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Evangeliums-Gemeinde Marienheide

Klosterstraße 22a, 51709 Marienheide

Wir sind eine christliche Gemeinde die für Gott brennt, ihn immer besser kennen lernen möchte und überzeugt davon ist, dass Gott heute immer noch jeden einzelnen Menschen mit seiner unvergleichlichen Liebe erreichen will. Jeden Sonntag treffen wir uns zu einem gemeinsamen Gottesdienst, in dem wir Gott immer wieder neu erleben dürfen. Während dem Gottesdienst findet die Sonntagsschule für 3 bis 6-jährige statt. Neben unseren Gruppen die sich unter der Woche treffen, sind die Hauskreise ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinde. In diesen Kleingruppen ermutigen wir einander, tauschen uns aus und forschen in Gottes Wort, der Bibel. Genauere Infos findest du unter der Rubrik Veranstaltungen und Hauskreise. Du bist herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen und zu erleben, welche Vielfalt Gemeinde hat!

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Der entscheidende Unterschied: Gehorsam

Aus der Predigt „Zwei Kronen, zwei Gegensätze | 1. Samuel 10,1 / 16,13 | Johann Reger | EG Marienheide | 25.10.26“ vom 25. Oktober

Sauls Untergang begann mit Ungehorsam. Zweimal hatte er klare Anweisungen von Gott durch Samuel erhalten. Beim ersten Mal opferte er ungeduldig selbst, statt auf Samuel zu warten. Beim zweiten Mal verschonte er den feindlichen König und das beste Vieh, obwohl Gott die vollständige Vernichtung befohlen hatte. Als Samuel ihn zur Rede stellte, suchte Saul Ausreden: Die Tiere seien doch für Gott als Opfer gedacht. Doch Samuel antwortete klar: 'Gehorsam ist besser als Opfer.' Saul wollte Gott auf seine Weise dienen, nicht auf Gottes Weise. Er wollte religiös erscheinen, aber nicht wirklich gehorsam sein. Wie oft ersetzen auch wir echten Gehorsam durch äußere Frömmigkeit? Wir bringen Gott unsere Opfer – unsere Zeit, unser Geld, unseren Dienst – aber weigern uns, in bestimmten Bereichen gehorsam zu sein. Gott sucht keine beeindruckenden Leistungen, sondern gehorsame Herzen.

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Sauls Untergang begann mit Ungehorsam. Zweimal hatte er klare Anweisungen von Gott durch Samuel erhalten. Beim ersten Mal opferte er ungeduldig selbst, statt auf Samuel zu warten. Beim zweiten Mal verschonte er den feindlichen König und das beste Vieh, obwohl Gott die vollständige Vernichtung befohlen hatte. Als Samuel ihn zur Rede stellte, suchte Saul Ausreden: Die Tiere seien doch für Gott als Opfer gedacht. Doch Samuel antwortete klar: 'Gehorsam ist besser als Opfer.' Saul wollte Gott auf seine Weise dienen, nicht auf Gottes Weise. Er wollte religiös erscheinen, aber nicht wirklich gehorsam sein. Wie oft ersetzen auch wir echten Gehorsam durch äußere Frömmigkeit? Wir bringen Gott unsere Opfer – unsere Zeit, unser Geld, unseren Dienst – aber weigern uns, in bestimmten Bereichen gehorsam zu sein. Gott sucht keine beeindruckenden Leistungen, sondern gehorsame Herzen.

1. Samuel 15,22
Gebet

Bitte den Heiligen Geist, dir Bereiche zu zeigen, wo du Gehorsam durch religiöse Aktivität ersetzt hast.

Zum Nachdenken

Gibt es Bereiche in meinem Leben, wo ich Gott religiöse Aktivität anbiete, statt einfach gehorsam zu sein?

Aufnahme vom 3. Mai 2026

Predigt

,Ich sehe was, was du nicht siehst.' - Gott | 1. Mose 38 | Jakob Martens | EG Marienheide | 03.05.26

Sonntag, 3. Mai 2026
1. Mose 38,1-11
Kernaussage

Gott schreibt Geschichte durch menschliches Versagen hindurch und hält seine Verheißungen trotz aller Irrungen und Wirrungen. Durch die zerbrochene Linie von Juda bis zu Jesus Christus zeigt Gott, dass er Sünde nicht beschönigt, aber einen Ausweg durch das Kreuz bietet und aus gescheiterten Menschen seine Erlösungsgeschichte schreibt.

