Evangeliums - Christen Gemeinde Bernberg
Ein Ort, an dem Menschen Gott begegnen, ein Ort, an dem Nachfolge gelebt wird. Ein Ort, an dem Jünger Jünger machen.
Täglicher Impuls Tag 3 von 7 Bleibende Abhängigkeit von Gott
Aus der Predigt „28.10.2026 / Bibel- und Gebetsabend“ vom 28. Oktober
Am Ende von Kapitel 9 lesen wir eine bemerkenswerte Aussage: 'Mephiboseth aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich am Tisch des Königs. Und er war lahm an beiden Füßen.' Warum wird seine Behinderung noch einmal erwähnt?
Diese Aussage trägt zwei wichtige Wahrheiten: Erstens hinterlässt die Vergangenheit ihre Spuren. Auch wenn ein Mensch zum Glauben kommt, können die Folgen früherer Entscheidungen bleiben. Zerbrochene Beziehungen, gesundheitliche Schäden – manches lässt sich nicht rückgängig machen. Doch trotzdem bleibst du am Haus des Herrn, du bist erlöst und hast ein Erbe im Himmel.
Zweitens zeigt es unsere bleibende Abhängigkeit. Auch wenn Mephiboseth im königlichen Haus lebte, blieb er abhängig vom König. So sind auch wir als Christen täglich von Gottes Gnade abhängig. Unsere Gesundheit, unsere Pläne, unser Leben – alles bleibt in seiner Hand. Diese Abhängigkeit ist keine Schwäche, sondern der Ort des Segens.
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Am Ende von Kapitel 9 lesen wir eine bemerkenswerte Aussage: 'Mephiboseth aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich am Tisch des Königs. Und er war lahm an beiden Füßen.' Warum wird seine Behinderung noch einmal erwähnt? Diese Aussage trägt zwei wichtige Wahrheiten: Erstens hinterlässt die Vergangenheit ihre Spuren. Auch wenn ein Mensch zum Glauben kommt, können die Folgen früherer Entscheidungen bleiben. Zerbrochene Beziehungen, gesundheitliche Schäden – manches lässt sich nicht rückgängig machen. Doch trotzdem bleibst du am Haus des Herrn, du bist erlöst und hast ein Erbe im Himmel. Zweitens zeigt es unsere bleibende Abhängigkeit. Auch wenn Mephiboseth im königlichen Haus lebte, blieb er abhängig vom König. So sind auch wir als Christen täglich von Gottes Gnade abhängig. Unsere Gesundheit, unsere Pläne, unser Leben – alles bleibt in seiner Hand. Diese Abhängigkeit ist keine Schwäche, sondern der Ort des Segens.
Am Ende von Kapitel 9 lesen wir eine bemerkenswerte Aussage: 'Mephiboseth aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich am Tisch des Königs. Und er war lahm an beiden Füßen.' Warum wird seine Behinderung noch einmal erwähnt? Diese Aussage trägt zwei wichtige Wahrheiten: Erstens hinterlässt die Vergangenheit ihre Spuren. Auch wenn ein Mensch zum Glauben kommt, können die Folgen früherer Entscheidungen bleiben. Zerbrochene Beziehungen, gesundheitliche Schäden – manches lässt sich nicht rückgängig machen. Doch trotzdem bleibst du am Haus des Herrn, du bist erlöst und hast ein Erbe im Himmel. Zweitens zeigt es unsere bleibende Abhängigkeit. Auch wenn Mephiboseth im königlichen Haus lebte, blieb er abhängig vom König. So sind auch wir als Christen täglich von Gottes Gnade abhängig. Unsere Gesundheit, unsere Pläne, unser Leben – alles bleibt in seiner Hand. Diese Abhängigkeit ist keine Schwäche, sondern der Ort des Segens.
Bekenne Gott deine Abhängigkeit von ihm und danke ihm, dass du täglich an seinem Tisch essen darfst.
In welchen Bereichen deines Lebens versuchst du, unabhängig von Gott zu sein? Wo darfst du deine Abhängigkeit neu annehmen?
