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Evangelische Freikirche Köln

Rösrather Straße 176, 51107 Köln

Eine internationale Gemeinde, in der Menschen aus über 40 Nationen ihre geistliche Heimat gefunden haben.

Täglicher Impuls
Montag

Der große Versöhnungstag

Der Versöhnungstag – Jom Kippur – war der heiligste Tag im Jahr für das Volk Israel. Nur einmal im Jahr durfte eine einzige Person ins Allerheiligste eintreten: der Hohepriester Aaron. Gott erinnert ihn: 'Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum gehe, hinter den Vorhang vor den Gnadenstuhl, damit er nicht sterbe.' Diese strenge Regelung zeigt uns eine wichtige Wahrheit: Seit dem Sündenfall hat der Mensch keinen selbstverständlichen Zugang zu Gottes Gegenwart. Nicht einmal der Hohepriester konnte nach eigenem Ermessen vor Gott treten. Seine Abstammung, sein Amt, seine priesterliche Würde – nichts davon berechtigte ihn zum freien Zugang. Doch Gott wollte nicht fern bleiben. Er selbst schuf einen Weg der Versöhnung. Der Versöhnungstag war Gottes Geschenk an sein Volk – ein Tag der Generalreinigung, an dem alle Schuld gesühnt werden konnte.

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Der Versöhnungstag – Jom Kippur – war der heiligste Tag im Jahr für das Volk Israel. Nur einmal im Jahr durfte eine einzige Person ins Allerheiligste eintreten: der Hohepriester Aaron. Gott erinnert ihn: 'Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum gehe, hinter den Vorhang vor den Gnadenstuhl, damit er nicht sterbe.' Diese strenge Regelung zeigt uns eine wichtige Wahrheit: Seit dem Sündenfall hat der Mensch keinen selbstverständlichen Zugang zu Gottes Gegenwart. Nicht einmal der Hohepriester konnte nach eigenem Ermessen vor Gott treten. Seine Abstammung, sein Amt, seine priesterliche Würde – nichts davon berechtigte ihn zum freien Zugang. Doch Gott wollte nicht fern bleiben. Er selbst schuf einen Weg der Versöhnung. Der Versöhnungstag war Gottes Geschenk an sein Volk – ein Tag der Generalreinigung, an dem alle Schuld gesühnt werden konnte.

3. Mose 16,1-2
Gebet

Danke Gott dafür, dass er selbst den Weg zu sich geöffnet hat und nicht von uns erwartet, dass wir uns den Zugang zu ihm erkämpfen.

Herausforderung

Wie gehst du mit der Tatsache um, dass du ohne Gottes Gnade keinen Zugang zu ihm hättest?

Aufnahme vom 12. Juli 2026

Predigt

Überrascht von Jesus - Berufung eines Verachteten // Jonathan Görzen

Sonntag, 12. Juli 2026
Matthäus 9,9-13
Kernaussage

Jesus beruft nicht die Selbstgerechten, sondern diejenigen, die erkennen, dass sie einen Retter brauchen. Die Berufung des Zöllners Matthäus zeigt, dass niemand zu schlecht für Jesus ist - gerade die Erkenntnis der eigenen Unwürdigkeit qualifiziert uns dazu, Jesu Gnade zu empfangen.