Eine ausführliche Predigt über 1. Mose 38, die Geschichte von Judah und Tamar. Der Prediger Jakob Martens zeigt, wie Gott trotz menschlichem Versagen, Sünde und komplexen Familiendramen seinen Heilsplan durchführt. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven betrachtet: der Perspektive des Zuhörers, der Perspektive Judahs und der Perspektive Gottes. Trotz der moralischen Verfehlungen in dieser Geschichte führt die Linie über Peres letztendlich zu König David und schließlich zu Jesus Christus. Die Predigt betont, dass Gott Menschen in ihrer Unvollkommenheit gebraucht, dass Sünde Konsequenzen hat, aber dass das Kreuz Jesu der Ausweg ist. Der Gottesdienst beinhaltet auch die Feier des Abendmahls mit Lobpreisliedern und endet mit einer Ermutigung, dass Christus uns festhält trotz unseres Versagens.
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Eine ausführliche Predigt über 1. Mose 38, die Geschichte von Judah und Tamar. Der Prediger Jakob Martens zeigt, wie Gott trotz menschlichem Versagen, Sünde und komplexen Familiendramen seinen Heilsplan durchführt. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven betrachtet: der Perspektive des Zuhörers, der Perspektive Judahs und der Perspektive Gottes. Trotz der moralischen Verfehlungen in dieser Geschichte führt die Linie über Peres letztendlich zu König David und schließlich zu Jesus Christus. Die Predigt betont, dass Gott Menschen in ihrer Unvollkommenheit gebraucht, dass Sünde Konsequenzen hat, aber dass das Kreuz Jesu der Ausweg ist. Der Gottesdienst beinhaltet auch die Feier des Abendmahls mit Lobpreisliedern und endet mit einer Ermutigung, dass Christus uns festhält trotz unseres Versagens.

Hauptthemen (5)

1. Gottes Heilsplan trotz menschlichen Versagens

  • • Gott lässt die Geschichte von Juda und Tamar aufschreiben, obwohl sie voller Betrug, Untreue und moralischem Versagen ist
  • • Die zerbrochene Linie führt dennoch zu König David und schließlich zu Jesus Christus
  • • Gott nutzt das Scheitern in allen Generationen, um seine Erlösungsgeschichte zu schreiben
  • • Kapitel 38 ist notwendig, um von Abraham zu Jesus Christus zu kommen

2. Die drei Perspektiven der Geschichte

  • • Unsere menschliche Perspektive: Wir sehen Chaos, Versagen und haben Fragen
  • • Judas Perspektive: Er versucht Schuld zu verbergen, muss aber letztlich seine Sünde anerkennen
  • • Gottes Perspektive: Er sieht das Gesamtbild und schreibt Geschichte trotz menschlichen Versagens
  • • Gott beschönigt nichts, sondern zeigt die Realität von Sünde und ihren Konsequenzen

3. Sünde und ihre Konsequenzen

  • • Sünde kam durch Adam und Eva in die Welt mit der Konsequenz von Trennung, Leid und Tod
  • • Gottes versprach bereits im Garten Eden einen Retter aus dem Samen der Frau
  • • Sünde hat reale Konsequenzen, die oft nicht rückgängig zu machen sind
  • • Schuld kann man nicht einfach wegschnipsen oder durch gute Werke ausgleichen
  • • Der Preis für Sünde ist der Tod, aber Jesus hat diesen Preis bezahlt

4. Das Evangelium als einziger Ausweg

  • • Nur das Blut Jesu Christi reinigt von aller Sünde
  • • Gnade ist etwas Wertvolles, das man sich nicht erarbeiten oder erkaufen kann
  • • Jesus hat für unsere Sünden mit seinem Leben, Leib und Blut bezahlt, nicht mit Gold oder Silber
  • • Das bloße Benennen von Sünde ohne den Ausweg auf Jesus zu zeigen, ist ein Evangelium ohne Kraft
  • • Judah erkannte seine Schuld und sagte 'sie ist gerechter als ich' - Einsicht führt zu Veränderung

