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Christus Gemeinde Gensingen

Alzeyer Straße 31 55457 Gensingen

Familienfreundlich, offen & einladend – so sind wir als Christus Gemeinde Gensingen. Bei uns dreht sich alles um einen echten, lebendigen Glauben an Jesus Christus. Wir glauben, dass Jesus lebt und auferstanden ist. So wie die Bibel es sagt. Ihm zu Ehren feiern wir Gottesdienste und lieben es, Gott gemeinsam anzubeten. Das Feiern nehmen wir auch in dem Sinn wörtlich, dass wir ein monatliches Gemeindebuffet anbieten … Unser Herzenswunsch ist es, dich auf deinem Weg zu und mit Jesus zu begleiten. Denn erst mit Jesus hat unser Leben ein stabiles Fundament und ein ewiges herrliches Ziel – über den Tod hinaus. Und göttliche Unterstützung, wenn´s mal schwierig wird. ER will dein Freund und Erlöser sein. Lerne ihn kennen … Es lohnt sich!

This content is currently available in German only.
Daily Bite
Day 3 of 7

Identität in Gott finden

From the sermon “Standhaft im Gegenwind” of October 25

Die zweite Wurzel für Standhaftigkeit ist unsere Identität in Gott. Wer bin ich wirklich? Diese Frage beschäftigt jeden Menschen. Lukas stellte sich drei grundlegende Fragen: Woher komme ich? Gibt es einen Grund, warum ich hier bin? Was kommt danach? Die Welt konnte ihm darauf keine Antworten geben. Ohne Gott suchte er seine Identität in Geld, Anerkennung und dem, was die Welt bietet. Doch trotz allem wurde die Leere in ihm nur größer. Erst als er erkannte, dass Gott eine Beziehung mit ihm führen will – nicht wie zu einem Bundeskanzler, sondern wie zu einem Freund oder Vater – fand er seine wahre Identität. Unsere Identität liegt nicht in dem, was wir tun oder haben, sondern darin, wessen wir sind: geliebte Kinder Gottes. Diese Identität gibt uns Halt, wenn der Gegenwind am stärksten bläst.

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Die zweite Wurzel für Standhaftigkeit ist unsere Identität in Gott. Wer bin ich wirklich? Diese Frage beschäftigt jeden Menschen. Lukas stellte sich drei grundlegende Fragen: Woher komme ich? Gibt es einen Grund, warum ich hier bin? Was kommt danach? Die Welt konnte ihm darauf keine Antworten geben. Ohne Gott suchte er seine Identität in Geld, Anerkennung und dem, was die Welt bietet. Doch trotz allem wurde die Leere in ihm nur größer. Erst als er erkannte, dass Gott eine Beziehung mit ihm führen will – nicht wie zu einem Bundeskanzler, sondern wie zu einem Freund oder Vater – fand er seine wahre Identität. Unsere Identität liegt nicht in dem, was wir tun oder haben, sondern darin, wessen wir sind: geliebte Kinder Gottes. Diese Identität gibt uns Halt, wenn der Gegenwind am stärksten bläst.

2. Korinther 5,17
Prayer

Bitte Jesus, dir zu helfen, deine wahre Identität als sein geliebtes Kind zu verstehen und darin fest zu werden.

Reflect

Wo suchst du deine Identität – in deinen Leistungen, in der Meinung anderer oder in Gott?

Recording from July 12, 2026

Sermon

Gideon: Held Gottes

Sunday, July 12, 2026
Richter 6,2-6a
Key Point

Gottes Helden sind nicht durch eigene Stärke, Mut oder besondere Fähigkeiten charakterisiert, sondern durch ihre Schwachheit und Abhängigkeit von Gott. Wenn wir unsere Unfähigkeit erkennen, uns selbst zu retten, und als zerbrochene, leere Gefäße vor Gott stehen, kann sein Licht durch uns leuchten und er kann durch uns wirken.

