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Evangelische Freikirche Köln

Rösrather Straße 176, 51107 Köln

Eine internationale Gemeinde, in der Menschen aus über 40 Nationen ihre geistliche Heimat gefunden haben.

Täglicher Impuls
Tag 1 von 7

Das Reich Gottes ist schon da

Aus der Predigt „6. Thy Kingdom Come – When God’s Future Begins Today // Viktor Kamnev“ vom 28. Oktober

Die Pharisäer stellten Jesus eine wichtige Frage: Wann kommt das Reich Gottes? Sie erwarteten etwas Großes, Spektakuläres – ein mächtiges Zeichen, einen politischen Machtwechsel, eine Bewegung, die niemand übersehen kann. Aber Jesus antwortete anders: 'Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Man wird auch nicht sagen, siehe hier oder siehe dort, denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.' Jesus korrigiert hier eine falsche Erwartung. Die Pharisäer suchten nach äußerem Glanz und übersahen dabei, dass der König bereits mitten unter ihnen stand. Sie suchten das Reich und übersahen Jesus selbst. Wie oft passiert uns das Gleiche? Wir suchen Gottes Wirken im Großen, Lauten und Eindrucksvollen – und übersehen sein leises, aber kraftvolles Handeln direkt vor unseren Augen.

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Die Pharisäer stellten Jesus eine wichtige Frage: Wann kommt das Reich Gottes? Sie erwarteten etwas Großes, Spektakuläres – ein mächtiges Zeichen, einen politischen Machtwechsel, eine Bewegung, die niemand übersehen kann. Aber Jesus antwortete anders: 'Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. Man wird auch nicht sagen, siehe hier oder siehe dort, denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.' Jesus korrigiert hier eine falsche Erwartung. Die Pharisäer suchten nach äußerem Glanz und übersahen dabei, dass der König bereits mitten unter ihnen stand. Sie suchten das Reich und übersahen Jesus selbst. Wie oft passiert uns das Gleiche? Wir suchen Gottes Wirken im Großen, Lauten und Eindrucksvollen – und übersehen sein leises, aber kraftvolles Handeln direkt vor unseren Augen.

Lukas 17,20-21
Gebet

Herr, öffne meine Augen für deine Gegenwart. Hilf mir zu erkennen, dass dein Reich bereits mitten unter uns ist.

Zum Nachdenken

Wo suche ich Gottes Wirken im Spektakulären und übersehe dabei sein leises Handeln in meinem Alltag?

Aufnahme vom 1. Oktober 2026

Predigt

1. Trauer tragen - Wenn das Herz weint! // Dr.Heinrich Derksen

Donnerstag, 1. Oktober 2026
Psalm 56,9
Kernaussage

Tränen und Trauer sind natürliche, von Gott gegebene Ausdrucksformen unseres inneren Schmerzes. Wir dürfen weinen und müssen uns dafür nicht schämen, denn selbst Jesus hat geweint. Gott kennt jede unserer Tränen, sammelt sie und will uns in unserer Trauer begegnen und helfen.

In dieser Predigt teilt der Sprecher persönliche Erfahrungen über den Umgang mit Tränen und Trauer. Er erzählt, wie er als Kind oft geweint hat, später aber lernte, seine Tränen zu unterdrücken, weil ihm beigebracht wurde, dass Männer nicht weinen sollten. Er reflektiert über die gesellschaftlichen Erwartungen und seine eigene Entwicklung. Der Hauptteil der Predigt beschäftigt sich mit der biblischen Perspektive auf Tränen und Trauer. Anhand verschiedener biblischer Beispiele - Josef, Jesus, Petrus - zeigt er, dass Weinen natürlich und von Gott gewollt ist. Er betont, dass Tränen heilsam sind und einen sichtbaren Ausdruck für inneren Schmerz darstellen. Die Bibel lehrt, dass Gott unsere Tränen sieht, sammelt und versteht. Abschließend ermutigt der Sprecher die Zuhörer, ihre Tränen nicht zu verstecken oder sich dafür zu entschuldigen. Er erklärt verschiedene Gründe für Tränen - körperliche und seelische Schmerzen, aber auch Freude und Mitgefühl. Die zentrale Botschaft lautet: Gott sieht und versteht jeden Schmerz, und niemand muss mit seinen Tränen allein bleiben.
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In dieser Predigt teilt der Sprecher persönliche Erfahrungen über den Umgang mit Tränen und Trauer. Er erzählt, wie er als Kind oft geweint hat, später aber lernte, seine Tränen zu unterdrücken, weil ihm beigebracht wurde, dass Männer nicht weinen sollten. Er reflektiert über die gesellschaftlichen Erwartungen und seine eigene Entwicklung. Der Hauptteil der Predigt beschäftigt sich mit der biblischen Perspektive auf Tränen und Trauer. Anhand verschiedener biblischer Beispiele - Josef, Jesus, Petrus - zeigt er, dass Weinen natürlich und von Gott gewollt ist. Er betont, dass Tränen heilsam sind und einen sichtbaren Ausdruck für inneren Schmerz darstellen. Die Bibel lehrt, dass Gott unsere Tränen sieht, sammelt und versteht. Abschließend ermutigt der Sprecher die Zuhörer, ihre Tränen nicht zu verstecken oder sich dafür zu entschuldigen. Er erklärt verschiedene Gründe für Tränen - körperliche und seelische Schmerzen, aber auch Freude und Mitgefühl. Die zentrale Botschaft lautet: Gott sieht und versteht jeden Schmerz, und niemand muss mit seinen Tränen allein bleiben.