5. Hoffnung für gescheiterte Menschen

  • • Der Himmel wird voll sein von gescheiterten Menschen, die in Jesus Vergebung gefunden haben
  • • Gott bleibt seinen Versprechen treu, auch wenn Menschen versagen
  • • Christen sollen nicht nur mit dem Finger zeigen, sondern die Hand reichen
  • • Gott kann aus zerbrochenen Leben und komischen Stammbäumen etwas Perfektes machen
  • • Christus hält uns fest, auch wenn unser Glaube schwach wird

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

1. Mose 38,1-11

Es geschah aber um jene Zeit, dass Judah von seinen Brüdern wegzog und sich zu einem Mann aus Adolam wandte, der Hira hieß. Und Judah sah dort die Tochter eines Kanaaniters, der hieß Shur. Und er nahm sie zur Frau und ging zu ihr ein. Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn und er gab ihm den Namen Er. Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn und sie gab ihm den Namen Onan. Und wiederum gebar sie einen Sohn und sie gab ihm den Namen Shelah. Er befand sich aber in Kisib, als sie ihn gebar. Und Judah gab seinem erstgeborenen Sohn Er eine Frau, die hieß Tamar. Aber Er, der erstgeborene Judas, war böse in den Augen des Herrn, darum tötete ihn der Herr. Da sprach Judah zu Onan, komm zu der Frau deines Bruders und vollziehe mit ihr die Schwager-Ehe, damit du deinem Bruder Nachkommen erwächst. Da aber Onan wusste, dass der Nachkomme nicht sein eigener sein würde, ließ er es auf die Erde fallen und verderben, wenn er zur Frau seines Bruders ging, um seinem Bruder keinen Nachkommen zu geben. Was er aber tat, missfiel dem Herrn, da tötete er auch ihn. Da sprach Judah zu Tamar, der Frau seines Sohnes, bleib als Witwe im Hause deines Vaters, bis mein Sohn Shela erwachsen ist. Denn er dachte, vielleicht könnte er auch sterben wie seinem Bruder. So ging Tamar hin und blieb im Haus ihres Vaters.

1. Mose 38,12-23

Als nun viele Tage verflossen waren, starb die Tochter Schuas, die Frau Judas. Und nachdem Judah ausgetrauert hatte, ging er hinauf zu seinen Schafherden nach Timna, er und Hira, sein Freund aus Adulam. Da wurde der Tamar berichtet, siehe, dein Schwiegervater geht hinauf nach Timna, um seine Schafe zu scheren. Da legte sie die Witwenkleider ab, bedeckte sich mit einem Schleier und verhüllte sich und setzte sich ans Tor von Enaim am Weg nach Timna. Denn sie sah, dass Scheler erwachsen war und sie ihm nicht zur Frau gegeben wurde. Als nun Judah sie sah, glaubte er, sie sei eine Hure, denn sie hatte ihr Angesicht bedeckt. Und er bog ab zu ihr an den Weg und sprach, lass mich doch zu dir kommen. Denn er wusste nicht, dass sie die Frau seines Sohnes war. Sie antwortete, was willst du mir geben, wenn du zu mir kommst? Er sprach, ich will dir einen Ziegenbock von der Herde schicken. Sie antwortete, so gib mir einen Pfand, bis du ihn mir schickst. Er sprach, was willst du, dass ich dir zum Pfand gebe? Und sie antwortete, deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, den du in deiner Hand hast. Da gab er es ihr und ging zu ihr ein und sie wurde von ihm schwanger. Und sie machte sich auf und ging und legte ihren Schleier ab und legte wieder ihre Witwenkleider an. Judah aber sandte den Ziegenbock durch seinen Freund, den Adolamiter, um das Pfand von der Frau zurückzuhalten. Aber er fand sie nicht. Da fragte die Leute an jenem Ort und sprach, wo ist die Tempelhure, die bei Enayim am Wege saß? Sie antworteten, es ist keine Tempelhure hier gewesen. Und er kam wieder zu Judah und sprach, ich habe sie nicht gefunden. Dazu sagen die Leute an jenem Ort, es sei keine Tempelhure dort gewesen. Judah sprach, so soll sie das Pfand für sich behalten, damit wir nicht in Verruf geraten. Siehe, ich habe den Bock geschickt, aber du hast ihn nicht gefunden.

