn du sprichst, ich bin reich und ich bin reich geworden und bedarf nichts und weißt nicht, dass du elend bist und jämmerlich, arm, blind und bloß. Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und nicht offenbar werde die Schande deiner Blöße und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen mögest, welche ich lieb habe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße. Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir.

Psalm 46,2-7

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer senken, wenn gleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestimmten die Berge einfielen. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben. Gott hilft ihr früh am Morgen. Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen. Das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt. Der Herr Zebaoth ist mit uns. Der Gott Jakobs ist unser Schutz.

2 Thessalonicher 2,1-12

Aber der Zukunft halber unseres Herrn Jesu Christi und unserer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Brüder, dass ihr euch nicht bald bewegen lasst von eurem Sinn, noch erschrecken, weder durch Geist, noch durch Wort, noch durch Brief, als von uns gesandt, dass der Tag Christi vorhanden sein. Lasset euch niemand verführen, in keinerlei Weise, denn er kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbar werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, der da ist der Widersacher und sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott... Dafür, dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf das sie selig würden. Darum wird Gott ihnen kräftige Irrtümer senden, dass sie glauben der Lüge. Auf das gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit.

5 Mose 18,15.18-19

Einen Propheten wie mich wird der Herr, dein Gott, dir erwecken, aus dir und aus deinen Brüdern. Dem sollt ihr gehorchen... Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben. Der soll zu ihnen reden, alles, was ich ihm gebieten werde. Und wer meine Worte nicht hören wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will ich es fordern.

2 Petrus 2,7-8

Und hat er löst den gerechten Lot, welcher geplagt wurde von dem unsüchtigen Wandel der schändlichen Leute. Denn der Gerechte, der unter ihnen wohnte, musste alles sehen und hören und seine gerechte Seele von Tag zu Tag quälen lassen durch ihre gesetzlosen Werke.

Weitere Referenzen

  • → Hebräer 12 (Berg Zion, viele tausend Engel, Geister der vollendeten Gerechten)
  • → 1 Mose 14 (Abraham rettet Lot, Melchisedek segnet Abraham)
  • → 1 Mose 19,29 (Gott gedachte an Abraham und rettete Lot)
  • → 1 Mose (Isaak gräbt Brunnen, findet lebendiges Wasser)
  • → 1 Korinther 2,9-10 (Was kein Auge gesehen hat, offenbart durch den Geist)
  • → Matthäus, Markus, Lukas (Verklärung Jesu auf dem Berg)

Praktische Anwendung (7)

  • 1 Auf die Stimme des Heiligen Geistes hören: Täglich bewusst dem Heiligen Geist als Oberlehrer Raum geben, damit er zu unserem Gewissen sprechen kann. Wenn er 'Komm näher zu mir' ruft, diesem Ruf folgen und nicht ausweichen.
  • 2 Fleischliche Sicherheit erkennen und meiden: Prüfen, ob man sich auf äußere Formen, religiöse Errungenschaften oder menschliche Weisheit verlässt statt auf die lebendige Gemeinschaft mit Gott. Die 'Feste der fleischlichen Sicherheit' meiden.
  • 3 Eigene Brunnen graben - persönliche Gottesgemeinschaft vertiefen: Nicht nur von den Brunnen der Väter trinken, sondern durch eigenes Gebet, Bibelstudium und Hingabe tief graben, bis lebendiges Wasser fließt. Dies erfordert Mühe und Ausdauer.
  • 4 An Gottes Gastmählern und Liebesmalen teilnehmen: Regelmäßig und mit Sehnsucht die Gemeinschaft mit Gott suchen, sein Wort 'essen' und von seinem Geist 'trinken'. Die Nähe zu Gott höher schätzen als alle weltlichen oder religiösen Vergnügungen.
  • 5 Wachsamkeit gegen schleichenden Abfall: Sich bewusst sein, dass der Verlust der Nähe zu Gott unmerklich geschieht. Regelmäßig prüfen: Ist der Friede Gottes noch da? Höre ich noch den Heiligen Geist? Ist Jesus noch in meinem Herzen gegenwärtig?
  • 6 Liebe zur Wahrheit bewahren: Das Wort Gottes durch den Heiligen Geist studieren und nicht durch menschliche Auslegungen verunreinigen lassen. Unterscheidung zwischen reinen und unreinen Quellen entwickeln.
  • 7 Völlige Hingabe und Heiligung anstreben: Wie Abraham dem Willen Gottes völlig gehorchen, nicht wie Lot zwischen Gott und Welt hin- und hergerissen sein. Alle 'Anhänger des Diabolus' im eigenen Herzen ausrotten lassen.

