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Evangeliums - Christen Gemeinde Bernberg

Kastanienstraße 76, 51647 Gummersbach

Ein Ort, an dem Menschen Gott begegnen, ein Ort, an dem Nachfolge gelebt wird. Ein Ort, an dem Jünger Jünger machen.

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Daily Bite
Day 2 of 7

Empfangene Gnade weitergeben

From the sermon “28.10.2026 / Bibel- und Gebetsabend” of October 28

Mephiboseth war lahm an beiden Füßen und lebte in Lodebar – einem Ort, dessen Name 'keine Weide' oder 'fruchtloses Land' bedeutet. Er war verkauft, trostlos, ohne Hoffnung. Als David ihn suchte und ihm Gnade erwies, reagierte Mephiboseth mit Demut: 'Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hund, wie ich einer bin?' Diese Geschichte ist ein kraftvolles Bild für Gottes Gnade uns gegenüber. Auch wir waren geistlich lahm, ohne Hoffnung und verloren. Doch Gott streckte uns seine liebende Hand entgegen. David hatte selbst Gottes Güte erfahren und gab sie weiter. Wo hat David gelernt, so barmherzig zu sein? In der Nähe Gottes. Psalm 23 zeigt, wie er die Gemeinschaft mit Gott erlebte: 'Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.' Wenn es dir gut geht, vergiss nicht diejenigen, denen es nicht so gut geht. Gott war freundlich zu dir – sei auch du freundlich zu anderen.

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Mephiboseth war lahm an beiden Füßen und lebte in Lodebar – einem Ort, dessen Name 'keine Weide' oder 'fruchtloses Land' bedeutet. Er war verkauft, trostlos, ohne Hoffnung. Als David ihn suchte und ihm Gnade erwies, reagierte Mephiboseth mit Demut: 'Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hund, wie ich einer bin?' Diese Geschichte ist ein kraftvolles Bild für Gottes Gnade uns gegenüber. Auch wir waren geistlich lahm, ohne Hoffnung und verloren. Doch Gott streckte uns seine liebende Hand entgegen. David hatte selbst Gottes Güte erfahren und gab sie weiter. Wo hat David gelernt, so barmherzig zu sein? In der Nähe Gottes. Psalm 23 zeigt, wie er die Gemeinschaft mit Gott erlebte: 'Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.' Wenn es dir gut geht, vergiss nicht diejenigen, denen es nicht so gut geht. Gott war freundlich zu dir – sei auch du freundlich zu anderen.

2. Samuel 9,7-8
Prayer

Danke Gott für seine Barmherzigkeit in deinem Leben und bitte ihn, dir zu zeigen, wem du heute Güte erweisen kannst.

Reflect

Welche Gnade hast du von Gott empfangen, die du heute an einen anderen Menschen weitergeben kannst?

Recording from July 11, 2021

Sermon

Der Eine für Alle! Wir alle für den Einen? | Predigt Christian Fröse

Sunday, July 11, 2021
Johannes 11,43-57
Key Point

Die Predigt behandelt die verschiedenen Reaktionen auf Jesus Christus anhand von Johannes 11. Der Kern ist: Jesus gab sein Leben für alle Menschen hin ('der eine für alle'), und die entscheidende Frage ist, wie wir persönlich zu ihm stehen - ob wir ganz für ihn sind, gegen ihn oder unentschlossen bleiben. Unsere Identität und unser Wert finden wir nicht durch eigene Leistung oder Vergleiche, sondern allein durch das erlösende Werk Jesu Christi.