1. Mose 38,24-30

Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde dem Judah berichtet, deine Schwiegertochter Tamar hat Hurerei getrieben und sie ist von der Hurerei auch schwanger geworden. Da sprach Judah, führt sie hinaus, damit sie verbrannt werde. Und als man sie hinausführte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und ließ ihm sagen, von dem Mann bin ich schwanger geworden, dem das gehört. Und sie sprach, erkenne doch, wem gehört dieser Siegelring und die Schnur und der Stab. Judah erkannte sie an und sprach, sie ist gerechter als ich, denn ich habe sie meinem Sohn Shelah nicht gegeben. Und er erkannte sie fortan nicht mehr. Und es geschah, als sie gebären sollte, da waren Zwillinge in ihrem Leib und es geschah, als sie gebar, da kam eine Hand heraus, da nahm die Hebamme einen roten Faden, band ihn herum und sprach, der ist zuerst herausgekommen. Als dieser aber seine Hand wieder hineinzog, siehe, da kam sein Bruder heraus und sie sprach, warum hast du dir einen solchen Riss gemacht? Und man gab ihm den Namen Peres. Danach kam auch der Bruder heraus, der den roten Faden um die Hand hatte und man gab ihm den Namen Serach.

Lukas 22,19-20

Und er nahm das Brot, dankte, brach es und gab es ihnen und sprach, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach, dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.

Epheser 1,7

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade.

Weitere Referenzen

  • → 1. Mose 1-3 (Schöpfung und Sündenfall)
  • → 1. Mose 11-50 (Geschichte der Erzväter)
  • → Matthäus 1 (Stammbaum Jesu)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Ehrlich die eigene Schuld vor Gott anerkennen: Wie Juda sagen 'sie ist gerechter als ich' - erkenne an, wo du gesündigt hast, ohne Ausreden zu suchen. Gott hat recht über dein Leben, auch wenn es schwer fällt, dies zuzugeben.
  • 2 Das Kreuz als einzigen Ausweg annehmen: Versuche nicht, deine Schuld durch gute Werke auszugleichen. Nimm die teure Gnade Jesu in Anspruch, der mit seinem Blut für deine Sünden bezahlt hat.
  • 3 Menschen in Not helfen statt verurteilen: Gehe zu Menschen, die Probleme haben, und zeige ihnen das Kreuz. Reiche die Hand statt nur mit dem Finger zu zeigen. Sei jemand, der anderen den Ausweg auf Jesus zeigt.
  • 4 In schwierigen Situationen auf Gottes Treue vertrauen: Auch wenn dein Leben chaotisch erscheint oder du die Perspektive nicht siehst, vertraue darauf, dass Gott seine Geschichte durch dein Leben schreibt und zu seinen Versprechen steht.
  • 5 Konkrete Schritte zur Versöhnung gehen: Nimm dir diese Woche bewusst Zeit für einen Menschen, der gerade scheitert oder Schwierigkeiten hat. Mache einen konkreten Termin und sprich mit ihm über Gottes Gnade und Vergebung.

Impulse aus der Woche ab 4. Mai

  1. Tag 1 von 7 · 4. Mai Gottes Geschichte inmitten menschlichen Versagens

    Die Geschichte von Judah und Tamar ist eine der herausforderndsten Erzählungen der Bibel. Judah zieht von seinen Brüdern weg, nachdem sie Josef verkauft haben, gründet eine Familie und erlebt ein Drama nach dem anderen. Seine Söhne sterben, weil ihr Verhalten böse in Gottes Augen ist. Die Geschichte ist voller Untreue, Betrug und moralischem Versagen. Doch genau hier beginnt Gottes Perspektive sichtbar zu werden: Er lässt diese Geschichte nicht aus, sondern bewahrt sie auf. Warum? Weil Gott trotz menschlichem Scheitern seinen Heilsplan durchführt. Diese chaotische Familiengeschichte führt letztendlich zur Geburtslinie von König David und schließlich zu Jesus Christus. Gott beschönigt nichts, aber er nutzt das Versagen in allen Generationen, um seine Treue zu zeigen. Das ist die zentrale Botschaft: Gott schreibt Geschichte, auch wenn wir es in unserem Leben gerade nicht sehen können.

    1. Mose 38,1-11

    Gebet

    Danke Gott, dass du trotz meines Versagens treu bist und deine Versprechen hältst. Hilf mir, deine Perspektive in meinem Leben zu sehen.

    Zum Nachdenken

    Wo in meinem Leben sehe ich nur Chaos und Versagen, anstatt auf Gottes größeren Plan zu vertrauen?

