predigt.io ist kostenlos und werbefrei. Unterstütze das Projekt bei Buy me a coffee .

Zurück zum Kirchenfinder

Christus Gemeinde Büchenbronn

Dillweißensteiner Straße 52, 75180 Pforzheim

Egal, ob jung oder alt, bei uns findest Du einen Ort, an dem Glaube gelebt und Gemeinschaft geschätzt wird. Komm vorbei und erlebe inspirierende Gottesdienste, herzliches Miteinander und eine starke Unterstützung auf Deinem Lebensweg. Wir freuen uns auf Dich!

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Der Gärtner bittet um Gnade

Aus der Predigt „Feigenbaum Feiert Fest - 25.10.2026“ vom 25. Oktober

Der Eigentümer hat genug: 'Hau ihn ab, warum macht er das Land unnütz?' Nach sieben Jahren - der Zahl der Vollendung - ist das Urteil reif. Doch dann tritt der Gärtner dazwischen. Er bittet um eine letzte Gnadenfrist: 'Herr, lass ihn doch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe.' Wer ist dieser Gärtner, der den Baum vor dem Abhauen bewahren will, wenn nicht Jesus selbst? Der Gärtner verspricht, die äußersten Mittel aufzubieten - umgraben, düngen, einen letzten entscheidenden Schubs geben. Vielleicht trägt der Baum doch noch Frucht. Und siehe, der Feigenbaum feiert! Er feiert den Gnadenaufschub statt der Totenklage. Er darf weiterleben. Wenn Gott unsere Sünden nicht sofort straft, bedeutet es nicht, dass er unsere Verstocktheit billigt. Seine Geduld zeigt vielmehr seine Barmherzigkeit.

Weiterlesen
"

Der Eigentümer hat genug: 'Hau ihn ab, warum macht er das Land unnütz?' Nach sieben Jahren - der Zahl der Vollendung - ist das Urteil reif. Doch dann tritt der Gärtner dazwischen. Er bittet um eine letzte Gnadenfrist: 'Herr, lass ihn doch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe.' Wer ist dieser Gärtner, der den Baum vor dem Abhauen bewahren will, wenn nicht Jesus selbst? Der Gärtner verspricht, die äußersten Mittel aufzubieten - umgraben, düngen, einen letzten entscheidenden Schubs geben. Vielleicht trägt der Baum doch noch Frucht. Und siehe, der Feigenbaum feiert! Er feiert den Gnadenaufschub statt der Totenklage. Er darf weiterleben. Wenn Gott unsere Sünden nicht sofort straft, bedeutet es nicht, dass er unsere Verstocktheit billigt. Seine Geduld zeigt vielmehr seine Barmherzigkeit.

Lukas 13,8-9
Gebet

Danke Jesus, dass er als dein Fürsprecher vor dem Vater steht. Bitte ihn, in dir zu wirken, damit du Frucht bringst.

Zum Nachdenken

Wo hat Jesus in deinem Leben für dich Fürbitte eingelegt und dir eine neue Chance geschenkt?

Aufnahme vom 2. August 2026

Predigt

Jesus, der Gute Hirte! - 2026-08-02

Sonntag, 2. August 2026
Johannes 10
Kernaussage

Jesus ist der gute Hirte, der jeden Einzelnen kennt, liebt und sein Leben für seine Schafe gegeben hat. Er ruft uns auf, seiner Stimme zu folgen und selbst Hirtendienst an anderen zu üben. Nur wer selbst als Schaf seinem Hirten nachfolgt, kann anderen den Weg weisen.