Dieser Gottesdienst der Christus Gemeinde Gensingen behandelt die biblische Geschichte von Gideon als Vorbild eines Helden Gottes. Die Gemeinde beginnt mit ausführlicher Lobpreiszeit, in der Gottes Größe, Treue und Güte besungen werden. Nach Ankündigungen über bevorstehende Gemeindeaktivitäten wie die Kanutour, Männerwanderung und Ladies on Tour folgt eine tiefgehende Predigt über die Berufung Gideons. Die zentrale Botschaft der Predigt ist, dass Gottes Helden nicht durch menschliche Stärke, Mut oder besondere Fähigkeiten ausgezeichnet sind, sondern durch ihre Schwachheit. Gideon wird als ängstlicher, zweifelnder Mensch dargestellt, der sich in Höhlen versteckt und mehrfach Zeichen von Gott fordert. Gott erwählt bewusst Schwache, reduziert Gideons Armee drastisch und zeigt dadurch, dass Er selbst der Handelnde ist. Die Predigt fordert auf, Götzendienst im eigenen Leben auszuräumen, sich dem Kampf zu stellen und dabei zuzusehen, wie Gott siegt. Durch zerbrochene, leere Gefäße kann das Licht Gottes am besten leuchten. Der Gottesdienst schließt mit Fürbitte für Leidende in der Gemeinde und Segensworten.
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Dieser Gottesdienst der Christus Gemeinde Gensingen behandelt die biblische Geschichte von Gideon als Vorbild eines Helden Gottes. Die Gemeinde beginnt mit ausführlicher Lobpreiszeit, in der Gottes Größe, Treue und Güte besungen werden. Nach Ankündigungen über bevorstehende Gemeindeaktivitäten wie die Kanutour, Männerwanderung und Ladies on Tour folgt eine tiefgehende Predigt über die Berufung Gideons. Die zentrale Botschaft der Predigt ist, dass Gottes Helden nicht durch menschliche Stärke, Mut oder besondere Fähigkeiten ausgezeichnet sind, sondern durch ihre Schwachheit. Gideon wird als ängstlicher, zweifelnder Mensch dargestellt, der sich in Höhlen versteckt und mehrfach Zeichen von Gott fordert. Gott erwählt bewusst Schwache, reduziert Gideons Armee drastisch und zeigt dadurch, dass Er selbst der Handelnde ist. Die Predigt fordert auf, Götzendienst im eigenen Leben auszuräumen, sich dem Kampf zu stellen und dabei zuzusehen, wie Gott siegt. Durch zerbrochene, leere Gefäße kann das Licht Gottes am besten leuchten. Der Gottesdienst schließt mit Fürbitte für Leidende in der Gemeinde und Segensworten.

Main Topics (7)

1. Die hoffnungslose Situation Israels und unserer Generation

  • • Israel lebte in Unterdrückung durch Midian und versteckte sich in Höhlen
  • • Die heutige Generation hat den Glauben an eine bessere Zukunft verloren
  • • Äußere Not führt dazu, dass Menschen zu Gott um Hilfe schreien
  • • Deutschland geht es äußerlich noch zu gut, um echte Hilfsbedürftigkeit zu erkennen
  • • Die innere Not ist größer als die äußere - psychische Erkrankungen, Einsamkeit, Ziellosigkeit nehmen zu

2. Schwacher Mensch - die erste Zutat für einen Helden Gottes

  • • Gideon wird als 'tapferer Held' berufen, obwohl er noch nichts Heldenhaftes getan hat
  • • Gideons Bankrotterklärung: 'Meine Tausendschaft ist die geringste, ich bin der Jüngste'
  • • Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit ist entscheidend - ohne Gott können wir nichts tun
  • • Gott erwählt das Schwache, nicht das Starke
  • • Viele Berufungen in der Bibel geschehen im Kontext treuer alltäglicher Arbeit

3. Starker Gott - die zweite Zutat

  • • Gott offenbart sich Gideon übernatürlich durch ein Zeichen
  • • Gideon erkennt Gottes Größe und Heiligkeit und bekommt Angst
  • • Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis
  • • Gott sagt mehrfach zu Gideon: 'Du bist zu stark, ihr seid zu viele'
  • • Gott reduziert das Heer von 32.000 auf 300 Mann, damit Israel sich nicht selbst rühmt

4. Aufräumen vor der eigenen Haustür

  • • Gideon wird aufgefordert, den Baal-Altar seines Vaters zu zerstören
  • • Der Weg Gottes führt über Zerbruch
  • • Wir brauchen nicht mehr, sondern weniger - Reduktion ist wichtig
  • • Smartphones und andere Ablenkungen nehmen den Platz Gottes ein
  • • Äußerer Zerbruch macht nicht alles gut, ist aber ein wichtiger erster Schritt
  • • Es ist wichtig, ein Statement gegen Götzendienst und Sünde zu setzen

