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Evangeliums - Christen Gemeinde Bernberg

Kastanienstraße 76, 51647 Gummersbach

Ein Ort, an dem Menschen Gott begegnen, ein Ort, an dem Nachfolge gelebt wird. Ein Ort, an dem Jünger Jünger machen.

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Der Fluch des Gesetzes und Christi Erlösung

Aus der Predigt „25.10.2026 | Gottesdienst“ vom 25. Oktober

Paulus schreibt: 'Alle, die auf die Einhaltung des Gesetzes vertrauen, sind unter einem Fluch. Denn es steht geschrieben: Fluch über jeden, der nicht alles erfüllt, was im Gesetzbuch geschrieben steht.' Gottes Gesetz ist vollkommen heilig und gerecht – aber wir können es nicht einhalten. Eine einzige Übertretung, selbst nur in Gedanken, reicht aus, und wir fallen durch. Doch dann kommt die herrliche Botschaft: 'Von diesem Fluch des Gesetzes hat Christus uns freigekauft, indem er an unserer Stelle den Fluch auf sich nahm.' Jesus, der Sohn Gottes, hat als Einziger das Gesetz vollkommen erfüllt. Dann nahm er unseren Fluch auf sich und ließ sich dafür am Kreuz von Gott richten. Nur in Jesus finden wir Befreiung von der Verurteilung. Diese Wahrheit sollte uns zu tiefster Anbetung führen.

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Paulus schreibt: 'Alle, die auf die Einhaltung des Gesetzes vertrauen, sind unter einem Fluch. Denn es steht geschrieben: Fluch über jeden, der nicht alles erfüllt, was im Gesetzbuch geschrieben steht.' Gottes Gesetz ist vollkommen heilig und gerecht – aber wir können es nicht einhalten. Eine einzige Übertretung, selbst nur in Gedanken, reicht aus, und wir fallen durch. Doch dann kommt die herrliche Botschaft: 'Von diesem Fluch des Gesetzes hat Christus uns freigekauft, indem er an unserer Stelle den Fluch auf sich nahm.' Jesus, der Sohn Gottes, hat als Einziger das Gesetz vollkommen erfüllt. Dann nahm er unseren Fluch auf sich und ließ sich dafür am Kreuz von Gott richten. Nur in Jesus finden wir Befreiung von der Verurteilung. Diese Wahrheit sollte uns zu tiefster Anbetung führen.

Galater 3,10.13
Gebet

Herr Jesus, danke, dass du den Fluch für mich getragen hast. Ich kann es nicht fassen – aber ich vertraue darauf und bete dich an.

Zum Nachdenken

Verstehst du wirklich, welchen Kelch des Zornes Jesus für dich getrunken hat? Wie verändert das deine Haltung zu ihm?

Aufnahme vom 4. Oktober 2026

Predigt

04.10.2026 | Gottesdienst mit Abendmahl

Sonntag, 4. Oktober 2026
Psalm 121,4-5
Kernaussage

Die zentrale Botschaft der Predigt ist, dass Christus nicht nur ein Teil unseres Lebens sein sollte, sondern unser Leben selbst. Wie Paulus in Philipper 1,21 bekennt: 'Für mich ist Christus das Leben', sind wir aufgerufen, unser ganzes Leben - unsere Zeit, Kraft, Gedanken und Hingabe - vollständig auf Jesus Christus auszurichten. Dies ist die einzig angemessene Antwort auf das, was Christus für uns am Kreuz getan hat.