Diese Predigt behandelt das biblische Bild von Jesus als dem guten Hirten und dessen Bedeutung für unser Leben. Die zentrale Frage ist: Wer bestimmt die Richtung unseres Lebens und auf wessen Stimme hören wir? Jesus sagt: "Ich bin der gute Hirte, meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir." Das Hirten-Motiv zieht sich durch das gesamte Alte Testament - von Abel über die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob, Mose und besonders König David bis hin zur Verheißung des kommenden Messias durch den Propheten Ezekiel. All diese Hirten waren Vorbilder für den wahren Hirten, der kommen sollte. Jesus als der gute Hirte kennt jedes seiner Schafe persönlich, geht ihnen voran auf dem richtigen Weg und hat sein Leben für sie gegeben. Er verspricht ewiges Leben und dass niemand seine Schafe aus seiner Hand reißen kann. Bevor Jesus diese Welt verließ, übertrug er den Hirtendienst seinen Jüngern, besonders Petrus mit dem dreifachen Auftrag: "Weide meine Schafe." Dieser Dienst soll freiwillig, von Herzen und als Vorbild ausgeübt werden - nicht unter Zwang, aus Geldgier oder Herrschsucht. Schließlich wird deutlich, dass der Hirtendienst nicht nur Aufgabe der Gemeindeleitung ist, sondern dass die gesamte Christenheit ein Hirtenvolk sein soll. Jeder Einzelne ist aufgerufen, in unterschiedlicher Verantwortung Hirtendienst zu leben - sei es in der Kindermitarbeit, als Eltern, durch Besuche, Hauskreise oder Gastfreundschaft. Die Voraussetzung dafür ist, selbst ein Schaf zu bleiben, das täglich auf die Stimme des guten Hirten hört und ihm nachfolgt.
Weiterlesen
Diese Predigt behandelt das biblische Bild von Jesus als dem guten Hirten und dessen Bedeutung für unser Leben. Die zentrale Frage ist: Wer bestimmt die Richtung unseres Lebens und auf wessen Stimme hören wir? Jesus sagt: "Ich bin der gute Hirte, meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir." Das Hirten-Motiv zieht sich durch das gesamte Alte Testament - von Abel über die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob, Mose und besonders König David bis hin zur Verheißung des kommenden Messias durch den Propheten Ezekiel. All diese Hirten waren Vorbilder für den wahren Hirten, der kommen sollte. Jesus als der gute Hirte kennt jedes seiner Schafe persönlich, geht ihnen voran auf dem richtigen Weg und hat sein Leben für sie gegeben. Er verspricht ewiges Leben und dass niemand seine Schafe aus seiner Hand reißen kann. Bevor Jesus diese Welt verließ, übertrug er den Hirtendienst seinen Jüngern, besonders Petrus mit dem dreifachen Auftrag: "Weide meine Schafe." Dieser Dienst soll freiwillig, von Herzen und als Vorbild ausgeübt werden - nicht unter Zwang, aus Geldgier oder Herrschsucht. Schließlich wird deutlich, dass der Hirtendienst nicht nur Aufgabe der Gemeindeleitung ist, sondern dass die gesamte Christenheit ein Hirtenvolk sein soll. Jeder Einzelne ist aufgerufen, in unterschiedlicher Verantwortung Hirtendienst zu leben - sei es in der Kindermitarbeit, als Eltern, durch Besuche, Hauskreise oder Gastfreundschaft. Die Voraussetzung dafür ist, selbst ein Schaf zu bleiben, das täglich auf die Stimme des guten Hirten hört und ihm nachfolgt.

Hauptthemen (4)

1. Das Bild des guten Hirten im Alten Testament

  • • Das Hirten-Motiv zieht sich durch die gesamte Bibel vom 1. Mose bis zur Offenbarung
  • • Abel, Abraham, Isaak, Jakob und Mose waren Hirten und Vorbilder für den kommenden Hirten
  • • David war Hirte und König, rettete Schafe vor Löwen und Bären und wurde Vorbild für den Messias
  • • Die Könige nach David sollten das Volk weiden, doch die meisten versagten
  • • Gott verheißt durch Ezekiel einen neuen Hirten: 'Mein Knecht David wird ihr König und der einzige Hirte sein für alle'
  • • Nach über 500 Jahren Wartezeit kam Jesus als der verheißene gute Hirte

2. Was einen guten Hirten ausmacht

  • • Ein guter Hirte kennt seine Schafe individuell - ihre Stärken, Schwächen, Verletzungen und Sehnsüchte
  • • Jesus kennt jeden Einzelnen und sagt: 'Du bist mir wichtig. Du sollst zu mir gehören'
  • • Man muss sein Leben nicht aufräumen, bevor man zu Jesus kommen darf
  • • Der gute Hirte geht bei seinen Schafen, stützt, tröstet, feiert mit ihnen und führt sie auf den richtigen Weg
  • • Die Schafe hören seine Stimme und folgen ihm - das setzt Nähe voraus
  • • Jesus gibt seinen Schafen das ewige Leben und niemand kann sie aus seiner Hand reißen
  • • Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe - Jesus starb am Kreuz für unsere Schuld

3. Die Übertragung des Hirtendienstes

  • • Gott überträgt den Hirtendienst seinem Sohn, der Sohn übergibt ihn seinen Aposteln weiter
  • • Jesus beauftragt Petrus dreimal: 'Weide meine Schafe' - mit zwei Aspekten: führen/schützen und konkret versorgen/füttern
  • • Petrus schreibt an die Ältesten: 'Weidet die Herde Gottes, die euch anvertraut wurde'
  • • Hirten sollen ihren Dienst freiwillig tun, nicht unter Zwang
  • • Sie sollen nicht aus Geldgier dienen, sondern von Herzen
  • • Sie sollen nicht herrschsüchtig sein, sondern als Vorbilder dienen