Impulse aus der Woche ab 15. Juni

  1. Tag 1 von 7 · 15. Juni Komm näher zu mir

    Gottes Sehnen nach uns ist grenzenlos. Er ruft uns zu: 'Komm näher, mein Kind, zu mir. Komm noch ein Stückchen näher.' Es ist nie nah genug. Egal wo wir geistlich stehen – ob noch unbekehrt oder schon geheiligt – diese Stimme Gottes ruft uns zu tieferer Gemeinschaft. Die Gefahr besteht darin, dass wir uns in fleischlicher Sicherheit wiegen, wie die lauwarme Gemeinde von Laodizea. Sie sagten: 'Ich bin reich und ich bin reich geworden und bedarf nichts' – und merkten nicht, dass sie 'elend und jämmerlich, arm, blind und bloß' waren. Der Herr steht vor der Tür und klopft an. Er lädt uns ein, mit ihm Gemeinschaft zu haben, an seinen Gastmählern teilzunehmen. Die wichtigste Frage heute ist: Was ist das Sehnen Gottes nach mir, und was ist mein Sehnen nach ihm? Gott wird erst zufrieden sein, wenn wir ganz nah bei ihm sind.

    Offenbarung 3,14-20

    Gebet

    Bitte Jesus, dir sein Sehnen nach tieferer Gemeinschaft mit dir neu zu zeigen und dein Herz dafür zu öffnen.

    Zum Nachdenken

    Wo stehe ich heute in meiner Nähe zu Gott – höre ich seine Stimme, die mich näher zu ihm ruft?

  2. Tag 2 von 7 · 16. Juni Die Gefahr fleischlicher Sicherheit

    In John Bunyans 'Der Heilige Krieg' wird die Stadt Menschenseele nach ihrer Befreiung durch Fürst Immanuel vom 'Herrn fleischliche Sicherheit' verführt. Dieser stammte vom Diabolus ab, gab sich aber als treuer Diener aus. Er veranstaltete Feste, die interessanter schienen als die Liebesmähler Immanuels. Dieser schleichende Prozess ist kaum bemerkbar. Die Bürger merkten nicht, wie sie den Frieden Gottes und die Gegenwart des Heiligen Geistes verloren. Sie rühmten sich ihrer Stärke und Sicherheit, während der Fürst schon längst gegangen war. Wie Abraham und Lot zeigen unterschiedliche Wege: Abraham grub eigene Brunnen und suchte Gottes Gegenwart; Lot wählte die scheinbar besseren Weiden bei Sodom und geriet in geistliche Gefahr. Fleischliche Sicherheit erscheint attraktiv, führt aber unmerklich ins Verderben. Wahre Sicherheit liegt nur in der Nähe zu Gott.

    1. Mose 13; 19

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu zeigen, wo du dich in falscher Sicherheit wiegst, und führe dich zurück zu seiner wahren Quelle.

    Zum Nachdenken

    Gibt es Bereiche in meinem Leben, wo ich mich auf fleischliche Sicherheit statt auf Gottes Gegenwart verlasse?

  3. Tag 3 von 7 · 17. Juni Der Heilige Geist als Oberlehrer

    Als Fürst Immanuel die Stadt Menschenseele befreite, stellte er zwei Prediger an: den Heiligen Geist als Oberprediger und das Gewissen als Unterprediger. Das Gewissen sollte sich immer die Weisung vom Heiligen Geist abholen – es kann nichts aus sich selbst heraus wissen. Doch als die Bürger anfingen, die Feste der fleischlichen Sicherheit zu besuchen, wurde der Heilige Geist nicht mehr gefragt. Er verlor an Bedeutung. Das Gewissen nahm rege Teilnahme an den weltlichen Festen und wurde abgestumpft. Als der Heilige Geist zu ihnen reden wollte, ließen sie ihn nicht mehr sprechen. Die entscheidende Frage lautet: Kenne ich diesen Oberlehrer in meinem Leben? Höre ich auf seine Stimme? Oder ist mein Gewissen so abgestumpft, dass ich den Geist der Wahrheit nicht mehr verstehe? Ohne den Heiligen Geist als Lehrer verlieren wir die Orientierung.

    Johannes 16,13

    Gebet

    Bitte den Heiligen Geist, wieder der Oberlehrer in deinem Leben zu werden und dein Gewissen nach seiner Wahrheit auszurichten.

    Zum Nachdenken

    Höre ich auf die Stimme des Heiligen Geistes in meinem Leben, oder habe ich sie durch andere Stimmen ersetzt?

  4. Tag 4 von 7 · 18. Juni Die Liebe zur Wahrheit

    Der Apostel Paulus warnt eindringlich vor denen, 'die verloren werden, dafür, dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen'. Wer die Wahrheit nicht liebt, dem sendet Gott 'kräftige Irrtümer', dass sie 'glauben der Lüge'. Heute gibt es unzählige Stimmen, Predigten auf jedem Smartphone, verschiedenste Erklärungen. Überall wird behauptet: 'Hier ist Christus, dort ist Christus.' Aber haben wir den Geist der Wahrheit, um diese Dinge zu unterscheiden? Die meisten haben ihr Gefäß so voll mit Fremdem, dass kein Raum mehr für die reine Wahrheit bleibt. Ein Bruder träumte, wie er eine reine Quelle verunreinigte und das schmutzige Wasser trinken wollte. Gott sprach zu ihm: 'Das ist dein Wasser, deine Quelle. Wenn du dabei bleibst, bist du auf ewig verloren.' Die Liebe zur Wahrheit ist lebensnotwendig.