Dieser Gottesdienst mit Abendmahl behandelt die zentrale Frage, ob Christus wirklich unser Leben ist. Ausgehend von Paulus' Worten in Philipper 1,21 "Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben ein Gewinn" wird beleuchtet, was es bedeutet, Christus zum Lebensinhalt zu machen. Die Predigt fordert zu einer ehrlichen Selbstprüfung auf: Wofür investieren wir unsere Zeit, Kraft und Gedanken? Paulus' Leben wird als Vorbild vorgestellt - trotz Verfolgung, Gefangenschaft und Leid blieb Christus sein Lebensinhalt. Er freute sich, solange das Evangelium verkündigt wurde, egal unter welchen Umständen. Die Botschaft ruft dazu auf, den alten Menschen zu kreuzigen und Christus wirklich zum Zentrum des Lebens zu machen, nicht nur in Worten, sondern in der gelebten Realität des Alltags. Das Abendmahl erinnert daran, dass Christus sich ganz für uns hingegeben hat und uns aufruft, unser Leben ganz für ihn hinzugeben. Der Gottesdienst schließt mit Lobpreis und der Einladung zur Gemeinschaft sowie zum Worship-Abend am selben Tag.
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Dieser Gottesdienst mit Abendmahl behandelt die zentrale Frage, ob Christus wirklich unser Leben ist. Ausgehend von Paulus' Worten in Philipper 1,21 "Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben ein Gewinn" wird beleuchtet, was es bedeutet, Christus zum Lebensinhalt zu machen. Die Predigt fordert zu einer ehrlichen Selbstprüfung auf: Wofür investieren wir unsere Zeit, Kraft und Gedanken? Paulus' Leben wird als Vorbild vorgestellt - trotz Verfolgung, Gefangenschaft und Leid blieb Christus sein Lebensinhalt. Er freute sich, solange das Evangelium verkündigt wurde, egal unter welchen Umständen. Die Botschaft ruft dazu auf, den alten Menschen zu kreuzigen und Christus wirklich zum Zentrum des Lebens zu machen, nicht nur in Worten, sondern in der gelebten Realität des Alltags. Das Abendmahl erinnert daran, dass Christus sich ganz für uns hingegeben hat und uns aufruft, unser Leben ganz für ihn hinzugeben. Der Gottesdienst schließt mit Lobpreis und der Einladung zur Gemeinschaft sowie zum Worship-Abend am selben Tag.

Hauptthemen (6)

1. Gottes gegenwärtiges Wirken und Bewahrung

  • • Gott existiert real und wirkt nicht nur in biblischen Zeiten, sondern auch heute noch
  • • Beispiel des Flugzeugwunders auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv während des Laubhüttenfestes
  • • Psalm 121 erinnert daran, dass der Hüter Israels nicht schläft und schlummert
  • • Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob Gott existiert, sondern welche Bedeutung er in unserem Leben hat

2. Paulus als Vorbild der Christus-zentrierten Lebensführung

  • • Paulus' radikale Transformation vom Verfolger der Gemeinde zum hingegebenen Nachfolger Christi
  • • Seine drei Missionsreisen trotz enormer Gefahren und Leiden
  • • Paulus erlitt Schläge, Steinigungen, Schiffbrüche, Hunger, Kälte und Gefangenschaft
  • • Trotz Gefangenschaft in Rom schreibt er den Philipperbrief als 'Freudenbrief'
  • • Seine Freude gründet darin, dass Christus verkündigt wird, unabhängig von seinen eigenen Umständen

3. Die Bedeutung von 'Christus ist mein Leben'

  • • Wenn etwas wirklich unser Leben ist, investieren wir unsere Zeit, Kraft, Energie und Gedanken darin
  • • Wir sind bereit, dafür auf Bequemlichkeit zu verzichten und sogar Opfer zu bringen
  • • Unsere Emotionen werden davon geprägt und unser Geld fließt dorthin
  • • Paulus demonstriert dies durch sein völliges Aufgehen in der Verkündigung Christi
  • • Für Paulus war es egal, ob durch Leben oder Tod - Hauptsache Christus wird verherrlicht

4. Selbstprüfung: Was ist wirklich mein Leben?

  • • Herausfordernde Fragen zur Selbstreflexion: Wofür verwenden wir mehr Zeit - für Fitness oder Bibellese?
  • • Wofür schlägt unser Herz - für Sport, Unterhaltung, Karriere oder für Christus?
  • • Was bewegt uns emotional mehr - weltliche Dinge oder geistliche Anliegen?
  • • Das Herz ist trügerisch und wir brauchen ehrliche Selbstprüfung
  • • Warnendes Beispiel von Demas, der Paulus verließ, weil er die gegenwärtige Welt liebgewonnen hatte

5. Der Ruf zur Hingabe und Nachfolge

  • • Jesus ruft uns auf, unser Kreuz täglich auf uns zu nehmen und ihm nachzufolgen (Lukas 9,23-25)
  • • Das alte Selbst muss sterben, damit Christus in uns leben kann
  • • Paulus schreibt: 'Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir' (Galater 2,19-20)
  • • Nur wenn Christus unser Leben ist, macht der Satz 'Sterben ist Gewinn' Sinn
  • • Christus gab sein ganzes Leben für uns, deshalb ist die angemessene Antwort, unser ganzes Leben ihm zu geben

6. Das Abendmahl als Erinnerung

  • • Das Abendmahl erinnert uns daran, was wirklich wichtig ist
  • • Es ruft uns in Erinnerung, dass Christus seinen Leib und sein Blut für uns hingegeben hat
  • • 'Dies tut zu meinem Gedächtnis' - zweimal betont Jesus diese Aufforderung
  • • Das Abendmahl verkündigt den Tod des Herrn, bis er wiederkommt
  • • Es motiviert uns, unser Leben ganz für den hinzugeben, der alles für uns gab

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Psalm 121,4-5

Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. Der Herr behüte dich, der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand.