Diese Predigt behandelt die unterschiedlichen Reaktionen auf Jesus nach der Auferweckung von Lazarus und fordert die Zuhörer heraus, ihre persönliche Beziehung zu Jesus zu überprüfen. Der Prediger zeigt anhand von Johannes 11:43-57, wie Menschen sich entweder für oder gegen Jesus positionieren müssen - ein Mittelweg existiert nicht. Der Kern der Botschaft ist, dass Jesus (der Eine) sich für alle Menschen hingegeben hat, und die Frage lautet, ob wir alle bereit sind, ganz für den Einen zu stehen. Die Predigt analysiert vier verschiedene Menschengruppen: den Hohen Rat, der bewusst gegen Jesus ist aus Sorge um Macht und Status; die Jünger, die Jesus treu folgen trotz gesellschaftlicher Konsequenzen; die Unentschlossenen, die fasziniert aber nicht bereit zur Hingabe sind; und diejenigen, die zum Glauben kamen. Der Prediger betont, dass unsere Identität nicht auf Leistung, Vergleichen oder Religion basieren sollte, sondern allein auf dem bereits gesprochenen Urteil Gottes durch Jesus Christus - dass wir durch ihn vollkommen angenommen und gerechtfertigt sind. Diese neue Identität in Christus erfordert jedoch das Loslassen des alten Lebens und vollständige Hingabe an Jesus.
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Diese Predigt behandelt die unterschiedlichen Reaktionen auf Jesus nach der Auferweckung von Lazarus und fordert die Zuhörer heraus, ihre persönliche Beziehung zu Jesus zu überprüfen. Der Prediger zeigt anhand von Johannes 11:43-57, wie Menschen sich entweder für oder gegen Jesus positionieren müssen - ein Mittelweg existiert nicht. Der Kern der Botschaft ist, dass Jesus (der Eine) sich für alle Menschen hingegeben hat, und die Frage lautet, ob wir alle bereit sind, ganz für den Einen zu stehen. Die Predigt analysiert vier verschiedene Menschengruppen: den Hohen Rat, der bewusst gegen Jesus ist aus Sorge um Macht und Status; die Jünger, die Jesus treu folgen trotz gesellschaftlicher Konsequenzen; die Unentschlossenen, die fasziniert aber nicht bereit zur Hingabe sind; und diejenigen, die zum Glauben kamen. Der Prediger betont, dass unsere Identität nicht auf Leistung, Vergleichen oder Religion basieren sollte, sondern allein auf dem bereits gesprochenen Urteil Gottes durch Jesus Christus - dass wir durch ihn vollkommen angenommen und gerechtfertigt sind. Diese neue Identität in Christus erfordert jedoch das Loslassen des alten Lebens und vollständige Hingabe an Jesus.

Main Topics (7)

1. Verschiedene Reaktionen auf Jesus

  • • Einige glaubten an Jesus nach der Auferweckung des Lazarus
  • • Andere berichteten den Pharisäern, was Jesus tat
  • • Der Hohe Rat entschied bewusst gegen Jesus trotz unbestreitbarer Wunder
  • • Es gibt drei Gruppen: die gegen Jesus sind, die für ihn sind, und die Unentschlossenen

2. Die Ablehnung durch den Hohen Rat - gegen den einen

  • • Die Pharisäer und Sadduzäer konnten Jesu Wunder nicht leugnen, lehnten ihn aber dennoch ab
  • • Sie fürchteten um ihre Macht, Stellung und Privilegien
  • • Sie bauten ihre Identität auf religiöse Leistung, Vergleiche mit anderen und Anerkennung
  • • Jesus bedrohte ihr aufgebautes Selbstbild und ihre gesellschaftliche Position
  • • Menschlicher Stolz ist die Ursünde, die Menschen von Gott trennt

3. Das Problem der kaputten Identität

  • • Menschen versuchen, ihre Identität auf etwas anderes als Gott zu bauen
  • • Wir vergleichen uns ständig mit anderen, um unseren Wert zu beweisen
  • • Unser Ego muss permanent aufrechterhalten werden
  • • Wir stehen täglich unter Anklage und suchen nach einem letztgültigen Urteil über uns
  • • Gottes Urteil über alle Menschen lautet: keiner ist gerecht, alle haben gesündigt

4. Der eine für alle - Jesu Erlösungswerk

  • • Kaiphas sagte prophétisch, dass es besser sei, dass einer für das Volk stirbt
  • • Gott selbst setzte die Hinrichtung Jesu in Gang als perfekten Rettungsplan
  • • Jesus nahm das Urteil, das uns galt, vollständig auf sich
  • • Durch seinen Tod am Kreuz trug er unsere Schuld und Strafe
  • • Wer an Jesus glaubt, wird von Gott nicht mehr verurteilt
  • • Das Urteil ist bereits gesprochen für die, die mit Christus verbunden sind