4. Hirtendienst für alle Christen

  • • Die gesamte Christenheit soll ein Hirtenvolk sein - jeder bekommt die Aufforderung: 'Wenn du mich liebst, dann weide meine Schafe'
  • • Unterschiedliche Verantwortungen: Gemeindeleitung, Kindermitarbeiter, Eltern, Krankenbesucher, Hauskreisleiter, Mentoren
  • • Alle Dienste sind essentiell wichtig, weil Jesus jeden Einzelnen kennt und liebt
  • • Hirtendienst bedeutet, sich in Beziehungen zu investieren
  • • Es beginnt damit, selbst Schaf zu bleiben und täglich auf die Stimme des guten Hirten zu hören
  • • Nur Schafe, die ihrem Hirten folgen, können anderen den Weg weisen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Johannes 10

Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben und sie werden nimmermehr umkommen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen

Johannes 10,11

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe

Matthäus 9,36

Als Jesus die große Menge sah, sprach er von ihnen, mich jammert des Volkes, denn sie sind geängstigt oder zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben

Ezekiel 37,25

Und mein Knecht David wird ihr König und der einzige Hirte sein für alle

1. Petrus 5,1-4

Die Ältesten unter euch ermahne ich als Mitältester: Weidet die Herde Gottes, die euch anvertraut wurde

Weitere Referenzen

  • → 1. Mose (Abel als Hirte)
  • → Ezekiel 34 (Weh den Hirten)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Jesus als persönlichen Hirten annehmen: Die entscheidende Frage ist nicht 'Bin ich gut genug für Jesus?', sondern 'Bin ich bereit, diesem guten Hirten mein Vertrauen zu schenken?' Man muss sein Leben nicht erst aufräumen, bevor man zu ihm kommen darf.
  • 2 Raum schaffen, um Jesu Stimme zu hören: Prüfe, ob du Jesus überhaupt die Möglichkeit gibst, zu dir zu reden, oder ob in deinem Alltag so viele andere Stimmen laut sind (Social Media, Leistung, andere Menschen, Lärm des Alltags), dass seine Stimme kaum noch zu hören ist.
  • 3 In der Nähe des Hirten bleiben: Je näher wir bei Jesus bleiben, desto mehr verändert er uns, schenkt neue Kraft, deckt Schuld auf und vergibt sie, und erfüllt unser Leben mit seiner Liebe. Schafe können einem Hirten nur folgen, wenn sie in seiner Nähe bleiben.
  • 4 Hirtendienst an anderen üben: Investiere dich in Beziehungen zu anderen Menschen - sei es durch Krankenbesuche, Hauskreise, Mentoring, Gastfreundschaft oder andere Formen der Fürsorge. Jeder kann an seinem Platz Hirtendienst leben.
  • 5 Selbst Schaf bleiben: Nur Schafe, die täglich auf die Stimme ihres guten Hirten hören und ihm nachfolgen, können später selbst anderen den Weg weisen. Der Hirtendienst beginnt damit, selbst Nachfolger zu sein.

Impulse aus der Woche ab 3. August

  1. Tag 1 von 7 · 3. August Der gute Hirte kennt dich

    Jesus sagt: 'Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben und sie werden nimmermehr umkommen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.' Ein guter Hirte zählt seine Schafe nicht nur - er kennt sie persönlich. Er weiß, welches Schaf sich ständig verirrt, welches gerade schwächer wird und welches besondere Fürsorge braucht. Genau so kennt Jesus auch dich. Er kennt deine Stärken und Schwächen, deine Verletzungen und Sehnsüchte. Er weiß, wo du immer wieder scheiterst, was dir Angst macht und wo du leidest - selbst dann, wenn es sonst niemand bemerkt. Vielleicht denkst du, du musst dein Leben erst aufräumen, bevor du zu Jesus kommen darfst. Aber die entscheidende Frage ist nicht: 'Bin ich gut genug für Jesus?', sondern: 'Bin ich bereit, diesem guten Hirten mein Vertrauen zu schenken?' Jesus sieht dich an und sagt: Du bist mir wichtig. Du sollst zu mir gehören.

    Johannes 10,27-28

    Gebet

    Danke Jesus, dass du mich persönlich kennst und dass ich mein Leben nicht erst aufräumen muss, um zu dir zu gehören. Hilf mir, dir heute neu zu vertrauen.

