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ICF Herrenberg e. V.

Stuttgarter Straße 49, 71083 Herrenberg
This content is currently available in German only.
Daily Bite
Day 3 of 7

Vor wem stehen wir am Ende?

From the sermon “ICF Herrenberg - 🔴 Live Celebration (25.10.2026)” of October 25

Es ist paradox: Wir leben, als ob wir am Ende unseres Lebens vor unseren Freunden, unserem Chef oder der Gesellschaft stehen müssten. Als ob wir ihnen Rechenschaft ablegen müssten, ob sie uns gemocht haben oder nicht. Aber die Wahrheit ist: 'Wir müssen alle einmal vor Christus und seinem Richterstuhl erscheinen. Dann wird alles ausnahmslos ans Licht kommen.' Am Ende deines Lebens stehst du nicht vor deinen Verwandten, nicht vor deinem Pastor, nicht vor Social Media. Du stehst Angesicht zu Angesicht vor Jesus. Warum geben wir Menschen heute eine Macht über unser Leben, die sie am Ende gar nicht haben? Die Menschen haben nicht das letzte Wort. Das ist keine Drohung für Gläubige, sondern eine befreiende Wahrheit: Wessen Urteil zählt wirklich? Nicht das der Menschen, sondern das von Jesus, der dich liebt.

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Es ist paradox: Wir leben, als ob wir am Ende unseres Lebens vor unseren Freunden, unserem Chef oder der Gesellschaft stehen müssten. Als ob wir ihnen Rechenschaft ablegen müssten, ob sie uns gemocht haben oder nicht. Aber die Wahrheit ist: 'Wir müssen alle einmal vor Christus und seinem Richterstuhl erscheinen. Dann wird alles ausnahmslos ans Licht kommen.' Am Ende deines Lebens stehst du nicht vor deinen Verwandten, nicht vor deinem Pastor, nicht vor Social Media. Du stehst Angesicht zu Angesicht vor Jesus. Warum geben wir Menschen heute eine Macht über unser Leben, die sie am Ende gar nicht haben? Die Menschen haben nicht das letzte Wort. Das ist keine Drohung für Gläubige, sondern eine befreiende Wahrheit: Wessen Urteil zählt wirklich? Nicht das der Menschen, sondern das von Jesus, der dich liebt.

2. Korinther 5,10
Prayer

Danke Jesus, dass sein Urteil über dich das einzige ist, das letztendlich zählt, und bitte ihn, dir zu helfen, danach zu leben.

Reflect

Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du wirklich danach lebtest, dass du nur vor Jesus Rechenschaft ablegen musst?

Recording from September 13, 2026

Sermon

ICF Herrenberg - 🔴 Live Celebration (13.09.2026)

Sunday, September 13, 2026
1. Korinther 3,1-4
Key Point

Die Kernbotschaft der Predigt ist, dass geistlicher Stolz das zugrundeliegende Problem vieler christlicher Gemeinden darstellt. Wahre Demut bedeutet nicht, weniger von sich selbst zu denken, sondern weniger an sich selbst zu denken, weil unsere Identität und unser Wert allein in Jesus Christus und seinem Kreuz begründet sind. Wenn wir erkennen, dass alles ein Geschenk Gottes ist und unser Wert durch Jesu Opfer bereits feststeht, können wir aufhören, unser Ego aufzublähen und in echter Freiheit der Selbstvergessenheit leben.