5. Lauter Lobpreis - die dritte Zutat

  • • Gideons Männer blasen Hörner und rufen 'Schwert für den Herrn und für Gideon'
  • • Lobpreis ist für eine gottlose Gesellschaft ein Störfaktor
  • • Christliche Kultur und Lobpreis wirken extrem - entweder abstoßend oder anziehend
  • • Jesus und sein Licht sind für Suchende attraktiv, für Selbstgerechte eine Provokation

6. Leere, zerbrochene Gefäße - die vierte Zutat

  • • Die Fackeln in den Krügen symbolisieren das Licht Gottes in zerbrochenen Gefäßen
  • • Unsere Gefäße sind oft zu voll mit eigenen Gedanken und Sorgen
  • • Zerbruch schafft fruchtbaren Boden für Gottes Wirken
  • • Durch zerbrochene Gefäße kann das Licht des Wortes Gottes, Jesus, leuchten
  • • Äußerer Zerbruch erhöht die Empfänglichkeit für Gottes Wirken

7. Dem Kampf stellen und Gott siegen sehen

  • • Ein Held Gottes stellt sich dem Kampf und sieht dabei zu, wie Gott siegt
  • • Gideons Männer blieben stehen und Gott führte den Kampf
  • • Man muss nicht mutig sein, kann wie Gideon ängstlich sein
  • • Wichtig ist, sich nicht in der Höhle zu verstecken
  • • Nicht alle Helden Gottes erleben äußeren Sieg - manche leiden und sterben

Biblical Foundations

Direct Quotes

Richter 6,2-6a

Und die Hand Midians wurde stark über Israel. Wegen Midian machten sich die Söhne Israels die Schlupfwinkel, die in den Bergen sind, und die Höhlen und die Bergfesten. Und es geschah, wenn Israel gesät hatte, dann zog Midian herauf und Amalek und die Söhne des Ostens, die zogen herauf gegen sie. Und sie lagerten sich gegen sie und verheerten den Ertrag des Landes, bis dahin, wo man nach Gaza kommt. Und sie ließen keine Lebensmittel in Israel übrig, weder Schafe noch Rinder noch Esel. Denn sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten und kamen so massenhaft wie Heuschrecken. Zahllos waren sie und ihre Kamele. Und sie kamen ins Land, um es zu verheeren. So verarmte Israel sehr wegen Midian.

Richter 6,1

Die Söhne Israels taten, was böse war in den Augen des Herrn.

Richter 6,10

Und ich sprach zu euch: Ich bin der Herr, euer Gott. Ihr sollt nicht die Götter der Amoriter fürchten, in deren Land ihr wohnt. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.

Richter 6,12

Der Herr ist mit dir, du tapferer Held.

Richter 6,13

Bitte mein Herr, wenn der Herr mit uns ist, warum hat uns dann all dieses getroffen? Und wo sind alle seine Wunder, von denen uns unsere Väter erzählt haben, wenn sie sagten, hat der Herr uns nicht aus Ägypten heraufkommen lassen? Jetzt aber hat uns der Herr verworfen und uns in die Hand Midians gegeben.

Richter 6,15

Bitte mein Herr, womit soll ich Israel retten? Siehe, meine Tausendschaft ist die geringste in Manasseh und ich bin der jüngste im Haus meines Vaters.

Richter 6,22-23

Da sah Gideon, dass es der Engel des Herrn gewesen war und Gideon sagte: Wehe, Herr, Herr, wahrhaftig habe ich doch den Engel des Herrn von Angesicht zu Angesicht gesehen. Da sprach der Herr zu ihm: Friede sei mit dir, fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben.

Richter 7,20-21

Da stießen auch die drei Abteilungen in die Hörner und zerbrachen die Krüge. Und sie ergriffen mit ihrer linken Hand die Fackeln und mit ihrer rechten Hand die Hörner zum Blasen und riefen: Schwert für den Herrn und für Gideon. Und sie blieben stehen, jeder an seiner Stelle rings um das Heerlager. Da lief das ganze Heerlager durcheinander und sie schrien laut und flohen.

Psalm 51,18-19

Denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich sie dir geben. Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist. Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.

Johannes 15,13-14

Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.