Aufnahme vom 1. Juni 2021
Predigt Frauennachmittag mit Nicola Vollkommer Teil 2
Dienstag, 1. Juni 2021 Hiob 14,14-17 Kernaussage Wahre Ruhe in unruhigen Zeiten kommt nicht durch veränderte Umstände, sondern durch die innere Ruhe, die wir in Christus finden. Die größte Katastrophe ist nicht das äußere Leid, sondern die Trennung von Gott durch Sünde, die nur durch das Kreuz Jesu überwunden werden kann.
Dieser Vortrag behandelt das Thema "Ruhe in unruhigen Zeiten" bei einer christlichen Frauenveranstaltung. Die Rednerin Nicola verbindet die biblischen Geschichten von Naomi/Ruth und Hiob mit der Botschaft, dass wahre Ruhe nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern allein in der Beziehung zu Jesus Christus gefunden wird. Sie betont, dass Unruhe im Herzen durch Einsamkeit, Verluste, Enttäuschungen und Sünde entsteht, aber durch Gottes Gnade am Kreuz überwunden werden kann.
Die zentrale Botschaft ist, dass Gott durch schwierige Zeiten nach uns ruft und uns einlädt, in seiner Gegenwart Ruhe zu finden. Die Rednerin erklärt ausführlich die Bedeutung des Kreuzes Christi als Antwort auf die tiefste Not des Menschen - die Trennung von Gott durch Sünde. Sie ermutigt die Frauen, besonders in der Corona-Zeit, mutig ihren Glauben zu leben, das Evangelium zu verkünden und Gemeinde zu bauen, unabhängig von den Umständen. Der Vortrag endet mit einem Aufruf zu leidenschaftlichem, gewissem Glauben und missionarischem Eifer, getragen von der Ruhe, die nur Christus geben kann. Weiterlesen
Frauennachmittag mit Nicola Vollkommer Teil 2
Wahre Ruhe in unruhigen Zeiten kommt nicht durch veränderte Umstände, sondern durch die innere Ruhe, die wir in Christus finden. Die größte Katastrophe ist nicht das äußere Leid, sondern die Trennung von Gott durch Sünde, die nur durch das Kreuz Jesu überwunden werden kann.
Hauptthemen (7)
1. Ruhe als innerer Zustand, unabhängig von Umständen
- • Ruhe hat nichts mit äußeren Umständen zu tun
- • Das Leben kann ruhig sein, aber das Herz aufgewühlt
- • Leben kann voller Hektik sein, aber innerlich kann Gelassenheit herrschen
- • Unruhige Zeiten sind etwas, was nur im Herzen passiert
2. Ursachen der Unruhe
- • Umstände: Sturm, Einsamkeit, Verluste, Rückschläge
- • Das Gefühl, dass andere gesegnet sind, aber ich nicht
- • Enttäuschte Liebe und zerbrochene Freundschaften
- • Gottes Zulassung von Schwierigkeiten als Einladung, ihm nachzugehen
- • Christen wachsen am meisten, wenn alles um sie herum bröckelt
3. Hiobs Geschichte als Beispiel
- • Hiob verliert alles: Besitz, Kinder, Gesundheit, Ansehen
- • Seine größte Klage ist nicht der Verlust seiner Dinge, sondern der Verlust der Nähe Gottes
- • Hiob sehnt sich nach einem Schiedsrichter zwischen ihm und Gott
- • Er erkennt: 'Mein Zeuge ist im Himmel, mein Fürsprecher ist in der Höhe'
- • Aus Hoffnung wird Gewissheit: 'Ich weiß, dass mein Erlöser lebt'
4. Das Kreuz als Antwort auf unsere Not
- • Das Kreuz beantwortet nicht alle unsere Fragen, macht sie aber überflüssig
- • Die Kreuzigung war die grausamste Folter der Römer
- • Jesus nimmt unsere Schuld auf sich - der große Tausch
- • Gnade bedeutet: Jemand bezahlt die Rechnung, die wir nie bezahlen könnten