Dieser Gottesdienst des ICF Herrenberg befasst sich mit dem Abschluss der Sommerserie über den ersten Korintherbrief und thematisiert das zentrale Problem der Korinther: Stolz und das menschliche Ego. Der Prediger untersucht, wie geistlicher Stolz sich äußert – durch ständiges Beurteilen anderer, Geltungsdrang und Immunität gegen Korrektur. Paulus beschreibt die Korinther als geistlich unreife Kleinkinder, die von eigensüchtigen Wünschen beherrscht werden und sich gegenseitig beneiden und streiten. Die Lösung liegt in der "Freiheit der Selbstvergessenheit" – wahrer Demut, wie Paulus sie vorlebt. Diese bedeutet nicht, geringer von sich selbst zu denken, sondern weniger an sich selbst zu denken. Der Schlüssel dazu ist das Evangelium: Das Urteil über unseren Wert ist bereits am Kreuz gesprochen worden. Wenn wir unsere Identität in Christus finden statt in unserer Leistung, wird unser Ego nicht mehr aufgebläht, sondern gefüllt mit Gottes Liebe. So können wir ein kreuzförmiges Leben führen, in dem es nicht mehr um uns selbst geht, sondern um Jesus und das Dienen anderer.
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Dieser Gottesdienst des ICF Herrenberg befasst sich mit dem Abschluss der Sommerserie über den ersten Korintherbrief und thematisiert das zentrale Problem der Korinther: Stolz und das menschliche Ego. Der Prediger untersucht, wie geistlicher Stolz sich äußert – durch ständiges Beurteilen anderer, Geltungsdrang und Immunität gegen Korrektur. Paulus beschreibt die Korinther als geistlich unreife Kleinkinder, die von eigensüchtigen Wünschen beherrscht werden und sich gegenseitig beneiden und streiten. Die Lösung liegt in der "Freiheit der Selbstvergessenheit" – wahrer Demut, wie Paulus sie vorlebt. Diese bedeutet nicht, geringer von sich selbst zu denken, sondern weniger an sich selbst zu denken. Der Schlüssel dazu ist das Evangelium: Das Urteil über unseren Wert ist bereits am Kreuz gesprochen worden. Wenn wir unsere Identität in Christus finden statt in unserer Leistung, wird unser Ego nicht mehr aufgebläht, sondern gefüllt mit Gottes Liebe. So können wir ein kreuzförmiges Leben führen, in dem es nicht mehr um uns selbst geht, sondern um Jesus und das Dienen anderer.

Main Topics (6)

1. Das Problem der Korinther: Geistlicher Stolz

  • • Paulus bezeichnet die Korinther als geistlich unreife Kleinkinder, die sich von eigensüchtigen Wünschen beherrschen lassen
  • • Sie waren eifersüchtig, stritten miteinander und es gab Spaltungen aufgrund von Loyalitäten zu verschiedenen Leitern (Paulus, Apollos, Petrus)
  • • Die Korinther waren besonders stolz auf ihre Erkenntnis und ihre Geistesgaben
  • • Geistlicher Stolz kann sich in Bibeltreue und Theologie oder in Betonung von Geistesgaben äußern

2. Die Tyrannei des menschlichen Egos

  • • Paulus benutzt das Bild des 'Aufgeblasenseins' (Physio) - wie ein entzündetes, geschwollenes Organ
  • • Das menschliche Ego ist leer - aufgebläht mit heißer Luft, aber ohne Substanz im Zentrum
  • • Das Ego tut weh - es zieht ständig Aufmerksamkeit auf sich und meldet sich permanent
  • • Das Ego ist nie zufrieden - es ist permanent mit Vergleichen und Angeben beschäftigt
  • • Das Ego platzt leicht - Stolz und Minderwert kommen aus derselben Quelle: innerer Leere

3. Eigenschaften von geistlichem Stolz

  • • Ständiges Beurteilen anderer - voreilige Urteile über den Glauben anderer
  • • Geltungsdrang - sich selbst darstellen, damit angeben, was man vorzuweisen hat
  • • Schnelle Kränkbarkeit - wenn man nicht gesehen oder übergangen wird
  • • Immunität gegen Korrektur - verzerrtes Selbstbild, keine Bereitschaft zur Selbstreflexion
  • • Stolz ist ein Einfallstor für alle anderen Fehler

4. Die Freiheit der Selbstvergessenheit - Paulus' Beispiel

  • • Paulus sagt: 'Es ist mir egal, was ihr über mich denkt, und auch egal, was ich über mich denke'
  • • Er kennt seine Fehler ('ich bin der Schlimmste von allen') und ist gleichzeitig selbstbewusst
  • • Wahre Demut bedeutet: nicht höher von sich denken, nicht geringer, sondern weniger an sich denken
  • • Das Ego spielt keine Rolle mehr - wie der kleine Zeh, den man nicht spürt, solange er gesund ist
  • • Man hört auf, jede Erfahrung auf sich selbst zu beziehen