5. Christentum ist keine Religion der Leistung

  • • Bei allen anderen Religionen beruht das Urteil auf Lebensleistung
  • • Im Christentum ist es umgekehrt: das Urteil führt zum Leben, nicht das Leben zum Urteil
  • • Gott nimmt uns durch Jesus vollkommen an - das Urteil ist bereits gefällt
  • • Wir sind gerechtfertigt durch Christus, nicht durch eigene Werke
  • • Unsere Identität in Christus befreit uns vom Zwang, uns beweisen zu müssen

6. Die Treue der Jünger - für den einen

  • • Die Jünger standen Jesus treu zur Seite, auch als er sich zurückzog
  • • Sie riskierten gesellschaftliche Ausgrenzung und Verlust der Anerkennung
  • • Das neue Leben mit Jesus kostet unser altes Leben
  • • Wir müssen loslassen, worauf wir bisher unsere Identität gebaut haben
  • • Ganz für Jesus zu sein bedeutet, sich ihm vollständig hinzugeben und anzuvertrauen

7. Die Unentschlossenen - weder ganz für noch gegen

  • • Viele waren fasziniert von Jesus, wollten sich aber nicht ganz einlassen
  • • Sie wollten ihr altes Leben nicht loslassen
  • • Am Palmsonntag jubelten sie Jesus zu, am Freitag riefen sie 'Kreuzige ihn'
  • • Ein Mittelweg funktioniert nicht - man ist entweder ganz für Jesus oder gar nicht
  • • Das Beispiel von Judas zeigt die Gefahr des Mittelwegs

Biblical Foundations

Direct Quotes

Johannes 11,43-57

Und als Jesus dies gesagt hatte rief er mit lauter Stimme lazarus kaum heraus und der verstorbene kam heraus an händen und füßen mit grab tüchern umwickelt und dein angesicht und sein angesicht mit einem schweißtuch umhüllt jesus spricht zu ihnen bindet ihn los und lasst ihn gehen viele nun von den juden die zu maria gekommen waren und sahen dass jesus getan hatte glaubten an ihn etliche aber von ihnen gingen zu den pharisäern und sagten ihm dass jesus getan hatte da versammelten sich die obersten priester und die pharisäer den hohen rat und sprachen was sollen wir tun denn dieser mensch tut viele zeichen und wenn wir ihn sofort fahren lassen werden alle an ihn glauben und dann kommen die römer und nehmen uns das land und das volk weg einer aber von ihnen karl vass der in jenem jahr hohe priester war sprach zu ihnen ihr erkennt überhaupt nichts und liebe denkt nicht dass es für uns besser ist das ein mensch für das volk stirbt als dass das ganze volk zu grunde geht dies redete aber nicht aus sich selbst sondern weil er in jenem jahr hohe priester war weiß sagte er denn jesus sollte für das volk sterben und nicht nur für das volk allein sondern auch um die zerstreuten kinder gottes in 1 zusammenzuführen bringen von jenem tag an beratschlagten sie nun miteinander um ihn zu töten darum ging jesus nicht mehr öffentlich unter den juden umher sondern sucht sich von dort weg in die gegend nahe der wüste in eine stadt namens ephraim und hielt sich dort auf mit seinen jüngern es war aber das passt der juden und viele aus dem ganzen land gingen vor dem passauer nach jerusalem hinauf um sich zu reinigen da suchten sie jesus und sprachen zueinander als sie im tempel standen was meint ihr kommt ja nicht zu dem fest sowohl die obersten priester als auch die pharisäer hatten aber einen befehl gegeben dass wenn jemand wisse wo er sei er ist anzeigen solle damit sie ihn ergreifen könnten

Johannes 20,31

was hier berichtet ist wurde auf geschrieben damit ihr glaubt dass jesus der messias ist der sohn gottes und damit ihr als glauben eben hat in seinem namen

1 Korinther 4,3-4

allerdings hat es für mich keinerlei bedeutung welches urteil über mich fällt oder sonst irgendeine menschliche instanz über mich zu gericht sitzt nicht einmal ich selbst maße mir ein urteil über mich an ich wissen zwar nicht dass ich mir etwas hätte zuschulden kommen lassen aber damit bin ich noch nicht gerechtfertigt entscheidend ist das urteil das der herr über mich spricht

Römer 3

keiner ist gericht auch nicht einer keiner ist klug keiner fragt nach gott alle sind vom richtigen weg abgewichen keinen einzigen kann gott noch gebrauchen keine handelt so wie es gut wäre nicht ein einziger