Philipper 1,21

Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben ein Gewinn.

Philipper 1,12-13

Ich will aber, Brüder, dass ihr erkennt, wie das, was mit mir geschehen ist, sich viel mehr zur Förderung des Evangeliums ausgewirkt hat, sodass in der ganzen kaiserlichen Kaserne und bei allen übrigen bekannt geworden ist, dass ich um des Christus willen gefesselt bin.

Philipper 1,14

und dass die meisten der Brüder im Herrn durch meine Fesseln ermutigt, ist desto kühner Wagen, das Wort zu reden ohne Furcht.

Philipper 1,15-17

Einige verkündigen zwar Christus auch aus Neid und Streitsucht, andere aber aus guter Gesinnung. Diese verkündigen Christus aus Selbstsucht, nicht lauter, indem sie beabsichtigen, meinen Fesseln noch Bedrängnis hinzuzufügen, jene aber aus Liebe, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin.

Philipper 1,18

Was tut es? Jedenfalls wird auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt und darüber freue ich mich. Ja, ich werde mich auch weiterhin freuen.

Philipper 1,19-20

Denn ich weiß, dass mir dies zur Rettung ausschlagen wird durch eure Fürbitte und den Beistand des Geistes Jesu Christi. Entsprechend meiner festen Erwartung und Hoffnung, dass ich in nichts zu schanden werde, sondern dass in aller Freimütigkeit, wie alle Zeit so auch jetzt, Christus hochgepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod.

2. Korinther 11,23-28

Sie sind Diener des Christus. Ich rede unsinnig, ich bin es noch mehr. Ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viel Schläge ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen. Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten. Einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren, auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern, in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst, oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße. Zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.

Johannes 3,30

Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

Galater 2,19-20

Nun bin ich aber durch das Gesetz, dem Gesetz gestorben, um für Gott zu leben. Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Lukas 9,23-25

Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt?

2. Timotheus 4,9-10

Beile dich, bald zu mir zu kommen, denn Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit liebgewonnen hat.

1. Korinther 11,23-26

Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich, dass der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm und dankte, es brach und sprach: Nehmt, esst. Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Dies tut, so oft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn so oft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Weitere Referenzen

  • → Epheser 3,20-21
  • → Epheser 3
  • → Kolosserbrief
  • → Philemonbrief

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Ehrliche Selbstprüfung durchführen: Nimm dir Zeit, dein Leben ehrlich zu reflektieren und zu prüfen, wofür dein Herz wirklich schlägt. Frage dich: Wo investiere ich meine Zeit, Energie, Gedanken und Finanzen? Was würden andere sagen, was mein Leben ist?
  • 2 Prioritäten neu ausrichten: Wenn andere Dinge den Platz von Christus in deinem Leben eingenommen haben, bringe diese vor das Kreuz. Die Veränderung beginnt im Herzen, nicht in den äußeren Bereichen.
  • 3 Tägliches Kreuz auf sich nehmen: Lebe nach Lukas 9,23 und verleugne täglich dein altes Selbst. Lass das Ego sterben, damit Christus in dir leben kann und dein wahres Leben wird.
  • 4 Christus-zentrierte Entscheidungen treffen: Prüfe bei deinen alltäglichen Entscheidungen: Dient dies dazu, dass Christus verherrlicht wird? Richte deine Entscheidungen nicht nach persönlichem Gewinn, sondern danach aus, ob Christus dadurch bekannt gemacht wird.
  • 5 Das Abendmahl bewusst als Erinnerung nutzen: Nutze das Abendmahl regelmäßig als Moment, um dich daran zu erinnern, dass Christus sein ganzes Leben für dich gegeben hat. Lass dies deine Motivation sein, ihm dein ganzes Leben zu weihen.

Impulse aus der Woche ab 5. Oktober

  1. Tag 1 von 7 · 5. Oktober Ist Christus wirklich dein Leben?

    Paulus schreibt ein bemerkenswertes Bekenntnis: 'Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben ein Gewinn.' Diese Worte sind nicht nur fromme Rhetorik, sondern entspringen einem Leben, das vollständig auf Christus ausgerichtet war. Die zentrale Frage, die uns heute begegnet, lautet: Ist Christus wirklich unser Leben? Es ist eine Sache, diese Worte zu sagen – viele von uns würden sie gerne aussprechen. Aber es ist etwas ganz anderes, sie wirklich zu meinen und zu leben. Woran erkennt man, was unser Leben wirklich bestimmt? An dem, wohin unsere Zeit, unsere Kraft, unsere Gedanken und unsere Emotionen fließen. Von außen betrachtet wird sichtbar, was unser Herz wirklich erfüllt. Heute lädt Gott uns ein, unser Herz ehrlich auf den Prüfstand zu stellen. Nicht um uns zu entmutigen, sondern um uns neu auf Christus auszurichten.