    Zum Nachdenken

    Welche Bereiche deines Lebens möchtest du Jesus heute anvertrauen, weil er dich wirklich kennt?

  2. Tag 2 von 7 · 4. August Das Hirten-Motiv durch die Geschichte

    Das Bild vom guten Hirten zieht sich durch die gesamte Heilsgeschichte. Abel war Hirte und gab sein Leben hin. Die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob waren Hirten. Mose weidete 40 Jahre lang die Schafe seines Schwiegervaters, bevor Gott ihn berief, sein Volk zu führen. König David, der als jüngster Sohn die Schafe seines Vaters hütete, rettete Schafe aus dem Rachen von Löwen und Bären - ein Vorbild für den Hirten, der kommen sollte. Doch viele Nachfolger Davids versagten in ihrem Hirtendienst. Sie weideten sich selbst statt das Volk. Da verheißt Gott durch den Propheten Hesekiel: 'Mein Knecht David wird ihr König und der einzige Hirte sein für alle.' Über 500 Jahre musste Israel auf die Erfüllung dieser Verheißung warten - bis Jesus kam und alle Kriterien des guten Hirten erfüllte. All die Hirten des Alten Testaments waren Vorbilder, die auf den wahren Hirten hinwiesen.

    Hesekiel 34,23

    Gebet

    Herr, danke, dass du durch die Geschichte hindurch treu warst und deine Verheißungen erfüllt hast. Stärke meinen Glauben an deine Treue auch für mein Leben.

    Zum Nachdenken

    Wie hilft es dir zu wissen, dass Gott seinen Plan der Erlösung durch die ganze Geschichte hindurch vorbereitet hat?

  3. Tag 3 von 7 · 5. August Welche Stimme hörst du?

    Jesus sagt: 'Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir.' Das setzt voraus, dass der Hirte bei seinen Schafen ist - sie können seine Stimme nur hören, wenn er nahe ist. Aber hier wird es sehr persönlich: Gebe ich Jesus überhaupt die Möglichkeit, zu mir zu reden? In unserem Alltag sind so viele Stimmen laut: die Stimme von Social Media, die Stimme der Leistung, die Stimmen anderer Menschen oder einfach der ständige Lärm des Alltags. Jesus möchte uns führen und kommt jedem Einzelnen ganz persönlich nahe. Aber Schafe können einem Hirten nur dann folgen, wenn auch sie von sich aus in seiner Nähe bleiben. Jesus kennt den Weg, weil er unser Schöpfer ist. Er weiß, wie Leben wirklich gelingt. Je näher wir bei ihm bleiben, desto mehr verändert er uns. Er schenkt neue Kraft, deckt Schuld auf und vergibt sie, und erfüllt unser Leben mit seiner Liebe.

    Johannes 10,27

    Gebet

    Jesus, hilf mir, in der Hektik des Alltags deine Stimme zu hören. Schaffe Raum in meinem Leben, damit ich dir wirklich zuhören kann.

    Zum Nachdenken

    Welche Stimmen in deinem Leben übertönen momentan die Stimme des guten Hirten?

  4. Tag 4 von 7 · 6. August Erfülltes Leben - nicht bequemes Leben

    Jesus verspricht uns ein erfülltes Leben - aber das ist nicht zu verwechseln mit einem bequemen Leben. Jesus garantiert uns weder Reichtum noch ein Leben ohne Leid. Viele Christen erleben sogar gerade weil sie Christen sind Verfolgung. Und trotzdem lügt Jesus nicht. Ein erfülltes Leben, ein Leben voller Freude, hängt nicht von unseren Umständen ab, sondern davon, mit dem guten Hirten unterwegs zu sein. Jesus möchte nicht nur unser Leben auf dieser Erde begleiten - seine Perspektive geht viel weiter, bis in die Ewigkeit hinein. Jesus sagt: 'Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.' Genau das hat er getan. Am Kreuz hat er das Todesurteil getragen, das wir durch unsere Schuld verdient hatten. Weil unsere Schuld vergeben ist, schenkt er uns Leben - ein Leben, das selbst mit dem Tod nicht enden wird. Dieses Geschenk kann uns keiner nehmen.

    Johannes 10,10

    Gebet

    Danke, Jesus, dass du dein Leben für mich gegeben hast. Hilf mir, Erfüllung nicht in meinen Umständen, sondern in deiner Nähe zu suchen.

    Zum Nachdenken

    In welchen schwierigen Umständen kannst du trotzdem Erfüllung finden, weil Jesus bei dir ist?