Jesaja 53

er wurde um unserer übertretungen willen durchbohrt wegen unserer missetaten zerschlagen die strafe lag auf ihm damit wir frieden hätten und durch seine wunden sind wir geheilt worden wir alle gehen in die irre wie schafe jeder wandte sich auf seinen weg aber der herr warf unser aller schuld auf ihn er wurde misshandelt aber er beugte sich nicht und tat seinen mund nicht auf wie ein lamm das zum schlachten geführt wird und wie ein schaf das verstummen vor seinem scherer und seinen mund nicht auf tut

Johannes 3,16

so sehr hat dort die welt ja alle menschen geliebt dass er seinen eingeborenen sohn gab damit jeder der an ihn glaubt nicht verloren geht sondern ewiges leben hat

Römer 8,1

wer nun mit jesus christus verbunden ist wird von gott nicht mehr verurteilt

Johannes 12,13

rosian gepriesen sei der welcher kommt den namen des herren der könig von israel

Additional references

  • → Johannes 5
  • → Johannes 8
  • → Johannes 12

Practical Application (5)

  • 1 Persönliche Beziehung zu Jesus klären: Jeder sollte sich ehrlich fragen: Bin ich ganz für Jesus oder versuche ich einen Mittelweg? Die Beziehung zu Jesus muss geklärt und bereinigt werden - es gibt kein Dazwischen.
  • 2 Identität in Christus statt in Leistung finden: Aufhören, den eigenen Wert durch Vergleiche mit anderen oder eigene Leistungen zu beweisen. Stattdessen die Identität darauf gründen, dass man durch Christus vollkommen angenommen und gerechtfertigt ist.
  • 3 Das alte Leben loslassen: Bereit sein, Dinge loszulassen, die scheinbaren Wert, Freude und Sicherheit geben, wenn die Treue zu Jesus Christus es erfordert. Das neue Leben mit Jesus kostet das alte Leben.
  • 4 Sich ganz Jesus hingeben: Aus Dankbarkeit für Gottes Erlösungswerk sich vollständig Gott hingeben, ihn lieben, anbeten, loben, ihm folgen und treu zu ihm stehen - nicht aus Zwang, sondern aus Freude über die geschenkte Identität.
  • 5 Die Freude in Christus ausstrahlen: Die volle Freude und Identität in Christus leben und dies an andere Menschen ausstrahlen, sodass sie sich fragen, was mit uns passiert ist, und wir auf Jesus hinweisen können.

Daily bites from the week of September 16

  1. Day 1 of 7 · September 16 Der Eine für alle

    Nach der Auferweckung von Lazarus standen die Menschen vor einer unausweichlichen Entscheidung: für oder gegen Jesus. Dieses gewaltigste aller Wunder offenbarte nicht nur Jesu göttliche Macht, sondern forderte jeden Einzelnen heraus, Position zu beziehen. Jesus zwingt niemanden, ihn als Gott anzuerkennen. Er gibt uns die Wahl. Doch diese Wahl hat Konsequenzen für alle Ewigkeit. Das Johannes-Evangelium wurde geschrieben, 'damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr als Glaubende Leben habt in seinem Namen.' Der Kern der Botschaft ist klar: Jesus, der Eine, hat sich für alle hingegeben. Die entscheidende Frage lautet: Sind wir alle bereit, ganz für den Einen zu stehen? Unsere Haltung Jesus gegenüber bestimmt nicht nur unsere Ewigkeit, sondern prägt unser Leben hier und heute grundlegend.

    Johannes 11,43-45

    Prayer

    Bitte Jesus, dir zu zeigen, wo du in deiner Beziehung zu ihm stehst, und gib ihm die Bereiche deines Lebens, in denen du noch unentschlossen bist.

    Reflect

    Wie würdest du heute deine persönliche Haltung Jesus gegenüber beschreiben - bist du ganz für ihn, gleichgültig, oder lehnst du ihn ab?