- • Das Kreuz war bitter nötig - keine veraltete oder unnötige Botschaft
5. Sünde als Hauptproblem
- • Die größte Katastrophe ist nicht äußeres Leid, sondern Sünde, die von Gott trennt
- • Jesus wechselt oft das Thema von gefühlten Nöten zur Sündenvergebung
- • Sünde ist Ich-Zentriertheit: immer übersehen fühlen, im Mittelpunkt sein wollen
- • Christliche Reife bedeutet, mehr zu erkennen, wie sehr wir auf Gnade angewiesen sind
- • Je älter wir als Christen werden, desto mehr verstehen wir unsere Rettungsbedürftigkeit
6. Gottes Rufen und unser Antworten
- • Das ganze Alte Testament ist Gottes verzweifeltes Rufen nach Menschen
- • Das Wort Gottes ist Licht, Schwert, Hammer - es verändert uns
- • Jesus ist das Wort, das Fleisch wurde
- • Nach der Auferstehung fragt Jesus: 'Was weinst du?' - er bringt Ruhe
- • Wir müssen auf sein Rufen antworten und zurückrufen
7. Leben aus der Gewissheit
- • 'Ich weiß' statt 'ich hoffe' oder 'ich denke vielleicht'
- • Christen sprechen in Fakten, nicht in Hoffnungen
- • Was wir wissen ist wichtiger als was wir fühlen
- • Gewissheit der Erlösung trägt durch alle Umstände
- • Diese Gewissheit reicht bis ins Sterbebett und darüber hinaus
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Alle Tage meines Dienstes wollte ich harren, bis meine Ablösung käme. Du würdest rufen, und ich würde dir antworten. Du gehst nicht acht auf meine Sünde. Mein Vergehen wäre in einem Sack versiegelt, und du würdest meine Schuld zudecken.
Mein Zeuge ist im Himmel, mein Fürsprecher ist in der Höhe.
Nun weiß ich, dass du alles kannst, kein Vorhaben ist für dich undurchführbar.
Ich hatte dich vom Hörensagen vernommen, aber jetzt hat mein Auge dich gesehen.
Das Wort wurde Fleisch
Der verlorene Sohn - Gott kleidet uns neu
Auch wenn ich wandere durch das Todestal, ich werde nichts Böses befürchten, denn du bist bei mir.
Warum betrübst du dich, meine Seele? Hoffe auf Gott! Ich werde ihm noch danken.
Weitere Referenzen
- → Hiob 29
- → Hiob 31
- → Hiob 33
- → Johannes 3,16
- → Micha 6,8
- → Jesaja 65
- → 1. Mose 1 (Schöpfung)
- → Psalm 119 (Gottes Wort als Lampe)
- → Lukas 24 (Emmausjünger)
- → Römer 8 (Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes)
- → Augustinus: 'Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir'
Praktische Anwendung (8)
- 1 Erkenne deine Rettungsbedürftigkeit täglich: Christliche Reife bedeutet nicht, Profi zu werden, sondern jeden Tag mehr zu erkennen, wie sehr du auf Gottes Gnade angewiesen bist. Komm täglich mit leeren Händen zu Gott.
- 2 Suche Ruhe im Herzen, nicht in Umständen: Bitte Gott um innere Ruhe, unabhängig davon, ob deine äußeren Probleme gelöst sind oder nicht. Die Ruhe kommt aus seiner Gegenwart, nicht aus perfekten Lebensumständen.
- 3 Halte fest an dem, was du weißt, nicht an dem, was du fühlst: In schweren Zeiten ist es wichtig, auf die Fakten des Evangeliums zu vertrauen ('Ich weiß, dass mein Erlöser lebt'), nicht auf wechselnde Gefühle.
- 4 Vergib anderen aus der empfangenen Gnade heraus: Nachdem du die Gnade am Kreuz gesehen hast, kannst du dir leisten zu vergeben, loszulassen und nicht mehr verletzt oder übersehen zu sein.