  5. Tag 5 von 7 · 7. August Weide meine Schafe

    Bevor Jesus diese Welt verließ, übertrug er den Hirtendienst seinen Jüngern. Am Ufer des Sees Genezareth fragte er Petrus dreimal: 'Liebst du mich, Simon?' Und dreimal beauftragte er ihn: 'Weide meine Schafe.' Das ist ein besonderes Prinzip Gottes: Der Vater übergibt dem Sohn, der Sohn übergibt seinen Aposteln, und die Apostel geben es weiter. Im Hirtendienst gibt es zwei wichtige Aspekte: das allgemeine Führen, Vorangehen und Schützen - und das konkrete Versorgen, jedem Einzelnen sein Futter zuteilen, damit niemand verhungert. Petrus schreibt später an die Ältesten: 'Weidet die Herde Gottes, die euch anvertraut wurde.' Dabei nennt er klare Kriterien: nicht unter Zwang, sondern freiwillig; nicht aus Geldgier, sondern von Herzen; nicht herrschsüchtig, sondern als Vorbild. Wenn der Hund zur Jagd getragen werden muss, hat man keinen großen Nutzen von ihm - wer den Hirtendienst freiwillig und von Herzen macht, ist ein guter Hirte.

    Johannes 21,15-17

    Gebet

    Herr, zeige mir, wo du mich heute im Hirtendienst gebrauchen möchtest. Gib mir ein freiwilliges und dienendes Herz.

    Zum Nachdenken

    Wie kannst du in deinem Umfeld konkret Hirtendienst leben - freiwillig und von Herzen?

  6. Tag 6 von 7 · 8. August Ein Hirtenvolk sein

    Das gesamte Volk Israel war ein Hirtenvolk - und so sollen auch wir als Christenheit ein Hirtenvolk sein. Jeder Einzelne von uns bekommt die Aufforderung von Jesus: 'Wenn du mich liebst, dann weide meine Schafe.' Das sieht in der Praxis ganz unterschiedlich aus, denn jeder bekommt unterschiedlich Verantwortung übertragen: Gemeindeleitung für eine Ortsgemeinde, Kindermitarbeiter für die Kleinsten, Eltern für ihre Kinder. Menschen, die Kranke besuchen, Hausbesuche machen, in Altenheimen dienen oder sich als Mentoren frisch bekehrten Christen annehmen. Menschen, die ihre Häuser öffnen und Gastfreundschaft leben, die in Hauskreisen Hirtendienst üben oder andere voller Hingabe versorgen. Der eine Dienst mag scheinbar mehr Auswirkungen haben als der andere - doch alle sind essentiell wichtig, weil Jesus jeden Einzelnen kennt und liebt. Hirtendienst bedeutet, sich in Beziehungen zu investieren. Das ist anstrengend, aber genau dafür hat Gott uns in diese Welt gestellt.

    1. Petrus 5,1-4

    Gebet

    Gott, zeige mir die Menschen, für die ich Verantwortung als Hirte übernehmen soll. Gib mir Kraft, mich in Beziehungen zu investieren.

    Zum Nachdenken

    Wo ist dein konkreter Platz im Hirtendienst - welche Schafe hat Jesus dir anvertraut?

  7. Tag 7 von 7 · 9. August Selbst Schaf bleiben

    Die wichtigste Voraussetzung für jeden Hirtendienst ist: Wir müssen selbst Schafe bleiben. Hirtendienst beginnt nicht damit, dass wir alle Kurse für fortgeschrittenes Hirtensein besuchen. Er beginnt vor allem damit, dass wir selbst Menschen sind, die jeden Tag neu auf die Stimme ihres guten Hirten hören und ihm nachfolgen. Nur Schafe, die ihrem Hirten folgen, können später selbst anderen den Weg weisen. Als Jesus die große Menge sah, sprach er: 'Mich jammert des Volkes, denn sie sind geängstigt und zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben.' Dann tat er etwas dagegen - er sammelte die verlorenen Schafe. Da, wo Jesus in uns lebt und uns lebendig macht, da will er auch durch uns seinen Hirtendienst in dieser Welt wirken. Gott hat uns als seine Kinder nicht in diese Welt gestellt, damit wir sie auf Distanz halten, sondern damit wir uns nach Jesu Vorbild in den Dienst an dieser Welt hingeben, damit Menschen für Gott gewonnen werden können.

    Matthäus 9,36

    Gebet

    Jesus, hilf mir, täglich bei dir zu bleiben und auf deine Stimme zu hören. Dann gebrauche mich, um anderen deine Liebe weiterzugeben.

    Zum Nachdenken

    Wie kannst du diese Woche ganz konkret in der Nähe des guten Hirten bleiben und gleichzeitig anderen den Weg weisen?