Diese Andacht vergleicht die Berufung des Zöllners Matthäus durch Jesus mit der überraschenden Mannschaftsaufstellung bei einer Fußballweltmeisterschaft. Anders als bei einer erwartbaren Fußballaufstellung war Jesus' Wahl seiner Jünger voller Überraschungen, besonders die Berufung von Matthäus, einem verachteten Zolleinnehmer, der mit der römischen Besatzungsmacht zusammenarbeitete. Die Pharisäer und Schriftgelehrten waren schockiert, dass Jesus mit solchen Sündern Gemeinschaft hatte. Jesus antwortete ihnen mit der Lehre, dass nicht die Gesunden den Arzt brauchen, sondern die Kranken. Er zitierte aus dem Propheten Hosea und machte deutlich, dass Gott Barmherzigkeit will und nicht Opfer. Jesus kam, um Sünder zur Buße zu rufen, nicht diejenigen, die sich selbst für gerecht halten. Die Botschaft ist klar: Niemand ist zu schlecht für Jesus. Gerade die Erkenntnis der eigenen Unwürdigkeit qualifiziert einen Menschen dazu, Heilung vom besten Arzt zu empfangen. Wie Matthäus alles zurückließ und Jesus nachfolgte, braucht es nur die Entscheidung, Jesus nachzufolgen, das alte Leben abzugeben und ihm zu vertrauen, dass er Vergebung und ein neues Leben schenkt.
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Diese Andacht vergleicht die Berufung des Zöllners Matthäus durch Jesus mit der überraschenden Mannschaftsaufstellung bei einer Fußballweltmeisterschaft. Anders als bei einer erwartbaren Fußballaufstellung war Jesus' Wahl seiner Jünger voller Überraschungen, besonders die Berufung von Matthäus, einem verachteten Zolleinnehmer, der mit der römischen Besatzungsmacht zusammenarbeitete. Die Pharisäer und Schriftgelehrten waren schockiert, dass Jesus mit solchen Sündern Gemeinschaft hatte. Jesus antwortete ihnen mit der Lehre, dass nicht die Gesunden den Arzt brauchen, sondern die Kranken. Er zitierte aus dem Propheten Hosea und machte deutlich, dass Gott Barmherzigkeit will und nicht Opfer. Jesus kam, um Sünder zur Buße zu rufen, nicht diejenigen, die sich selbst für gerecht halten. Die Botschaft ist klar: Niemand ist zu schlecht für Jesus. Gerade die Erkenntnis der eigenen Unwürdigkeit qualifiziert einen Menschen dazu, Heilung vom besten Arzt zu empfangen. Wie Matthäus alles zurückließ und Jesus nachfolgte, braucht es nur die Entscheidung, Jesus nachzufolgen, das alte Leben abzugeben und ihm zu vertrauen, dass er Vergebung und ein neues Leben schenkt.

Hauptthemen (4)

1. Die überraschende Berufung des Matthäus

  • Jesu Teamauswahl war voller Überraschungen, besonders die Berufung des Zöllners Matthäus
  • Zolleinnehmer waren verachtet, weil sie mit der römischen Besatzungsmacht zusammenarbeiteten und das eigene Volk ausbeuteten
  • Matthäus folgte Jesus sofort nach, ließ alles stehen und liegen

2. Die Reaktion der Pharisäer und Schriftgelehrten

  • Die Schriftgelehrten waren schockiert, dass Jesus mit Zöllnern und Sündern aß
  • Gemeinsames Essen war ein Zeichen der Identifikation
  • Sie wagten nicht, Jesus direkt anzusprechen, sondern versuchten einen Keil zwischen ihn und seine Jünger zu treiben

3. Jesu Lehre über sein Sendungsauftrag

  • Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken
  • Gott will Barmherzigkeit und nicht Opfer
  • Jesus ist gekommen, Sünder zur Buße zu rufen, nicht Gerechte
  • Die Schriftgelehrten verstanden das Herz Gottes nicht
  • Jesus hilft denen, die erkennen, dass sie einen Retter brauchen

4. Die Lüge der Unwürdigkeit

  • Niemand ist zu schlecht für Jesus
  • Die Erkenntnis der eigenen Unwürdigkeit qualifiziert gerade dazu, Jesu Hilfe zu empfangen
  • Jesus ist der Oberarzt, der nicht nur den Körper, sondern die Seele heilen kann

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Matthäus 9,9-13

Und als Jesus von da weiterging, sah er einen Menschen an der Zollstätte sitzen, der hieß Matthäus und er sprach zu ihm: Folge mir nach. Und er stand auf und folgte ihm nach. Und es geschah, als er in dem Haus zu Tisch saß: Siehe, da kamen viele Zölner und Sünder und saßen mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch. Und als die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ist euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? Jesus aber, als er es hörte, sprach zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das heißt. Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer, denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.

Weitere Referenzen

  • Hosea (Prophet - Zitat: 'Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer')

Praktische Anwendung (3)

  • 1 Die Lüge der Unwürdigkeit ablegen: Wenn du glaubst, zu schlecht für Jesus zu sein, erkenne, dass dies eine Lüge ist. Gerade die Erkenntnis deiner Unwürdigkeit qualifiziert dich, Heilung vom besten Arzt zu empfangen.
  • 2 Die Geschichte von Matthäus weitergeben: Wenn du Menschen begegnest, die glauben, nicht gut genug für das Reich Gottes zu sein, erzähle ihnen von Matthäus. Zeige ihnen, dass Jesus auch die größten Sünder annimmt.
  • 3 Jesus nachfolgen und das alte Leben loslassen: Triff die Entscheidung, Jesus nachzufolgen, gib ihm dein altes Leben ab und vertraue darauf, dass er dir vergibt und ein neues Leben schenken kann.