5. Das Evangelium als Lösung

  • • Das entscheidende Urteil über unseren Wert wurde bereits am Kreuz gesprochen: 'Es ist vollbracht'
  • • Im Evangelium erfolgt das Urteil vor der Lebensleistung - nicht danach wie in anderen Religionen
  • • Der 'glorreiche Tausch': Jesus nimmt unsere Schuld-Akte und gibt uns seine Gerechtigkeits-Akte
  • • Gott sieht uns in Jesus Christus und spricht: 'Du bist wertvoll und geliebt, mein geliebtes Kind'
  • • Alles ist Gnade - alles, was wir haben, ist ein Geschenk Gottes
  • • Wir sind 'viel sündiger als wir je dachten, aber viel geliebter als wir je hoffen konnten'

6. Das kreuzförmige Leben

  • • Wenn das Ego gefüllt ist (nicht aufgebläht), können wir Jesus wirklich nachfolgen
  • • Paulus: 'Für mich ist es unmöglich, auf irgendetwas anderes stolz zu sein als auf das Kreuz Jesu Christi'
  • • Wahre Schönheit entsteht, wenn das alte Ich stirbt und Christus im Zentrum steht
  • • Es geht nicht mehr um sich selbst, sondern darum, andere groß zu machen und zu dienen
  • • Die Frage ist: Ist mein Ich im Zentrum oder ist Jesus im Zentrum?

Biblical Foundations

Direct Quotes

1. Korinther 3,1-4

Liebe Brüder, als ich bei euch war, konnte ich nicht so mit euch reden, wie ich es mit Menschen, die im Glauben gewachsen sind, getan hätte. Ich musste mit euch reden, als würdet ihr noch zu dieser Welt gehören oder als wärt ihr kleine Kinder im Glauben. Ich musste euch mit Milch ernähren statt mit fester Nahrung, die ihr noch nicht vertragen hättet. Und ihr könnt sie wohl auch jetzt noch nicht zu euch nehmen, denn ihr lasst euch noch von eurem alten Ich beherrschen. Ihr seid eifersüchtig und streitet miteinander. Beweist es nicht, dass ihr von euren eigensüchtigen Wünschen beherrscht werdet. Ihr benehmt euch wie Menschen, die nicht dem Herrn angehören. Wenn einer von euch erklärt, ich bin ein Anhänger des Paulus, während der andere sagt, ich gehöre zu Apollos, handelt ihr da nicht wie Menschen, die Christus gar nicht kennen.

1. Korinther 4,5

Deshalb hütet euch voreilige Urteile über den Glauben anderer zu verhelfen.

1. Korinther 4,7

Was hast du denn irgendeinem voraus? Was hast du vorzuweisen, das du nicht von Gott bekommen hast? Und wenn alles von Gott kommt, was du vorzuweisen hast, warum gibst du dann damit an? So als ob es kein Geschenk wäre.

1. Korinther 3,18

Niemand soll sich selbst etwas vormachen. Wenn einer von euch meint, er gehöre zu den Klugen dieser Welt, muss er erstmal begreifen, dass seine Klugheit Torheit ist.

1. Korinther 4,3-4

Allerdings hat es für mich keinerlei Bedeutung, welches Urteil ihr über mich fällt oder sonst irgendeine menschliche Instanz über mich zu Gericht setzt. Nicht einmal ich selbst maße mir ein Urteil über mich an. Ich wüsste zwar nicht, dass ich mir etwas hätte zu Schulden kommen lassen, aber damit bin ich noch nicht gerechtfertigt. Entscheidend ist das Urteil, dass der Herr über mich spricht.

1. Timotheus 1,15

Christus Jesus kam in die Welt, um Sünder zu retten und ich bin der Schlimmste von allen.

1. Korinther 4,6

Keiner von euch darf den einen von uns auf den Kosten des anderen hervorheben und sich damit auch noch wichtig machen.

Galater 6,14

Für mich jedoch ist es unmöglich, auf irgendetwas anderes stolz zu sein, als auf das Kreuz von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch ihn ist die Welt für mich gekreuzigt und durch ihn bin ich für die Welt gekreuzigt.