  2. Day 2 of 7 · September 17 Bewusst gegen den Einen

    Der Hohe Rat konnte die Wunder Jesu nicht leugnen - sie waren zu mächtig, zu gut bezeugt. 'Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen', fragten sie verzweifelt. Selbst Jesu schlimmste Feinde mussten seine Vollmacht anerkennen. Doch trotz aller Beweise entschieden sie sich bewusst gegen ihn. Warum? Weil Jesus ihre Machtposition bedrohte. Sie fürchteten: 'Wenn wir ihn so fahren lassen, werden alle an ihn glauben, und dann kommen die Römer und nehmen uns das Land und das Volk weg.' Ihre Sorge galt nicht dem Volk, sondern ihrer eigenen Stellung, ihren Privilegien, ihrer Identität, die sie auf Macht und Religion aufgebaut hatten. Jesus konfrontierte sie mit der Wahrheit über ihr Herz - hartherzig, geldgierig, heuchlerisch. Das konnte ihr Stolz nicht ertragen. Ihr Ego war wichtiger als die Wahrheit. So zeigt uns der Hohe Rat, wie menschlicher Stolz zur Ursünde wird, die Menschen von Gott trennt.

    Johannes 11,47-48

    Prayer

    Bekenne vor Gott die Bereiche, in denen dein Stolz dich von ihm fernhält, und bitte ihn um ein demütiges Herz.

    Reflect

    Gibt es Bereiche in deinem Leben, wo dein Stolz oder deine Angst vor Kontrollverlust dich davon abhalten, dich Jesus ganz hinzugeben?

  3. Day 3 of 7 · September 18 Die Falle der falschen Identität

    Die Pharisäer bauten ihre Identität auf Vergleichen, religiöser Leistung und Selbstdarstellung. Ein Pharisäer betete: 'Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie die anderen Menschen... Ich faste zweimal die Woche und spende den zehnten Teil von all meinen Einkünften.' Doch dieser Kampf, sich selbst zu beweisen, ist nie zu Ende. Madonna drückte es ehrlich aus: 'Ich bin zwar jemand geworden, aber ich muss mir immer noch beweisen, dass ich jemand bin. Dieser Kampf war noch nie zu Ende und wird es vermutlich auch nie sein.' Wir alle suchen nach etwas, das uns Wert und Bedeutung gibt. Wir vergleichen uns, spielen uns auf, kämpfen um Anerkennung. Doch Søren Kierkegaard erkannte: Es ist der Normalzustand des menschlichen Herzens, seine Identität auf etwas anderes zu bauen als auf Gott. Diese Strategie führt zu ständiger Unruhe und Unzufriedenheit, weil unser Ego permanent aufrechterhalten werden muss.

    Lukas 18,11-12

    Prayer

    Bitte Gott, dir zu zeigen, wo du deine Identität auf falschen Grundlagen aufbaust, und hilf dir, deine Identität in Christus zu finden.

    Reflect

    Worauf baust du deine Identität und deinen Selbstwert - auf Leistung, Vergleiche, Anerkennung oder auf Gottes Urteil über dich?

  4. Day 4 of 7 · September 19 Das endgültige Urteil

    Der Apostel Paulus schreibt: 'Allerdings hat es für mich keinerlei Bedeutung, welches Urteil über mich fällt... Entscheidend ist das Urteil, das der Herr über mich spricht.' Paulus hatte verstanden: Weder sein eigenes Urteil noch das anderer Menschen kann ihn endgültig rechtfertigen. Nur Gottes Urteil zählt. Gottes Urteil über alle Menschen lautet zunächst: 'Keiner ist gerecht, auch nicht einer... keiner handelt so, wie es gut wäre.' Doch genau deswegen war es besser für uns, dass Jesus starb. Er nahm dieses Urteil mit allen Konsequenzen auf sich. 'Er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt... die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten.' Durch Jesus Christus ist das endgültige Urteil über uns gesprochen: 'Wer nun mit Jesus Christus verbunden ist, wird von Gott nicht mehr verurteilt.' Das ist keine Religion der Leistung, sondern der Gnade. Nicht das Leben führt zum Urteil, sondern das Urteil zum Leben.

    Römer 8,1

    Prayer

    Danke Jesus dafür, dass er dein Urteil getragen hat, und bitte ihn, dir zu helfen, in dieser Freiheit zu leben.

    Reflect

    Lebst du noch unter dem Zwang, dich als gut beweisen zu müssen, oder hast du Gottes endgültiges Urteil über dich in Christus angenommen?