    Philipper 1,21

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu zeigen, was wirklich dein Herz regiert, und gib ihm die Erlaubnis, dort aufzuräumen, wo andere Dinge den Platz von Christus eingenommen haben.

    Zum Nachdenken

    Wenn andere dein Leben von außen betrachten – an deiner Zeit, deiner Energie, deinen Emotionen – würden sie sagen, dass Christus dein Leben ist?

  2. Tag 2 von 7 · 6. Oktober Leben mit ewiger Perspektive

    Paulus schreibt seinen Philipperbrief aus dem Gefängnis – und es ist ein Freudenbrief! Nach Jahren der Verfolgung, Schiffbrüchen, Schlägen und Lebensgefahr sitzt er nun in römischer Gefangenschaft. Man könnte erwarten, dass er sich beklagt. Stattdessen freut er sich, denn durch seine Gefangenschaft wird Christus in der kaiserlichen Kaserne und darüber hinaus bekannt. Was ist Paulus' Geheimnis? Seine Perspektive! Er misst sein Leben nicht an persönlichem Komfort oder Erfolg, sondern daran, ob Christus verkündigt wird. Sein eigenes Wohlergehen ist zweitrangig. Sogar seine Fesseln dienen einem höheren Zweck: Andere Gläubige werden ermutigt, 'desto kühner das Wort zu reden ohne Furcht'. Wenn Christus unser Leben ist, dann bewerten wir unsere Umstände nicht nur danach, wie es uns geht, sondern ob Gottes Reich dadurch vorankommt.

    Philipper 1,12-14

    Gebet

    Danke Gott für die Umstände in deinem Leben und bitte ihn, dass Christus auch durch deine Herausforderungen verherrlicht wird.

    Zum Nachdenken

    Wie verändert sich deine Perspektive auf schwierige Umstände, wenn du fragst: 'Wie kann Christus dadurch bekannt werden?'

  3. Tag 3 von 7 · 7. Oktober Hauptsache Christus wird verkündigt

    Paulus beschreibt eine erstaunliche Situation: Einige verkündigen Christus aus guten Motiven – aus Liebe. Andere jedoch predigen aus Neid, Streitsucht und Selbstsucht. Sie wollen Paulus sogar noch mehr Bedrängnis zufügen, vielleicht um Macht zu gewinnen oder ihn zu diskreditieren. Wie reagiert Paulus? 'Was tut es? Jedenfalls wird auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt und darüber freue ich mich.' Diese Haltung ist radikal! Paulus ist so sehr auf Christus fokussiert, dass selbst die Motivation der Verkündiger zweitrangig wird. Solange Christus verkündigt wird, freut er sich. Diese Haltung widerspricht unserem natürlichen Empfinden. Wir wären verletzt, wenn andere uns aus falschen Motiven schaden wollten. Aber Paulus zeigt: Wenn Christus unser Leben ist, dann geht es nicht mehr um uns – um unseren Ruf, unsere Gefühle, unsere Position –, sondern nur noch um Christus.

    Philipper 1,15-18

    Gebet

    Bitte Jesus, dass er dein Ego kleiner und seinen Namen größer macht in deinem Leben.

    Zum Nachdenken

    Wo bist du mehr um deinen eigenen Ruf oder deine Position besorgt als darum, dass Christus bekannt wird?

  4. Tag 4 von 7 · 8. Oktober Im Leben und im Sterben

    Paulus' Hoffnung ist bemerkenswert: 'dass Christus hochgepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod.' Er ist sich bewusst, dass seine Gefangenschaft in seiner Hinrichtung enden könnte. Doch selbst das kann ihn nicht erschüttern. Warum nicht? 'Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben ein Gewinn.' Dieser Satz ergibt nur Sinn, wenn Christus wirklich im Zentrum steht. Wenn Familie unser Leben ist, ist Sterben Verlust. Wenn Geld, Karriere oder Vergnügen unser Leben ist, ist Sterben Verlust. Aber wenn Christus unser Leben ist, dann ist Sterben der größte Gewinn – denn dann sind wir für immer bei ihm. Paulus lebte mit ewiger Perspektive. Der Tod war für ihn kein Schrecken, sondern die Tür zur Vollendung. Wenn Christus unser Leben ist, verliert der Tod seinen Stachel.