- 5 Werde mutiger und lauter für Jesus, je älter du wirst: Lass dich nicht zum Schweigen bringen. Je älter du wirst, desto weniger hast du zu verlieren. Verkündige das Evangelium mutig - durch Kärtchen, Ermutigung, Einladungen oder persönliches Zeugnis.
- 6 Baue Gemeinde weiter, trotz aller Umstände: Suche kreative Wege, Gemeinschaft zu pflegen und Gemeinde zu bauen, auch in Corona-Zeiten. Ermutige andere, halte Beziehungen frisch, erreiche Nichtchristen mit dem Evangelium.
- 7 Sei großzügig mit deinem Geld und deinem Haus: Weil du in Christus vollständig bist, kannst du dir leisten, dein Geld wegzugeben und dein Haus für andere zu öffnen.
- 8 Lebe heilig, besonders in Sexualität: Für Single-Frauen: Lebe heilig für den Herrn, überlasse es ihm, ob du einen Ehemann bekommst oder nicht. In Christus ist nichts vorenthalten - auch das Singlesein ist eine hohe Berufung.
Impulse aus der Woche ab 16. September
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Tag 1 von 7 · 16. September Ruhe ist keine Frage der Umstände
Unser Leben kann äußerlich völlig ruhig verlaufen, und dennoch kann unser Herz völlig aufgewühlt sein. Oder umgekehrt: Das Leben kann voller Hektik, Arbeit und Stress sein, und trotzdem kann eine innere Gelassenheit uns leiten. Wahre Ruhe hat nichts mit äußeren Umständen zu tun. Jesus stellte seine Jünger auf dem See absichtlich auf die Probe. Er ließ den Sturm zu – nicht um sie zu zerstören, sondern um ihnen beizubringen, dass auf ihm völlig Verlass ist. Die unruhigen Zeiten – Einsamkeit, Verluste, Enttäuschungen – sind oft Gottes Art, nach uns zu rufen. Er lädt uns ein, in seiner Gegenwart Ruhe zu finden. Christinnen gedeihen am meisten und haben ihre Sternstunden, wenn alles um sie herum bröckelt. Gerade in der Corona-Zeit, in Zeiten des Spotts und Unverständnisses, dürfen wir lernen: Ruhe ist ein Seelenzustand in ihm, nicht abhängig von dem, was um uns herum geschieht.
Matthäus 8,23-27
GebetHerr Jesus, lehre mich, dass wahre Ruhe nur in dir zu finden ist. Hilf mir, mich nicht von den Stürmen des Lebens überwältigen zu lassen, sondern auf dich zu vertrauen.
Zum NachdenkenIn welchen Bereichen meines Lebens suche ich Ruhe in äußeren Umständen statt in der Gegenwart Gottes?
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Tag 2 von 7 · 17. September Die größte Not: Trennung von Gott
Hiob verlor alles – seinen Besitz, seine Kinder, seine Gesundheit, seinen Ruf. Doch inmitten all dieser Katastrophen beklagte er nicht primär den Verlust seiner Dinge. Seine tiefste Sehnsucht galt der Nähe Gottes. 'Du würdest rufen, ich würde antworten. Du würdest nicht auf meine Sünde achten. Mein Vergehen wäre in einem Sack versiegelt.' Hiob erkannte: Die größte Katastrophe sind nicht die Dinge, die uns im Leben passieren oder genommen werden. Das Ding, das uns wirklich zerstören kann, ist die Trennung von Gott – die Bibel nennt es Sünde. Jesus wechselte oft das Thema von den gefühlten Nöten der Menschen zu ihrer eigentlichen Not: 'Deine Sünden sind dir vergeben', sagte er zuerst zum Gelähmten. Die gefühlten Nöte – Einsamkeit, Krankheit, Verlust – sind da, um uns in die Gegenwart Gottes zu treiben, damit wir spüren, wie sehr wir ihn brauchen.