  5. Day 5 of 7 · September 20 Das neue Leben kostet das alte

    'Von jenem Tag an beratschlagten sie miteinander, um ihn zu töten. Darum ging Jesus nicht mehr öffentlich unter den Juden umher... und hielt sich dort auf mit seinen Jüngern.' Die Jünger folgten Jesus treu, auch als er sich zurückzog - an den Rand der Wüste, weg von allem. Diese Treue hatte Konsequenzen: gesellschaftliche Ausgrenzung, Verlust der Anerkennung, vermutlich den Ausschluss aus der Synagoge. Sie verloren ihr altes Leben. Doch sie setzten alles auf die eine richtige Karte. Unsere Identität in Christus in Anspruch zu nehmen bedeutet loszulassen, worauf wir bisher unsere Identität gebaut haben. Es bedeutet, uns und unser ganzes Leben vollständig Jesus hinzugeben. Den vollen Segen und die volle Freude in der Identität in Christus erleben wir nur dann, wenn wir uns ganz hingeben und konsequent ihm anvertrauen. Die Jünger hatten noch nicht alles verstanden, aber sie glaubten und folgten Jesus treu.

    Johannes 11,53-54

    Prayer

    Bitte Jesus um den Mut, die Dinge loszulassen, die dich von einer ganzen Hingabe an ihn abhalten.

    Reflect

    Was hält dich davon ab, dich Jesus vollständig hinzugeben? Was müsstest du loslassen?

  6. Day 6 of 7 · September 21 Der gefährliche Mittelweg

    Viele kamen zum Passahfest nach Jerusalem und fragten: 'Was meint ihr? Kommt er nicht zu dem Fest?' Sie waren fasziniert von Jesus, neugierig auf das nächste große Wunder. Sie fanden ihn interessant, aber wollten sich nicht ganz auf ihn einlassen. Dies sind die Menschen, die am Montag 'Hosanna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!' rufen werden, aber am Freitag 'Kreuzige ihn!' Sie reinigen sich rituell, aber nicht von ihrem alten Leben. Sie wollen es nicht loslassen. Das Beispiel von Judas zeigt die Gefahr dieses Mittelwegs besonders deutlich: Er folgte Jesus bis an den Rand der Wüste, war aber nicht bereit, seine Liebe zum Geld loszulassen. Das führte ihn letztendlich dazu, Jesus für 30 Silberlinge zu verraten. Es gibt keinen Mittelweg. Entweder ganz für den Einen oder gar nicht. Wer nicht ganz für Jesus ist, bleibt letztlich gegen ihn.

    Johannes 11,55-57

    Prayer

    Bitte Jesus, dir die Bereiche zu zeigen, wo du noch einen Mittelweg gehst, und gib sie ihm heute ganz hin.

    Reflect

    Versuchst du manchmal, einen Mittelweg mit Jesus zu gehen - ihm in manchen Bereichen zu folgen, aber andere für dich zu behalten?

  7. Day 7 of 7 · September 22 Ganz für den Einen

    Die Auferweckung von Lazarus zwang die Menschen zur Entscheidung: der Hohe Rat entschied sich bewusst gegen Jesus; die Unentschlossenen blieben in ihrer Faszination stecken; aber viele kamen zum Glauben, und die Jünger folgten ihm treu. Heute steht jeder von uns vor derselben Frage: Bin ich ganz für den Einen? Jesus hat sich völlig für uns hingegeben - er unterschrieb sein eigenes Todesurteil, als er Lazarus neues Leben schenkte. Er ging für uns in den Gerichtssaal und stellte sich der Anklage, die uns galt. Die logische Antwort auf diese grenzenlose Liebe ist, dass wir uns aus Dankbarkeit ganz diesem wunderbaren und liebenden Gott hingeben - ihn lieben, ihm folgen, treu zu ihm stehen. 'Dies wurde aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr als Glaubende Leben habt in seinem Namen.' Dieses Leben beginnt jetzt - befreit, mit einer neuen Identität, ganz für den Einen.

    Johannes 20,31

    Prayer

    Danke Jesus für seine völlige Hingabe für dich und bekräftige heute deine Entscheidung, ganz für ihn zu leben.

    Reflect

    Welche konkrete Entscheidung wirst du diese Woche treffen, um Jesus deine ganze Hingabe zu zeigen?