Hebräer 11,32-38

Und was soll ich noch sagen? Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jephthah, David und Samuel und den Propheten, die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften, des Feuers Kraft auslöschten, des Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Kampf stark wurden, der fremden Heere zurücktrieben. Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder. Andere aber wurden gefoltert, da sie die Befreiung nicht annahmen, um eine bessere Auferstehung zu erlangen. Andere aber wurden durch Verhöhnung und Geiselung versucht, dazu durch Fesseln und Gefängnis. Sie wurden gesteinigt, zersägt, starben den Tod durch das Schwert, gingen umher in Schafpelzen und Ziegenfällen, mangelleidend, bedrängt, geplagt. Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen und Höhlen und den Klüften der Erde.

2. Petrus 3,18

Wachst aber in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Ihm sei Ehre, jetzt und für ewige Zeiten. Amen.

Additional references

  • → 1. Korinther 12

Practical Application (5)

  • 1 Räume vor deiner eigenen Haustür auf: Identifiziere die Götzen in deinem Leben (z.B. Smartphone, Social Media, Konsum) und setze ein bewusstes Statement dagegen. Schaffe Raum für Gott, indem du diese Dinge radikal aus deinem Leben entfernst oder reduzierst.
  • 2 Erkenne und bekenne deine Schwachheit: Komm zu der Erkenntnis, dass du aus eigener Kraft nichts tun kannst. Lege eine Bankrotterklärung vor Gott ab und erkenne an, dass nur er dich retten und befähigen kann.
  • 3 Werde ein leeres, zerbrochenes Gefäß: Leere dein Herz und deinen Kopf von all den Ablenkungen, Sorgen und eigenen Plänen. Schaffe Raum, damit das Licht des Wortes Gottes durch dich leuchten kann.
  • 4 Stelle dich dem Kampf: Verstecke dich nicht in deiner 'Höhle' der Sicherheit. Tritt heraus, stelle dich den Herausforderungen und vertraue darauf, dass Gott durch dich wirkt und siegt - auch wenn du Angst hast.
  • 5 Praktiziere Reduktion und Einfachheit: Lebe bewusster reduziert und einfacher. Befreie dich von westlichem Götzenbildern wie ständigem Vergleichen, Selbstdarstellung und Dopamin-Konsum. Schaffe Raum für echte Beziehungen und Gottes Gegenwart.

Daily bites from the week of July 13

  1. Day 1 of 7 · July 13 Gott erwählt die Schwachen

    Wenn du an einen Helden denkst, stellst du dir wahrscheinlich jemanden vor, der stark, mutig und fähig ist. Doch Gottes Helden sind völlig anders. Gott ruft Gideon mit den Worten: 'Der Herr ist mit dir, du tapferer Held' – obwohl Gideon sich gerade ängstlich in einer Höhle versteckt und am Zweifeln ist. Gideons ehrliche Antwort zeigt seine Schwäche: 'Womit soll ich Israel retten? Meine Tausendschaft ist die geringste in Manasseh und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters.' Das ist keine falsche Bescheidenheit, sondern eine Bankrotterklärung. Gideon erkennt, dass er aus eigener Kraft nichts ausrichten kann. Genau diese Erkenntnis macht ihn für Gott brauchbar. Gott sucht keine Superhelden, die ihre eigene Stärke präsentieren. Er sucht zerbrochene Menschen, die verstehen: Ohne Christus können wir nichts tun. Die Schwäche ist nicht das Hindernis für Gottes Wirken – sie ist die Voraussetzung.

    Richter 6,12-15

    Prayer

    Danke Gott dafür, dass er nicht deine Stärke braucht, sondern durch deine Schwachheit wirken möchte. Bitte ihn, dir zu zeigen, wo du noch auf eigene Kraft vertraust.

    Reflect

    Wo versuchst du noch, aus eigener Kraft etwas für Gott zu erreichen, anstatt deine Schwachheit vor ihm anzuerkennen?

  2. Day 2 of 7 · July 14 Raus aus der Höhle

    Israel lebte in ständiger Angst. Jedes Mal, wenn sie säten und die Ernte einbringen wollten, kamen die Midianiter wie eine Heuschreckenplage und raubten ihnen alles. Die Israeliten versteckten sich in Höhlen und Bergfesten – eine Illusion von Sicherheit, während ihr Leben dahinschwand. Was ist deine Höhle? Vielleicht sind es Social Media, Konsum, endloses Zocken oder ständige Ablenkung. Wir vergraben uns in Dingen, die uns Sicherheit suggerieren, während der Feind uns unseres Segens beraubt. Wir schauen zu, wie unser Leben an uns vorbeizieht, ohne wirklich zu leben. Die Aufforderung an Gideon gilt auch uns: Geh raus aus der Höhle und bring die Ernte ein, bevor der Feind sie rauben kann! Versteck dich nicht länger hinter deinen Ablenkungen. Stell dich dem Leben, stell dich dem Kampf – nicht in eigener Kraft, sondern mit der Zusage: Der Herr ist mit dir.