Hiob 14,14-17
GebetVater, öffne meine Augen für meine tiefste Not – die Trennung von dir. Lass mich erkennen, dass nur du mein Herz zur Ruhe bringen kannst.
Zum NachdenkenErkenne ich meine Sünde und Trennung von Gott als meine größte Not an, oder konzentriere ich mich nur auf äußere Probleme?
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Tag 3 von 7 · 18. September Der Schiedsrichter zwischen Gott und Mensch
Hiob sehnte sich verzweifelt: 'Gebe es doch einen Schiedsrichter zwischen uns, der vermitteln könnte!' Er erkannte, dass er nicht bessere Umstände brauchte oder die Erfüllung seiner Sehnsüchte, sondern einen Vermittler – jemanden, der eine Brücke baut zwischen dem sündigen, verlorenen Menschen und dem heiligen Gott. Das Hilflose und Krasseste an Hiobs Geschichte ist: Er sieht sich in erster Linie als Täter, als rettungsbedürftig, als einer, der Hilfe von Gott braucht. Deshalb ist 'Vergib uns unsere Schuld' unser Hauptgebet. Egal wie unser Leben aussieht, wir müssen diesen Erlöser haben, diesen Schiedsrichter in Anspruch nehmen. Und wir wissen, wer dieser Fürsprecher war. Wir wissen, wer dieser Schiedsrichter ist. Im Laufe seiner Suche wird aus Hiobs Hoffnung Gewissheit: 'Mein Zeuge ist im Himmel, mein Fürsprecher ist in der Höhe.'
Hiob 9,33
GebetDanke, Jesus, dass du der Schiedsrichter bist, den ich brauche. Danke, dass du die Brücke zwischen mir und dem Vater gebaut hast.
Zum NachdenkenLebe ich in der täglichen Gewissheit, dass Jesus mein Fürsprecher und Vermittler vor Gott ist?
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Tag 4 von 7 · 19. September Das Kreuz – Gottes Antwort auf unsere Not
Das Kreuz ist das Kernstück des Evangeliums. Es war eine Mülldeponie außerhalb der Stadt, ein Ort der Ausgrenzung und Verlorenheit, wo sich der zerbrochene Überrest eines Menschen in unbeschreiblichen Qualen wand. Jesus wurde zum Außenseiter, damit die Außenseiter nach Hause zurückkehren können. Er marschierte in die Unruhe hinein, damit die Beunruhigten Ruhe bekommen. Der große Tausch der Weltgeschichte geschah dort: Er bekommt meinen ganzen Stapel von Unruhe und gibt mir seine Ruhe. Er zieht meine schmutzigen Gewänder an und kleidet mich in seine Gerechtigkeit. Der einzige, der nichts schuldet, bezahlt meinen Schuldbrief. Er streicht meine Adresse durch und schreibt seine darauf. Das Kreuz beantwortet nicht alle unsere quälenden Fragen. Es macht die Fragen überflüssig. Wenn ich auf diesen Hügel schaue, erkenne ich: Es gibt kein Leid, das jemals an das herankommt, was mein Jesus für mich durchgemacht hat.
1 Korinther 1,23-24
GebetHerr Jesus, danke für das Kreuz. Hilf mir, niemals die Größe deines Opfers zu vergessen und darin meine tiefste Ruhe zu finden.
Zum NachdenkenVerstehe ich wirklich, welchen Preis Jesus am Kreuz für meine Sünde bezahlt hat?
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Tag 5 von 7 · 20. September Gnade erkennen – in leeren Händen kommen
Gnade ist nicht einfach 'Schwamm drüber, alles egal'. Gnade bedeutet: Jemand kommt daher und sagt 'Das kannst du nie und nimmer bezahlen. Gib mir die Rechnung, ich bezahle.' Unsere Schulden – wo wir andere Menschen verletzt, gekränkt, verletzt haben – sie müssen bezahlt werden. Jesus hat sie bezahlt. Christliche Reife bedeutet nicht, dass ich zum Profi-Christen werde, der alles weiß und alles kann. Ein reifer Christ ist einer, der mit leeren Händen dasteht und mit jedem Jahr mehr versteht, wie sehr er auf diese Gnade angewiesen ist. Je älter du als Christ wirst, desto mehr verstehst du, wie hoffnungslos rettungsbedürftig du ohne ihn warst. Das ist die Quelle unserer Freude: Wir hätten die Hölle verdient und sind davon gekommen, weil ein anderer die Strafe auf sich genommen hat. Das ist Evangelium – und das muss heute mehr denn je gepredigt werden.