Hauptthemen (4)

1. Tränen als Ausdruck des Herzens

  • • Tränen entstehen nicht von selbst, sondern sind sichtbare Antwort auf das, was in unserer Seele passiert
  • • Tränen geben unserem inneren Schmerz einen Weg nach außen
  • • Die Seele kann weinen, auch wenn keine Tränen fließen
  • • Manchmal ist der Schmerz so stark, dass keine Tränen mehr kommen

2. Biblische Beispiele für weinende Menschen

  • • Josef weinte, als seine Brüder zu ihm kamen - die Bibel erklärt nicht warum, nur dass er weinte
  • • Jesus weinte am Grab von Lazarus
  • • Petrus weinte, nachdem er Jesus verleugnet hatte
  • • Jesus brachte Bitten und Flehen mit lautem Schreien und Tränen vor Gott

3. Gründe für Tränen

  • • Körperliche Schmerzen
  • • Seelische Schmerzen: Verlust eines lieben Menschen, Schuld und Angst, Enttäuschung, Verletzung durch andere, Trennung und Einsamkeit
  • • Tränen aus Freude und Glück
  • • Tränen aus Mitgefühl

4. Gottes Verständnis für unsere Tränen

  • • Gott kennt unsere Wege und sammelt unsere Tränen in einem Krug (Psalm 56,9)
  • • Gott sieht unsere Tränen und hört unsere Gebete
  • • Gott wird einmal alle Tränen abwischen
  • • Wer mit Tränen sät, wird mit Freuden ernten (Psalm 126,5)

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Psalm 56,9

Gott kennt unsere Wege und sammelt unsere Tränen in einem Krug

2. Könige 20,5

Ich habe deine Gebete gehört und deine Tränen gesehen

Psalm 126,5

Wer mit Tränen sät, wird mit Freuden ernten

Hebräer 5,7

Und er hat also Jesus in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den Herrn gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte, und er ist erhört worden, weil er Gott die Ehre hielt

Weitere Referenzen

  • → 1. Mose 50
  • → Offenbarung (über das Abwischen der Tränen)
  • → Johannes 11 (Jesus am Grab des Lazarus)
  • → Matthäus 26 / Lukas 22 (Verleugnung durch Petrus)

Praktische Anwendung (4)

  • 1 Erlaube dir zu weinen: Du musst dich für deine Tränen nicht entschuldigen. Tränen sind heilsam, hilfreich und haben etwas Reinigendes und Heilendes.
  • 2 Gestehe dir deine Gefühle ein: Verstehe, woher deine Trauer und Tränen kommen. Gib deinen Gefühlen Raum, selbst wenn du nicht immer weißt, warum du weinst.
  • 3 Bleibe nicht allein mit deinen Tränen: Suche jemanden, der dich versteht und deine Tränen aushält und mit dir weinen kann. Wenn du niemanden hast, wisse: Gott weint mit dir und versteht deine Tränen.
  • 4 Vertraue auf Gottes Gegenwart: Gott kennt dein Herz und weiß, wann und warum dein Herz weint. Er sieht dich, kennt dich, liebt dich und will dir helfen.