Additional references

  • → 1. Korinther (gesamter Brief)
  • → Römerbrief (Thema Rechtfertigung)
  • → Galaterbrief (Thema Rechtfertigung)
  • → 1. Korinther Kapitel 12-14 (Geistesgaben)

Practical Application (7)

  • 1 Erkenne deinen geistlichen Stolz: Frage dich ehrlich: Worauf bin ich stolz? Auf wen blicke ich herab? Beurteile ich andere ständig nach meiner Definition von Geistlichkeit? Erkenne, dass geistlicher Stolz sich in ständigem Beurteilen, Geltungsdrang und Immunität gegen Korrektur äußert.
  • 2 Verlasse den Gerichtssaal: Höre auf, dich selbst ständig zu bewerten und vor einem inneren Gericht zu stehen. Nimm das endgültige Urteil Gottes an, das am Kreuz gesprochen wurde: Du bist wertvoll und geliebt durch Jesus Christus, nicht durch deine Leistung.
  • 3 Nimm den glorreichenTausch an: Gib Jesus deine 'Akte' - alles Gute und Schlechte - und nimm seine Gerechtigkeit an. Erkenne, dass nichts, was du Gutes tun könntest, Gottes Liebe vergrößern kann, und nichts Schlechtes sie verringern kann.
  • 4 Erinnere dich täglich ans Evangelium: Wenn Stolz oder Minderwert aufkommt, erinnere dich: 'Ich bin viel sündiger als ich je dachte, aber viel geliebter als ich je hoffen konnte.' Alles, was du hast, ist ein Geschenk Gottes - du kannst dir nichts darauf einbilden.
  • 5 Lebe das kreuzförmige Leben: Lass dein Ego sterben und stelle Jesus ins Zentrum. Frage nicht mehr 'Wie sehe ich aus?' oder 'Was denken andere über mich?', sondern 'Wo kann ich dienen? Wie kann ich andere groß machen?' Übe die Freiheit der Selbstvergessenheit.
  • 6 Sei offen für Korrektur: Erkenne deine blinden Flecken an und sei bereit, von anderen zu lernen. Suche Menschen, die dir ehrliches Feedback geben können, und nimm Kritik nicht als Angriff auf deinen Wert, sondern als Hilfe zum Wachstum.
  • 7 Lass dich im Gebet segnen: Wenn du mit Stolz oder Minderwert kämpfst, nutze das Angebot des Gebetsteams. Bringe diese Dinge ans Kreuz und lass dir von anderen zusprechen, was Gott über dich sagt.

Daily bites from the week of September 14

  1. Day 1 of 7 · September 14 Das Kernproblem: Stolz und Ego

    Paulus beschreibt die Korinther als 'geistlich unreife Kleinkinder', die sich von eigensüchtigen Wünschen beherrschen lassen. Wie Kleinkinder dreht sich alles um 'ich, ich, ich' – meine Bedürfnisse, meine Geltung, meine Anerkennung. Sie waren eifersüchtig, stritten miteinander und prahlten damit, zu welchem geistlichen Leiter sie gehörten. Dieses Problem ist heute genauso aktuell. Auch wir können stolz sein auf unsere Bibelkenntnis, unsere Geistesgaben oder unsere Frömmigkeit. Wir vergleichen uns ständig mit anderen und wollen gesehen werden. Doch geistlicher Stolz ist besonders gefährlich: Er macht uns immun gegen Korrektur und öffnet die Tür für alle anderen Fehler. Wenn wir meinen, schon geistlich genug zu sein, hören wir nicht mehr auf Gottes Stimme durch andere Menschen. Die Frage ist nicht, ob wir stolz sind, sondern worauf – und auf wen wir herabblicken.

    1. Korinther 3,1-4

    Prayer

    Bitte Gott, dir zu zeigen, wo Stolz in deinem Leben wirkt und dich von wahrer Gemeinschaft mit ihm und anderen trennt.

    Reflect

    Worauf bildest du dir etwas ein? Auf wen blickst du in deinem Herzen herab?