Epheser 2,8-9
GebetVater, bewahre mich vor geistlichem Stolz. Lass mich täglich neu erkennen, dass ich ohne deine Gnade verloren wäre.
Zum NachdenkenKomme ich noch täglich mit leeren Händen zu Jesus, oder denke ich manchmal, ich hätte seine Gnade irgendwie verdient?
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Tag 6 von 7 · 21. September Gottes Rufen hören
Hiob stellte fest: 'Du würdest rufen, und ich würde antworten.' Doch im Laufe seiner Suche erkannte er: Gott ruft die ganze Zeit! Das Problem ist nicht, dass Gott nicht ruft. Das Problem sind unsere Ohren, die vollgestopft sind mit Ablenkungen und anderen Stimmen. Das ganze Alte Testament ist ein einziges dringliches, unaufhörliches, verzweifeltes Rufen Gottes: 'Adam, wo bist du?' – 'Kain, wo ist dein Bruder?' – 'Höre, Israel!' – 'Ich war bereit, von denen gesucht zu werden, die nicht nach mir fragten.' Und dann wurde dieses Rufen Fleisch: 'Das Wort wurde Fleisch.' Das Rufen Gottes bekam ein Gesicht, eine Biografie, eine Stimme. Jesus ruft vom Kreuz: 'Vergib ihnen!' Er ruft: 'Lasst euch versöhnen mit Gott!' Seine ersten Worte nach der Auferstehung: 'Was weinst du, Frau?' Das Evangelium in drei Worten zusammengefasst: 'Was weinst du?' Deine Unruhe hat eine Antwort.
Jesaja 65,1
GebetHerr, öffne meine Ohren für dein Rufen. Hilf mir, die Ablenkungen beiseitezulegen und deine Stimme zu hören.
Zum NachdenkenWelche Stimmen und Ablenkungen hindern mich daran, Gottes Rufen in meinem Leben zu hören?
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Tag 7 von 7 · 22. September Ruhe finden und weitergeben
Hiobs Geschichte endet nicht mit veränderten Umständen, sondern mit einem veränderten Herzen. Bevor sich irgendetwas in seiner Situation änderte, sagte er: 'Nun weiß ich, dass du alles kannst. Ich hatte dich vom Hörensagen vernommen, aber jetzt hat mein Auge dich gesehen.' Kein einziges Problem war gelöst, aber er hatte die andere Geschichte gesehen – dass er Teil von Gottes riesigem Heilsplan ist. Diese Ruhe kommt nicht durch etwas, das ich erarbeite, sondern durch einen Blick in den Himmel. Selbst das Grab kann mir diese Ruhe nicht nehmen. Und dann – nachdem Hiob vergeben und sein Leben gereinigt hatte – konnte er diese Ruhe weitergeben. Gerade in der Corona-Zeit, gerade jetzt sind wir aufgerufen, mutig unseren Glauben zu leben, das Evangelium zu verkünden und Gemeinde zu bauen. Wir müssen uns nicht entschuldigen für dieses Evangelium. Je mehr die Welt versucht, uns zum Schweigen zu bringen, desto lauter sollen wir es hinausposaunen.
Hiob 42,2
GebetHerr, mache mich zu einer Frau, die in dir ruht und diese Ruhe mutig in die Welt hinausträgt. Gib mir Leidenschaft und Gewissheit im Glauben.
Zum NachdenkenWo ruft Gott mich heute dazu auf, die Ruhe, die ich in ihm gefunden habe, mutig weiterzugeben?