    Richter 6,2-6

    Prayer

    Bitte Gott, dir zu zeigen, wo du dich versteckst. Bitte ihn um Mut, aus deinen falschen Sicherheiten herauszutreten und ihm zu vertrauen.

    Reflect

    In welche 'Höhle' ziehst du dich zurück, wenn das Leben schwierig wird? Was hält dich davon ab, rauszugehen und das Leben zu leben, das Gott für dich bereithält?

  3. Day 3 of 7 · July 15 Das eigentliche Problem: Götzendienst

    Israel schrie zu Gott wegen ihrer äußeren Not – der Unterdrückung durch Midian. Doch Gott weist sie auf das eigentliche Problem hin: 'Die Söhne Israels taten, was böse war in den Augen des Herrn.' Sie dienten fremden Göttern und gehorchten Gottes Stimme nicht. Wir neigen dazu, uns auf äußere Probleme zu konzentrieren: Stress, Einsamkeit, Überforderung, psychische Belastungen. Das sind reale Nöte. Aber oft übersehen wir die innere Not: Unser Leben ist voll von Götzendienst. Dinge, die den Platz Gottes eingenommen haben. Unser Smartphone liegt auf dem Nachttisch, wo die Bibel hingehört. Selbstoptimierung ersetzt Hingabe an Gott. Wir merken gar nicht, wie kaputt wir innerlich sind, weil es äußerlich noch ganz passabel aussieht. Doch Gott sieht das Herz. Bevor Gideon kämpfen konnte, musste er zu Hause aufräumen – den Balsaltar seines Vaters zerstören. Der Weg zu echtem Heldentum beginnt mit radikalem Aufräumen im eigenen Herzen.

    Richter 6,1.10

    Prayer

    Bitte den Heiligen Geist, dir zu zeigen, welche Götzen dein Herz besetzen. Bitte Gott um Kraft, diese Dinge aus deinem Leben zu räumen.

    Reflect

    Was hat in deinem Leben den Platz eingenommen, der Gott gehört? Welchen 'Balsaltar' musst du niederreißen?

  4. Day 4 of 7 · July 16 Du brauchst weniger, nicht mehr

    Gideon hatte 32.000 Männer versammelt – immer noch weit unterlegen gegenüber den Midianitern. Doch dann kommt Gottes überraschende Anweisung: 'Ihr seid zu viele!' Gott reduziert die Armee auf 300 Mann. Zu Gideon, dem Zweifler, der sich schwach und unfähig fühlt, sagt Gott: 'Du bist zu stark. Ihr seid zu viele, sonst würdet ihr euch dafür rühmen.' Was für eine Perspektive! Wir denken, wir brauchen mehr: mehr Gaben, mehr Ressourcen, mehr Fähigkeiten, mehr Selbstvertrauen. Aber Gott sagt: Du brauchst weniger. Weniger von dir selbst, weniger Ablenkung, weniger Götzen, weniger Stolz. Reduktion ist der Schlüssel. Unsere Gefäße sind zu voll mit eigenen Plänen, Sorgen, Konsum und Selbstoptimierung. Sie müssen erst leer werden, damit Gottes Licht durchscheinen kann. Der äußere Zerbruch, die Reduktion auf das Wesentliche – das ist fruchtbarer Boden für Gottes mächtiges Wirken.

    Richter 7,2

    Prayer

    Bitte Gott, dein Leben zu reduzieren auf das, was wirklich wichtig ist. Bitte ihn, dich leer zu machen, damit er dich füllen kann.

    Reflect

    Was füllt dein Leben so sehr, dass kein Platz mehr für Gott bleibt? Von was musst du dich trennen, um für Gott empfänglich zu werden?