Impulse aus der Woche ab 2. Oktober

  1. Tag 1 von 7 · 2. Oktober Wenn das Herz weint

    Tränen sind mehr als nur eine körperliche Reaktion. Sie sind ein sichtbarer Ausdruck dessen, was in unserer Seele geschieht. Noch bevor eine Träne über unsere Wangen fließt, hat unser Herz bereits wahrgenommen: Etwas berührt, verletzt oder überfordert uns zutiefst. Tränen geben unserem inneren Schmerz einen Weg nach außen. Manchmal weint unser Herz, ohne dass Tränen fließen. Der Schmerz kann so stark sein, dass wir keine Tränen mehr haben – aber die Seele weint dennoch. Gott versteht das. In Psalm 56,9 lesen wir, dass Gott unsere Wege kennt und unsere Tränen in einem Krug sammelt. Er sieht jeden Schmerz, jede stille Träne, jeden Moment, in dem unser Herz bricht. Du bist mit deinen Tränen nicht allein. Gott kennt dein Herz. Er weiß, wann und warum dein Herz weint, selbst wenn kein anderer Mensch es sieht.

    Psalm 56,9

    Gebet

    Danke Gott dafür, dass er jede deiner Tränen sieht und versteht. Bring ihm deinen Schmerz.

    Zum Nachdenken

    Wann hat dein Herz zuletzt geweint – mit oder ohne Tränen?

  2. Tag 2 von 7 · 3. Oktober Von der Heulsuse zum Gefühlsverberger

    Viele von uns haben gelernt, ihre Tränen zu verstecken. Als Kinder haben wir vielleicht noch frei geweint, aber dann kamen die Botschaften: 'Indianer kennen keinen Schmerz', 'Männer weinen nicht', 'Sei nicht so empfindlich'. Gesellschaftliche Erwartungen haben uns gelehrt, unsere Tränen zu unterdrücken und unseren Schmerz zu verbergen. Doch ist das wirklich richtig? Wenn wir unsere Tränen unterdrücken, verleugnen wir einen Teil unserer Menschlichkeit. Wir verschließen uns vor dem, was Gott uns geschenkt hat: die Fähigkeit, unsere tiefsten Gefühle auszudrücken. Humor und Freude haben ihren Platz, aber auch die Trauer darf sein. Es braucht Mut, sich von diesen gelernten Mustern zu lösen. Es braucht Mut, wieder zu lernen, unsere Tränen zuzulassen und unseren Schmerz nicht mehr zu verstecken. Gott hat uns so gemacht, dass wir weinen können – und das ist gut so.

    Gebet

    Bitte Gott, dir zu helfen, falsche Vorstellungen über Tränen loszulassen und authentisch mit deinen Gefühlen zu sein.

    Zum Nachdenken

    Welche Botschaften hast du über Tränen und Weinen gelernt, und wie beeinflussen sie dich heute noch?

  3. Tag 3 von 7 · 4. Oktober Biblische Vorbilder der Tränen

    Die Bibel zeigt uns viele Menschen, die geweint haben. Josef weinte, als seine Brüder zu ihm kamen und vor Angst ihr Herz ausschütteten. Die Bibel erklärt nicht warum – sie sagt einfach: Josef hat geweint. Punkt. Jesus hat am Grab von Lazarus geweint, obwohl er wusste, dass Lazarus bald auferweckt werden würde. Petrus weinte bitter, als er Jesus verleugnet hatte und der Hahn krähte. Diese biblischen Vorbilder zeigen uns: Weinen ist keine Schwäche, sondern zutiefst menschlich. Wichtig ist nicht immer das Warum der Tränen, sondern dass sie fließen dürfen. Tränen sind heilsam und hilfreich. Sie haben etwas Reinigendes und Heilendes. Der Sohn Gottes selbst hat geweint – das gibt uns die Erlaubnis, unsere Tränen zuzulassen. Du darfst weinen. Du musst dich dafür nicht entschuldigen.

    1. Mose 50; Johannes 11,35

    Gebet

    Danke Jesus, dass du selbst geweint hast und meine Tränen verstehst.

    Zum Nachdenken

    Welches biblische Beispiel von Tränen berührt dich am meisten und warum?

  4. Tag 4 von 7 · 5. Oktober Gott sammelt deine Tränen

    Die Bibel verspricht uns kein Leben ohne Trauer und Tränen hier auf Erden. Im Gegenteil: Sie rechnet damit, dass wir weinen werden. Aber sie gibt uns eine wunderbare Verheißung: Gott kennt unsere Wege und sammelt unsere Tränen in einem Krug. Zu König Hiskia sagte Gott durch den Propheten Jesaja: 'Ich habe deine Gebete gehört und deine Tränen gesehen.' Was für eine Zusage! Keine Träne fällt unbemerkt zu Boden. Jede Träne, die du weinst – ob öffentlich oder ins Kopfkissen geweint – wird von Gott gesehen und aufbewahrt. Selbst wenn du keine Tränen mehr hast, weil der Schmerz zu groß ist, kennt Gott dein Herz. Er versteht, was in deiner Seele vorgeht. Du bist mit deinem Schmerz nicht allein. Gott ist bei dir in deiner Trauer.