    Philipper 1,20-21

    Gebet

    Danke Jesus, dass er den Tod besiegt hat, und bitte ihn, dir eine ewige Perspektive zu schenken, die frei macht von Todesangst.

    Zum Nachdenken

    Hast du Angst vor dem Tod? Was sagt diese Angst (oder ihr Fehlen) über das aus, was wirklich dein Leben ist?

  5. Tag 5 von 7 · 9. Oktober Der alte Mensch muss sterben

    Paulus schreibt an die Galater: 'Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir.' Der alte Paulus – der Verfolger, der Stolze, der Selbstgerechte – ist gestorben. Christus lebt jetzt in ihm. Jesus sagt es deutlich in Lukas 9,23: 'Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.' Das Kreuz war kein Schmuckstück, sondern ein Hinrichtungsinstrument. Jesus fordert uns auf, täglich zu sterben – unserem Ego, unseren eigenen Plänen, unserer Selbstsucht. Die Veränderung beginnt nicht in den Händen, sondern im Herzen. Wenn Christus unser Herz regiert, fließt das in alle Lebensbereiche. Das erfordert radikale Ehrlichkeit: Was hat den Platz von Christus in meinem Herzen eingenommen? Familie, Arbeit, Hobbys, Vergnügen?

    Galater 2,19-20

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu zeigen, was sterben muss, und gib ihm die Erlaubnis, es zu kreuzigen, damit Christus in dir leben kann.

    Zum Nachdenken

    Was muss heute in deinem Leben ans Kreuz, damit Christus wirklich dein Leben werden kann?

  6. Tag 6 von 7 · 10. Oktober Ehrliche Herzensüberprüfung

    Überaus trügerisch ist das Herz, sagt die Schrift. Wir können uns selbst täuschen und denken, dass Christus unser Leben ist, während andere Dinge längst seinen Platz eingenommen haben. Eine ehrliche Selbstprüfung ist nötig. Wenn du dich fünfmal die Woche fürs Fitnessstudio motivieren kannst, aber kaum Zeit für die Bibel findest – wofür schlägt dein Herz? Wenn dich deine Lieblingsserie zu Tränen rührt, aber Berichte über Glaubensgeschwister, die vom Weg abkommen, dich kalt lassen – wofür blutet dein Herz? Wenn du immer Geld für dein Hobby hast, aber Gottes Reich zu teuer ist – was liebst du mehr? Diese Fragen sind nicht als Anklage gemeint, sondern als liebevolle Einladung zur Umkehr. Gott möchte, dass wir mit Paulus sagen können: 'Christus ist mein Leben.' Aber dafür braucht es Ehrlichkeit und die Bereitschaft, umzukehren, wo wir auf dem Holzweg sind.

    Jeremia 17,9-10

    Gebet

    Bitte den Heiligen Geist, dein Herz zu durchleuchten und dir zu zeigen, wo du umkehren musst, um Christus wieder zum Zentrum zu machen.

    Zum Nachdenken

    Wohin fließen deine Zeit, Energie, Gedanken und Emotionen hauptsächlich? Was sagt das über dein wahres Lebenszentrum aus?

  7. Tag 7 von 7 · 11. Oktober Schau auf den, der sich für dich hingab

    Am Ende dieser Woche kehren wir zum Kreuz zurück. Paulus schreibt: 'Das Leben, das ich im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.' Wenn wir erkennen, dass Christus nicht unser Leben ist, können wir entmutigt sein. Aber die Einladung lautet nicht: 'Streng dich mehr an!' Sie lautet: 'Schau auf Christus!' Am Kreuz sehen wir einen, der sein ganzes Leben für uns gab, damit wir ihm unseres geben können. Er starb, damit wir sterben und er in uns leben kann. Johannes der Täufer sagte: 'Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.' Mehr Christus, weniger ich. Das ist keine Last, sondern Befreiung. Denn wenn Christus unser Leben ist, haben wir das höchste Gut. Und dann ist Sterben nicht Verlust, sondern Gewinn – ewige Gemeinschaft mit dem, der unser Leben ist.

    Galater 2,20

    Gebet

    Danke Jesus, dass er sich für dich hingegeben hat, und bitte ihn, dass diese Liebe dein Herz so erfüllt, dass er wirklich dein Leben wird.

    Zum Nachdenken

    Was bedeutet es praktisch für diese kommende Woche, dass 'Christus wächst und ich abnehme'?