  5. Day 5 of 7 · July 17 Steh auf und räume auf

    Gideon erhält von Gott einen klaren Auftrag: 'Reiße den Balsaltar deines Vaters nieder und zerstöre die Aschera!' Gott fordert ihn auf, vor der eigenen Haustür aufzuräumen – und das ist das Schwierigste. Die eigene Familie zu konfrontieren, nahestehende Menschen zu ermahnen, erfordert mehr Mut als gegen fremde Feinde zu kämpfen. Äußerliches Aufräumen löst nicht automatisch alle inneren Probleme. Der Götzendienst lebte in den Herzen weiter, auch nachdem der Altar zerstört war. Und doch war es ein wichtiges Statement: Ich will der Sünde keinen Raum mehr geben in meinem Leben! Ein Vakuum bleibt nicht lange leer – deshalb baute Gideon einen Altar für Jahwe an derselben Stelle. Vielleicht bedeutet das für dich: Das Smartphone aus dem Schlafzimmer verbannen. Bestimmte Apps löschen. Beziehungen beenden, die dich von Gott wegziehen. Es sind konkrete, äußere Schritte, die zeigen: Ich meine es ernst mit Gott.

    Richter 6,25-27

    Prayer

    Bitte Gott um Mut, auch unpopuläre Schritte zu gehen. Bitte ihn, dir zu helfen, nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich aufzuräumen.

    Reflect

    Welchen konkreten Schritt kannst du heute gehen, um Götzendienst aus deinem Leben zu räumen? Was muss weg, damit Gott Raum bekommt?

  6. Day 6 of 7 · July 18 Zerbrochene Krüge, strahlendes Licht

    Die 300 Männer standen bereit zum Kampf – mit Fackeln in Krügen und Hörnern in den Händen. Sie riefen: 'Schwert für den Herr und für Gideon!' Dann zerbrachen sie die Krüge, und das Licht strahlte hell in die Nacht. Der Feind geriet in Panik und floh. Israel stand nur da und sah zu, wie Gott siegte. Die zerbrochenen Krüge sind ein kraftvolles Bild: Erst durch den Zerbruch kann das Licht nach außen dringen. Solange der Krug ganz ist, bleibt das Licht verborgen. Gott braucht leere, zerbrochene Gefäße, durch die sein Licht – Jesus Christus, das Wort Gottes – in diese dunkle Welt leuchten kann. Der laute Lobpreis, die Hörner, waren für die gottlose Gesellschaft ein Störfaktor. Genauso ist ein Leben mit Jesus eine radikale Gegenkultur: Zeit für Menschen haben, Liebe verschenken, Gott anbeten. Das ist extrem – entweder extrem anziehend oder extrem abstoßend.

    Richter 7,20-21

    Prayer

    Danke Gott, dass er durch deine Schwachheit und deinen Zerbruch sein Licht scheinen lassen möchte. Bitte ihn, dich zu einem zerbrochenen Gefäß zu machen.

    Reflect

    Wo in deinem Leben ist der 'Krug' noch zu intakt, sodass Gottes Licht nicht durchscheinen kann? Wo brauchst du Zerbruch?

  7. Day 7 of 7 · July 19 Helden Gottes – damals und heute

    Gideons Geschichte endet mit einem fulminanten Sieg. Doch nicht alle Heldengeschichten gehen so aus. Hebräer 11 erinnert uns daran: Durch Glauben bezwangen manche Königreiche und wirkten Gerechtigkeit. Andere aber 'wurden gefoltert, gesteinigt, zersägt, starben den Tod durch das Schwert'. Beide Gruppen waren Helden Gottes – nicht wegen ihrer Siege, sondern wegen ihres Glaubens. Ein Held Gottes zu sein bedeutet nicht, immer zu gewinnen oder ein Leben ohne Leid zu führen. Es bedeutet: Sich dem Kampf zu stellen, auch wenn man Angst hat. Zu Hause aufzuräumen, auch wenn es unbequem ist. Dem Götzendienst abzusagen und Gott Raum zu geben. Und dann zuzusehen, wie Gott siegt – auf seine Weise, in seiner Zeit. Die Welt war dieser Helden nicht wert. Sie waren schwach, aber ihr Gott war stark. Sie waren leer, aber durch sie leuchtete Gottes Licht. Das ist die Einladung auch an dich.

    Hebräer 11,32-38

    Prayer

    Danke Gott für die Helden des Glaubens, die uns vorangegangen sind. Bitte ihn, dich zu befähigen, ihm treu nachzufolgen – egal wie der Weg aussieht.

    Reflect

    Was bedeutet es für dich konkret, ein Held Gottes zu sein – nicht durch eigene Stärke, sondern durch Schwachheit, in der Gott wirkt?