    2. Thessalonicher 2,10-12

    Gebet

    Bitte Gott um eine tiefe Liebe zur Wahrheit und um Bewahrung vor kräftigen Irrtümern in dieser verwirrenden Zeit.

    Zum Nachdenken

    Liebe ich die Wahrheit genug, um mich von allen Irrtümern und fremden Quellen zu trennen?

  5. Tag 5 von 7 · 19. Juni Einen eigenen Brunnen graben

    Isaak grub Brunnen im Land Kanaan, doch die Einwohner stritten um die ersten beiden. Erst als er einen eigenen Brunnen grub, fand er 'lebendiges Wasser' – einen Brunnen, der von selbst sprudelte und nicht versigte. So muss jeder von uns seinen eigenen geistlichen Brunnen graben. Wir dürfen uns an den Brunnen unserer Väter orientieren, aber wir müssen dasselbe lebendige Wasser selbst finden. Das ist unsere persönliche Gemeinschaft mit dem Herrn, die wir durch die Hilfe des Geistes der Wahrheit gewinnen müssen. Einen Brunnen zu graben kostet Mühe. Manche graben bis zu einem gewissen Stand und sagen: 'Mir reicht es.' Doch in Zeiten der Trockenheit reicht das Wasser nicht aus. Gott sagt: 'Hör nicht auf, grab tiefer. Komm näher zu mir.' Nur ein tiefer Brunnen gibt beständig lebendiges Wasser.

    1. Mose 26,17-22

    Gebet

    Bitte Gott um Kraft und Ausdauer, tiefer zu graben in deiner persönlichen Beziehung zu ihm, bis du lebendiges Wasser findest.

    Zum Nachdenken

    Habe ich meinen eigenen geistlichen Brunnen gegraben, oder lebe ich nur von den Erfahrungen anderer?

  6. Tag 6 von 7 · 20. Juni Die Stadt Gottes inmitten des Verderbens

    Der Psalmist beschreibt zwei Zustände: Katastrophe und Chaos auf der einen Seite – und auf der anderen die Stadt Gottes, die 'fein lustig bleibt mit ihren Brünnlein'. 'Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben. Gott hilft ihr früh am Morgen.' Inmitten einer sündigen, verderbten Welt gibt es die Stadt Gottes – einen Ort der Sicherheit, des Friedens und der Gottesnähe. Wie zu Lots Zeiten versprach Gott, die ganze Stadt um zehn Gerechter willen zu verschonen. So groß ist die Dimension der Gerechtigkeit in Gottes Augen. Die Frage ist: Gehöre ich zu dieser Stadt Gottes? Kenne ich diese heiligen Wohnungen des Höchsten? Habe ich Gottes Brünnlein in mir? Ohne das Verständnis dieser geistlichen Wirklichkeit gehen wir nicht nur in die Irre, sondern sehr wahrscheinlich auch in die Verlorenheit.

    Psalm 46,2-6

    Gebet

    Bitte Gott, dir die geistliche Wirklichkeit seiner Stadt zu offenbaren und dich zum wahren Bewohner dieser Stadt zu machen.

    Zum Nachdenken

    Bin ich ein Bewohner der Stadt Gottes mit ihren Brünnlein, oder suche ich meine Sicherheit anderswo?

  7. Tag 7 von 7 · 21. Juni An den wahren Gastmählern teilnehmen

    Fürst Immanuel veranstaltete Liebesmähler für die Stadtmenschenseele. Die ganze Stadt kam und freute sich, von seinem Tisch zu essen und von seinem Weinstock zu trinken. Doch dann wurden die Feste der fleischlichen Sicherheit interessanter – und immer mehr blieben den Liebesmählern des Fürsten fern. Immanuel saß abends mit dem Heiligen Geist in seinem Amtszimmer und weinte bitterlich über die erkaltete Liebe seiner Stadt. Die Feste des Herrn fleischliche Sicherheit schmeckten scheinbar besser als die Gemeinschaft mit dem Erlöser, der sie mit seinem Blut erkauft hatte. Jesus sagt: 'Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir.' Die Einladung steht. Nehmen wir mit Sehnsucht an seinen wahren Gastmählern teil?

    Offenbarung 3,20

    Gebet

    Bitte Jesus, dein Sehnen nach seinen Gastmählern neu zu entfachen und dich von allen falschen Festen wegzuführen.

    Zum Nachdenken

    Erfreue ich mich mit Sehnsucht an der Gemeinschaft mit Jesus, oder haben weltliche 'Feste' mein Herz gewonnen?