  2. Tag 2 von 7 · 5. Mai Drei Perspektiven auf eine Geschichte

    Wenn wir diese Geschichte lesen, gibt es drei wichtige Blickwinkel: unsere eigene Perspektive als Zuhörer, die Perspektive Judahs und die Perspektive Gottes. Aus unserer Sicht ist es schockierend und verwirrend. Wir haben Fragen und vielleicht sogar Urteile. Judahs Perspektive zeigt einen Mann, der auf seinem Weg zur Arbeit eine Prostituierte sieht und vom Weg abbiegt. Er denkt, die Sache ist erledigt, wenn er bezahlt – aber drei Monate später holt ihn seine Tat ein. Seine Schwiegertochter ist schwanger, und er fordert sofort ihre Verbrennung, bis er erkennt: Er selbst ist der Vater. Gottes Perspektive ist die entscheidende: Er lässt Mose diese peinliche, verstörende Geschichte aufschreiben, weil sie zur Heilsgeschichte gehört. Gott zeigt uns, dass er mit der Realität unseres Lebens umgeht – nicht mit geschönten Versionen, sondern mit der vollen, chaotischen Wahrheit.

    1. Mose 38,12-23

    Gebet

    Herr, hilf mir, mein Leben und meine Fehler aus deiner Perspektive zu sehen, nicht nur aus meiner begrenzten Sicht.

    Zum Nachdenken

    Welche Perspektive nehme ich ein, wenn ich auf mein eigenes Versagen oder das anderer schaue – meine eigene oder Gottes?

  3. Tag 3 von 7 · 6. Mai Sünde hat Konsequenzen

    In dieser Geschichte lesen wir zweimal, dass Gott jemanden sterben lässt: erst Er, dann Onan. 'Er, der erstgeborene Judas, war böse in den Augen des Herrn, darum tötete ihn der Herr.' Onan nutzte seine Schwägerin aus, ohne seine Verantwortung zu übernehmen – 'was er aber tat, missfiel dem Herrn, da tötete er auch ihn.' Diese drastischen Konsequenzen zeigen uns: Sünde ist nicht harmlos. Der Tod ist der Preis für Sünde. Das haben Adam und Eva erlebt, das haben Judahs Söhne erlebt, und das erleben wir heute. Wir können Schuld nicht einfach wegschnipsen oder mit guten Werken ausgleichen. Aber genau hier liegt die Hoffnung: Jesus hat diesen Preis bezahlt. Das Kreuz ist Gottes Antwort auf die Realität der Sünde. Wir können unsere Schuld nicht selbst bereinigen, aber Christus hat es für uns getan.

    1. Mose 38,7-10

    Gebet

    Jesus, danke, dass du den Preis für meine Sünde bezahlt hast. Hilf mir, nicht auf meine eigenen Lösungen zu vertrauen, sondern auf dein vollendetes Werk.

    Zum Nachdenken

    Versuche ich, meine Schuld selbst zu begleichen, oder nehme ich Jesu Opfer in Anspruch?

  4. Tag 4 von 7 · 7. Mai Judah erkennt seine Schuld

    Als Judah erfährt, dass seine Schwiegertochter schwanger ist, ist sein Urteil schnell und hart: 'Führt sie hinaus, damit sie verbrannt werde.' Doch dann dreht sich die Situation. Tamar präsentiert die Beweise – seinen Siegelring, seine Schnur und seinen Stab. Judah kann sich nicht mehr verstecken. Seine Reaktion ist bemerkenswert: 'Sie ist gerechter als ich.' Er erkennt, dass er sein Versprechen nicht gehalten hat, ihr seinen Sohn Schela zu geben. Und wir lesen: 'Er ist nie wieder zu dieser Frau gegangen.' Seine Einsicht hatte eine Konsequenz, eine Veränderung. Das ist der Wendepunkt. Judah ändert seine Perspektive. Er sieht seine eigene Schuld und handelt anders. Genau das will Gott auch von uns: nicht beim Versagen stehen bleiben, sondern Einsicht haben, umkehren und einen neuen Weg gehen.

    1. Mose 38,24-26

    Gebet

    Vater, gib mir den Mut, meine Schuld zu erkennen und nicht zu vertuschen. Schenke mir echte Umkehr.