  2. Day 2 of 7 · September 15 Wie sich geistlicher Stolz äußert

    Geistlicher Stolz zeigt sich auf drei Arten: Erstens im ständigen Beurteilen anderer. Wir haben eine Vorstellung davon, wie ein Christ sein sollte, und stecken andere schnell in Schubladen. Zweitens im Geltungsdrang – wir wollen darstellen, wie geistlich wir sind, und sind eher bereit, andere zu belehren, als selbst belehrt zu werden. Drittens immunisiert Stolz gegen Korrektur: Wir meinen, schon selbstreflektiert genug zu sein, und überhören die hilfreiche Kritik anderer. Paulus fragt provokant: 'Was hast du denn irgendeinem voraus? Was hast du vorzuweisen, das du nicht von Gott bekommen hast?' Alles, was wir haben und können, ist ein Geschenk. Wenn wir damit angeben, als wäre es unser eigener Verdienst, verzerrt sich unser Selbstbild. Wahre Demut dagegen reagiert mit Sanftmut und Trauer über die Fehler anderer, statt mit Verurteilung.

    1. Korinther 4,5-7

    Prayer

    Danke Gott für seine Gaben in deinem Leben und bitte ihn um ein korrigierbares Herz, das von anderen lernen kann.

    Reflect

    Wo bin ich eher bereit, andere zu belehren, als mir selbst helfen zu lassen?

  3. Day 3 of 7 · September 16 Das aufgeblähte Ego

    Paulus benutzt ein eindrückliches Bild: Er sagt, die Korinther sollen sich nicht 'aufblähen'. Dieses Wort beschreibt etwas, das mit heißer Luft vollgepumpt ist – wie ein entzündetes Organ, das zu platzen droht. Vier Wahrheiten über unser aufgeblähtes Ego: Erstens ist es leer – es hat keine echte Substanz, weil wir versuchen, unsere Identität auf Leistung statt auf Gott zu bauen. Zweitens tut es weh – es zieht ständig Aufmerksamkeit auf sich, wie ein angestoßener Zeh. Drittens ist es nie zufrieden – permanent beschäftigt mit Vergleichen und Angeben. Viertens platzt es leicht – was schnell aufgebläht wird, fällt genauso schnell in sich zusammen. Deswegen kommen Arroganz und Minderwert aus derselben Quelle: einer inneren Leere. An einem Tag fühlen wir uns großartig, weil etwas gelungen ist; am nächsten Tag stellen wir alles in Frage, weil wir versagt haben.

    1. Korinther 4,6

    Prayer

    Bitte Jesus, die Leere in deinem Herzen mit seiner Liebe zu füllen, sodass du nicht mehr nach Anerkennung jagen musst.

    Reflect

    Wann fühlt sich dein Ego verletzt oder übersehen? Was zeigt dir das über deine innere Leere?

  4. Day 4 of 7 · September 17 Wahre Demut nach Paulus

    Paulus schreibt etwas Erstaunliches: 'Es hat für mich keinerlei Bedeutung, welches Urteil ihr über mich fällt... Nicht einmal ich selbst maße mir ein Urteil über mich an.' Ihm ist nicht nur egal, was andere über ihn denken – auch seine eigene Meinung über sich spielt keine Rolle mehr. Gleichzeitig kennt er seine Fehler und nennt sich 'den Schlimmsten unter allen Sündern'. Wie geht das zusammen? Sein Ego ist gefüllt, nicht aufgebläht. Er denkt einfach weniger an sich selbst. Wahre Demut bedeutet nicht, geringer von sich zu denken, sondern weniger an sich zu denken – wie C.S. Lewis sagt: ein aufgeschlossener, heiterer Mensch, der sich wirklich für andere interessiert. Paulus kann seine Stärken anerkennen, ohne arrogant zu werden, und seine Schwächen sehen, ohne in Minderwert zu fallen. Sein Ego braucht keine Aufmerksamkeit mehr, weil seine Identität auf etwas viel Festeres gebaut ist.

    1. Korinther 4,3-4

    Prayer

    Bete um die Freiheit, weniger an dich selbst zu denken und mehr auf Jesus und andere zu schauen.

    Reflect

    Wie viel Energie verwendest du darauf, über dich selbst nachzudenken – was andere denken, wie du aussiehst, ob du genug bist?