    Psalm 56,9; 2. Könige 20,5

    Gebet

    Gott, danke, dass keine meiner Tränen verloren geht und du jeden meiner Schmerzen kennst.

    Zum Nachdenken

    Was bedeutet es für dich persönlich, dass Gott deine Tränen sammelt?

  5. Tag 5 von 7 · 6. Oktober Die verschiedenen Gründe für Tränen

    Tränen haben viele Ursachen. Körperliche Schmerzen lassen uns weinen, aber auch hormonelle Veränderungen können uns zu Tode betrübt machen. Manchmal sind seelische Schmerzen schlimmer als körperliche: Der Verlust eines lieben Menschen, Schuld und Angst, Enttäuschung, Verletzung durch andere, Trennung und Einsamkeit. Aber Tränen können auch aus Freude und Glück entstehen oder aus Mitgefühl mit anderen. Es ist wichtig, dass wir verstehen, woher unsere Trauer und unsere Tränen kommen. Wir müssen uns unseren Schmerz eingestehen – auch wenn wir nicht immer genau wissen, warum wir weinen. Die Bibel zeigt uns, dass selbst Jesus 'Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen' vor Gott gebracht hat. Wenn du die Ursache deiner Tränen ergründen kannst, hast du vielleicht eine bessere Chance, mit diesen Gefühlen hauszuhalten.

    Hebräer 5,7

    Gebet

    Herr, hilf mir zu verstehen, was mein Herz bewegt, und gib mir Weisheit im Umgang mit meinen Gefühlen.

    Zum Nachdenken

    Welche Art von Tränen fällt dir am schwersten zuzulassen und warum?

  6. Tag 6 von 7 · 7. Oktober Tränen brauchen keinen Entschuldigung

    Kennst du das? Du erzählst jemandem von deiner Not, fängst an zu weinen und sagst dann: 'Oh, sorry, dass ich jetzt weinen muss.' Viele von uns haben gelernt, sich für ihre Tränen zu entschuldigen. Aber die Wahrheit ist: Du musst dich für deine Tränen nicht entschuldigen und sie nicht verstecken. Tränen sind heilsam und hilfreich. Sie haben etwas Reinigendes und Heilendes. Gesteh dir deine Gefühle ein und gib ihnen Raum. Selbst wenn du nicht immer weißt, warum du weinst – deine Tränen sind berechtigt. Natürlich gibt es auch die sogenannten Krokodilstränen – wenn jemand bewusst weint, um Mitleid zu erzeugen. Aber der Missbrauch von Gefühlen hebt den guten Gebrauch nicht auf. Im Psalm 126,5 heißt es: 'Wer mit Tränen sät, wird mit Freuden ernten.' Deine Tränen sind nicht umsonst.

    Psalm 126,5

    Gebet

    Gott, hilf mir, meine Tränen anzunehmen und anderen Menschen Raum für ihre Tränen zu geben.

    Zum Nachdenken

    Für wen in deinem Leben könntest du ein Mensch sein, der Tränen aushält und mitweint?

  7. Tag 7 von 7 · 8. Oktober Mit Tränen nicht allein bleiben

    Die wichtigste Botschaft ist: Du bist mit deinen Tränen nicht allein. Such jemanden, der dich versteht und der deine Tränen aushält und mit dir weinen kann. Es ist wichtig, dass wir mit unseren Tränen nicht allein bleiben, sondern Menschen finden, die uns in unserer Trauer begleiten. Aber selbst wenn du keinen Menschen findest – Gott weint mit dir. Er versteht deine Tränen, denn er weiß, warum dein Herz weint. Er liebt dich und will dir helfen. In der Offenbarung wird verheißen, dass Gott einmal alle Tränen abwischen wird. Irgendwann wird die Freude überwiegen. Aber noch sind wir hier auf Erden. Noch gibt es Tränen und Trauer. Deshalb darfst du deiner Trauer Raum geben. Du darfst weinen. Und du darfst wissen: Gott sieht dich, er kennt dich, er liebt dich – in deiner Trauer und mit deinen Tränen.

    Offenbarung 21,4

    Gebet

    Vater, danke, dass ich niemals allein bin mit meinem Schmerz. Führe mich zu Menschen, die mit mir weinen können.

    Zum Nachdenken

    Wem kannst du dich anvertrauen, wenn dein Herz weint?