    Zum Nachdenken

    Wo in meinem Leben brauche ich die Einsicht und den Mut, zu sagen: 'Ich habe mich geirrt'?

  5. Tag 5 von 7 · 8. Mai Gottes Heilsplan trotz allem

    Das Erstaunlichste an dieser Geschichte ist ihre Fortsetzung. Aus der Verbindung zwischen Judah und Tamar werden Zwillinge geboren – Peres und Serach. Peres, der Zweitgeborene, wird zum Vorfahren von König David. Und aus Davids Linie kommt sowohl Maria als auch Josef, die Eltern von Jesus. Gott hat von Anfang an einen Retter versprochen. Schon bei Adam und Eva sagte er, dass aus dem 'Samen der Frau' jemand kommen wird, der Satan den Kopf zertreten wird. Und durch zehn Generationen hindurch, durch Abraham, Isaak, Jakob und Judah, hält Gott sein Versprechen. Diese Geschichte ist absolut notwendig, um von Abraham zu Jesus zu kommen. Mit allem, was dazu gehört. Gott nutzt das Scheitern, um seine Geschichte zu schreiben. Das macht seinen Plan so glaubwürdig – es ist unmöglich, sich das auszudenken, aber Gott erfüllt es.

    Matthäus 1,3

    Gebet

    Herr, danke, dass du deine Versprechen hältst und dass kein Versagen deinen Plan stoppen kann. Hilf mir, dir zu vertrauen.

    Zum Nachdenken

    Wo kann ich in meiner chaotischen Lebensgeschichte Gottes treuen Heilsplan erkennen?

  6. Tag 6 von 7 · 9. Mai Gott gebraucht unvollkommene Menschen

    Diese Geschichte fordert uns heraus, weil sie so echt ist. Judah ist kein Held, sondern ein Mensch voller Fehler. Seine Familie ist dysfunctional – sein Vater Jakob hatte vier Frauen, die Brüder verkauften Josef, Judah ging zu einer Prostituierten. Nichts davon wird beschönigt. Doch Gott gebraucht genau diese Menschen für seinen Plan. 'In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade.' Das ist Gnade: etwas Wertvolles, Kostbares, das wir uns nicht erarbeiten können. Gott sieht uns nicht als Anlagewerte oder Vermögensgegenstände. Christus hat uns nicht mit Gold oder Silber freigekauft, sondern mit seinem Leben, seinem Leib, seinem Blut. Und er hat uns nicht nur für eine Zeit losgekauft, sondern für die Ewigkeit. Das Blut Jesu Christi reinigt uns von aller Sünde.

    Epheser 1,7

    Gebet

    Danke Jesus, dass du mich trotz meiner Unvollkommenheit gebrauchst. Lass deine Gnade mir niemals billig werden.

    Zum Nachdenken

    Wie wertvoll ist mir die Gnade Gottes wirklich – ist sie mir billig oder teuer?

  7. Tag 7 von 7 · 10. Mai Deine Geschichte ist Teil von Gottes Geschichte

    Vielleicht geht es dir in deiner Situation ähnlich wie dem Volk Israel, das diese Geschichte zum ersten Mal hörte. Du bist Teil einer Geschichte, die du jetzt aktuell nicht verstehen kannst. Dein Leben ist kompliziert, chaotisch, vielleicht sogar zerbrochen. Du schaust aus deiner Perspektive und siehst nur Probleme. Doch Gott schreibt Geschichte. Das bedeutet nicht, dass du bei deinem Versagen stehen bleiben sollst. Judah hat seine Perspektive geändert, und darum geht es Gott. Er hat einen Ausweg in jeder Generation. Er ist derjenige, der von Anfang an treu zu seinen Versprechen steht. Jesus, der versprochene Retter, steht zu seinem Versprechen und bezahlt für das, was du und ich jeden Tag aufs Neue verbocken. Hat Gottes Wort Relevanz für dich? Christus hält dich fest trotz deines Versagens. Das ist die Botschaft dieser Geschichte – und die Hoffnung für dein Leben heute.

    Römer 8,28

    Gebet

    Herr, hilf mir zu vertrauen, dass du meine chaotische Geschichte in deinen guten Plan einwebst. Halte mich fest.

    Zum Nachdenken

    Wo brauche ich heute die Zusage, dass Christus mich festhält, trotz meines Versagens?