  5. Day 5 of 7 · September 18 Das Urteil ist gesprochen

    Wir leben in einem ständigen inneren Gerichtsprozess. Jeden Tag treten Anklage und Verteidigung gegeneinander an: 'Hier habe ich gut performt' gegen 'Da habe ich versagt'. Wir sehnen uns nach einem letztgültigen Urteil, das uns sagt: 'Du bist wertvoll und wichtig.' An guten Tagen fühlen wir uns aufgebläht, an schlechten fallen wir in uns zusammen – aber am nächsten Tag geht alles wieder von vorne los. Paulus sagt: Dieser Prozess ist vorbei! Als Jesus am Kreuz rief 'Es ist vollbracht', wurde das Urteil gesprochen. Jesus bietet uns einen glorreichen Tausch an: Er nimmt unsere Akte mit all unseren Fehlern und gibt uns seine perfekte Akte. Nur im Evangelium kommt das Urteil vor der Lebensleistung! Gott sieht uns in Christus an und spricht: 'Du bist mein geliebtes Kind, an dem ich Freude habe' – nicht aufgrund deiner Leistung, sondern aufgrund von Jesus.

    1. Korinther 4,4

    Prayer

    Danke Jesus für den glorreichen Tausch am Kreuz und nimm heute bewusst sein Urteil über dich an: geliebt und wertvoll.

    Reflect

    Spielst du immer noch das Spiel mit, täglich deine Leistung gegen dein Versagen aufzuwiegen?

  6. Day 6 of 7 · September 19 Viel sündiger, viel geliebter

    Das Evangelium hält zwei Wahrheiten gleichzeitig fest: Wir sind viel sündiger, als wir je von uns gedacht hätten – aber auch viel geliebter, als wir jemals hätten hoffen können. Paulus nennt sich selbst 'den Schlimmsten unter allen Sündern', nicht als falsche Bescheidenheit, sondern weil er wirklich seine Sündhaftigkeit sieht. Doch das zerstört ihn nicht, weil er gleichzeitig weiß: Gottes Liebe ist größer. Wenn Stolz in dir hochkommt, darfst du dich erinnern: Alles, was ich kann, ist ein Geschenk Gottes. Meine Intelligenz, meine Gaben, meine Erkenntnis – nichts davon habe ich mir selbst erarbeitet. Wenn Minderwert dich überfällt und flüstert 'Du Versager', darfst du antworten: Das ist nicht das Urteil über mein Leben! Das einzige Augenpaar im Universum, dessen Meinung wirklich zählt, sagt: 'Du bist wertvoll und geliebt.' Stell dir das Schlimmste vor – selbst dann macht es nichts an deinem Wert in Gottes Augen.

    1. Timotheus 1,15

    Prayer

    Bitte den Heiligen Geist, dir beide Wahrheiten tiefer ins Herz zu schreiben: deine Sünde und Gottes unendliche Liebe.

    Reflect

    Welche Wahrheit brauchst du heute mehr: dass du sündiger bist als gedacht oder geliebter als erhofft?

  7. Day 7 of 7 · September 20 Das kreuzförmige Leben

    Jesus ruft uns auf: 'Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich.' Wenn unser Ego gefüllt ist durch Gottes Liebe statt aufgebläht durch unsere Leistung, können wir wirklich nachfolgen. Es geht nicht mehr um uns – nicht darum, uns groß zu machen, nicht darum, unsere Berufung zu erfüllen, damit wir uns wichtig fühlen. Es geht darum: Was will Gott hier tun? Und wir klinken uns ein, egal ob das unserem Ego schmeichelt oder nicht. Ein kreuzförmiges Leben bedeutet: Wir können uns über den Erfolg anderer freuen, selbst in Bereichen, auf die wir uns etwas einbilden. Wir können uns entschuldigen, ohne unseren Stolz runterschlucken zu müssen. Kritik schmerzt nicht mehr, weil wir um unsere Irrtumsanfälligkeit wissen. Wir dienen nicht, um gesehen zu werden, sondern weil Jesus uns geliebt hat. Das ist die Schönheit eines Lebens, in dem das Ego aus der Gleichung raus ist und Jesus alles ist.

    Galater 2,20

    Prayer

    Bete um die Kraft, täglich dein durchkreuztes Ego vor Jesus zu legen und in der Freiheit der Selbstvergessenheit zu leben.

    Reflect

    Wie würde dein Leben aussehen, wenn es wirklich nicht mehr um dich ginge, sondern nur um Jesus und das Dienen anderer?